Der MAN TGA 18.350 mit dem ich BCE gemacht habe, hat 10,5l Hubraum, 350PS und 1800Nm Drehmoment. Diese Daten zerschmettern deine Behauptung. Aber es geht noch radikaler. CatV12C27: 27l Hubraum, 850PS, 5kNm Drehmoment. Das sind Beispiele mit mickriger Literleistung und vergleichsweise, darauf bezogen, gewaltigem Drehmoment. Und seit wann ist sowas wie Literleistung eine "Größe" nach der sich Drehmoment richtet?
LKW Motoren sind dann doch ein wenig anders ausgelegt als PKW Motoren. Die machen ja kaum Drehzahl und sind komplett auf Drehmoment ausgelegt.
Aber wo habe ich denn behauptet, dass das Drehmoment von der Literleistung abhängt? Da ging es ja ganz konkret um die Ami-V8 Motoren (sprich um Sauger) und die haben nunmal wenig Literleistung und damit einhergehend relativ wenig Drehmoment für ihre Größe. Das ist nunmal Fakt. Das andere Motoren - speziell LKW Motoren - gänzlich anders ausgelegt sind und dank Turboladern auch anderen Spielregeln folgen können hat ja niemand bestritten.
Einen Satz so komplett aus dem Kontext zu reissen um die Behauptung dann ins absurde zu führen ist jetzt nicht direkt hilfreich...
Reine Physik, die du nicht verstehst. Beschleunigung ist ausschließlich Frage des Drehmoments, das beschreibt deine zweite Formel wesentlich besser: a=F/m oder wenn es schon um Momente geht, dann zutreffenderweise α=M/J.
Ich denke schon, dass ich die Physik verstanden habe, ich hätte sonst bei meiner Arbeit massive Probleme.
Was hat F=P/v mit Beschleunigung zu tun? F steht für Kraft, außerdem ist deine Formel nur eine Umstellung/ Zusammenfassung der Formel P=F*s/t, wo F die fundamentale Größe ist. Stellt man diese Formel nach F um, so ändert sich - wenn es sich was ändert - logischer Weise alles über dem Bruchstrich und darunter um gleichen Faktor, so dass die Unabhängige Größe unverändert bleibt. So stellt deine umgestellte Formel keinerlei Abhängigkeit dar, sondern ist reine mathematische Umstellung, um z.B. eine Unbekannte zu berechnen.
Was die Kraft mit der Beschleunigung zu tun hat?

Schon mal was von a=F*m gehört? Und du willst mir die Physik erklären?
Die Formel F=P/v beschreibt die bei einer bestimmten Geschwindigkeit und Leistung resultierende (Zug)kraft. Diese Kraft hängt bei gegebener Geschwindigkeit nur (!) von der zur Verfügung stehenden Leistung ab. Das Drehmoment spielt da gar keine direkte Rolle bzw. ist nur eine Komponente der Leistung - ohne Drehzahl passiert da nämlich nix. Das am Rad dann ein Drehmoment anliegt - geschenkt - das brauchts natürlich. Nur hat das nix mit dem Motormoment zu tun, sondern hängt von der Geschwindigkeit (Drehzahl) und der anliegenden Leistung ab.
Auf dieser einfachen Grundformel basieren im Übrigen alle mir bekannten Simulationen zu Beschleunigung von Fahrzeugen. Die sind natürlich noch wesentlich komplexer und berücksichtigen einen Haufen andere Dinge, aber im Prinzip geht es genau um diese Formel.
Um es mal anschaulicher zu machen. Vergleiche mal bei einem beliebigen Fahrzeug die Beschleunigungswerte 0-100km/h eines z.B. 110kW Dieselmotors mit der eines 110kW Benziners. Die liegen sehr dicht beieinander, obwohl das Drehmoment um - sagen wir mal - Faktor 2 auseinander liegt. Die Unterschiede der beiden Beschleunigungswerte sind - wenn überhaupt vorhanden - ggf. mit Gewichtsunterschieden, unterschiedlich optimierten Getriebeauslegungen und anderen Kleinigkeiten zu finden.