Wenn nach dem Luftmassemesser ein Leck ist stimmt das Gemisch nicht, es gibt ein zu mageres Gemisch und die Lambdasonde reklamiert.
Oder sehe ich das Falsch
Ja, das ist so.
Darauf hin fettet das MSG das Gemisch so lange an, bis es wieder dort ist, wo es sein soll. Im Kennfeld ist ein bestimmter Bereich hinterlegt, in dem es das machen darf. Der ist meistens aufgeteilt in eine Kurzzeit und eine Langzeit Adaption.
Die Kurzzeitadaption bringt erstmal sofort das Gemisch in Ordnung. Je nach Motorsteuerung und größe des Lecks dauert das ca. 1-10 Sekunden.
Wenn die Kurzzeitadaption in eine Richtung pendelt, dann wird das nach und nach in die Langzeitadaption übertragen, damit die Kurzzeitadaption wieder mittig ins Kennfeld kommt.
Diese Langzeitadaption wird dann im MSG gespeichert und wird auch nach erneutem Motorstart wieder verwendet. Die Kurzzeitadaption wird nach jedem Zündungswechsel verworfen.
Das bedeutet in der nächsten Kaltstart/Warmlaufphase wird der vorhher gelernte Wert wieder verwendet, obwohl die Sonde noch gar nicht arbeitet, weil sie zu kalt ist.
Hat man jetzt ein zu großes Loch irgendwo im Motor verschiebt sich die Adaption so weit, das man einen Gemischbildungsfehler erhält. Das ist aber kein funktionaler Lambdafehler, da das Sondensignal ja noch plausibel ist und vom MSG in allen möglichen Betriebszuständen geprüft werden kann.
Eine defekte Sonde kann bei alten Autos durchaus auch zu einem Gemischfehler führen, da es damals noch keine Selbstprüfungsabläufe im MSG gab. Seit Euro-keine-Ahnung-Wann ist es aber Vorschrift das beide Sonden voll eigendiagnosefähig sein müssen.
Daher bekommt man dann auch Fehlercodes wie: "Lambdasonde zu stark gealtert, Lambdasonden vertauscht oder Lambdasonde" nicht verbaut zu sehen.
Lambdasonde tauschen -> Fehler immernoch da ... dann wirds auch ein 15000€ Spass ^^
Man geht da auch nicht hin und sagt: "Bitte Lambdasonde tauschen!"
Sondern: "Meine MKL leuchtet, bitte beheben!"
Wenn du der Werkstatt sagst was sie für ein Teil tauschen sollen, dann machen die das, egal ob es kaputt ist. Hab ich auch häufiger das Leute Bauteile tauschen lassen, wo absolut nichts mit ist. Naja wenn man den Auftrag dazu gibt und es hinterher bezahlt ist mir das total Latte.

Ich bau das bestellte Teil ein und fahr die Kiste wieder raus.
Nen paar Wochen später steht das Auto dann meist eh wieder zur Diagnose da und ich ersetze diemal das wirklich defekte Teil, was ich dann rausmesse.
Es soll auch noch Werkstätten geben sie eine echte Fehlersuche machen statt auf gut Glück Teile zu wechseln. Werden nur leider immer weniger.
Ja und nein.
1. Teilweise kosten Prüfarbeiten mehr als auf Verdacht ein Teil zu tauschen. (Bespiel Steuerzeiten prüfen oder Hallsensor tauschen teilweise Verhältnis 10:1 günstiger erstmal den Sensor reinzumachen)
2. Manche Mechaniker sind einfach faul.
3. Leute komplett ohne Ahnung gibt es auch.
4. Sporadische Fehler die nur alle xxxx km auftreten kann man oft nur durch Bauteiltausch erwischen. ...oder 1000km Probefahrt...

5. Kunden wollen schnell schnell keine Zeit, Auto muss am gleichen Tag noch fertig. (was bei einer anständigen Diagnose nunmal oft nicht machbar ist)
6. Autos haben oft mehr als einen Fehler und da kann es schon vorkommen das man teilweise 2-3 Bauteile gleichzeitig defekt hat.(...wenn man wie im Beispiel oben Jahrelang mit leuchtener MKL durch die Gegend eiert, stauen sich irgendwann die kaputten Bauteile

)