Datensicherheit, Zukunftssicherheit, RAID 5?

daoli123

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo zusammen,

über viele Jahre bin ich schon totaler Datensicherungsmuffel. Das soll sich aber mittelfristig ändern, da mir Ende letzten Jahre nach langer Zeit mal wieder eine Platte defekt gegangen ist. Ich hatte viel Glück, da ich nur wenigen Woche vorher meine wichtigsten Daten auf Bluray gebrannt habe.

Aber das Zittern soll mittelfristig (muss erstmal sparen) ein Ende habe.

Meine Überlegung:
Mein Board (ASRock 970 Extreme4) hat 5 SATA Anschlüsse und ist lt. Beschreibung RAID5-tauglich.
Einen externen SATA3 Controller für die SSD (Samsung 830/840 SSD, Bootplatte) kaufen.
5x xTB Platten ans Board per RAID5.
Nutzbare Kapazität wäre dann 4x xTB (ausgehend von der kleinsten Platte, werden aber 5x die gleichen sein). Somit aktuell 16.000 GB.
Auf die SSD (wie jetzt auch schon) nur Betriebssystem und die üblichen Programmen. Auf die Raid-Kombi alles Wichtige.
Somit sollte eine Platte im Raid-Verbund ausfallen können ohne das ich Probleme bekomme. Richtig?

Würde diese Kombination so funktionieren?

Mir geht es weniger um Geschwindigkeit. Die Kapazität wird vorwiegend für mein Filmarchiv (Sicherungskopien meiner Kauf-Blurays) zum streamen an den TV und für RAW-Fotos genutzt. Ansonsten noch die üblichen Verdächtigen (Office, Musik, Software, Treiber und was sonst so über Jahre mitgeschleppt wird^^).

Gibt es sonst etwas was dabei wichtig ist oder evtl. Nachteile im Betrieb?

Gruß
Oli
 
Ein RAID5 verkraftet zwar den Ausfall einer Platte (und bietet dadurch ein bisschen mehr Sicherheit), allerdings erhöht man mit Konzepten wie RAID1,5,6 etc. primär die Verfügbarkeit der Daten. Bei Problemen wie Anwenderfehlern, Schäden durch Malware, Blitzschlag etc. hilft dir ein RAID5 nicht weiter. Von daher würde ich definitiv über eine externe Sicherungsmöglichkeit nachdenken. Eine externe Festplatte, die nur fürs Backup angeschlossen wird und ansonsten im Schrank liegt, ist momentan mit die sicherste Möglichkeit, Daten zu sichern.

MfG Jimini
 
Bei 16 TB musst du dir um die URE Gedanken machen, sonst klappt der Rebuild nicht.
Außerdem würde ich das ganze niemals mit einem Fakeraid machen.
Das Raid kein Backup ist, wurde ja schon erwähnt.
 
Das mag sein, aber für Daten in dieser Größenordnung für mich nicht machbar. Probleme mit Viren/Malware und sonstigem Ungeziefer hatte ich bisher noch nie (in über 20 Jahren!).
Im Prinzip hast du natürlich recht, aber das sind Faktoren die ich in Kauf nehme. Bisher hatte ich nur Datenverlust durch defekte HDDs und wenn dieser Faktor wegfällt reicht mir das aus.
Meine Hauptdaten (wichtige Bilder, Bewerbungskram, Arbeit) sichere ich zwar selten, aber ich tue es (auf Bluray). So dass hier nicht viel verloren geht.

Externe Platten habe ich schon oft drüber nachgedacht, aber 5TB (aktuell, wird sich noch deutlich steigern in Zukunft) extern zu sichern ist einfach nur nervig, teuer, zeitaufwendig und dadurch würde ich dass praktisch eh nie machen. Evtl. wäre noch ne Option per Netzwerk auf nen NAS automatisiert zu sichern. Problem sind hier auch wieder die Kosten.

Edit: URE? Was ist das? Die 16TB sind erstmal für die Zukunft gedacht. Wenn ich das realisieren sollte würde ich zu Beginn mit 4x 3TB (nutzbar 9TB) anfangen.
 
Was mir gerade noch einfiel: stell' das Array nicht aus 5 gleichen Festplatten zusammen. Ich habe schon von RAID6-Setups gelesen, die innerhalb weniger Stunden zerbröselt sind, weil eine Platte abschmierte und die restlichen beim Rebuild dann ebenfalls nacheinander kaputtgingen. Mein RAID6 habe ich aus je 3 Platten eines Modells zusammengestellt, damit ist man dann noch ein _bisschen_ sicherer unterwegs.

MfG Jimini
 
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