Von denen die geboten werden ganz klar Variante 4.
Diese sieht einfach am seriösesten aus!
Variante 3 wirkt dagegen wie ein billiges Werbeprospekt.
Bei den Varianten 1, 2 und 5 stellt ihr eure Heft-DVD zu sehr in den
Vordergrund. Diese soll ja die Beilage sein und nicht das Heft die
Beilage zur DVD. Oder wollt ihr damit ausdrücken, das ihr euch nur
durch eine Heft-DVD von Konkurrenz-Produkten abhebt? Ich denke
nicht!
Bei Variante 1, 2 und 3 habt ihr zu viel Rot drin. Rot gilt symbolisch
als Warnfarbe. Es ist also nicht umbedingt sinnvoll damit das Cover
zu gestalten!
Aber auch bei Variante 4 sind einige Design-Fehler enthalten.
Zum einen das gelbe "Popup" mit "Vollversion auf Heft-DVD". Auf den
ersten Blick fragt man sich da "Wie ein stromsparender Spiele-PC als
Vollversion auf DVD"? Das das wohl nicht damit gemeint ist, ist auch mir
klar. Dennoch ist es irreführend. Dann das mit der Cryengine 3. Es ist nicht
umbedingt eine gute Idee den Content über den Header zu stellen.
Das wäre in etwa so, als würde man in einer Tageszeigung die
Überschrift eines Artikels (in diesem Fall PC Games Hardware) erst nach
der ersten Textzeile, also quasi in den Text hinein schreiben.
Dann bei "Schöner Spielen", "Nvidia-ION ... " und "Neue TFT-Monitore ..."
habt ihr ein inkonsistentes Design. "Neue TFT-Monitore ..." umrahmt ihr
und fügt ein Bild hinzu. Bei den anderen beiden nicht. Man sollte sich für
eine Variante entscheiden und nicht alles nach belieben durcheinander
würfeln. Ein Autohersteller verbaut ja auch nicht vier verschiedene Reifen
an einem Auto.
Inhaltlich seit ihr nach wie vor super. Beim Cover-Design müsst ihr noch
etwas üben. Viele andere Konkurrenzprodukte machen das keineswegs
besser. Aber nur weil es die anderen schlecht machen, muss man sich
denen ja nicht anpassen. Siehe Apple. Apple ist nicht umsonst so
erfolgreich. Der Kern bei Apple ist der, dass sie konsistente Design-
Richtlinien haben und alles was nicht umbedingt nötig ist, weglassen.
Weniger ist mehr. Das hochwertig anmutende Design ihrer Maschinen ist
dabei quasi nur der "Schokoladenüberzug". Das lässt sich auch auf
euere Zeitschrift übertragen. Sorgt für ein aufgeräumtes, klar
strukturiertes Cover. Vermeidet so viele Wörter darauf wie nur
irgendwie möglich. Verwendet nicht zu viele Farben. Und vorallem:
Überladet euer Cover nicht mit Inhalten. Dafür gibt es das
Inhaltsverzeichnis.
Wenn ihr solche Richtlinien beachtet, werden ihr
beispielweise in einem Zeitschriftenkiosk aus der schieren Zeitschriften-
masse herausstechen, weil eueres einfach anderst ist, als die
überladenen Cover von all den anderen Zeitschriften.
Sowas sticht ins Auge!
Abschließendes Beispiel: Warum ist die Packung von Left 4 Dead
größtenteils Grün? Antwort: Weil bei sehr vielen Packungen zum Release-
Zeitpunkt von L4D überwiegend Rot- und Grau-Töne verwendet wurden.
Grün sticht deswegen gerade so ins Auge.
Das sollte eine konstruktive Kritik und keine heruntermache sein, also
bitte nicht falsch verstehen. Ich studiere Medieninformatik und beschäftige
mich damit auch mit solchen Design- und Layoutfragen weshalb ich etwas
genauer darauf eingegangen bin!
