Wichtig ist allerdings, dass Intel mit den kleineren CPUs gezeigt hat, dass es doch klappen kann, wenn man nicht auf "Teufel komm raus" einfach alles rausballert (Explizit meine Meinung).
Das stimmt technisch definitiv - war aber auch schon früher nicht anders (die kleinen Alder- und Raptorlakes sind richtig eingestellt auch nicht soooo schlecht was Effizienz angeht.
Das Problem ist wie du schon sagst, dass CPUs eben naturgemäß an ihrem oberen Limit sehr ineffizient werden. Je nachdem was hier das Limit (bzgl. Stabilität) ist fällt das mehr oder weniger auf oder kann sich sogar gegenteilig auswirken (*).
Alderlake (12xxxx) war limitiert durch den frühen fertigungsprozess, Arrowlake wahrscheinlich noch durch die neue Architektur und späte Anpassung an TSMC. Die sind auch in den großen Modellen noch einigermaßen effizient an den Start gegangen einfach weil mehr sowieso nicht stabil ging taktmäßig. Bei Raptorlake (13xxx, 14xxx) war die fertigung dann ausgereift und 6 GHz stabil möglich - wenn man nur genug Spannung und Power reinbrunzt. Und da die breite Masse stumpf auf benchmarkbalken des Topmodells starrt macht man das natürlich auch. Dass kleinere Modelle mit niedrigeren Powerlimits und keinen extremen Taktboosts ans Limit nach wie vor sehr effizient sind sieht dann keiner.
(*) Sehen tut man das dann, wenn der hersteller GEZWUNGEN ist, die CPUs effizient zu betreiben, wie gesehen bei den ersten X3D-Modellen. Hier war es technisch schlicht nicht möglich (aus Spannungs und Temperaturgründen), das Cache-Chiplet besonders hoch zu takten und einen getrennten Takt zwischen CPU und Cache kan die Architektur auch nicht - also musste AMD mit Taktraten deutlich unter 5 GHz antreten was dann automatisch natürlich sehr effizient wird. Dafür hat man sie dann gelobt, das war aber nie das Ziel sondern nur der Zwang. Als mit ZEN5 das Problem gelöst wurde und der Cache auch viel Spannung und Takt verträgt ohne zu sterben war wieder direkt gib ihm bis die Bude brennt, Hauptsache 5% mehr Balken.
Lange rede kurzer Sinn: Wie effizient man unterwegs ist hat man zu einem sehr großen Teil selbst in der Hand. Natürlich spielt die verwendete CPU eine Rolle (ein Raptorlake wird bei geringem Leitungsbudget nie so effizient werden wie ein Arrowlake), aber mit etwas optimieren und bei den großen Modellen dem Verzicht auf die letzten paar Hundert MHz kann man die Performance pro Watt stark steigern.
Beispiel:
285K@stock (250W)
Und jetzt stelle ich nur das Powerlimit auf 125W ohne sonst was zu optimieren...
Das sind fast 80% der Performance bei 50% der Leistungsaufnahme. Und das ist ein synthetisches Vollast-Szenario das stark powerlimitiert ist und die Taktraten entsprechend runterzwingt. Bei weniger "harten" Lasten wie etwa Spielen ist der performanceverlust noch deutlich kleiner bis hin zu Null.