Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

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Es geht um die Infrastruktur. Dazu reicht es völlig die Kabel in der Straße mit Lerrohren für die nachträgliche Erschließung an Grundstücken zu verlegen. So kann jeder selber entscheiden ab wann er die vorhandene Technologie nutzen möchte. Warum sollte man auch jemanden der beispielsweise 400 Mbit Kabel hat dazu zwingen Glasfaser zu verlegen? Makes no sense.

Ja, man könnte für jedes Haus in der Straße ein Leerrohr vorsehen (wird denk ich mal auch überall wo FTTH/B ausgebaut wird so gemacht, aber lohnt es sich denn, wenn jetzt nur 5 von 20 Häusern dieses Anschluss jetzt haben wollen?! Und was ist mit der Alt-Technik? Muss die weiter betrieben werden bis der letzte sich zum FTTH Anschluss durchringt? Wohl nicht, aber es müssten wohl Gesetze angepasst werden.
Das kommt ganz auf das Ziel an, deshalb ja auch die Betonung auf den Standort Deutschland.
Naja, was ist denn daran sinnvoll, wenn diese kurzfristige "Aushilfe" den langfristigen Ausbau ausbremmst oder gar verhindert? Für kurzfristige Lösung gäbe es ja LTE.
Ja, den Bezug auf die Deutsche Zukunft hab ich auch gesehen, und sicher ist in Zukunft muss es FTTH geben!

Aber wenn du jemanden fragst der jetzt einen 3000er hat, was er liebr möchte:
100Mbit in einem Jahr (ohne Volumen), aber dafür erst in 20 Jahren FTTH, zwischendurch, aber dank Super-Vectoring aber bis 250Mbit/s

Oder: in 10 Jahren FTTH und solange bleibt der 3000,

Was meinst ist Sinnvoller? LTE kann aber in Zukunft eine Lösung sein, dazu müssen aber erstmal die richtige Voraussetzungen geschaffen werden, keine Drossel, kein Volumen.

Deshalb bin ich ja auch der der Staat die Oberhand bei Infrastruktur haben solltee und nicht gewinnorientierte Privatunternehmen.

Deshalb ja auch Infrastruktur staatlich. ;)

Ja sehe ich auch so!
Das stimmt, deshalb sage ich ja auch, dass formulierte Ziel ist das Problem, denn alle Haushalte bis 2018 mit 50Mbit zu versorgen ist in der Tat nur mit Vectoring möglich. Da sollte man noch einmal ansetzen, da so der Glasfaserausbau massiv ausgebremst wird, was uns in Vergleich zu anderen Ländern enorm nach hinten wirft.

MfG

Lieber erstmal 2018 überall 50Mbit und gleichzeitiger FTTH Ausbau (in lohnenswerten Regionen und in Neubaugebieten), anstatt viele Dörfer die erst 2022 oder so mehr als 50Mbit bekommen, weil dann erst der FTTH Ausbau fertig wird (man kann nicht überall gleichzeitig bauen). Mal abgesehen, dass für FTTH die Fördermittel viel zu gering sind.
 
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Das meiste Geld wird meiner Meinung nach einfach nur verbraten, zumal 2.7 Mrd. für einen kompletten Ausbau ein Witz ist.
Das Geld wird immer schön weiter in die Großstädte gepumpt, damit dort die Leitungen schneller und schneller werden und die Dorfbewohner dürfen mit Ihren bestenfalls 16.000 Leitungen Leben.
 
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Wäre alles so viel einfacher, wenn die Infrastruktur da wäre, wo sie hingehört: in Staatshand...

Klar wäre vieles einfacher, wir würden noch mit ISDN Surfen, Minutenpreise zahlen und alle die anderen Segnungen erfahren, die so ein verkrusteter Beamtenapperat mitsichbringt...

Der Krieg dafür das man ein Modem in Deuschland anschließen darf, welcher knapp ein Jahrzehnt gedauert hat, dürfte wohl jedem Techniknerd von damals im Gedächtnis geblieben sein. Während große Teile vom Rest der Welt damals rasant mit teilweise über 1000 Baud in den Mailboxen unterwegs war durften wir uns mit Akustikkopplern behelfen oder mit Besuch von der Post rechnen. Aber gut es ist einfach: Nein du darfst das nicht und da wird sich auch nichts daran ändern, Punkt!

Manchmal geht es auch schnell (TV Kabel oder ISDN), wenn sich ein hohes Tier, wie der Postminister dafür interessiert. Dafür kommt dabei auch manchmal viel Unsinn raus wie das TV Kabel.
 
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Kritische Infrastruktur gehört in Staatshand, Punkt, Fertig, Aus.

Diese kann dann an Marktteilnehmer weitervermietet werden zwecks Wettbewerb, aber Verwaltung, Wartung und Ausbau von kritischen Dingen wie Leitungen jedweder Art haben ausserhalb der direkten Staatskontrolle nix verloren.
 
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Kritische Infrastruktur gehört in Staatshand, Punkt, Fertig, Aus.

Diese kann dann an Marktteilnehmer weitervermietet werden zwecks Wettbewerb, aber Verwaltung, Wartung und Ausbau von kritischen Dingen wie Leitungen jedweder Art haben ausserhalb der direkten Staatskontrolle nix verloren.

Diese Argumentation ist aber nur sinnvoll, wenn du davon ausgehst, dass sämtliche Staatsstellen ausschließlich von hoch kompetenten Mitarbeitern/Beamten besetzt sind, quasi der Elite des Landes. Siehst du die Ironie? :lol:
Ich erinnere nur an den Angriff auf den Bundestag...
 
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Das Problem ist die Zielvorgabe "alle Haushalte bis 2018 50 Mbit". In dem Zeitraum ist sicherlich Vectoring die schnellste Möglichkeit diese Vorgabe zu erreichen aber eben auch die Falscheste. Des Weiteren, wem nutzen schon 2018 noch 50 Mbit, wenn bis dahin die Anforderungen weiter gestiegen sind?

Ich bin für einen kompromisslosen Glasfaserausbau, bis ans Haus, da dass die zukunftssicherere Technologie ist und man zwingend in diese Investieren sollte.

MfG

Zumal Vectoring den ländlichen Regionen so gut wie gar nichts bringt. Dort wird man dagegen mit überteuerten, volumenbegrenzten LTE-Tarifen abgespeist.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass an einem flächendeckenden Glasfaserausbau mit FTTH nichts vorbei führt. Das ist sozusagen "alternativlos", wie Angela Merkel so gerne sagt.
Mit der Glasfasertechnologie sind die nächsten 50 bis 100 Jahren schon mal kein Problem mehr. Und zu dem wäre es auf lange Sicht gesehen die billigste Methode, da man das Geld nur einmal ausgeben muss. Einmal alles richtig machen, dann reicht es für Jahrzehnte. Mit Vectoring und G.Fast kauft man sich höchstens ein paar Jahre. Somit ist das rausgeschmissenes Geld.
 
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Wenn wir alles in Staatshand hätten, dann wären wir in Russland, der Kommunismus hat noch nie funktioniert, wurde hier aber auch schon mehrfach breitgetreten.

Fakt ist, dass in den oberen Sphären viel zu viele Idioten unterwegs sind, die nicht den Hauch einer Ahnung haben. Meiner Meinung nach sollte das Geld tatsächlich nur in Technologien mit Zukunft gesteckt werden, auch wenn ich in der Großstadt gerne eine schnellere Internetverbindung hätte, als bei meinen Eltern auf dem Land (14.000 ggü. 55.000)...

Ich geh dann mal eine politische Karriere einschlagen, vielleicht kann ich ja was erreichen ;-)

MfG
 
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Wie gross ist denn die theoretische Bandbreite bei Glasfaser?
Also wir haben hier immernoch 2000kbit download, und 300kbit upload

Jetzt reissen die hier Strassen auf und machen Glasfaser
 
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Wie gross ist denn die theoretische Bandbreite bei Glasfaser?
Je nach Modulation und anderen Bedingungen wäre eine theoretische Übertragungsleistung von 40 GBit/s auf bis zu 40 km Leitungslänge möglich (1550 nm Wellenlänge), wenn man mir heute in der Ausbildung keinen Blödsinn erzählt hat. :D
Weiß aber gerade nicht ob das für Monomode oder Multimode Kabel gilt.

Edit: Gilt für Monomodefasern. Diese werden aber meist nur bei weiten Übertragungsstrecken verwendet, also meist zum Verteiler, dahinter kommen dann Multimodefasern oder gleich Kupferkabel zum Einsatz ;)
 
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40Gbits waeren ja schon Infiniband Niveao
Wenn man's jetzt ganz Theoretisch nimmt, sind mit Glasfaser mit Luftkern ca. 70 TBit/s drin (Unbekannte Länge), da das Licht dort mit ca. 99% seiner maximal möglichen Geschwindigkeit bewegt (Normale Glasfaser ca. 70% mit höheren Absorbtions- bzw. Verlust- und Streuraten) :ugly:
 
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LTE ist solange nicht zukunftssicher wie es Drosselung gibt. Was bringen 100 Mbits oder mehr, wenn das bereitgestelle Volumen mit ein paar FullHD Filmen aufgebraucht ist und man dann 20 Jahre zurückgeworfen wird in der Bandbreite.

Das "bis zu XY MBits" sollte man auch abschaffen und stattdessen verpflichtend ein "mindestens" angeben. Es ist witzlos wenn bei z.B. aktuell 100 MBits hybrid 10% ankommen.

Es gibt doch schon längst einen LTE Tarif ohne Volumenbegrenzung und dieser nennt sich eben Hybrid.
Dass das noch immer nicht jeder mitbekommen hat, ist mir wirklich ein Rätsel. o.o

Genauso auch muss Hybrid mit 100 mbit/s verfügbar sein. Ansonsten kann man das nicht einfach schalten wie man lustig ist. Daher kannst du von ausgehen das schon mehr als 10 % ankommen werden, wenn die Verfügbarkeit da ist. Ansonsten bekommst du eben nur die 50 mbit/s geschaltet.
Was zwischen 16 und 50 mbit/s wirste dann schon bekommen. ;)

Vertraglich zumindest bei der Telekom wird nebenbei bis hin in der Auftragsbestätigung bei den Standleitungen Mindest und Höchstgeschwindigkeiten festgelegt.
Was willste noch? :ugly:

Zurück zum Thema...
Glasfaser bis ins Haus wurde auch wenn es keiner hören will, von der Bevölkerung nicht angenommen.
Dazu kommt dann auch noch das Gebudle, was sehr viele Hauseigentümer nicht einsehen wollten. :D

Ich meinetwegen hätte auch 60, 70 Euro für eine Glasfaser Leitung im Monat gezahlt. Die Masse sieht das aber leider nu einmal anders.
Vectoring wurde bzw wird nebenbei zunächst zuerst bloß in Kleinstädten und Dörfern bereitgestellt.
Die Kritik also das nur in den Großstädten ausgebaut wird, ist schon lange dahin.

Ansonsten einfach mal die blauen Flecken auf der Ausbaukarte begutachten.
Von Großstädten sehe ich da nämlich sehr wenig. :D

Breitbandausbau – Internet über Vectoring, VDSL, FTTH und DSL | Telekom

Edit:
Juhu ,infos stehen bei Zielangaben jetzt auch dabei, wann direkt zusätzlich noch ausgebaut wird.
Bei mir bis März 2016 mit 100 Mbit/s. :D
 
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Schau Dir Schweden an, die haben interessante Techniken entwickelt, Fiber schnell und einfach zu vergraben. Dann hälst Du das System so lange wie möglich passiv, das geht mit Fiber deutlich besser als mit Kupfer. Der Trick ist so wenig wie möglich Schaltanlagen mit aktiver Technik einzurichten, weil da wird es teuer. Aber die Telekom muss ja in allen Ihren blöden grauen Kästen aktive Techniker einbauen...
 
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Was will ich mit Schweden, die Kosten lassen sich nicht übertragen. Dafür müssten Baubestimmungen und örtlichen Gegebenheiten in Schweden und Deutschland gleich sein.
Mit schnell und einfach vergraben ist hier nichts, für FTTH muss so ziemlich jeder Gehweg aufgerießen werden.
 
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Schau Dir Schweden an, die haben interessante Techniken entwickelt, Fiber schnell und einfach zu vergraben. Dann hälst Du das System so lange wie möglich passiv, das geht mit Fiber deutlich besser als mit Kupfer. Der Trick ist so wenig wie möglich Schaltanlagen mit aktiver Technik einzurichten, weil da wird es teuer. Aber die Telekom muss ja in allen Ihren blöden grauen Kästen aktive Techniker einbauen...
Guck dir mal deren Infrastruktur an und dann die Unsere.
Da besteht schon ein kleiner Unterschied. :D
Hier mal so eben von heut auf Morgen den Boden aufzureißen kannst du im bürokratischen Deutschland vergessen. :D

Es reicht doch schon aus, wenn da ein einziger Grundstückseigentümer im Ort sagt, nee das möchte ich nicht...
 
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Und wieder das gleiche Thema wie vor ein paar Tagen erst ...

Die deutsche Bundesregierung hat sich also nach langer und reiflicher Überlegung dazu durchgerungen 2,7 Milliarden Euro für den Breitband-Ausbau
rauszurücken.
Erst gestern habe ich irgendwo gelesen, dass es ungefähr 93 Milliarden Euro kosten würde komplett Deuschland mit Glasfaser
auszustatten.
Ist das denn denen ihr tatsächlicher Ernst? Das wäre so als würde man einen Ferrari kaufen wollen der 300.000 Euro kostet und
dann bietet man dem Händler dann ganz locker mal eben 8700 Euro für das Schmuckstück. Ein normaler Händler würde entweder
die Jungs mit der besonderen Jacke und den weißen Turnschuhen anrufen, die Polizei oder er würde euch ganz einfach vom Hof jagen.
Aber die Rechen-Legastheniker da in Berlin ziehen das durch und alle findens cool oder was? :what:

Da muss doch endlich mal was passieren Leute! Kann doch nicht angehen dass wir hier teilweise immer noch mit Anschlüssen rumeiern
die unter aller Sau sind. Es gibt Firmen die ihre Daten einfach auf 'nen USB-Stick kopieren, ins Auto steigen und zum Empfänger
fahren weil das viel schneller ist als es übers Netz zu schicken :daumen:
Wer es ganz umweltbewusst mag fährt vielleicht mit dem Fahrrad aber das kann doch nicht sein oder?:wall:
 
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Guck dir mal deren Infrastruktur an und dann die Unsere.
Da besteht schon ein kleiner Unterschied. :D
Hier mal so eben von heut auf Morgen den Boden aufzureißen kannst du im bürokratischen Deutschland vergessen. :D
Gerade in Dörfern muss die Infrastruktur eh erneuert werden und der gesamte Boden wird aufgerissen - sehe da kein Problem wenn es einen Plan gibt dies dann über mind. 20 Jahre zu nutzen.

Es reicht doch schon aus, wenn da ein einziger Grundstückseigentümer im Ort sagt, nee das möchte ich nicht...
Wenn es per Ausbaugesetzt kommt ist es egal, eine neue Straße im Dorf muss auch der jewilige Grundstückseigner mittragen - egal wie seine Meinung ist.
 
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Wenn es per Ausbaugesetzt kommt ist es egal, eine neue Straße im Dorf muss auch der jewilige Grundstückseigner mittragen - egal wie seine Meinung ist.

Wenn das wirklich so einwandfrei klappen würde, wäre dies auch so mehrfach geschehen.
Scheint aber nicht so der Fall zu sein. ;)

Wenn es so ein Gesetz gibt umso besser. :)
 
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