Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Störfall in Urananreicherungsanlage Gronau (Nordrhein-Westfalen)

In der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau hat es einen Störfall gegeben. Nach bisheriger Erkenntnis trat aus einem Ventil in einem Heizschrank eine geringe Menge von Uranhexafluorid aus. Das erklärte die nordrhein-westfälische Landesregierung. Der Stoff gilt als radioaktiv und äußerst giftig.

Die Atomaufsicht des Landes hat Untersuchungen aufgenommen. Die Betreibergesellschaft Urenco müsse jetzt detailliert über den Vorfall berichten und daraus Konsequenzen ziehen, erklärte die Düsseldorfer Staatskanzlei. Nach ihren Angaben wurde am Samstagmorgen um 0 Uhr 41 eine Störfalllüftung über einen Alarm in der Raumluftüberwachung ausgelöst.

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Man sollte sich nie in Sicherheit wiegen.

Atomstrom, NEIN! Hab ich bei der Abstimmung gestimmt.
 
Ähm bei Wartung ist es nicht so wichtig stimmt, aber es gibt in jeder WKA-Firma oder Drittanbieter Störtrupps die sich auch nur um Störungen kümmern und da kommen schon mal ein paar 100 km am Tag zusammen! Wenn man dann als Servicetechniker nur wegen einem ausgelösten Hauptschalter quer durch die Republik fahren muß, weil die Firma meint 4 Trupps sind genug ist das schon nicht mehr feierlich. ;)

Na ja, "quer durch die Republik" ist doch Ansichtssache. Es gibt sicher einige Firmen, die sich darauf spezialisieren, bzw. es noch werden (wenns mehr Anlagen gibt) und dann findet man auch in Bayern eine Firma, die sich damit auskennt. :D
 
Nein sowas muss garantiert nicht bundesweit ausgeschrieben werden ... diesmal liegst du mächtig daneben! :lol:
 
Sorry mußte erst auslachen ... ;)

So mal ein kleiner Einblick, also wenn ein Windpark gebaut wird liegt die Wartung erstmal in der Hand der Herstellerfirma der Anlagen und das wird in einem Wartungsvertrag festgehalten, wenn dieser Vertrag ausgelaufen ist, nach ein paar Jahren, muß sich der Betreiber entscheiden ... entweder er bleibt bei dem Hersteller oder sucht sich einen Drittanbieter. Deine Frage kann man nur beantworten, wenn man sich die Kalkulation der jeweiligen Firma betrachtet, das ist Betriebswirtschaftslehre hattest du das nicht in deinem Studium?! :D
 
Hier gehts nicht um den Aufbau sondern um die Wartung ... lesen ist nicht so dein Ding? :ugly:

Wieso beauftragt ein niedersächsischer Betreiber die Firma Voith Industrial Services (als Beispiel) ihren Windpark zu betreuen, wenn in Hessen die Firma CSC Creativ Service Cooperation ansässig ist?

So nu denk nach könnte es mit besserer Qualität und besseren Angeboten zu tun haben die billiger sind? :devil:
 
Ich rede aber von Wartung und Instand Haltung.
Die ganzen Off Shore Parks in der Nordsee müssen gewartet werden, wieso sollte man eine Bayerische Firma beauftragen und wie kann es sein, dass sie günstiger ist als eine Firma aus Hamburg?
 
Frag die Betreiber der Windparks die sowas möchten bzw. die Firmen die Wartung machen in den Offshoreparks!* :ugly:
Hier verweise ich nochmal auf die jeweilige Betriebskalkulation der Wartungsfirma.
Wenn die Wartungsfirma ein besseres Angebot liefert und auch die Qualität der Arbeiten besser ist ... tja dann ist das so, sollte wohl das ständige "Warum ...?" von dir nun schon das zweite Mal ausreichend erklären! :schief:

*Momentan ist die Wartung der in Deutschland bestehenden Offshorepark noch mit Wartungsverträgen an den Hersteller gebunden und der vergibt die Aufträge entweder an firmeneigene Teams oder Subunternehmer mit denen er Verträge hat!

BTW: Meine ehemalige Firma hatte Stützpunkte in ganz Deutschland und sowas kann auch eine bayrische Firma leisten! :D
 
Ich frage deswegen, wie es sein kann, dass eine Bayerische Firma ein besseres Angebot dafür machen kann, wenn es täglich in den Norden muss, bzw. dort stationiert ist?
Klar, wenn eine Firma mehrere "Zweigstellen" unterhält, geht das natürlich, keine Frage.

Aber lass uns mal wieder vom Einzelfall zur Gesamtsituation zurück kommen. ;)
 
Ich frage deswegen, wie es sein kann, dass eine Bayerische Firma ein besseres Angebot dafür machen kann, wenn es täglich in den Norden muss, bzw. dort stationiert ist?

Es ist eben nicht immer nur der Preis, der den Ausschlag gibt. Wenn das bayrische Unternehmen einen bestimmten Mehrwert bietet oder qualitativ deutlich bessere Arbeit abliefert, kann es vielleicht sogar teurer sein als ein örtliches und trotzdem bevorzugt werden. Auch hier dürfte gelten: Wer billig kauft, kauft doppelt. Man läßt sein Auto ja auch nicht beim Krauterer nebenan warten, sondern fährt damit zum Vertragshändler, weil es da einfach den besten Service gibt.
 
Nicht jeder lebt in Kiel und genießt dort den tollen öffentlichen Nahverkehr. :D

Niemand lebt in Kiel UND genießt den öffentlichen Nahverkehr ;)

Viele leben, wie ich, in kleinen Dörfern oder Gemeinden und fahren ihre 20km zur Arbeit, das meine ich mit nahem Individualverkehr.

Und du glaubst nicht, dass sich sowas leichter durch Kleinbusse im halbstunden Takt ersetzen ließe, als den Deutschen den Wunsch nach einem 2 Tonner für Hamburg-München abzugewöhnen?

Und wenn du unbedingt von Bayeren aus an die Ostsee willst, weil du mit deinem Surfbrett Jet Ski Fahrer ärgern willst (:schief:), kannst du mit der Bahn bis nach Kiel fahren und dort ein Elektrofahrzeug mieten.

Aber spätestens wenn ich als Jetskifahrer Surfer ärgern will, hab ich ein Platzbroblem mit der Gepäckablage ;)

Das Flugzeug ist kein Auslaufmodell, es gibt nichts, das es ersetzen kann, auch langfristig nicht (oder kennt du ein Konzept, mit dem man in wenigen Stunden Kontinente und Ozeane überqueren kann?).

Einzelne Kontinente: Schnellzüge. Es sollte technisch kein Problem sein, alle Metropolen der EU in <5, maximal 6 h miteinander zu verbinden (okay - Athen, Dublin und Valetta werden schwierig ;)). Wasserflächen ließen sich mit Bodeneffektfahrzeugen effizienter überbrücken, als mit echten Flugzeugen. Bei Interkontinentalverbindungen hast du recht. Aber machen wir uns nichts vor: Die meisten Flüge gehen nicht von Europa in die USA oder noch weiter. Sehr viele sind innereuropäisch und viel zu viele sogar national. Die kann man problemlos ersetzen, wenn man ein neues Verkehrskonzept will.

Ich spielte aber eher auf ein allgemeines Umdenken an. Unser Massenverbrauch von Billigenergie wird so oder so aufhören und dann sind auch Flugreisen, wie wir sie heute kennen, Geschichte. Wenn Flüge 10 mal so viel kosten, wie heute, dann sind jährliche Fernreisen nicht mehr attraktiv, weil man sich innerhalb Europas so viel mehr vor Ort leisten kann. Und 10000 € für ein geschäftliches Gespräch zu zahlen, dass genauso gut über Skype abgewickelt werden könnte...
Selbst Unvernunft kennt manchmal Grenzen.

Doch beim Flugzeug gibts eine Menge zu machen, damit die Effizienz besser wird.

Eigentlich kaum etwas, da wird schon sehr lange sehr stark optimiert und irgendwo ist einfach schluss.

Hybrid bezieht sich hier auf die Nutzung des Elektroantriebes in Städten, wenn der LKW über die Autobahn rollt, reicht der Dieselantrieb völlig aus. Aber starke Diesel Emissionen in Städten müssen nicht sein.

Aber eben gerade um Autobahnen und Großverbrauch ging es doch ;)
Diesel Emissionen ins Städten sind schließlich kein Energie-/Umwelt-, sondern nur ein Gesundheitsproblem.


Es braucht keine Nacht: eine stabile Hochwetterlage im Winter langt: auf den Sonnenkollektoren liegt Schnee und Wind ist auch nicht.
So ein Szenario hatten wir vor einigen Jahren erst (war es der Winter 2008/09 oder 2009/2010?)

Sorry, aber entweder bin ich ein wesentlich extremerer Langschläfer, als selbst meine Eltern behaupten würden, oder wir hatten ganz sicher keinen Winter, in dem in Deutschland kein Wind wehte. Ich kann mich da sogar an so ziemlich das Gegenteil erinnern.


für eine WKA ja, bei einer Solaranlage kommt's auf die Größe an.
Für ein 'normales' Kraftwerk sind zwei Jahre schon knapp, teilweise fünf realistisch.

Kein Problem. Die Hochrechnungen zum Solarpotential in Deutschland gehen schon aus ökologischen Gründen immer nur vor der Nutzung günstig gerichteter, vorhandener Dachflächen aus -> Kleinanlagen. Nur die Finanzierung ist eine Zeitfrage.


Was bringt einen wenn man bei uns keine Reaktoren mehr hat und in Nachbarländern sie noch hat
bzw. sie bei uns abschaltet und in den Nachbarländern nicht
Was gibt das für einen SINN?

A->B
Für Details das Thread-lesen nachholen :kotz:


Das Bißchen kann ja wohl kein großer Kostenfaktor sein. Andernfalls wäre da was ganz übel schiefgelaufen.

Selbst wenn du das Bißchen komplett vernachlässigen möchtest (imho unterschätzt du gewaltig das Verschwendungspotential des Menschen. Auch geringe pro-kWh-Kosten erreichen enorme Höhen, wenn man statt teurer Isolierung einfach eine größere E-Heizung einbaut, den Gehweg nicht mehr freifegt,...):
Unendlich ist die Energie wenn dann nur in unendlichen Zeiträumen (bzw. bis zum Ende der Sonne). Zu jedem gegebenen Zeitpunkt dagegen ist der Maximalverbrauch durch das Produktionspotential begrenzt. Und auch wenn das höher ist, als viele uninformierte Kritiker glauben - beim derzeitigen Verbrauchswachstum wäre es in einigen Jahrzehnten überschritten.
Mittelfristig muss man auch ganz klar sagen: Sparen ist z.T. billiger, als der Bau erneuerbarer Kraftwerke und somit vorzuziehen, solange man noch keine Überproduktion erneuerbarer hat. Selbst wenn man die hat dürfte es noch eine gewisse Zeit lang rentabler sein, die Überschüsse an hinterherhinkende Länder zu verkaufen (ggf. in Form synthetischer Kraftstoffe), als sie für vermeidbaren Verbrauch zu nutzen.


Tja, was ist denn, wenn ich ein paar WKAs in internationale Gewässer hinbaue? ;)

Dann ist dein Konto leer. Denn in dem Fall muss "international" nicht nur die territorialen Gewässer, sondern auch die 200/300 Meilen Wirtschaftszonen berücksichtigen. Außerhalb davon wird es dann doch sehr tief und teuer. Und eine Kabel durch die Hoheitheitsgewässer kommen weitere Kosten dazu, ehe du deine WKAs nutzen kannst.

Ist aber auch alles halb so wild. Es gibt für die Nordsee genauso Raumordnungspläne, wie für Nord-Rhein-Westfalen und da sind auch WKA-Standorte drin vorgesehen. Ein Hinderniss ist eher der Bau der Anbindung an Land und bei einigen Standorten die Durchquerung des Wattenmeeres (bzw. die Kosten, um diese Naturverträglich durchzuführen)
 
Man läßt sein Auto ja auch nicht beim Krauterer nebenan warten, sondern fährt damit zum Vertragshändler, weil es da einfach den besten Service gibt.

*hust räusper* Also in der Garantiezeit geht man eh zu Vertragshändler zwangsweise, wenn der "kleine Krauter" aber einen vergleichbare/n Service/Qualität bietet und dabei noch billiger ist (teurer als der jeweilige Hersteller habe ich noch nie gesehen :ugly:), was nicht schwer ist, da er sich nicht an das Preisgefüge des Herstellers gebunden ist durch Verträge, wäre man als Besitzer eines Autos respektive einer WKA doch dumm nicht zu wechseln und das wird allzuoft gemacht bei Betreibern. Die großen Hersteller bauen sogar ihre Wartungssparte zurück, weil nach der Garantie bei den Betreibern das Prinzip der BWL zieht (sparen wo man kann ;) ) und da lohnt es sich nicht mehr als Hersteller gegen einen Drittanbieter anzukämpfen und sich ein eigenes Wartungsteam zu halten. Vielmehr gehen die meisten Betreiber über diese Sparte völlig Drittanbietern zu überlassen, diese werden zwar als Subunternehmer gebunden, können aber durch geringere Kosten für Betreiber und Hersteller glänzen! ;)
 
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