Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Deswegen kann man trotzdem Strom sparen, nur weil es aus regenerativen Quellen kommt heißt das doch nicht, dass der Strom gratis ist. :huh:
Ich verstehe dich nicht. :nene:
 
Natürlich heißt es das. Wenn ich Sonnen- oder Windenergie nehme, muß ich ja nur das Kraftwerk bauen, aber keine Betriebsmittel kaufen.
 
Und wer wartet die Anlagen? Wer setzt sie instand? Was ist mir den Stromnetzen? Von den Off Shore Parks in der Nordsee muss der Strom ja nach Bayern oder Thüringen geleitet werden.
Das kostet auch Geld und die Abwrackung der AKWs und Kohlekraftwerke lassen sich die Energiekonzerne ebenfalls bezahlen.
 
Wenn ich ... Windenergie nehme, muß ich ja nur das Kraftwerk bauen, aber keine Betriebsmittel kaufen.

Dann laß dich mal aufklären ... eine Windkraftanlage wird durch Hydraulik (Öl!) gebremst und auch eingepitcht (Flügelverstellung), Anlagen mit Getriebe brauchen spezielles Synthetiköl, selbst die Azimutmotoren (Windnachführung) benötigen Öl und diese Sachen unterliegen einem regelmäßigem Wechselintervall! Jetzt mal von Fetten abgesehen, das an bestimmte Teile einer WKA geschmiert werden muss ... ansonsten kann ich mich nur quante anschließen! :schief:
 
Hi!

kostenlos ist gar nix - teurer als konventionelle Energien sind alternative Energiequellen derzeit immer noch - noch....
Ich denke, die Preise der fossilen Energien werden die regenerativer Energien bald eingeholt haben.

Aber immerhin belasten die regenerativen Energien die Umwelt nicht so stark.
Ob sich bsp. durch große Sonnenenergiefelder Änderungen m Mikroklima ergeben, ist eine andere Frage.

Eine andere Energiequelle sind bsp. Biogase aus Kläranlagen - auch regenerativ - oder Mülldeponien.
Sind zwar nicht die Leistungsklasse wie ein AKW, aber in beiden Fällen entweichen die Gase heute ungenutzt - und schädigen das Klima.

Auch in der Landwirtschaft lässt sich Energie sparen: Bioanbau anstatt (subventionierte?) Überproduktion!
Letztere verbraucht nämlich Kunstdünger, der wiederum energieintensiv erzeugt werden muss - mit Rohstoffen, aus denen sich wieder Futtermittel oder anderes herstellen ließe.

Grüße

Jochen
 
Dann laß dich mal aufklären ... eine Windkraftanlage wird durch Hydraulik (Öl!) gebremst und auch eingepitcht (Flügelverstellung), Anlagen mit Getriebe brauchen spezielles Synthetiköl, selbst die Azimutmotoren (Windnachführung) benötigen Öl und diese Sachen unterliegen einem regelmäßigem Wechselintervall! Jetzt mal von Fetten abgesehen, das an bestimmte Teile einer WKA geschmiert werden muss ... ansonsten kann ich mich nur quante anschließen! :schief:

Das Bißchen kann ja wohl kein großer Kostenfaktor sein. Andernfalls wäre da was ganz übel schiefgelaufen.
 
Das Bisschen nicht.
Aber vieles kostet viel Geld:

  • die Anlage selbst - vom Ausbuddeln des Fundaments bis zum Steuerschrank, dem Anschlusskabel zum Verteilerknoten und dem Knoten selbst; nicht zu vergessen die Kräne, die die WKA aufbauen sind sehr teuer: wir reden hier von einigen zehntausend Euros je Tage!
  • Die Menge macht's: für die Leistung eines AKW's braucht es schließlich einige WKA's - mit einer oder zehn ist es nicht getan!
  • Der Grunderwerb, Entschädigungszahlungen (bsp. für Baustraßen oder 'versaute Aussicht') sind ebenso wie die erforderlichen Genehmigungen und ggf. Gerichtsverfahren auch ein erheblicher Kostenfaktor.
  • Wartung und Instandhaltung benötigen 'Manpower' - also müssen dafür Leute beschäftigt werden - und das sind hoch bezahlte Spezialisten und keine 1-Euro-Jober!

Wie erwähnt: übermäßige Gedanken müssen wir uns nicht machen - es dauert sicher nicht mehr lange, bis das unverschämte Gewinnstreben der Energiemultis dafür gesorgt hat, dass die Preise der fossilen Energien die Preise der regenerativen Energien eingeholt haben.
Wartet mal ab: in fünf Jahren kostet Benzin 5 Euro oder mehr.

grüße

Jochen
 
@ Icejester

Achso du bekommst deinen Ölwechsel vom Auto auch umsonst was? :ugly:

Du solltest dich in den Mengen mal nicht so täuschen, denn ein WKA-Getriebe ist um einiges größer als ein LKW Getriebe und in dem gehen schon ca. 25 l! ;)

Aber du hast Recht für einen Betreiber sind 300 Liter (2,0 MW-Anlage) vollsyntetisches Öl für ein Getriebe kein Problem und auch du bezahlst das mal ebend so aus deiner Portokasse (:schief:) ... mal abgesehen von den beiden Servicekräften die mit eigens dafür angefertigten Fahrzeugen (da gibts nix von der Stange!) von A nach B fahren um den Ölwechsel durchzuführen!

Machen wir das doch alles mal für Lau! Wozu überhaupt noch Geld für irgendwas bezahlen? Leute gibts, sorry aber noch mehr kann ich nicht ertragen ... :daumen2:
 
Wenn WKAs nichts kosten, wieso kosten dann AKWs was? Hier bezahlen die Energiekonzerne doch nichts für die Endlagerung. :schief:
Und was ist mit Kohlekraftwerken? Die paar Kilogramm Asche sind doch nicht der Rede wert, kann man noch als Düngemittel verkaufen. ;)
 
Also entweder die Kosten für das Öl und die Wartung sind tatsächlich kein Problem, oder die ganze Anlage rechnet sich eben nicht. Motoröl kostet an der Tankstelle rund 25 Euro den Liter. Selbst wenn wir mal annehmen, dieses Öl würde 35 Euro Kosten, würden 300 Liter immer noch nur 10.500,- Euro kosten. Das erscheint mir wirklich nicht viel.
 
Wie rechnet sich nicht?
Ein AKW rechnet sich ja auch, immerhin verdienen die Energiekonzerne eine Menge Geld damit, obwohl es immer noch kein Endlager gibt und wenn eins gefunden wird (huch... da ist ja eins :D), kommt von den Verursachern des Mülls eh nichts mehr.
Wieso also sollte sich ein WKA nicht rechnen? Mit Strom verdient man Geld (und nicht zu knapp). Da WKAs aber erst flächendeckend gebaut werden müssen, sind die Investition erst mal hoch, der Gewinn gering. Doch das wird sich schnell ändern, da es ja eben beim WKA kein Treibstoff zum Betrieb bedarf noch ein Endprodukt anfällt, das entsorgt werden muss. Die Gewinnmarge wird daher sicher sogar noch höher ausfallen als bei derzeitigen Kraftwerken.
Aber wenn keiner investieren will, wird das nichts und deshalb muss man nachhelfen.
 
Allerdings darf man nicht vergessen das es unterschiedliche Windkraftwerke gibt

Windkraftanlagen für Privathaushalte - Variantenüberblick «

Windkraftanlage

Mit unterschiedlichen Eigenschaften;)

Und was ein Windkraftwerk kostet steh hier:
Und die empfohlenen Wartungsintervalle:
Die Kosten für Windkraftanlagen im Überblick

Und man braucht natürlich eine Baugenehmigung


Zur Wartung :
Aus dem Link:
http://www.solar-und-windenergie.de/windenergie/kosten-und-bau-windkraftanlagen.html


"An extremeren Standorten, wie z.B. auf offener See sollten die Wartungsintervalle verkürzt werden, etwa halbjährlich sollte hier die Inspektion durchgeführt werden. Ansonsten ist ein Wartungsintervall von 2 Jahren als sinnvoll anzusehen.
Bei der Wartung einer Anlage zur Energiegewinnung mit Wind sollten folgend aufgeführte Punkte überprüft werden:

  • Kontrolle aller Komponenten einschließlich des Turms
  • Sichtkontrolle auf Auffälligkeiten wie Korrosion, Schimmel und Ähnlichem
  • Drehmomentkontrolle der Schrauben
  • Dichtigkeits- und Funktionsprüfung
  • Kontrolle von Ölständen sowie Nachfüllen dieser
  • Wechsel aller Filter
  • Überprüfung der Laserausrichtung
  • Überprüfung des gesamten Triebstranges
  • Reinigung und Justierung der Bremsen"
 
Zuletzt bearbeitet:
Also entweder die Kosten für das Öl und die Wartung sind tatsächlich kein Problem, oder die ganze Anlage rechnet sich eben nicht.

Natürlich sind sie kein Problem, aber es sind Kosten die halt anfallen und auch getragen werden müssen vom Betreiber, oder ist dein Auto nur weil du es gekauft hast von den Treibstoffkosten oder den Werkstattkosten durch Servicearbeiten befreit? :ugly:

Motoröl kostet an der Tankstelle rund 25 Euro den Liter. Selbst wenn wir mal annehmen, dieses Öl würde 35 Euro Kosten, würden 300 Liter immer noch nur 10.500,- Euro kosten. Das erscheint mir wirklich nicht viel.
Also kein Grund warum das bezahlt werden müßte oder wie? :schief:


@ Niza

Es gibt Wartungen die sogar monatlich durchgeführt werden an WKA's! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu einer Wartung zählt mehr als nur Öl wie ich schon aufgeführt habe

Mann muss die kosten auch noch für die Filter mitrechnen
und eventuelle Ersatzteile

Aber ich bin mir sicher das sich das rechnet wenn alle 2 Jahre eine Wartung gemacht wird
bzw unter extremen jedes halbe Jahr

EDIT:
@ Niza

Es gibt Wartungen die sogar monatlich durchgeführt werden an WKA's! ;)

ok das wusste ich noch nicht
danke:daumen:
 
Kein Problem ist ja mein Beruf! :D

Die Wartungen richten sich nach Wartungstypen die jeweils monatlich, vierteljählich, halbjährlich und jährlich durchgeführt werden. Eine WKA ist nunmal eine Betriebsstätte die jede Menge Bewegungselemente und Hydraulikteile hat und die Eigenschwingungen als auch Belastungen durch Witterungseinflüsse sind nicht ohne. ;)
 
Hi!

eines darf man nicht vergessen: wie komme ich hin?

gerade in entlegenen Standorten - Offshore, Hochgebirge - ist allein das Erreichen des Standortes schon ein Problem.
Sowohl während des Baues als auch für die Wartung.

Wenn ich nun rechne, das 2-4 Mann für eine große Inspektion rund 'ne Woche brauchen, schaffen die beiden nicht mehr als 45WKA's im Jahr.
Wer macht den Rest?
Und gerade die - oben angesprochenen - Fahrzeuge und Materialien müssen ja auch hin geschafft werden.
Bei großen Offshore-WKA-Parks sind dann schnell 10-20Mann ständig mit der Wartung beschäftigt - und die wollen bezahlt und ggf. untergebracht werden.
Dazu so Kleinigkeiten wie Treibstoff für das Schiff, Entsorgung der Abfälle - von der Milchtüte bis zum Altöl oder der verschlissenen Bremse (für deren Wechsel wieder ein Kranschiff gebraucht wird) - sind alles Kostenfaktoren, die nicht unterschätzt werden dürfen.

Nicht jeder WKA-Standort ist mal eben mit dem Auto erreichbar....AKW-Standorte schon eher!

grüße

Jochen
 
Natürlich muss eine Belegschaft angeschafft werden, die den ganzen Tag nichts anderes macht als warten und instand setzen. Das ist aber bei aktuellen Kraftwerken nicht anders, nur dass die eben den ganzen Tag vor Ort sind, während die anderen hin und her fahren.
Aber als Problem sehe ich das nicht. Immerhin ist die Wartung abschätzbar und wenn man mal heute nicht mehr hinkommt, weil was ausgefallen ist, ist das nicht so schlimm, macht man es eben morgen.
Das kannst du beim AKW nicht machen, fällt da was wichtiges aus, kannst du nicht nächste Wochen mal vorbei schauen. :schief:
 
Ähm bei Wartung ist es nicht so wichtig stimmt, aber es gibt in jeder WKA-Firma oder Drittanbieter Störtrupps die sich auch nur um Störungen kümmern und da kommen schon mal ein paar 100 km am Tag zusammen! Wenn man dann als Servicetechniker nur wegen einem ausgelösten Hauptschalter quer durch die Republik fahren muß, weil die Firma meint 4 Trupps sind genug ist das schon nicht mehr feierlich. ;)

PS: Auch Betreiber von WKA-Anlagen verstehen nicht wenn man sie warten läßt! :P
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück