Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Egal Q.E.D. und 10 MW-Anlagen wirst du wohl als Onshore-Anlage so schnell nicht sehen! ;)

PS: Der Bauer hat auf jedenfall schon mal mehr als du im Moment und verdient sich schon dumm und dusselig damit! :lol:
 
Ja, wir kriegen keine Genehmigung. Du glaubst nicht, mit was der Staat einen zuschüttet, nur damit das nicht gebaut werden kann. :daumen2:
Na ja, egal, wir arbeiten daran, und in dem Thread gehts nicht um ein WKA.
 
Hier geht es nicht um ein WKA, das ist richtig, aber um Energiepolitik und da sind Probleme die einen daran hindern sich WKA's auf seinem Grund und Boden zu stellen, durchaus interessant!

PS: Ich kenne die meisten Auflagen die man erfüllen muß um Anlagen zu errichten! ;)
 
Wie ist den überhaupt der Flächennutzungsplan für den gewählten Standort? Das die Gutachten Geld kosten steht außer Frage, Windgutachten des Standortes, Lärmgutachten etc. sowas ist nun mal gesetzlichen Regelungen unterworfen ... ist beim Hausbau ja auch nicht anders. Das sind aber Kosten die zusätzlich zur Anlage kommen, denn pro MW Anlage ist die Faustregel von 1 Mio € anzusehen und da ist noch nicht mal die Zuwegung mit drinne. JA Windkraft ist teuer ... zumindest in der Anschaffung, das war schon immer so, nur mitlerweile sind die Auflagen strenger als früher und das ist gut so, denn sonst würde sich jeder Narr so eine Anlage in seinen privaten Garten bauen! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja Windgutachten sag ich dazu, was nutzt denn eine WKA in einem Gebiet wo im Jahresschnitt nur 30 Tage soviel Wind ist wo sich eine WKA rentieren würde! :ugly:

Aber solange im Flächennutzungsplan nichts über WKA's drinne steht kannst du das sowieso vergessen! :D
 
Nö, mit einem Windgutachten hat das nichts zu tun.
Es gibt insgesamt 17 Gutachten, die eingereicht werden müssen und nur weil man eins hat und es einreicht, bedeutet das noch lange nicht, dass das Gutachten auch anerkannt wird.
 
Was erwartest du? Du wohnst in Deutschland hier braucht du 17 Gutachten um eine zu errichten, wenn sie denn anerkannt werden, mal abgesehen von der Zeit zur Erstellung der Gutachten bis zur Bearbeitung. In den USA brauchst du nur 17 Tage (Übertreibung) bis du Anfangen kannst! :D

PS: Meinst du das Rentabilitätsgutachten?
 
Keine Ahnung, mein Schwiegervater kümmert sich um die Gutachten, er kennt auch die Leute, die man kennen muss, damit man überhaupt Gutachten bekommt, die auch Stand halten können.
Tja, manchmal wünscht man sich in China zu wohnen, da wird gemacht und danach nicht gefragt, ob das auch einer wollte. :ugly:
 
Aha also kannst du gar nicht so ins Detail gehen schade ... Veränderungen im Genehmigungsverfahren sofern es welche gibt hätten mich interessiert.
 
Es geht darum, dass eine Industrienation zeigt, beweisen kann, dass man technologisch führend sein kann, dass man eine hervorragend aufgestellte Wirtschaft hat, dass man effizient entwickeln kann, und zwar völlig ohne den Einsatz von atomar gewonnener Energie.
Alleine das würde viele Länder dazu veranlassen ihre eigene Energiepolitik zu überdenken.

Und dazu bei der deutschen Industrie einzukaufen :daumen:
Aber *auf Nachbarthread schiel* offensichtlich ist es beliebter, wenn Deutschland sich über Kriegsgerät für Unterdrücker profiliert, als über zukunftsfähige Energielösungen.
Zugegeben: Historisch betrachtet hat Deutschland in den Bereichen Krieg und Unterdrückung auch einfach mehr Referenzen vorzuweisen, als im Bereich Zukunftstauglich :schief:


Warum sollte man das machen?
Sinnvoller ist es doch, die Millionen von Elektrofahrzeuge aufzuladen, die es dann geben wird.

Bis auf weiteres gibt es keine Millionen von Elektrofahrzeugen oder auch nur eins, das voll Konkurrenzfähig ist. Es gibt ja nichtmal überschüssigen Strom für Elektromobilität. Das einzige, was es gibt, sind staatliche Subventionen für unsere geliebte Autoindustrie...


Also ich kenne mehrere ... unter anderem einen Großbauern in Goch, der derzeitlich 15 1,5 KW Anlagen auf seinen Äckern stehen hat! :devil:

Unter das läuft noch als Privat, ohne dass der ganze Hof als Firma eingetragen ist :huh:
 
Bis auf weiteres gibt es keine Millionen von Elektrofahrzeugen oder auch nur eins, das voll Konkurrenzfähig ist. Es gibt ja nichtmal überschüssigen Strom für Elektromobilität. Das einzige, was es gibt, sind staatliche Subventionen für unsere geliebte Autoindustrie...

Ist alles auf regenerative Energien umgestellt, werden auch ein paar Automobilbauer (nicht die große Masse, die klebt ja an ihren Kisten) auf den Elektromarkt umsatteln und dann läuft das an.
Was ich letztens in Kalifornien gesehen habe, stimmt mich positiv, auch wenn die Batterietechnik natürlich noch ausbaufähig ist.
Aber hier, wie auch woanders, muss erst mal ein Druck auf die Industrie ausgeübt werden, wenn kommt auch was.
Wichtig ist erst mal eine günstigere Herstellung und eine bessere Wiederaufbereitung.
 
Und genau wegen der Batterietechnik (deren Chemie sich in den letzten 100 Jahren nur langsam entwickelt hat und die auch in den nächsten Jahrzehnten keine Sprünge hinlegen dürfte) zweifle ich an Batteriefahrzeugen. Sowas ist für sehr kurze Strecken okay (aber für Stadtbusse würde ich sogar auf Kondensatoren setzen - China macht es laut Wiki z.T. schon vor). Auf Langstrecke sind Batterien in absehbarer Zeit unbrauchbar und somit keine Alternative für die meisten Autokäufer.
Selbst wenn man mal das Problem der Batterien lösen könnte, bliebe das Problem des Ladevorganges. Aktuelle Elektroautos liegen bei 15-25 kWh/100 km. Nur ultra leichte Dreiräder für zwei Personen ohne Komfort und Sicherheit kommen auf 5 kWH/100 km runter. Das heißt auch in Zukunft ist mit mindesten 10 kWh/100 km für Kleinwagen als Polo und 20-40 kWh/100 km für das deutsche Durchschnittsauto zu rechnen. Bei 500 km Reichweite also 200 kWh für einen Ladevorgang. Da der an der "Zapfsäule" nicht länger als die heutigen maximal 6 Minuten dauern sollte, wären wir 2 MW Ladestrom. Die Leistung einer kleineren Hochspannungsleitung - utopisch, so etwas jemals in der Praxis zu handhaben.

Trotzdem Druck auf die Autobauer auszuüben würde natürlich nicht schaden (gerade für Zweitwagen, die nur ein Zehntel der Reichweite brauchen und 100 mal so lange laden dürfen, wäre die Technik interessant) - aber es wird ja nicht gedrückt. Es wird teuer gelockt. Und das muss in eine Sackgasse nun wirklich sein. Insbesondere nicht, wo Deutschland relativ gute Chancen hätte, Vorreiter bei so ziemlich jeder Technik zu werden, die für einen Vollständigen Ersatz fossiler Verbrenner in Frage kommen.
Egal ob synthetische Kraftstoffe, Biodiesel, Biogas, (fahrzeugseitig: Bioethanol), H2-Verbrenner, H2-Brennstoffzelle, Methanol-Brennstoffzelle, (Bio-)Gas-Brennstoffzelle: Deutschland ist Weltspitze oder dicht dran. Aber die Politik (und leider nicht nur die Schwarz-Gelbe :( ) konzentriert sich auf die einzige Technik, die eine deutsche Schwäche ist und nur Schwächen hat.
 
Klar, chemisch Energie zu speichern ist begrenzt, das ist ja auch das Dilemma, aber trotzdem, gerade wenn jeder Haushalt seine eigenen Solaranlagen hat, wenn überall WKAs rumstehen, kann man das Aufladen auch dezentralisieren, Tankstellen werden überflüssig (daran werden die Ölmultis ordentlich zu knabbern haben :D).
Man könnte natürlich noch einen sehr sparsamen Verbrennungsmotor haben, der die Batterien unterwegs aufladen kann, dazu noch Rückgewinnung beim Bremsen, Start Stop Automatik (was beim Elektromotor deutlich einfacher ist als beim Verbrennungsmotor) und vor allem vernünftiges Fahren.
Niemand muss mehr mit 250 über die Autobahn brettern, alle fahren, computergesteuert, mit einer perfekt angepassten Geschwindigkeit.
Das Problem werden die LKWs sein, die muss man irgendwie von der Straße bekommen.
 
(gerade für Zweitwagen, die nur ein Zehntel der Reichweite brauchen und 100 mal so lange laden dürfen, wäre die Technik interessant)

Nehmen wir mal an, das würde tatsächlich funktionieren: Es würde trotzdem nur für Eigenheimbesitzer oder wenigstens Garagenparker was taugen. Wer wie ich in der Großstadt irgendwo am Straßenrand parkt, hat da einfach keine Steckdose zur Hand.
 
Klar, chemisch Energie zu speichern ist begrenzt, das ist ja auch das Dilemma, aber trotzdem, gerade wenn jeder Haushalt seine eigenen Solaranlagen hat, wenn überall WKAs rumstehen, kann man das Aufladen auch dezentralisieren, Tankstellen werden überflüssig (daran werden die Ölmultis ordentlich zu knabbern haben :D).
Man könnte natürlich noch einen sehr sparsamen Verbrennungsmotor haben, der die Batterien unterwegs aufladen kann, dazu noch Rückgewinnung beim Bremsen, Start Stop Automatik (was beim Elektromotor deutlich einfacher ist als beim Verbrennungsmotor) und vor allem vernünftiges Fahren.
Niemand muss mehr mit 250 über die Autobahn brettern, alle fahren, computergesteuert, mit einer perfekt angepassten Geschwindigkeit.
Das Problem werden die LKWs sein, die muss man irgendwie von der Straße bekommen.

Ich denke nicht, dass die offiziellen Vebrauchsangaben der verfügbaren Elektroautos mit 250 in der Innenstadt ohne Bremsenergierückgewinnung gemessen wurden. Deine Vorschläge sind kein zusätzliches Potential, sondern bereits mit drin. (Ausgenommen Start/Stop-Automatik, die bei einem Elektroauto totaler Schwachsinn wäre)
Und dezentrale Aufladung ist kein Ersatz und wird es auch nie sein. Tankstellen brauche ich nicht nur, weil ich zu Hause kein Benzin habe, sondern auch, weil ich auf halbem Wege nach München kein zu Hause habe. Zugegeben: Da will ich auch gar nicht hin. Aber z.B. nach Italien. Und ich denke viele andere werden ähnlich denken, wie ich, und ein Auto, das maximal 500 km pro Tag fahren kann, nicht als Ersatz für ein Fahrzeug mit 1500-2000 km Reichweite pro Tag akzeptieren. 2000 km Reichweite mit einer Batterieladung sind aber vollkommen utopisch bzw. energetisch eine Katastrophe.
Also entweder verlagern wir nicht nur die ganzen auf längeren Strecken fahrenden Lastwagen und Reisebusse auf die Schiene, sondern schaffen auch noch zusätzlich ein europaweites Netz preisgünstiger Autoreisezüge, oder letztlich muss doch jedes Fahrzeug als ggf. harter Hybrid ausgeführt werden. Sieht man mal von exotischen Konzepten ab, die den Verbrennungsmotor in einem Anhänger unterbringen wollen, endet das in verdammt schweren und somit energetisch inakzeptablen Fahrzeugen - oder in solchen, die kaum Batteriekapazität haben (maximal den Aktionsradius eines Fahrrades), sondern primär vom Verbrenner angetrieben werden. Womit wir wieder bei dem guten halben Dutzend anderer Energiespeicher wären, die ich erwähnte. (und die übrigens alle chemisch sind. Aber eben deutlich leichtere Elemente verwenden und vor allem Kombinationen, bei denen beide Reaktionspartner flüssig/gasförmig und somit nachfüllbar bzw. sogar aus der Athmosphäre verfügbar sind)


Nehmen wir mal an, das würde tatsächlich funktionieren: Es würde trotzdem nur für Eigenheimbesitzer oder wenigstens Garagenparker was taugen. Wer wie ich in der Großstadt irgendwo am Straßenrand parkt, hat da einfach keine Steckdose zur Hand.

Mir fehlt zugegebenermaßen eine Statistik, aber afaik legen sich viele Deutsche eher ein Eigenheim zu, als einen Zweitwagen (nicht zuletzt wegen dem Parkplatzmangel bei Mehrfamilienbebauung ;) ). Ich bin also schon bei meinem Post von einer eher kleinen Nutzergruppe ausgegangen - eben deswegen halte ich es ja nicht für sinnvoll, staatliche Mittel an diesen Irrweg zu verschleudern. Würde der für 80% der Bevölkerung passen, könnte man darüber reden. Tut er aber nicht.
 
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