Appellieren an den Endverbraucher der falsche Weg ?

Ich lebe in der Zivilisation, ich habe keinen Acker mit zugehörigem Bauern vor der Haustür. :schief:
Wir leben alle in der Zivilisation. Auch wenn man aus einer Provinz kommt.;)

Thema: Die leckerste Milch die man trinken kann ist frisch gemolkene Kuhmilch. Aber die ist nicht ganz keimfrei. Und auch nicht so lange haltbar.
Wir kaufen aus dem Discounter oft Bio-Vollmilch, welche geschmacklich da nahe dran kommt.

Eier kaufen wir nur aus Freilandhaltung. Und bekommen welche von meinen Eltern geschenkt, welche Hühner haben.

Fleisch wollen wir auch weniger essen und dafür besseres und teureres vom örtlichen Metzger kaufen.
 
für mich ist es ökologischer zum bauern zu fahren als zum supermarkt, wenn ich milch und eier brauche, weil nicht so weit weg. und für die, die in diesem ort wohnen sowieso.
wie schon geschrieben, auf den markt geht er nicht, da zuwenig angebote, und ein milchautomat ist nunmal stationär.
 
Naja, zum einen sind die Abgeordneten nicht gegenüber ihren Wähler*innen verpflichtet zum anderen richten sich die Möglichkeiten der Einflussnahme nach Macht. Letztere ist umso größer, je mehr Kapital dahinter steht. Jene also mit Kapitalinteressen, womöglich noch organisiert in Verbänden o.ä. können also ihr Gewicht in Diskussionen und Entscheidungen geltend machen. Wobei das direkt über Medien(beteiligungen) und Kontakten oder etwas diskreter über Lobbyismus funktioniert. Zu gute kommt dieser Einflussnahme, dass sie hierzu die Grundausrichtung des Systems (Profitmaximierung) und Abhängigkeiten (Arbeitsplätze) für sich gut nutzen können.

Ja , aber die suchen ja nach praktikablen Lösungen ( oder nicht ? ) , und da wäre so ein Thread auch mal eine Inspirationsquelle bzw könnte mögliche Lösungsansätze bieten . So meinte ich das.
Und man sieht auch etwas was die Bevölkerung möchte bzw wie sie wirklich denkt , grad was dieses Thema anbelangt .
 
Wir leben alle in der Zivilisation. Auch wenn man aus einer Provinz kommt.;)

Thema: Die leckerste Milch die man trinken kann ist frisch gemolkene Kuhmilch. Aber die ist nicht ganz keimfrei. Und auch nicht so lange haltbar.
Wir kaufen aus dem Discounter oft Bio-Vollmilch, welche geschmacklich da nahe dran kommt.

Eier kaufen wir nur aus Freilandhaltung. Und bekommen welche von meinen Eltern geschenkt, welche Hühner haben.

Fleisch wollen wir auch weniger essen und dafür besseres und teureres vom örtlichen Metzger kaufen.

Freilandhaltung kauf ich nicht mehr, die letzten waren auch nicht besser als Käfighaltung.
Milch gibts nur noch sehr selten , ansonsten nur noch Haferdrink.
Fleisch kaufe ich schon lange teurer ein, aber auch weniger.
Ein bisschen muss man der Natur ja helfen.
 
in den supermarkt muss ich sowieso, habe ich aber schon ausgeführt warum, hast wohl überlesen.

Ich bin sogar auf diese Passage eingegangen. Wie auch auf die meisten anderen. Im Gegensatz zu dir, der lieber Unterstellugen über Bereiche meines (Nicht-)Wissens als Tatsachenbehauptungen verbreitet, über die überhaupt keine Kenntniss haben kann, weil sie bislang nicht Thema waren. Selbiges ist übrigens die große Masse der Verbraucher, die auch in Zukunft nicht verhungern soll. Was ein paar Hunderttausend Almfastösis machen interessiert da nicht die Bohne, egal wie gelungen sein mag. Ich fühle mich nicht sonderlich wohl in einer Großstadt und habe null Interesse an Rammstein, aber wie du an meinen Zahlen gesehen hast, falls du sie dir angeguckt hast, ist es physikalisch unmöglich, mehr als ein Viertel der aktuellen deutschen Bevölkerung gemäß dem von dir beschriebenen Muster im Territorium Deutschlands unterzubringen. Also nehm bitte zur Kenntniss, dass es hier für 60 Millionen Menschen andere Lösungen braucht. Genieße deine Privelegien, solange du kannst. Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte anguckt, stehen die Chancen für einen durchschnittlichen Landbewohner nicht schlecht, dass er irgendwann vor der Wahl "arbeitslos oder in die Stadt ziehen?" steht. Ob du dann 80 km mit dem Fahrrad zu deinem Lieblingsmilchbauern fährst, um ökologisch beim Erzeuger einzukaufen, oder ob du dich darüber freuen würdest, wenn es ein vergleichbares Produkt im organisierten Großvertrieb gibt, wird sich dann zeigen. Ich könnte Mutßmaßungen über deine Präferenzen anstellen, aber im Gegensatz zu dir halte ich mit Äußerungen über die Gedanken anderer zurück...
 
Hab ich bei den letzten Eiern nix von gemerkt.
Ich kauf weiter meine Bio Eier, egal was sie kosten.
Die schmecken wenigstens nach EI und haben nen Eigelb und kein Eiorange.
Es geht doch primär um die Haltung. Das man den Tieren damit etwas Gutes tut.
Und schmecken tun uns die Freilandeier auch und die sehen normal aus der Dotter.

Wobei die Eifarbe / Größe vor allem von der Hühnerrasse abhängt.
Und von der Nahrung.
 
Es geht doch primär um die Haltung. Das man den Tieren damit etwas Gutes tut.
Und schmecken tun uns die Freilandeier auch und die sehen normal aus der Dotter.
Und von der Nahrung.
Ich hier halt gezwungen Bioeier zu nehmen.
Früher bin ich einfach in den Stall oder Keller gegangen, da wusste ich genau was die Hühner gefressen haben und wie sie gehalten wurden.
 
Ich bin sogar auf diese Passage eingegangen. Wie auch auf die meisten anderen. Im Gegensatz zu dir, der lieber Unterstellugen über Bereiche meines (Nicht-)Wissens als Tatsachenbehauptungen verbreitet, über die überhaupt keine Kenntniss haben kann, weil sie bislang nicht Thema waren. Selbiges ist übrigens die große Masse der Verbraucher, die auch in Zukunft nicht verhungern soll. Was ein paar Hunderttausend Almfastösis machen interessiert da nicht die Bohne, egal wie gelungen sein mag. Ich fühle mich nicht sonderlich wohl in einer Großstadt und habe null Interesse an Rammstein, aber wie du an meinen Zahlen gesehen hast, falls du sie dir angeguckt hast, ist es physikalisch unmöglich, mehr als ein Viertel der aktuellen deutschen Bevölkerung gemäß dem von dir beschriebenen Muster im Territorium Deutschlands unterzubringen. Also nehm bitte zur Kenntniss, dass es hier für 60 Millionen Menschen andere Lösungen braucht. Genieße deine Privelegien, solange du kannst. Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte anguckt, stehen die Chancen für einen durchschnittlichen Landbewohner nicht schlecht, dass er irgendwann vor der Wahl "arbeitslos oder in die Stadt ziehen?" steht. Ob du dann 80 km mit dem Fahrrad zu deinem Lieblingsmilchbauern fährst, um ökologisch beim Erzeuger einzukaufen, oder ob du dich darüber freuen würdest, wenn es ein vergleichbares Produkt im organisierten Großvertrieb gibt, wird sich dann zeigen. Ich könnte Mutßmaßungen über deine Präferenzen anstellen, aber im Gegensatz zu dir halte ich mit Äußerungen über die Gedanken anderer zurück...

dass nicht alle mit kleinbäuerlicher landwirtschaft ernährt werden können ist klar. es sind übrigens keine 60 sondern 80 millionen. hab ich nie behauptet und nicht verlangt.es fährt keiner 80 km mit dem rad, auch nicht mit dem auto um frischmilch zu kaufen. wenn aber die möglichkeit besteht, sollte man die nutzen.
und was soll der schwachsinn mit almfastösis?
du weisst offensichtlich nicht, dass das allgäu in BY und BW liegt, sprich in deutschland. ösis sind österreicher.
rammstein ist ein beispiel gewesen, hab ich so geschrieben. wollte damit sagen, dass man in ballungszentren die grossen stars sehen kann, während man in der provinz mit coverbands vorlieb nehmen muss.
aber ich kann schreiben was ich will, du zerpflückst es immer wieder so, wies dir in den kram passt.
 
Ja , aber die suchen ja nach praktikablen Lösungen ( oder nicht ? ) , und da wäre so ein Thread auch mal eine Inspirationsquelle bzw könnte mögliche Lösungsansätze bieten . So meinte ich das.
Und man sieht auch etwas was die Bevölkerung möchte bzw wie sie wirklich denkt , grad was dieses Thema anbelangt .
Also zum Austausch untereinander ist so ein Thread eine gute Sache. In einer ideelen Demokratie könnten Foren darüberhinaus eine gewisse Relevanz haben. Tatsächlich ist das aber utopisch, wie ich andeutete. Zum einen gibt es verschiedene Parteien mit jeweiligen Abgeordneten samt ihren Ideolgien (CDU bspw. klassisch agroindustriefreundlich). Und dann eben diejenigen, die Einfluss nehmen - bezüglich der Landwirtschaft bspw. die Agroindustrie. Ökologie und Tierwohl sind von Kapitalseite/Agroindustrie her nicht von Interesse, so lange Missstände ihre Profite nicht bedrohen. In diese Richtung werden sie entsprechend versuchen, ihren Einfluss geltend zu machen und eine Politik versuchen zu verhindern, die Tieren ein besseres Leben zugesteht und die Natur besser schützt, da dies für sie Kosten und somit einen geringeren Gewinn bedeutete. Darüber hinaus versuchen sie die Konsument*innen mittels Marketing zu beeinflussen und Diskurse zu beeinflussen, indem sie in Medien ihre Agenda platzieren. Regierende wollen wiedergewählt werden, Wahlkämpfe wollen finanziert werden ... insofern werden Beschlüsse Kompromisse darstellen, denen die Agroindustrie ihren Stempel aufgedrückt hat. Ich sehe also in der repräsentativen Demokratie nur geringe Einflussmöglichkeiten insbesondere durch Wahlen seitens "einfacher" Bürger*innen und seitens der Regierenden geringes Interesse bzw. Handlungsspielräume dafür, meines Erachtens grundlegende, notwendige Entscheidungen durchzusetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht doch primär um die Haltung. Das man den Tieren damit etwas Gutes tut.
Tut mensch das? Also tut mensch Tieren etwas gutes, wenn mensch sie für ein kurzweiliges Geschmackserlebnis töten und quälen (lässt)? Beides, Tod und Qual, geht ja mit Haltung einher, die zum Ziel hat, Produkte zu erzeugen. Hierzu ein Interview zum grundlegenden Umgang mit Tieren. Im Interview: Bend Ladwig. Der Philosoph ist Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Jüngst ist von ihm bei Suhrkamp das Buch „Politische Philosophie der Tierrechte“ erschienen.
TAZ schrieb:
Nun haben wir ja nicht zuletzt im Grundgesetz verbriefte Tierschutzgesetze. Warum konnten diese in der industriellen Landwirtschaft bisher nicht richtig greifen?

Weil alles auf den Rahmen ankommt, in den man diese an sich wohlklingende Bestimmung „Staatsziel Tierschutz“ einbettet. Derzeit sind viele Tiere nur dazu da, um als Ressourcen für unsere Zwecke zu dienen. Tierschutz wird daher in unserem System so verstanden, dass die Nutzung der Tiere nur reguliert werden müsse und es eines „vernünftigen Grundes“ bedürfe, sie in ihren Grundbedürfnissen einzuschränken. Wenn man hingegen den Schluss zöge, dass Tiere Wesen eigenen Rechts sind, die um ihrer selbst willen auf der Welt sind, hätte man einen ganz anderen Rahmen. Dann könnte man auch über Grundrechte für Tiere als empfindende Lebewesen nachdenken.

Bereits in vergangenen Jahrhunderten hatten sich viele Philosophen immer wieder die Frage gestellt, ob man das Tier in seiner Stellung nicht aufwerten müsste. Die meisten, darunter auch René Descartes, der animale Wesen mit Maschinen gleichsetzte, kamen jedoch zum Schluss, dass Tieren nicht dieselben Privilegien wie Vertretern der menschlichen Spezies zugestanden werden sollten. Warum sollten wir sie dann heute anders in den Blick nehmen?

Die Gründe, die etwa klassische Philosophen anführten, Tieren ein Bewusstsein abzusprechen, waren nie zutreffend. Einige Philosophen, unter anderem Michel de Montaigne, haben das im Gegensatz zu Descartes auch so gesehen. Und auch Kant wurde wegen seiner tier*ethischen Position zum Beispiel von Schopenhauer sehr kritisiert. Kant hat nicht bestritten, dass Tiere ein mentales Leben haben, aber er hat ihnen eine Würde abgesprochen, da ihnen die Einsicht in das moralische Gesetz fehlen würde. Das war für ihn das entscheidende Kriterium, sie nicht wie Menschen zu behandeln. Ich denke hingegen, dass das Kriterium der moralischen Einbeziehung von Tieren bereits im menschlichen Fall selbst angelegt ist. Wir alle leiden, wenn wir rücksichtslos behandelt werden. Darin sind uns viele Tiere sehr ähnlich. Da man, moralisch gesehen, gleiche Fälle gleich behandeln sollte, wäre es willkürlich, wenn wir Tiere weiterhin allein wegen ihrer Artangehörigkeit geringer beachten würden.

Können Sie das konkretisieren? Welche Eigenschaften verbinden uns denn mit Tieren?

Mit vielen Tieren eint uns, dass sie eine eigene Perspektive auf die Welt haben und dass sie subjektiv Schaden empfinden können. Dies muss nicht auf alle Tierarten gleichermaßen zutreffen. Sehr einfache Tiere mögen genauso wenig wie Pflanzen oder Pilze über eine spezifische Perspektive auf die Welt verfügen. Aber sobald ein Tier dieses Charakteristikum auszeichnet, müssen wir es moralisch berücksichtigen. ...
Quelle: Philosoph ueber Schlachtung von Tieren: „Ungehorsam waere eine Option“ - taz.de
 
Zuletzt bearbeitet:
Tut mensch das? Also tut mensch Tieren etwas gutes, wenn mensch sie für ein kurzweiliges Geschmackserlebnis töten und quälen (lässt)? Beides, Tod und Qual, geht ja mit Haltung einher, die zum Ziel hat, Produkte zu erzeugen. Hierzu ein Interview zum grundlegenden Umgang mit Tieren. Im Interview: Bend Ladwig. Der Philosoph ist Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Jüngst ist von ihm bei Suhrkamp das Buch „Politische Philosophie der Tierrechte“ erschienen.
Wenn man das ganz genau nimmt dürfte man sich nur noch vegan ernähren.;)

Hier mal noch ein Zitat von Mahatma Gandhi. Welcher sich nicht nur für Menschen sondern auch für Tierrechte und Schutz einsetzte

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Freilandhaltung kauf ich nicht mehr, die letzten waren auch nicht besser als Käfighaltung.
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Ich dachte ja eher das die Intention einer Freilandhaltung darin besteht, den Legehennen lenenswürdigere Bedingungen zu offenbaren und nicht die Qualität des Endproduktes zu erhöhen, aber vielleicht habe ich das auch missverstanden

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Ich dachte ja eher das die Intention einer Freilandhaltung darin besteht, den Legehennen lenenswürdigere Bedingungen zu offenbaren und nicht die Qualität des Endproduktes zu erhöhen, aber vielleicht habe ich das auch missverstanden

In der Realität ist der Stall aber genauso eng.
 
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