Appellieren an den Endverbraucher der falsche Weg ?

Bequemlichkeit und Egoismus die wirklich jedem einzelnen von uns inne wohnt, alles immer haben zu wollen sind doch mit die größten Probleme
Einfache Lösung wir benutzen unseren Kopf beim kaufen, vielleicht soweit möglich auch nur noch beim Erzeuger kaufen, auch wenn wir mehr zahlen und länger fahren das würde sich am Ende Relativieren.
Bei uns zuhaus gibts es 1 mal in 1-2 Wochen Fleisch als nebenzutat noch seltener als hauptzutat!
Nur mein Serano Schinken und Parma Schinken/Käse (Original natürlich dem namen entsprechend) muss ich mir Regionsbedingt natürlich über umwege besorgen. Dafür sind diese immerhin durch ihre Herkunftsgebiete geschützt.
Salat Kartoffeln Eier Lauch Tomaten Gewürze Zwiebeln....etc. Das sind alles Dinge da muss man quasi nur mal eben aus der Haustürgehen.

als Netten neben effekt hat man kaum noch Kunstofmüll im Vergleich, wir machen zu Zweit, in 4 Wochen grade so einen Gelben Sack voll, und die (kleine/halbe)Restmülltone habe ich diese Jahr sage und schreibe schon 2 oder 3 mal raus gestellt.
Es liegt sehr wohl in Großen teilen AUCH am Endverbraucher. Verkäufer, Zwischenhändler, Hersteller, Verkaufen und Produzieren genau das was der Verbraucher kauft. Kauft er es nicht wird langfristig das Angebot Reduziert werden müssen. Und das bisherige vorgehen überdacht werden.

Wenn wir Menschen doch einfach nur mal verzichten könten....
Ich wohne nicht weit weg von Gütersloh (Tönnies). Ein Landwirt der seine Tiere nicht los wird, sagte im Radio; "Wir sollten doch mal langsam alle wieder auf den Teppich kommen, und nicht versuchen das Rad neu zu erfinden"-im Bezug auf die Tierhaltung etc".
Aber genau das ist es. Wir sollten wenigstens versuchen, es anders zu drehen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass jeder beim Erzeuger persönlich vorstellig wird (am besten noch mit dem >2t SUV weil ja der Weg soo schlecht ausgebaut ist) ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Auch die Arbeitsteilung zwischen spezialisierten Fleisch- und Futter/Gemüse-Produzenten kann ökonomisch sinnvoll sein und muss kein ökologisches Problem darstellen.
Das was aus Tier/Mitarbeiterwohl Sicht garnicht akzeptabel ist kann man dagegen, wie von ruyven schon angemerkt, verbieten (bzw. müsste z.T. eigentlich nur bestehende Verbote durchsetzen) ohne dass es irgendwelcher Ausgleichsmechanismen bedarf.
 
Und den Verpackungsmüll kann man auch unter Beibehaltung der bisherigen Erzeuger - Supermarkt - Verbraucher Kette noch auf einen Bruchteil reduzieren, wenn Plastik einfach mal teuer wird. Beispiel: Der gerade angesprochene Serano. In Deutschland am weitesten verbreitete Marke dürfte Aoste sein. In Deutschland gibt es den Schinken nur im ca. 20x30 cm Plastikpack mit 80 g in Scheibchen, die so dünn sind, dass zwischen zwei Scheiben noch einmal ein Trenner muss. Am Ende kauft man mehr Plastik als Schinken. In Frankreich ist die gleiche Marke genauso verbreitet und verkauft den gleichen Schinken. Aber in ungefähr 50% dickeren Scheiben, die sich auch ohne Plastikteiler am Stück entnehmen lassen, die auf halbe Größe geschnitten und übereinander gestapelt werden und das direkt im 250 g Pack, was bei einem auch offen gut haltbaren Produkt absolut kein Problem ist. Ergebnis: Dreimal so viel Schinken, halb so viel Plastik. Wieso steht der nicht auch in Deutschland in den Regalen? Das gleiche bei Wurst und Käse. Der absolute Billigschrott der Hausmarken ist oft in halb so großen Verpackungen mit doppelt so viel Inhalt unten in der Kühltheke. Die geschmacklich und z.T. auch bei den Herstellungsbedingen deutlich bessere Ware gibt es dagegen gefühlt nur mit 2 m² Reklametafel in jeder Packung. Wieso kann es den leckeren Biolachs nicht im gleichen, 75% Kunststoff einsparen Schachteln geben, wie die Salz-mit-Eiweiß-""Seelachsscheiben"" drei Reihen darüber oder darunter (je nachdem, wo der billigste Schrott hinsortiert wurde)??
 
Dann gibt es aber auch nicht mehr so viel Fleisch.
Das werden die Leute aber nicht akzeptieren.

Was wollen sie machen ? Ist dann halt so.

Im Osten beim Fleischer gabs auch kaum Fleisch bzw nicht so ein großes Angebot und dann noch sehr teuer im Verhältniß . Weil das meiste exportiert wurde .
Die sind auch nicht verhungert.
 
Bequemlichkeit und Egoismus die wirklich jedem einzelnen von uns inne wohnt, alles immer haben zu wollen sind doch mit die größten Probleme
Einfache Lösung wir benutzen unseren Kopf beim kaufen, vielleicht soweit möglich auch nur noch beim Erzeuger kaufen, auch wenn wir mehr zahlen und länger fahren das würde sich am Ende Relativieren.
Bei uns zuhaus gibts es 1 mal in 1-2 Wochen Fleisch als nebenzutat noch seltener als hauptzutat!
Nur mein Serano Schinken und Parma Schinken/Käse (Original natürlich dem namen entsprechend) muss ich mir Regionsbedingt natürlich über umwege besorgen. Dafür sind diese immerhin durch ihre Herkunftsgebiete geschützt.
Salat Kartoffeln Eier Lauch Tomaten Gewürze Zwiebeln....etc. Das sind alles Dinge da muss man quasi nur mal eben aus der Haustürgehen.

Ich lebe in der Zivilisation, ich habe keinen Acker mit zugehörigem Bauern vor der Haustür. :schief:
 
Ich sehe auch nicht, wie irgendjemanden geholfen wäre, wenn jeder erstmal zig Kilometer aufs Land fahren muss, nur um dort einzukaufen. Mal abgesehen davon, dass dann entweder eine regelmäßige Bus oder Bahnverbindung zu den LPGen existieren müsste und/oder diese größere Parkplätze bräuchten. Von den steigenden Anforderungen an die Verkaufsfläche, wo dann eben mal nicht zehn Leute pro Stunde einkaufen sondern 1000+, mal ganz zu schweigen.
 
es entfallen dafür weite transportwege, und der heimischen landwirtschaft wird geholfen.
warum soll ich bei aldi und co. milch aus NRW oder sonstwo kaufen, wenn ich hier ums eck tagesfrische milch für 10 cent pro liter mehr bekomme.
 
es entfallen dafür weite transportwege, und der heimischen landwirtschaft wird geholfen.
warum soll ich bei aldi und co. milch aus NRW oder sonstwo kaufen, wenn ich hier ums eck tagesfrische milch für 10 cent pro liter mehr bekomme.

Wie gesagt: wer in einer Großstadt lebt, hat eben nicht überall "ums Eck" diese Angebote. Und weite Strecken dafür fahren wäre enorm unlogisch. In puncto Kosten, in puncto Verkehrsaufkommen, in puncto Schadstoffausstoß. Ich will bestimmt niemandem ausreden, "regional" zu kaufen und zum nächstgelegenen Bauernhof zu fahren. Aber das ist kein tragfähiges Modell, das ist Klein-Klein das nicht flächendeckend anwendbar ist. Aus ganz praktikablen Gründen, aber auch aus bspw. finanziellen Gründen. So mancher Haushalt kann eben nicht 10 Cent mehr hier, 15 Cent mehr da usw. beim Einkaufen ausgeben für regionale Produkte.

Und dann sind wir eben wieder auf der strukturellen Ebene, das sich an der Erzeugung und Vermarktung/Verteilung der Produkte etwas ändern muss. In puncto landwirtschaftlicher Produkte kann die Antwort meines Erachtens nur sein: Zusammenschluss der ganzen Kleinbauern zu Kooperativen, gemeinsame und zentralisierte Vermarktung und Verteilung der Produkte. Das ist einfach eine Frage der Effizienz. Hofläden kann man ja für die Touris immer noch betreiben. Vielerorts wird das ja auch schon so praktiziert, es ist schlicht die einzige Möglichkeit, wie Einzelbauern noch hoffen können, gegen eine hocheffiziente Agrarindustrie halbwegs konkurrieren zu können.
 
da hast du im prinzip recht.
es wird in der großstadt anders sein, als hier auf dem land.
mit etwas gutem willen ists aber auch in der stadt möglich.
wenn sich gleichgesinnte zusammentun, z.b. über facebook o.ä. kann man sammeleinkäufe tätigen.
es gibt z.b. bäuerliche genossenschaften, da bezahlst du den betrag x an den landwirt, bei interesse kann man mithelfen beim anbau und ernte.
nach der oder während der erntezeit bekommt jeder ein paket mit gemüse, obst ( gibts auch mit fleisch und milchprodukten) und der landwirt liefert das entweder direkt dem kunden, oder legts an vereinbarten verteilstellen ab.
es gibt also auch in der stadt möglichkeiten an frische, regionale erzeugnisse zu kommen. information ist dem fall alles.
 
da hast du im prinzip recht.
es wird in der großstadt anders sein, als hier auf dem land.
mit etwas gutem willen ists aber auch in der stadt möglich.
wenn sich gleichgesinnte zusammentun, z.b. über facebook o.ä. kann man sammeleinkäufe tätigen.
es gibt z.b. bäuerliche genossenschaften, da bezahlst du den betrag x an den landwirt, bei interesse kann man mithelfen beim anbau und ernte.
nach der oder während der erntezeit bekommt jeder ein paket mit gemüse, obst ( gibts auch mit fleisch und milchprodukten) und der landwirt liefert das entweder direkt dem kunden, oder legts an vereinbarten verteilstellen ab.
es gibt also auch in der stadt möglichkeiten an frische, regionale erzeugnisse zu kommen. information ist dem fall alles.

Und wieso soll man diesen gesamten Aufwand über Facebook betreiben, nur damit am Ende trotzdem 1000000 PKW (breaking news: Städte sind groß) zu tausenden Bauern im weiteren Umland fahren müssen, von denen jeder jeden Tag die ganze Zeit über eine Verkaufsstelle offenhalten und diese natürlich auch ständig mit viel Aufwand lebensmitteltechnisch in Schuss halten muss? Das ist eine enorme Energie- Zeit- und Ressourcenverschwendung mit einhergehender extremer Umweltverschmutzung. Viel sinnvoller wäre es, wenn Spezialisten die Lebensmittel einsammeln, in spezialisierten Anlagen aufbereiten und dann an fußgängig erreichbaren Verkaufsorten der Stadtbevölkerung zur Verfügung stellen. Ich habe auch einen Namensvorschlag für letztere: "Supermarkt"

Und so ziemlich alle davon, die ich in den letzten 1-2 Jahrzehnten besucht habe (darunter zugegebenermaßen keine Discounter, obwohl man von denen ähnliches hört), hatten gekennzeichnete, regionale Lebensmittel im Angebot. Und selbst wenn es nicht "regional", sondern nur aus einem benachbarten Teil Deutschlands war: Ob man 30 t Milch in einem Tanker/falls schon abgefüllt Kühllaster 200 km durch Deutschland karrt oder mit einer Flotte von Kleintransportern 50 km weit, ergibt den gleichen Spritverbrauch.
 
es müssen nicht zigtausend( ist übrigens absolut übertrieben) hinaus aufs land.
wie ich geschrieben haben, werden meistens die lebensmittel an einer ablagestelle hinterlegt, wo man sie abholen kann.
es müssen übrigens nicht nur hofläden sauber gehalten werden, sondern JEDER laden. betrifft also auch aldi und co, jeden metzger, bäcker usw. ist daher absolut kein argument. in der jetzigen zeit schon erst recht nicht.
von wegen extremer umweltverschmutzung: schau dir die regionalen waren an, sind ebenso in plastik verpackt, wie das zeugs aus spanien usw. ist also auch kein argument, bioläden ausgenommen.
fussgängige supermärkte-lachhaft, schau dir die parkplätze an. du bist dann einer der seltenen spezies, der seinen wocheneinkauf zu fuss nach hause trägt-selten so gelacht.
zum thema milch:
warum soll ich hier im allgäu milch beim discounter aus NRW, meckpomm, sachsen-anhalt kaufen? aldi und co 70 cent pro liter, bauer 80 cent. istaber frische rohmilch, keine weisse plörre.
das ist industustriemilch. die wird mit LKWs eingesammelt, zig kilometerweit zur molkerei gebracht, mit riesigem energieaufwand entrahmt, pasteurisiert, homogenisiert, ultrahoch erhitzt, in kunststofftterapacks abgefüllt, mit LKWs von da oben hier ins allgäu gekarrt.die tetrapacks landen im müll. du kannst gerne die längerhaltbarplörre trinken, ist halt keine milch mehr. hier bei "meinem" bauer wird gemolken, in den verkaufstank gepumpt. keine energieverschwendung für transport, und die vergewaltigung der milch.
 
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da hast du im prinzip recht.
es wird in der großstadt anders sein, als hier auf dem land.
mit etwas gutem willen ists aber auch in der stadt möglich.
wenn sich gleichgesinnte zusammentun, z.b. über facebook o.ä. kann man sammeleinkäufe tätigen.
es gibt z.b. bäuerliche genossenschaften, da bezahlst du den betrag x an den landwirt, bei interesse kann man mithelfen beim anbau und ernte.
nach der oder während der erntezeit bekommt jeder ein paket mit gemüse, obst ( gibts auch mit fleisch und milchprodukten) und der landwirt liefert das entweder direkt dem kunden, oder legts an vereinbarten verteilstellen ab.
es gibt also auch in der stadt möglichkeiten an frische, regionale erzeugnisse zu kommen. information ist dem fall alles.

Ansich nicht vekehrt , aber funktioniert nur auf dem Land bzw in kleineren Gemeinschaften . Als 'Hobby nicht schlecht und trägt bestimmt auch etwas zum Klimaschutz , Tierhaltung ,biologischem Anbau bei .. wenn auch nur etwas , aber besser als nix .

Wie oft soll es denn dann Fleisch bzw Lebensmittel geben ? nicht jeder hat 2 riesige Tiefkühltruhen bzw 3 Kühlschränke zu Hause . Ich würde eh kein gutes Fleisch einfrieren von daher mal abgesehen . Und so lange hält sich Frische Milch und Gemüse auch nicht im Kühlschrank .

PS: pedi : nochmal zur Milch :

Ich trinke gerne Milch und relativ genug ^^ . Ich mag die pasteurisierte Plörre , weil sie sich länger hält und nur 1,5% Fett hat . Sind immerhin 15g Fett pro Liter , bei 3,5% schon 35g .
Und ich ziehe auch gern mal einen Liter auf Ex weg . Stell dir vor das wäre ganz frische warme Rohmilch von der Kuh ( ka wieviel % Fettanteil die hat ich denke mal so 20% ? ) dann wäre ich ratzfatz richtig FAT xD

Den Preis für die Plörre finde ich angemessen grad bei 1,5%iger "Milch" .
Aber für die richtige gute Rohmilch die dem Bauern abgekauft wird der seine Kühe gut behandelt und versorgt finde ich sind 34-37cent eindeutig zu wenig . Da sollten es schon die 60-70cent pro Liter sein . Wenn man bedenkt was alles aus der Milch gewonnen bzw gemacht wird bis hin zur Molke die auch gut verkauft wird . Und dann für die Plörre ca 80-100cent für den Endverbraucher sollte glaube machbar sein.
Ka wer hier zu gierig in der Liefer/Produktionskette ist , aber der kleine anständige Bauer ist es garantiert nicht.
 
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Ich trinke gerne Milch und relativ genug ^^ . Ich mag die pasteurisierte Plörre , weil sie sich länger hält und nur 1,5% Fett hat . Sind immerhin 15g Fett pro Liter , bei 3,5% schon 35g .
Und ich ziehe auch gern mal einen Liter auf Ex weg . Stell dir vor das wäre ganz frische warme Rohmilch von der Kuh ( ka wieviel % Fettanteil die hat ich denke mal so 20% ? ) dann wäre ich ratzfatz richtig FAT xD

Kuhmilch enthält 3,5 bis 5% Fett.
Und Fett brauchst du, damit du Zellen bilden kannst und sowas. Fett ist enorm wichtig.
 
rohmilch hat etwa 3,8 % fett. die 34-37 cent sind eindeutig zu wenig. am automat kostet sie 80 cent.
hab mich öfter mit dem landwirt unterhalten, er ist zufrieden mit dem preis. ist allerdings keine biomilch. die kostet hier im bioladen 1,35.
sind 3,5% nicht 3,5 gramm pro liter?
 
ich war zu faul zum googlen ^^

asso , Rohmilch hat nur 3,5% Fett ... dachte mehr .....
Vielleicht aber auch nur deswegen weil das jetzt Hochleistungskühe sind die bis zu 20Liter pro Tage liefern .
Aber normal mit 5-7Litern am Tag hat frische Kuhmilch glaube mehr Fett als nur 3,5%

Dann vergesst was ich geschrieben hab , aber trotzdem sind die 37cent für den Bauern zu wenig !

@pedi " sind 3,5% nicht 3,5 gramm pro liter? "

Erbsenzähler xD und wer sagt eigentlich was von 3,5 Gramm pro Liter !? ;)
 
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