Aogo und Lehmann, Identitätspolitik und Cancel Cultur "at it's best"

Btw. mein Opa (95 Jahre alt) sagt sogar noch das N-Wort zu Leuten mit dunkler Hautfarbe. Und nein er meint es nicht böse, aber er hat halt den Großteil seines Lebens in einer Gesellschaft gelebt wo es eben Bestandteil des Sprachgebrauchs war.
Tja siehste und wir in 2021 sind soweit aktuell es "das N-Wort" zu nennen und haben es hoffentlich in einem Jahrzehnt komplett aus dem sprachlichen Gedächtnis vergessen. Denn auch wenn es dein Opa nicht böse gemeint hat, der Begriff ist abwertend assoziiert mit Jahrhunderten der Unterdrückung und Ausbeutung und wenn man seinen Mitmenschen einen kleinen Gefallen tun kann indem man seinen Sprachgebrauch minimalst anpasst, dann ist das für den Einzelnen eine Kleinigkeit, für die Gesellschaft insgesamt aber ein deutlicher Fortschritt.

Wie kommts, dass wir uns als christliches Land bezeichnen, immer darauf verweisen, dass wir ja eine Kultur auf christlichen Werten aufgebaut hätten, aber "Liebe deinen Nächsten" immer Einschränken weil irgendwelche Spacken darauf bestehen *** sagen zu dürfen...
Es bringt auch niemanden um Schokokuss zu sagen anstatt was anders, wenn man dazu kognitiv nicht in der Lage ist, dann hat man ganz ganz andere Probleme im Leben. Und man könnte sich mal überlegen woher Kartoffel & Alman kommen... für die doofen unter uns, Jahrzehntelanger institutioneller- & Alltagsrassismus z.b. durch rassistische Sprache haben Ihren Beitrag dazu geleistet.
 
Echt ... als ob es keine anderen Probleme gäbe als so ein Kindergarten-Kram.
Sprachlich manifestierter Alltagsrassismus. Echt ma, wo kommen wir denn hin, wenn wir den ausklammern täten.

und @Don-71: Ich warte noch auf eine Antwort... Aber keine Antwort bzw Nebelkerzen sind auch eine Antwort. :P

Man darf jetzt fragen ob das besser ist
Hoffgang beschrieb dir damit das Ursache-Wirkungs-Prinzip und hat nicht bewertet, was besser oder schlechter sei.
 
Man darf jetzt fragen ob das besser ist
Muss man nicht, es ist nicht besser, aber es ist das alte Prinzip von Aktion und Reaktion.

Behandle eine soziale Gruppe nur lange genug schlecht und Sie wird eigene Werte & Normen entwickeln und das was besteht ablehnen. Beispiel dafür ist einerseits Kartoffel & Alman, andererseits z.b. Altparteien und Lügen-/ Systempresse bei der AfD.
(Frag mal den lispelnden Soziologie Prof wenns den noch gibt (der ist super nett, aber ab Reihe 3 verstehste den halt nichtmehr.))

Und wenn du willst, das sich das ändert, man aber an seiner eigenen Aktion keine Änderung vornehmen will, sondern nur die Reaktion der anderen verändert / verändert haben möchte, dann wird das eben schwierig.
Wenn wir weiterhin rassistische Alltagssprache verwenden, dann werden wir weiterhin Kartoffel genannt.
Wenn wir weiterhin ein Ost-West Gefälle im Land haben, die soziale Schere immer weiter aufgeht, wir ganzen Landstrichen keine Perspektive bieten können, dann werden wir weiterhin kackbraune im Bundestag bzw. in Landtagen haben
 
Btw. mein Opa (95 Jahre alt) sagt sogar noch das N-Wort zu Leuten mit dunkler Hautfarbe. Und nein er meint es nicht böse, aber er hat halt den Großteil seines Lebens in einer Gesellschaft gelebt wo es eben Bestandteil des Sprachgebrauchs war.
Meine Großeltern waren auch Rassisten, auch wenn sie das ja nicht böse gemeint haben.
Muss man das aber weiter vererben oder wäre es nicht besser, wenn wir uns eine Sprache erarbeiten. die sowas nicht mehr zulässt?
 
Meine Großeltern waren auch Rassisten, auch wenn sie das ja nicht böse gemeint haben.
Muss man das aber weiter vererben oder wäre es nicht besser, wenn wir uns eine Sprache erarbeiten. die sowas nicht mehr zulässt?
Mein Opa ist kein Rassist, wie kommst du darauf? Er sagt halt einfach statt "Schwarzer" oder "Farbiger" das N-Wort, weil es halt über 70 Jahre in seinem Leben so von der Gesellschaft genutzt wurde. Daran ändern die restlichen 25 Jahre auch nichts.
Siehst du genau das ist das Problem, dass man Leute irgendeine Gesinnung unterstellt, nur weil sie sich auf bsetimmte Art und Weise ausdrücken.

Der Lehmann wird auch kein Rassist sein, der hat in einem internationalen Business gearbeitet. Das wär vorher schon aufgefallen wenn er tatsächlich abwertend gegenüber Menschen anderer Ethnien wär. Der hat sich halt mal ungeschickt ausgedrückt. Und Tratsch hinter dem eigenen Rücken gibts in jeder Firma.

Trotzdem sollte man da imho keinen Elefanten aus ner Mücke machen. Manche bemessen den ganzen hier einfach viel zu viel Gewicht.
 
Muss man das aber weiter vererben oder wäre es nicht besser, wenn wir uns eine Sprache erarbeiten. die sowas nicht mehr zulässt?
Brauchst du nicht, wir müssen nur alle auf klingonisch umlernen. Da gibt es, meines wissen, nur "P`tach" um jemanden zu beschimpfen. :P
Wie kommts, dass wir uns als christliches Land bezeichnen, immer darauf verweisen, dass wir ja eine Kultur auf christlichen Werten aufgebaut hätten, aber "Liebe deinen Nächsten" immer Einschränken weil irgendwelche Spacken darauf bestehen *************** sagen zu dürfen...
Nur so als einwurf, welche christlichen werte meinst du? Das man die andere wange hin halten soll, wenn man geschlagen wurde oder beziehst du dich eher auf die kreuzzüge, sklaverei, allgemeine vernichtung (ohne gnade gegenüber frauen und kindern) und neuerdings auch kindesmißbrauch? Wenn letzteres der fall ist, darfst du auch gerne das N-wort weiter benutzen. :nene:
 
Mein Opa ist kein Rassist, wie kommst du darauf? Er sagt halt einfach statt "Schwarzer" oder "Farbiger" das N-Wort, weil es halt über 70 Jahre in seinem Leben so von der Gesellschaft genutzt wurde. Daran ändern die restlichen 25 Jahre auch nichts.
Ja, genau, kein Rassist.
Meine Großeltern waren auch so. Nette, ältere Leute, immer freundlich.
Aber ich hab da mal aufn Zahn gefühlt und am ende kam heraus, dass sie Anhänger von Hitler waren, Schwarze keine richtigen Menschen sind, usw. Aber klar -- keine Rassisten.
Nur haben sie das halt nicht in die Öffentlichkeit getragen.
 
Der Lehmann wird auch kein Rassist sein, der hat in einem internationalen Business gearbeitet. Das wär vorher schon aufgefallen wenn er tatsächlich abwertend gegenüber Menschen anderer Ethnien wär. Der hat sich halt mal ungeschickt ausgedrückt. Und Tratsch hinter dem eigenen Rücken gibts in jeder Firma.
Ja und wer Hunde liebt kann ja kein schlechter Mensch sein. #BlondieNarrativ.

Ungeschickt ausgedrückt? Als jemand der seine ganze Karriere gesehen hat, wie farbige Mitspieler rassistisch beleidigt wurden? Der als Nationalspieler an Kampagnen gegen Rassismus mitgewirkt hat?
Aber solange es Dritte gibt, die einem "Erklärungen" präsentieren wie: " er hat international gearbeitet" kommen Arschgeigen offensichtlich mit allem durch.


Nur so als einwurf, welche christlichen werte meinst du? Das man die andere wange hin halten soll, wenn man geschlagen wurde oder beziehst du dich eher auf die kreuzzüge, sklaverei, allgemeine vernichtung (ohne gnade gegenüber frauen und kindern) und neuerdings auch kindesmißbrauch? Wenn letzteres der fall ist, darfst du auch gerne das N-wort weiter benutzen. :nene:
Bitte Kirche und Religion trennen. Die Werte der Kirche(n) stehen nicht immer im Einklang mit der Lehre der Religion als solche, alleine die Ausprägungen im Christentum (Siehe Christentum in den USA vs. Europa) zeigen das deutlich.

Die Werte an denen wir uns eigentlich orientieren sollten sind die 10 Gebote & die Bergpredigt, wobei letztere was Werte & Normen angeht gerade für heutige Belange deutliche Aussagen trifft. Dass die Religion mittlerweile nach 2000 Jahren des Machtmissbrauchs von den überlieferten Idealen abgekommen ist, ist kein Grund sich als Christ zu präsentieren, aber dennoch nicht entsprechend zu handeln.

Wenn du anführen willst, dass es Missbrauch in der Kirche gibt und deshalb die christliche Lehre keinen Sinn ergeben würde, dann liegst du komplett falsch.

Die Merheit sind immer noch keine Rassisten, genauso wie Frauen nicht weniger sexisitisch sind als Männer usw.. Das Bild kannst du jemand anderen verkaufen.
Wenn die Mehrheit Sprache benutzt, die andere (Minderheiten) abwertet, dann mag man sich selbst nicht als Rassisten bewerten, handelt aber entsprechend. Dass du versuchst Sexismus gegenüber Frauen zu relativieren, wo dich die deutliche Mehrzahl der sexistischen Handlungen an Frauen begangen wird - keine weitere Diskussion notwendig.
Der Begriff „Sexismus“ ist klar definiert. Er beschreibt eine auf das Geschlecht bezogene Diskriminierung. Diese Definition wird im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und in der Forschung verwendet.
Es sollte wirklich jedem klar sein, dass sexistische Frauen existieren, aber in der derzeitigen Verhältnislage nicht das wesentliche Problem darstellen... Sobald Männer im gleichen Maße aufgrund Ihres Geschlechtes diskriminiert werden, dann kann man diesen Punkt aufgreifen. Vorher klingt das nach nem Statement für den Stammtisch in der Provinz hinterm Berg.
 
Männer werden nur anders diskriminiert von Frauen. Dein Gerede was größtenteil aus erfundenen Beschreibungen besteht, ist nicht besser als das Stammtisch Gerede hinterm Berg, nur ausgeschmückter. Lass einfach deine Unterstellungen, andere Leute als Rassisten zu bezeichnen wenn diese keine sind.

Die letzte Instanz bildet auch nicht Deutschland ab.
 
Männer werden nur anders diskriminiert von Frauen. Dein Gerede was größtenteil aus erfundenen Beschreibungen besteht, ist nicht besser als das Stammtisch Gerede hinterm Berg, nur ausgeschmückter. Lass einfach deine Unterstellungen, andere Leute als Rassisten zu bezeichnen wenn diese keine sind.

Die letzte Instanz bildet auch nicht Deutschland ab.
Der letzte Satz zeigt, wie du nichts verstanden hast. Richtig, man kann kleinlich sein und sagen, die letzte Instanz ist nicht repräsentativ für jeden einzelnen Bürger.
Aber sie ist repräsentativ für die gesellschaftlichen Strukturen in diesem Land, Strukturen die institutionellen Rassismus dulden und davon profitieren. Angeblich gibts keine Rassisten hier, trotzdem werden Minderheiten jeden einzelnen Tag beleidigt, angegriffen und verunglimpft. Wie passt das zusammen? Und wieso gibts den Gottverdammten Reflex bei sowas immer, aber auch wirklich immer zu sagen "nicht alle Deutschen". Dass ist derselbe Bullshit wie "nicht alle Männer".

Wenn der überwiegende Teil dieses Landes (wovon ich ausgehe) keine Rassisten sind, dann sollte dieser Teil doch auch absolut kein Problem damit haben Anpassungen, z.b. im allgemeinen Sprachgebrauch, vorzunehmen, welcher denjenigen, die tatsächlich Opfer von Rassismus sind, entgegenkommt.

Die Tatsache, dass es Personen gibt, die keine Rassisten sind, ist ebenso wie die Tatsache, dass es Männer gibt die keine Sexisten sind weder hilfreich beim Problem Rassismus / Sexismus, es ist im Gegenteil nur ein Scheinargument um vom eigentlichen Problem, der strukturellen Verankerung in unserer Gesellschaft abzulenken.

Du magst kein Rassist sein. Toll, lobenswert, du hast die Mindestanforderungen an den Menschen erfüllt. Dann hast du ja auch kein Problem damit auf rassistische Begriffe zu verzichten sobald du feststellst, dass es Menschen gibt die sich durch diese Begriffe bedroht und angegriffen fühlen.

@Albatros1
Deswegen legt man auch die Bergpredigt gegen.
Immer dran denken,10 Gebote, Altes Testament, vor Christus. Bergpredigt, Christus, neues Testament, Religionsstifter. Du kannst die 10 Gebote nicht ohne die Auslegungen von Jesus bewerten.

Fasst das ganz gut zusammen (also für Einsteiger).
 
Zuletzt bearbeitet:
Angeblich gibts keine Rassisten hier, trotzdem werden Minderheiten jeden einzelnen Tag beleidigt, angegriffen und verunglimpft.

Doch es gibt hier Rassisten und zwar schwarze Rassisten, syrische Rassisten, deutsche Rassisten, arabische Rassisten usw. keiner hat gesagt es gibt keine Rassisten. Das ist aber nicht von unserer Struktur geprägt.

Dann hast du ja auch kein Problem damit auf rassistische Begriffe zu verzichten sobald du feststellst, dass es Menschen gibt die sich durch diese Begriffe bedroht und angegriffen fühlen.

Ich benutze keine rassistischen Begrife, das erwarte ich aber von jedem. Das erwarte ich auch, von aus nicht Deutschland stämmigen. Rede aber nicht von deiner Hautfarbe wenn du nicht rasisstisch angegangen werden willst. Weil deine Merkmale werden positiv als auch negativ aufgefasst, das ist einfach so. Ein Zwischending ist da nicht möglich, dann kann man in der Gesellschaft nicht mitmachen. Der gemeinsame Nenner ist der Respekt. Man kann sich da nicht die Rosinen raus picken und sagen ich haben nen schönen Teint aber kein andere darf das zum Thema machen.

Das wird nie so sein.
 
Wer aber hat die Deutungshoheit?
Ich denke die ist nicht notwendig.
Wir haben alle eine Vorstellung davon, was geeignete Begriffe sind um einander zu beschreiben und welche Begriffe wir verwenden, um anderen verbal zu schaden. Jetzt mal durch die negativen Begriffe durchzugehen und zu schauen welche mit Rassismus konnotiert sind erfordert jetzt keinen Doktortitel.

Oder hast du Angst, dadurch könnten auch andere Begrifflichkeiten "verboten" werden?
Wie im anderen Thread schon erwähnt, Idiot hat eine Verbindung zurr Nazizteit, Arschgeige nicht, außerdem ist letzteres niedlicher. Keine Sorge, wir werden schon passende Begriffe finden um uns nach wie vor beleidigen zu können.
 
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