Aogo und Lehmann, Identitätspolitik und Cancel Cultur "at it's best"

Ich finde es viel erschreckender, dass wir schon soweit sind, dass man da eine Abstufung im Sinne von weniger schlimm einzuziehen versucht.
Also du findest unser ganzes Rechtssystem schlimm?
Jemand der nen Stück Obst klaut soll also auch so bestraft werden wie jemand der ein Auto klaut?
Jemand der einen anderen eine Backpfeife gibt soll auch so bestraft werden wie jemand der mit dem Messer zusticht?

Abstufungen MÜSSEN immer gemacht werden.
 
Dir ist schon der Unterschied zwischen dem N-Wort und Schwarzer klar?
Erkläre mir bitte zwei Dnge:
1. Den Unterschied bei der Bedeutung von "Quotenschwarzer" zu "Quotenneger".
2. Was es nun mit deiner CC bzgl Lisa Eckhart auf sich hat.

Also du findest unser ganzes Rechtssystem schlimm?
...
Abstufungen MÜSSEN immer gemacht werden.
Wenn wegen einer besonderen "Schwere der Schuld" am Ende "Lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung" für im direkten Vergleich nicht Deckungsgleiche aber eben so schwer wiegende Taten vergeben wird, dann ist's für mich einerlei.

Und auch an dich: Erkläre mir bitte, wo du den Unterschied bei der Bedeutung von "Quotenschwarzer" zu "Quotenneger" siehst.
 
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Was ich nicht verstehe ist, warum aogo und palmer ihre jobs abgeben müssen.
Bei lehmann kann ichs nachvollziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und auch an dich: Erkläre mir bitte, wo du den Unterschied bei der Bedeutung von "Quotenschwarzer" zu "Quotenneger" siehst.
*** sagt man nicht, Schwarz ist die Selbstbezeichnung dieser ethischen Gruppe.
Wenn ich bei meinen Freunden bin, bin ich der Quotennerd. Meine Mun der Quotenossi etc

Das ist in aller Regel nett und Scherzhaft gemeint.
Lehmann nennt Aogo einen quotenneger und schickt ihm das auch noch.
Nochmal:
Das ist nicht wahr, sind wir jetzt auf AfD Niveau angekommen?
 
Das ist in aller Regel nett und Scherzhaft gemeint.
Und da sind wir beim Punkt: Du als Weißer definierst, was ein Mensch mit dunkler Hautfarbe als Spass und was als Ernst betrachten sollte.

Solange du das nicht für dich realisierst und als gegeben anerkennst, ist eine Diskussion mit dir über die Schwere dessen, was sich Lehmann und in der Folge Palmer geleistet haben, vollkommen für die Katz.
 
Nochmal:
Das ist nicht wahr, sind wir jetzt auf AfD Niveau angekommen?
Ja ich habe mir das jetz angeschaut und die Medien versuchen das anders darzustellen als es war.


Da kann man es sich anschaun. Ist eigentlich halb so wild.
 
Und da sind wir beim Punkt: Du als Weißer definierst, was ein Mensch mit dunkler Hautfarbe als Spass und was als Ernst betrachten sollte.
Ich bin so fucking weiß, dass ich ständig gefragt werde woher ich denn komme. (das hat eigentlich nur beim Bund keiner gemacht, da war allen die Hautfarbe egal)
Hatte gestern erst ein Date und wurde gefragt wo ich denn her komme.

Richtig ich hab keine Ahnung wie das ist.
 
Palmer dreht und wendet sich gerade wie ein Aal in Salz.
Ne, der meinte das sarkastisch. Man hat nur die Beiträge gelöscht und man siehts nicht mehr.
Palmer referiert über cancel culture und Twittermob und tritt damit cancel culture und twittermob turbo los.
Total affig. Und Medien drehen alles komplett um.
Man muss die twitterkommentare lesen, dann ist es sogar lustig.
Lehmen muss weg ok, Aogo und Palmer versteh ich nicht.
Bis zum vergasen trainiert, was soll daran schlimm sein, glaube Aogo hat gekündigt weil er die Lehmann Nachricht veröffentlicht hat, die wohl mit "Quoten Schwarzer" und Smiley nicht als Rassismus gemeint war. Schlechtes Gewissen undso.

Kannte den Palmer als Nazi, aber die Erklärung kommt gut.
@Sprachjakobinat
Ich habe gestern mit Jens Lehmann auch Dennis Aogo in Schutz genommen. Sein Satz, „Trainieren bis zur Vergasung“ müsste mit einer Entschuldigung erledigt sein und darf nicht dazu führen, dass er vom Bildschirm verschwinden muss. Geendet habe ich mit dem Satz: „Ich will nicht in einem solchen Sprachjakobinat leben.“
Ein Mitglied der grünen Jugend, das mir seit vielen Jahren identitätspolitische Rassismusvorwürfe macht, schrieb daraufhin:
„Na mal wieder Rassismus relativieren?“
Die Struktur dieses Vorwurfs habe ich in meiner Antwort aufgegriffen und durch das Stilmittel der Ironie ins Groteske überzeichnet.
Meine Kritik am Auftrittsverbot von Aogo und Lehmann mit Rassismus in Verbindung zu bringen, ist so absurd, wie Dennis Aogo zu einem „schlimmen Rassisten“ zu erklären, weil ihm im Internet rassistische Aussagen in den Mund gelegt werden. Der Satz mit dem N-Wort ist nachweisbar ein wörtliches Zitat.
Ich habe also einen absurden Rassismusvorwurf soweit ins Groteske gesteigert, dass unmittelbar ersichtlich sein sollte, wie abwegig das ist.
Seither wird mit Screenshots im Internet und Anrufen bei Journalisten ein klassischer Shitstorm inszeniert. Der Sinn des Satzes wird bewusst in sein Gegenteil verkehrt, indem der Kontext herausgeschnitten wird. Es soll der toxische Eindruck erweckt werden, ich sei der Urheber des Satzes mit dem N-Wort und also ein Rassist. Die moralische Empörung erhält so freien Lauf. Rassismusvorwürfe und Parteiausschlussforderungen stapeln sich. Lars Klingbeil fragt nach einer Stellungnahme der Partei. Heute solle sich die Bundesparteispitze äußern. Wie bitte? Zu einem satirischen Streit zwischen zwei Parteimitgliedern irgendwo in den Tiefen des Internet muss die Bundespartei Stellung nehmen?
Warum solche Versuche, durch Denunziation Personen vom öffentlichen Diskurs auszuschließen die offene Gesellschaft und die freie Debattenkultur massiv bedrohen, haben mittlerweile 90 Grüne in einem Aufruf gegen identitären Fundamentalismus gut erklärt. Zur Lektüre angesichts der aktuell gehäuften Vorfälle (Justin Biebers Dreadlocks, Lehman, Aogo und nun mal wieder ich) dringend empfohlen:
PS: Heute wäre mein Vater 91 Jahre alt geworden. Mir wurde als Kind vorgehalten, man habe nur vergessen, ihn zu vergasen. Ich könnte also leicht den Stab über Aogo brechen. Mir ist aber völlig klar, dass er lediglich unbedacht eine Formulierung benutzt hat, die als Redewendung bei vielen Deutschen im Kopf existiert. Deshalb verteidige ich ihn gegen die moralisierenden Angriffe, denen er ausgesetzt ist.
 
Welcome to the Internet, welches gerne und oft als überdimensioniertes Taschentuch für cui-bono-gefappe und noch schlimmerer Ersatz für Bunte und Co. missbraucht wird...
Vielleicht sollte man den Saftladen mal - aus rein wissenschaftlichen Interesse - für einen Monat abstellen, um zu sehen was mit den Menschen passiert.
 
Palmer hat sich einfach dumm verhalten. Parteiausschluß fände ich aber auch überzogen.
Der provoziert halt gerne. Aber rechts ist er nicht.
 
Palmer hat sich einfach dumm verhalten. Parteiausschluß fände ich aber auch überzogen.
Der provoziert halt gerne. Aber rechts ist er nicht.
Der Palmer ist einfach ein emotionaler Mensch und hat halt eine kürzere "Lunte" als Andere.
Man konnte am Freitag - Abend klar erkennen, das ihm nach seinem Cancel Culture Post und der Reaktion gepaart mit voller Provokation des Herrn Danzl, Rassismus zu relativieren (es gibt zwischen den Beiden wohl eine längere Vorgeschichte), einfach die Gäule durchgegangen sind. (Punkt)

Dabei ist er geschmacklos vorgegangen und über das Ziel hinaus geschossen, aber das war ihm wohl in dem Moment egal. Nichts desto trotz, weiss er was solche Äußerungen für Konsequenzen nach sich ziehen können und er ist praktisch in die Falle getappt, die aufgestellt wurde, wie man an den Reaktionen sehen kann. Erhat halt nicht nur Freunde.

Das wichtige an der ganzen Situation zu verstehen ist, das es hier praktisch zwei Ebenen gibt, einmal der Fall Lehmann vs. Aogo und Palmer vs. Danzl. Der Palmer hat hier halt den Fehler gemacht beides mit seinem Post "gegen" Danzl zu vermischen, mit dem Zitat und daraus wird jetzt der Strick gedreht oder der Bohei gemacht.
 
Dabei ist er geschmacklos vorgegangen und über das Ziel hinaus geschossen, aber das war ihm wohl in dem Moment egal. Nichts desto trotz, weiss er was solche Äußerungen für Konsequenzen nach sich ziehen können und er ist praktisch in die Falle getappt, die aufgestellt wurde, wie man an den Reaktionen sehen kann. Erhat halt nicht nur Freunde.

Welche Falle?
Es gibt zig Antworten auf die Frage ob er wieder Rassismus relativiere, die absolut schlecht möglichste dazu war, unbewiesene Vorwürfe gegen Aogo in rassistischer Form vorzubringen.
Zudem behauptest du wieder Dinge die Palmer selbst anders darstellt. Er war nicht emotional aufgebracht, er hat sowohl in seiner Entschuldigung, als auch bei Bild angegeben zu wissen was er getan hat.

Das war der Sinn meines ironischen Kommentars: Wenn man unbedingt will, kann man jedem einen Rassismus-Vorwurf machen – egal wie konstruiert der Vorwurf ist und ob er auf echten Tatsachen beruht oder nicht.

Also hör bitte auf den Mann mit falschen Behauptungen in Schutz zu nehmen, er hat mehrfach in verschiedenen Medien die Aussage getätigt, die Antwort auf den Danzl Post bei vollem Bewusstsein des Ausmaßes der Reaktion zu verfassen. Das kann man nicht einfach als "da sind ihm die Gäule durchgegangen" schön reden oder zu sagen "ja mei, er ist halt ein emotionaler Mensch".

Palmer hat auch keinen unabsichtlichen Fehler gemacht indem er die beiden Ebenen vermischt hat, laut seiner Aussage war das seine Absicht bei der Aktion. Und das kannst du schlecht in Abrede stellen, denn Palmer selbst hat das auf Facebook geschrieben...

Also entweder ist Palmer hier einer durchgegangen und er hat im Anschluss in seiner Entschuldigung Dinge behauptet die nicht stimmen um den Fokus weg von seinem Fauxpass hin zu seinem eigentlichen Thema zu lenken - was für einen OB reichlich kindisch wirkt, oder er hat das, wie von ihm beschrieben, bewusst so durchgezogen, dann aber halt leider die Behauptung der verschwundenen Dame nicht geprüft, die Widersprüche dazu (Unterschiedliche Aussagen von Palmer bei FB und Bild zum selben Sachverhalt) hab ich Dir ja schon erklärt.

Egal wie: Das ist ne glatte 6- von Boris Palmer, keine Begründung wird auch nur im Ansatz der Verantwortung gerecht die er - nicht nur als Mitglied der Grünen - als öffentliche Person trägt und ja auch tragen will, schließlich ist er freiwillig OB.
 
Einer der Gründe warum unsere Kultur von anderen verdrängt werden wird. Man ist mittlerweile soweit gekommen, dass man sich wegen solcher Nebensächlichkeiten aufregt.
Mein Gott als ob jetzt "Quotenschwarzer" so ein schlimmes Wort wär. Demnach müsste "Alter weißer Mann" also auch dazu führen, dass man seinen Job verliert? Oder "Kartoffel", oder "Alman",... Achso, nicht? Seltsam...
Btw. mein Opa (95 Jahre alt) sagt sogar noch das N-Wort zu Leuten mit dunkler Hautfarbe. Und nein er meint es nicht böse, aber er hat halt den Großteil seines Lebens in einer Gesellschaft gelebt wo es eben Bestandteil des Sprachgebrauchs war. Und nein das Wort wurde nicht nach 1945 abgeschafft, das wurde noch ganz normal bis in die späten 80er verwendet. Und ob man nun zum Schokokuss "N...kuss" sage, davon kommt auch keiner um.

Echt ... als ob es keine anderen Probleme gäbe als so ein Kindergarten-Kram.
 
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