anthropogener Klimawandel

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Die Geländewagen haben auch schon zu meiner Schulzeit die Straßen vor der Schule gesäumt. Mir hat der Regen aber auch nie geschadet, obwohl ich mich als Kind immer beschwert habe, das alle (was natürlich übertrieben war) mit dem Auto gebracht werden ;)
 
Aber die Anzahl der Geländewagen und SUVs hat in den letzten 10 Jahren deutlich zugelegt.
Das siehst du auch schon daran dass immer mehr Hersteller immer mehr Modelle davon in den eigenen Reihen haben.
Ich z.B. fahre mit einem Smart Diesel täglich zur Arbeit.
Der verbraucht rund 3,8 Liter auf 100km. Das ist im Bezug zur Fahrzeuggröße und Gewicht zwar eine Menge -- wie ich finde -- aber eben trotzdem deutlich weniger als wenn ich mit einem großen SUV zur Arbeit fahren würde.
Ich würde mir ja gerne ein Elektroauto kaufen oder Hybrid aber mir sind sie einfach zu teuer.
 
Warum assoziieren alle mit der globalen Erwärmung gleich den Tod der Eisbären? Der Lebensraum ist ohne Eis zwar nicht mehr so groß und die Bestände würden schrumpfen, ein Grund für eine Gefährdung ist er aber nicht. Vielleicht sind die Eisbären aber auch nicht wegen dem kleineren Lebensraum, sondern wegen der massenhaften Tötung ihrer Hauptnahrungsquelle durch den Mensch, unterernährt. :schief:

Der Lebensraum mag größer sein, aber die Ernährung im kritischen Frühjahr/kurz nach der Geburt der Jungen ist auf Meereis-assoziierte Robben angewiesen und die gesamte Tarnung in Schneefreier Landschaft sowieso nicht funktional. Ohne Eis wird der Eisbär zu dem, was er nun einmal ist: Ein Braunbär mit Farbfehler - und entsprechend schlechten Überlebenschancen.
Die Frage ist halt wie gesagt nur: Wieso interessiert er so viele Leute und wieso sind selbst diese Leute dann bereit, sowenig zu tun?


Der Neugierde halber: Wer, von den ganzen "Die böse Wirtschaft zerstört unseren Lebensraum und der Klimawandel uns alle"-Empörer hier, fährt eigentlich konsequent mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln? Ich finde das jedenfalls immer wieder erstaunlich, mit welcher Emphase Leute sich am Klimawandel aufgeilen, aber selbst nicht mal in der Lage sind, ihr Auto in der Garage stehen zu lassen. Hier sieht das doch hoffentlich anders aus, oder?

Hab keine Garage, aber die 6-7 km zur Arbeit radel ich trotzdem. (oder nutze, bei zu schlechtem Wetter, die öffentlichen. Würden die mal angemessene Preise haben, kämen sie auch täglich in Frage)

Meiner Meinung nach wäre die Debatte erheblich glaubwürdiger, wenn deren Protagonisten nicht so verlogen doppelmoralisch wären.

/sign. Leider tendieren Menschen dazu, sich immer nur mit den noch schlimmeren zu vergleichen - solange der Nachbar Auto fährt, ist man als Rollerfahrer schon Öko, fährt man selbst Auto, ist ein kleines super, "muss" man ein großes Auto fahren, kann man sich über den Fahrstil rausreden, rast man "kompensiert" man das indem man das Haus isoliert, ist man überall ineffizient, kann man auf die Industrie schimpfen, ist man industrieller, beklagt man sich über Wettbewerbsnachteile gegenüber den USA und wenn man eine Niederlassung in den USA hat, verweißt man immer noch Stolz auf die Atomkraftwerke, die ja soviel "sauberer" sind, als die Kohledinger der Chinesen. (und die Reden sich damit raus, dass sie pro Kopf doch sooo wenig machen)

Schuld und Handlungsbedarf gibt es immer nur bei den anderen.
(geschrieben an einem 24" CCFL IPS Monitor. Dessen Helligkeit aber auf 30% runtergedreht ist :ugly: in einem Raum, in dem 240 W Glühbirnen installiert sind. Von denen im Moment aber nur 60 W brennen. ;) )


Sowas muss echt nicht sein. Wenn jemand das Auto braucht, um zur Arbeit zu fahren, ist das eben so. Nicht einzusehen ist es jedoch, sich außerhalb ein Häuschen zu bauen, weil es so schön günstig ist, und sich dann vom Staat die Fahrt zur Arbeit vergünstigen zu lassen.

triplesign!

Eigene Gewächshäuser sind natürlich Unsinn. Dennoch sollte die Frage erlaubt sein, ob es unbedingt nötig ist, das ganze Jahr etwa Erdbeeren oder Birnen günstig kaufen zu können. Es hat sicherlich noch keinem geschadet, sich danach zu richten, was jahreszeitbedingt zumindest auf dieser Seite des Globus zur Verfügung steht.

Wenn es nur die Jahreszeit wäre. Weintrauben z.B. gabs bis vor kurzem in Deutschland genug. Änderte aber nichts daran, dass die Supermärkte weiterhin auch welche aus Chile im Regal liegen hatten...
Äpfel kann ich aus Israel haben, Zuckerschoten gibt es oftmals nur aus Süd-/Mittelfafrika (obwohl das Zeug eher in Europa heimisch ist und sich gerade auch unter kalten Bedingungen kultivieren lässt!), etc.

Es ist natürlich keiner verpflichtet, sein eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen. Dann sollte man aber auch nicht den Zeigefinger erheben und der pösen, pösen Wirtschaft und Politikern alles in die Schuhe schieben. Es wäre mir nämlich neu, dass die Wirtschaft für sich selbst wirtschaftet. Der Verbraucher steht als mündiges Wesen am Ende der Konsumkette, nicht Frau Merkel, George Bush, Ackermann, Putin oder wer auch immer für das Übel dieser Welt verantwortlich sein soll. Eigenverantwortung ist das Stichwort.

Die Wirtschaft wirtschaftet in ihre eigene Tasche. Es ist aber Aufgabe der Politik, stellvertretend für die Bevölkerung die passenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Und Teile der Bevölkerung sind eben der Meinung, dass Waren, die am anderen Ende der Welt unter miserablen Bedingungen hergestellt und bis zu uns transportiert wurden, hier nicht auch noch halb so teuer sein sollten, weil die Unternehmen die Folgeschäden auf andere abwälzen können.
Außerdem ist die Politik (eigentlich) auch verfplichtet, Henne-Ei-Problematiken zu lösen, in dem sie vorrausschauend die richtigen Weichen stellt. Eine Eisenbahnlinie zwischen zwei Städten kann vom Konsumenten nun einmal nicht angemessen genutzt werden, solange in den Städten der ÖPNV keine bequeme An-/Abreise zum/vom Bahnhof ermöglicht. Und ich kann auch keinen Ökostrom aus der Nordsee angemessen bezahen, solange die hochsubventionierten Atomstromkonzerne, denen die Politiker die Obhut der ehemals staatlich finanzierten Netze übergeben hat, lieber Milliarden Gewinne einsacken, anstatt die nötigen Anschlussleitungen zu bauen.
 
Der Lebensraum mag größer sein, aber die Ernährung im kritischen Frühjahr/kurz nach der Geburt der Jungen ist auf Meereis-assoziierte Robben angewiesen und die gesamte Tarnung in Schneefreier Landschaft sowieso nicht funktional. Ohne Eis wird der Eisbär zu dem, was er nun einmal ist: Ein Braunbär mit Farbfehler - und entsprechend schlechten Überlebenschancen.
Die Frage ist halt wie gesagt nur: Wieso interessiert er so viele Leute und wieso sind selbst diese Leute dann bereit, sowenig zu tun?




Hab keine Garage, aber die 6-7 km zur Arbeit radel ich trotzdem. (oder nutze, bei zu schlechtem Wetter, die öffentlichen. Würden die mal angemessene Preise haben, kämen sie auch täglich in Frage)



/sign. Leider tendieren Menschen dazu, sich immer nur mit den noch schlimmeren zu vergleichen - solange der Nachbar Auto fährt, ist man als Rollerfahrer schon Öko, fährt man selbst Auto, ist ein kleines super, "muss" man ein großes Auto fahren, kann man sich über den Fahrstil rausreden, rast man "kompensiert" man das indem man das Haus isoliert, ist man überall ineffizient, kann man auf die Industrie schimpfen, ist man industrieller, beklagt man sich über Wettbewerbsnachteile gegenüber den USA und wenn man eine Niederlassung in den USA hat, verweißt man immer noch Stolz auf die Atomkraftwerke, die ja soviel "sauberer" sind, als die Kohledinger der Chinesen. (und die Reden sich damit raus, dass sie pro Kopf doch sooo wenig machen)

Schuld und Handlungsbedarf gibt es immer nur bei den anderen.
(geschrieben an einem 24" CCFL IPS Monitor. Dessen Helligkeit aber auf 30% runtergedreht ist :ugly: in einem Raum, in dem 240 W Glühbirnen installiert sind. Von denen im Moment aber nur 60 W brennen. ;) )




triplesign!



Wenn es nur die Jahreszeit wäre. Weintrauben z.B. gabs bis vor kurzem in Deutschland genug. Änderte aber nichts daran, dass die Supermärkte weiterhin auch welche aus Chile im Regal liegen hatten...
Äpfel kann ich aus Israel haben, Zuckerschoten gibt es oftmals nur aus Süd-/Mittelfafrika (obwohl das Zeug eher in Europa heimisch ist und sich gerade auch unter kalten Bedingungen kultivieren lässt!), etc.



Die Wirtschaft wirtschaftet in ihre eigene Tasche. Es ist aber Aufgabe der Politik, stellvertretend für die Bevölkerung die passenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Und Teile der Bevölkerung sind eben der Meinung, dass Waren, die am anderen Ende der Welt unter miserablen Bedingungen hergestellt und bis zu uns transportiert wurden, hier nicht auch noch halb so teuer sein sollten, weil die Unternehmen die Folgeschäden auf andere abwälzen können.
Außerdem ist die Politik (eigentlich) auch verfplichtet, Henne-Ei-Problematiken zu lösen, in dem sie vorrausschauend die richtigen Weichen stellt. Eine Eisenbahnlinie zwischen zwei Städten kann vom Konsumenten nun einmal nicht angemessen genutzt werden, solange in den Städten der ÖPNV keine bequeme An-/Abreise zum/vom Bahnhof ermöglicht. Und ich kann auch keinen Ökostrom aus der Nordsee angemessen bezahen, solange die hochsubventionierten Atomstromkonzerne, denen die Politiker die Obhut der ehemals staatlich finanzierten Netze übergeben hat, lieber Milliarden Gewinne einsacken, anstatt die nötigen Anschlussleitungen zu bauen.

Wenn Du glaubst, dass wir als Verbraucher noch was zu sagen haben, sorry.
 
Der Lebensraum mag größer sein, aber die Ernährung im kritischen Frühjahr/kurz nach der Geburt der Jungen ist auf Meereis-assoziierte Robben angewiesen und die gesamte Tarnung in Schneefreier Landschaft sowieso nicht funktional. Ohne Eis wird der Eisbär zu dem, was er nun einmal ist: Ein Braunbär mit Farbfehler - und entsprechend schlechten Überlebenschancen.
1. Robben sind nicht auf Meereis angewiesen. Siehe die Robben in der Nord- und Ostsee. Es gibt sogar Robben in den Tropen.
2. Gerade im kritischen Frühjahr liegt in diesem Gebiet noch mehr als genug Schnee um die Tarnung wirken zu lassen - wir reden schließlich von den nördlichsten Landmassen überhaupt.
3. Selbst ohne Tarnung sollte es Eisbären problemlos möglich sein einzelne Robben aus großen Kolonien zu fressen. Wenn die Robben aber wie aktuell vom Menschen so stark bejagt werden und die Meere so überfischt sind, dass solche Kolonien sehr selten und klein geworden sind, dann magern auch gut getarnte Eisbären schnell ab (laut Wiki sind sie in den letzten 20 Jahren um durchschnittlich 50kg leichter geworden).

Die Frage ist halt wie gesagt nur: Wieso interessiert er so viele Leute und wieso sind selbst diese Leute dann bereit, sowenig zu tun?
Die Menschen interessieren sich v.a. für süße Jungtiere, die sie aus Zoos kennen (siehe Knut), die ausgewachsenen Raubtiere, die ebenfalls süße Robbenbabys zerfleischen, interessieren die meisten Leute nicht.
 
Das Problem was das alles noch beschleunigt ist die Abholzung der Regenwälder die einen großen Einfluss auf das Weltklima haben.

Greenpeace sagt das so schön:
"..Wälder, wie der Amazonas, saugen das Kohlendioxid aus der Atmosphäre und speichern es in den Bäumen, so schützen sie unser Klima und kompensieren dadurch die menschlich erzeugten Treibhausgase. Durch Abholzung und Rodung der Regenwälder dreht sich die positive Bilanz der grünen Speicher jedoch um. Die Bäume werden immer weniger, die gerodeten Flächen sind geschädigt und zudem durch Folgen des Klimawandels, wie etwa ein Feuer bei Trockenheit, bedroht.."

Quelle:
greenpeace


Und Der Spiegel bestätigt das:
"..Die Pflanzenwelt hat aber nicht nur einen großen Einfluss auf den Niederschlag, sondern auch auf die CO2-Billanz des Landes. Die Bäume des Amazonas speichern nach einem Bericht des WWF 90 bis 140 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid
....
Wenn man alle tropischen Regenwälder der Erde abholzt, würde sich die Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre vermutlich um 25 Prozent erhöhen", sagt der Brasilianische Klimatologe Carlos Alberto Nobre...
"
Quelle:
Folge der Abholzung: Amazonas-Regenwald könnte zur Savanne werden - SPIEGEL ONLINE






Abgesehen davon wandeln die Regenwälder CO2 in Sauerstoff um und sind so wichtig für unsere Atemluft.

"Der Regenwald wandelt viel CO² in Sauerstoff um, vieles davon leisten die Baumriesen. Je größer die Pflanze, desto mehr CO² wird in Sauerstoff umgewandelt. Der Tropische Regenwald ist also unsere größte Sauerstoffquelle, oder: “Die Lunge der Welt ..."

Quelle:
http://regenwald-ist-zukunft.de/

Mfg:
Niza
 
Zuletzt bearbeitet:
Da brauchst du gar nicht bis in den Regenwald zu gehen.
Allein was in unseren Mooren gespeichert ist (oder eben zunehmend nicht mehr), wäre bei restloser Freisetzung eine Katastrophe...
 
Eine Katastrophe wäre ein Meteoriteneinschlag von der Größe des Mondes, ein Gammablitz der die Erde direkt trifft oder eine Supernova in unserer galaktischen Nachbarschaft.

Eine Erhöhung des CO²-Wertes wird die Erde nicht zerstören; es gab im Laufe der Erdgeschichte immer wieder Perioden, in denen das heute in fossilen Brennstoffen gespeicherte CO² freigesetzt war. Ein erhöhter CO²-Wert in der Atmosphäre im Zusammenspiel mit höheren Temperaturen sorgt für verbessertes Pflanzenwachstum, was wiederum den CO²-Wert der Atmosphäre senkt. Ein ewiger Kreislauf, auf den der Mensch so gut wie keinen Einfluss hat (Der Ausbruch eines Supervulkans, wie etwa dem Yellowstone oder die Phlegräischen Felder, setzt mehr CO² und schädliche Klimagase frei als die Menschheit je durch Verbrennen aller fossilen Energieträger freisetzen könnte).

Davon abgesehen befinden wir uns zur Zeit am Ende einer Eiszeit, von daher ist es ganz normal, das die Polkappen abschmelzen. Das ist in der Erdgeschichte des öfteren und ohne menschlichen Einfluss passiert.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dc/Phanerozoic_Climate_Change_(de).png

Meine Meinung ist, das es keinen anthropogenen Klimawandel gibt. Die Menschheit kann viel, aber das Klima verändern kann sie (noch) nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und Der Spiegel bestätigt das:
"..Die Pflanzenwelt hat aber nicht nur einen großen Einfluss auf den Niederschlag, sondern auch auf die CO2-Billanz des Landes. Die Bäume des Amazonas speichern nach einem Bericht des WWF 90 bis 140 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid
....
Wenn man alle tropischen Regenwälder der Erde abholzt, würde sich die Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre vermutlich um 25 Prozent erhöhen", sagt der Brasilianische Klimatologe Carlos Alberto Nobre...
"
Quelle:
Folge der Abholzung: Amazonas-Regenwald könnte zur Savanne werden - SPIEGEL ONLINE

Tja, dann werden halt aus 0,04% -> 0,05% . Als das Leben auf der Erde entstand, hatten wir 10% Kohlendioxidgehalt :devil:
 
Eine Erhöhung des CO²-Wertes wird die Erde nicht zerstören; es gab im Laufe der Erdgeschichte immer wieder Perioden, in denen das heute in fossilen Brennstoffen gespeicherte CO² freigesetzt war.
Ja, aber die Lebensbedingungen waren damals "etwas" anders (und das wär nicht zu Gunsten unserer Spezies).
btw:
Der Mond ist vermutlich durch den Einschlag eines marsgroßen Meteoriten entstanden, auch das kann die Erde "überleben".

Ein erhöhter CO²-Wert in der Atmosphäre im Zusammenspiel mit höheren Temperaturen sorgt für verbessertes Pflanzenwachstum, was wiederum den CO²-Wert der Atmosphäre senkt. Ein ewiger Kreislauf, auf den der Mensch so gut wie keinen Einfluss hat
Ich wusste gar nicht, dass der Mensch keinen Einfluss auf diesen Kreislauf hat obwohl er riesige Waldflächen abholzt. :schief:

(Der Ausbruch eines Supervulkans, wie etwa dem Yellowstone oder die Phlegräischen Felder, setzt mehr CO² und schädliche Klimagase frei als die Menschheit je durch Verbrennen aller fossilen Energieträger freisetzen könnte).
Wenn dem so wäre, dann dürft in der Vergangenheit noch nie ein solcher Vulkan ausgebrochen sein, da sonst noch mindestens so viel CO2 in der Atmosphäre oder in fossilen Energieträgern gespeichert wär. Erdgeschichtlich ist ein Vulkanausbrauch für den CO2-Haushalt nicht sonderlich wichtig.

Davon abgesehen befinden wir uns zur Zeit am Ende einer Eiszeit, von daher ist es ganz normal, das die Polkappen abschmelzen. Das ist in der Erdgeschichte des öfteren und ohne menschlichen Einfluss passiert.
Stimmt, die Frage ist wie schnell normal wäre bzw. wie stark wir es verstärken.

Meine Meinung ist, das es keinen anthropogenen Klimawandel gibt. Die Menschheit kann viel, aber das Klima verändern kann sie (noch) nicht.
Dann nenn bitte Fakten und Quellen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja, dann werden halt aus 0,04% -> 0,05% . Als das Leben auf der Erde entstand, hatten wir 10% Kohlendioxidgehalt :devil:

Als die menschliche Zivilisation entstand und ihre Existenz an die maximale Ausnutzung des (leidlich) funktionierenden Ökosystems band, waren es ~0,28%. Und für mich ist es nicht erst eine "Katastrophe", wenn die Existenz des Lebens insgesamt gefährdert ist.

P.S.: Es dürften merklich mehr als 10% gewesen sein. Immerhin wurden später über 20% in Sauerstoff umgewandelt. Nicht von der 10% Angabe auf Wiki täuschen lassen, die einen deutlich früheren Zeitpunkt beschreibt, als noch sehr viel Wasserdampf zur Verdünnung vorhanden war.
 
Davon abgesehen befinden wir uns zur Zeit am Ende einer Eiszeit, von daher ist es ganz normal, das die Polkappen abschmelzen. Das ist in der Erdgeschichte des öfteren und ohne menschlichen Einfluss passiert.

Aber nicht so schnell.
Solche Dinge passieren innerhalb von 1000 oder mehr Jahren und nicht innerhalb von 50-100 Jahren.
 
Aber nicht so schnell.
Solche Dinge passieren innerhalb von 1000 oder mehr Jahren und nicht innerhalb von 50-100 Jahren.

Dazu gibt es eben viele Theorien, manche sagen CO2 ist Schuld und andere Methan, oder war es was anderes?

Jedenfalls, was nun wirklich dafür verantwortlich ist, ist auch schwer zu sagen. Die Pflanzen wandeln ja CO2 um, sie brauchen es, aber wenn man grosse Flächen Wald und auch Regenwald rodet und dann dort anderes drauf baut das CO2 produziert, dann fehlen diese Pflanzen um das CO2 umzuwandeln.
Natürlich braucht der Mensch Platz zum Wohnen und Arbeiten sowie auch um Gemüse und Obst anzubauen, aber eben, was wirklich dran Schuld ist das lässt sich so einfach nicht herausfinden.
Ausser man würde 2 Gefässe nehmen und in beide einen gleich grossen Eiswürfeln zur selben Zeit reintun das gleichlange und bei gleicher Temperatur war und die beiden Gefässe dann Luftdicht verschliessen. Man füllt nun das eine mit dem CO2 und das andere mit der gleichen Menge Methan, was schneller schmilzt ist eher der verursacher. Aber jetzt gibts wieder ein Widerspruch, um es genau zu vergleichen müsste man den Anteil anpassen, also soviel CO2 nehmen wie es Anteilmässig dem Methan passt was in der Erdatmosphäre vorhanden ist.
 
Diese Woche sind übrigens erste Infos aus dem Workgroup1 (wissenschaftliche Grundlagen) Bericht des kommenden IPCC-Reports geleakt - und zwar die Entwurfsfassung, bevor Politiker all die Fakten rausstreichen durften, die ihnen zu unbequem sind:

Bericht des UN-Weltklimarats: Apokalypse auf Akademisch - taz.de

Fazit:
- ihr hochheiliges (und zu hoch gesetzes) 2-Grad-Ziel wird die Menschheit genau in dem Maße erreichen, wie sie versucht hat, etwas dafür zu tun: Überhaupt nicht
- die bislang erfolgte Erwärmung liegt über den bisherigen Erwartungen (= über den Standardszenarien, die -von Politikern?- so angesetzt wurden, dass die Bemühungen im Bereich Klimaschutz sich relativ zur Wirtschaftsleistung mindestens so stark steigern, wie in den Anfängen)
- das gleiche gilt analog auch für den Meeresspiegelanstieg (+50% gegenüber dem letzten IPCC)
- tauende Permafrostböden und einige andere Landschaften werden im Zuge der Erwärmung mehr Klimagase freisetzen und so die Wirkung der menschlichen Emissionen ver-X-fachen
- Einziger Pluspunkt: Die Verschiebung der Niederschlagsmuster hat sich als weniger stark herausgestellt. Aber die Ausmaße von Wetterextremen nehmen trotzdem zu.


Gratulation an Homo sapiens. Soviel Veränderung haben natürliche Prozesse bislang nur 10.000 mal größeren Zeiträumen hinbekommen.
 
- ihr hochheiliges (und zu hoch gesetzes) 2-Grad-Ziel wird die Menschheit genau in dem Maße erreichen, wie sie versucht hat, etwas dafür zu tun: Überhaupt nicht
Überraschung. :ugly:
Wurde für dieses völlig utopische Ziel eigentlich irgendwas größeres gemacht?

- die bislang erfolgte Erwärmung liegt über den bisherigen Erwartungen (= über den Standardszenarien, die -von Politikern?- so angesetzt wurden, dass die Bemühungen im Bereich Klimaschutz sich relativ zur Wirtschaftsleistung mindestens so stark steigern, wie in den Anfängen)
- das gleiche gilt analog auch für den Meeresspiegelanstieg (+50% gegenüber dem letzten IPCC)
Dass die Politik die Ereignisse schönredet sollte bekannt sein, deshalb sind die Korrekturen nach oben abzusehen gewesen.

- tauende Permafrostböden und einige andere Landschaften werden im Zuge der Erwärmung mehr Klimagase freisetzen und so die Wirkung der menschlichen Emissionen ver-X-fachen
Die Böden setzten im Vergleich zum Menschen schon heute ein vielfaches an fossilem CO2 frei (in dem Bericht geht es um nicht fossiles CO2, dabei bleibt völlig außen vor, dass in anderen Regionen neue Wälder entstehen könnten und ohne großen Einfluss der Menschen auch werden). Die angebenen Werte sind in soweit fraglich, dass es einfach zu viele Rückkopplungen gibt, die man noch nicht ansatzweise überschauen kann. So sind Ozeane CO2-Senken. Wie viel mehr CO2 sie genau speichern, wenn mehr im Wasser gelöst ist, weiß wohl niemand sicher.

- Einziger Pluspunkt: Die Verschiebung der Niederschlagsmuster hat sich als weniger stark herausgestellt. Aber die Ausmaße von Wetterextremen nehmen trotzdem zu.
Trotzdem bleibt die Desertifikation eins der Hauptprobleme der Menschheit.

Soviel Veränderung haben natürliche Prozesse bislang nur 10.000 mal größeren Zeiträumen hinbekommen.
Quelle?

Allgemein:
Ich halte die IPCCC für fragwürdig. Einerseits stehen sie ständig unter dem Druck der Politik, andererseits geht es v.a. um Meteorologie. Sie sammelt aktuelle Messdaten und will aus ihnen auf die nächsten Jahre schließen. Die längerfristige Vergangenheit bleibt nahezu völlig außen vor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Überraschung. :ugly:
Wurde für dieses völlig utopische Ziel eigentlich irgendwas größeres gemacht?

Da "heiße Luft produzieren" eher die gegenteilige Wirkung hat: Meines Wissens nach nicht.

Dass die Politik die Ereignisse schönredet sollte bekannt sein, deshalb sind die Korrekturen nach oben abzusehen gewesen.

Meine Erwartungen wurden sicherlich erfüllt - aber die Mehrheit der Leute, die mir begenen, gerade auch hier im Forum, scheinen das optimistische Standard-Szenario der IPCC-Berichte immer noch als Worst-Case anzusehen und auf "eigentlich tut sich gar nichts" zu hoffen.

Die Böden setzten im Vergleich zum Menschen schon heute ein vielfaches an fossilem CO2 frei (in dem Bericht geht es um nicht fossiles CO2, dabei bleibt völlig außen vor, dass in anderen Regionen neue Wälder entstehen könnten und ohne großen Einfluss der Menschen auch werden).

Mir wären keine nenneswerten Gebiete der Welt, wo es ohne menschliches Einwirken zu großer Netto-Freisetzung von im Boden gespeicherten Klimagasen kommt. Durch Urbarmachung werden natürlich große Mengen freigesetzt (afaik aber nicht ein "vielfaches" der sonstigen Emissionen, als ich vor ein paar Jahren das letzte Mal etwas dazu gelesen habe, waren es ca. 20-25%, die auf den Boden als solches entfielen), aber das zählt bei den anthropogenen Emissionen mit rein.

Die angebenen Werte sind in soweit fraglich, dass es einfach zu viele Rückkopplungen gibt, die man noch nicht ansatzweise überschauen kann. So sind Ozeane CO2-Senken. Wie viel mehr CO2 sie genau speichern, wenn mehr im Wasser gelöst ist, weiß wohl niemand sicher.

Ich weiß nicht, welche Werte du im einzelnen meinst (die von mir angegebene Quelle greift ja nur Bruchstücke aus zugespielten Informationen auf) und ich weiß auch nicht, was du als "nicht sicher" bezeichnest (mehr als 95% gibts eh nicht...). Aber die CO2 Aufnahmefähigkeit der Ozeane ist sehr gut abschätzbar, da sie direkt von bereits seit langem untersuchten bzw. konstanten Parametern abhängt:
Die reine Aufnahme von CO2 ist physikalischer Diffusionsprozess an der Wasseroberfläche und somit über Stoffeigenschaften exakt berechenbar, die Speicherung im Meerwasser selbst ist ein pH-abhängiger chemischer Prozess, der seit Jahrzehnten exakt bekannt ist und die mittelfristige Entfernung aus dem Kohlenstoffkreislauf von (oberem) Ozean und Athmosphäre kann nur über biogene Sedimentation erfolgen. Mit welcher Geschwindigkeit sich wo Sedimente bilden ist ein Aspekt, den die Geowissenschaften ebenfalls schon lange vor größerer Klimaforschung untersucht haben und der Eintrag von organischem Material aus den oberen Wasserschichten in die Tiefsee wurde von Biologen in Zusammenhang mit Nahrungsnetzen ebenso erforscht, wie der Nährstoffgehalt der Ausgangsmaterialien. Die einzigen Informationen, die man zusätzlich noch braucht, um die CO2-Aufnahmerate des Ozeans vorherzusagen, sind etwaige Veränderungen in der Zusammensetzung der sedimentierenden Partikel (das wurde in den letzten 1-2 Jahrzehnten abschließend ermittelt und ist bekannt) und wie sich die Bildungsrate bei steigender Temperatur und CO2-Konzentration verändert.
Letzteres ist in der Tat noch Thema von sehr vielen laufenden Forschungsarbeiten, aber eine Aussage ist diesen allen bereits gemein: Ein saurer, heißerer Ozean wird definitiv nicht mehr CO2 aufnehmen können. Die Frage ist nur noch, wie schnell die Aufnahmerate abnehmen wird.


(Zu) Grobe Abschätzung meinerseits anhand der CO2-Entwicklung der letzten ~0,5 Millionen Jahre, soweit bekannt (die davor könnten wir zeitlich auch gar nicht so genau zuordnen, dass wir wesentlich schnellere Schwankungen zweifelsfrei mit einer Zahl versehen könnten). Vielleicht ein bißchen zu grob, aber auch wenn man ein paar Nullen streicht - verdammt viel zu viel bleibt verdammt viel zu viel. Und in z.B. den letzten 60 Jahren haben wir den CO2 Gehalt der Athmosphäre um ca. 80 ppm gesteigert. Beim "raschen" Temperaturanstieg am Ende der Eiszeit vor 150.000 Jahren hatte die schnellste des Phase des CO2-Anstieges eine vergleichbare Größe - verteilte diese aber über 6.000 Jahre.
Und wir haben gerade erst angefangen. Für das 2 Grad Ziel waren afaik 450 ppm als Maximum gesetzt, also 240 ppm in 150 Jahren. Die Daten des Wostok-Kerns überspannen überhaupt nur einen Bereich von 120 ppm und zwischen Höchst- und Tiefstpunkt liegen um die 30.000 Jahre.
Wenn ich die Meeresspiegelanstiegsangaben aus der Taz (50-100 cm) mit den Szenarien des AR4 vergleiche, entsprechen wir aktuell aber bestenfalls dem Worst-Case Szenario mit 850 - 1100 ppm bis 2100. Das wären Werte, die seit mindestens 100 Millionen, vielleicht auch 300 Millionen Jahren nicht mehr erreicht worden sind und eine Änderungsrate, die -je nach Modell- seit der Existenz von Landpflanzen noch nie oder nur über Zeiträume von mindestens 15-20 Millionen Jahren erreicht wurden.

Allgemein:
Ich halte die IPCCC für fragwürdig. Einerseits stehen sie ständig unter dem Druck der Politik, andererseits geht es v.a. um Meteorologie. Sie sammelt aktuelle Messdaten und will aus ihnen auf die nächsten Jahre schließen. Die längerfristige Vergangenheit bleibt nahezu völlig außen vor.

Der Druck von der Politik ist sicherlich ein Problem - so hinken die Ergebnisse in ihrer Brisanz halt 10-15 Jahre hinter dem Stand der Forschung hinterher und die Vermittlung in den Medien macht es nicht besser. Deswegen hat die ""Theorie"" vom anthropogenen Klimawandel heute beim Wähler in etwa die Akzeptanz erreicht, die sie bei Wissenschaftlern Anfang der 90er hatte.
Aber die Konzentration auf Meteorologie bzw. der anhängenen Klimaforschung (die mit Wetter ja nichts mehr zu tun hat), die ist für WG1 aber durchaus angemessen. Es geht nun einmal um die Projektion von Faktoren, die überhaupt erst seit 200 Jahren, größtenteils aber erst seit 50-100 Jahren existieren. Für diese Zeiträume liegen meteorologische Messergebnisse vor, anhand derer man die Wirkung beurteilen kann - da braucht man sich nicht auf die vergleichsweise ungenauen Proxies der Paläoklimatologen zu Verlassen. Diese finden erst dann Beachtung, wenn es darum geht, mögliche starke Feedbacks und deren Schwellenwerte zu finden. Aber genau diesen Bereich gar nicht erst zu erreichen ist nun einmal das Hauptaugenmerk der Arbeit des IPCC. Schwarz genug sieht die Zukunft auch so schon aus.
 
Mir wären keine nenneswerten Gebiete der Welt, wo es ohne menschliches Einwirken zu großer Netto-Freisetzung von im Boden gespeicherten Klimagasen kommt.
"Boden" zu schreiben war stark vereinfacht. Alles organische C, das sedimentiert wird, kann auch wieder an die Oberfläche treten - nicht nur durch menschliche Bohrungen nach Öl und Gas. Konkret geht es z.B. um Gesteinsaufschlüsse, die auf relativ kleiner Fläche auch mal so viel CO2 abgeben können wie eine kleine Stadt. Soetwas findet man auf der ganzen Erde.

Die reine Aufnahme von CO2 ist physikalischer Diffusionsprozess an der Wasseroberfläche und somit über Stoffeigenschaften exakt berechenbar, die Speicherung im Meerwasser selbst ist ein pH-abhängiger chemischer Prozess, der seit Jahrzehnten exakt bekannt ist und die mittelfristige Entfernung aus dem Kohlenstoffkreislauf von (oberem) Ozean und Athmosphäre kann nur über biogene Sedimentation erfolgen. Mit welcher Geschwindigkeit sich wo Sedimente bilden ist ein Aspekt, den die Geowissenschaften ebenfalls schon lange vor größerer Klimaforschung untersucht haben und der Eintrag von organischem Material aus den oberen Wasserschichten in die Tiefsee wurde von Biologen in Zusammenhang mit Nahrungsnetzen ebenso erforscht, wie der Nährstoffgehalt der Ausgangsmaterialien. Die einzigen Informationen, die man zusätzlich noch braucht, um die CO2-Aufnahmerate des Ozeans vorherzusagen, sind etwaige Veränderungen in der Zusammensetzung der sedimentierenden Partikel (das wurde in den letzten 1-2 Jahrzehnten abschließend ermittelt und ist bekannt) und wie sich die Bildungsrate bei steigender Temperatur und CO2-Konzentration verändert.
Letzteres ist in der Tat noch Thema von sehr vielen laufenden Forschungsarbeiten, aber eine Aussage ist diesen allen bereits gemein: Ein saurer, heißerer Ozean wird definitiv nicht mehr CO2 aufnehmen können. Die Frage ist nur noch, wie schnell die Aufnahmerate abnehmen wird.
Dazu kommt, dass das glöste CO2 ab einer gewissen Tiefe in Kalziumkarbonat umgewandelt wird, was wiederum konzentrations-, pH-, druck- und temperaturabhängig ist. Laut Wiki ist der pH-Wert der Ozeane bei der Steigerung von ~ 300 auf < 400ppm CO2 in der Atmosphäre um ~ 20% weniger gesunken als erwartet. Das ist ja auch nicht die einzige Rückkopplung. Man kann solche kompelxe Vorgänge nicht abschätzen, deshalb kann ich über eine Vorhersage über 300 Jahre aufgrund der Daten von ~ 50 Jahren nur den Kopf schütteln. :ka:

(Zu) Grobe Abschätzung meinerseits anhand der CO2-Entwicklung der letzten ~0,5 Millionen Jahre, soweit bekannt (die davor könnten wir zeitlich auch gar nicht so genau zuordnen, dass wir wesentlich schnellere Schwankungen zweifelsfrei mit einer Zahl versehen könnten). Vielleicht ein bißchen zu grob, aber auch wenn man ein paar Nullen streicht - verdammt viel zu viel bleibt verdammt viel zu viel. Und in z.B. den letzten 60 Jahren haben wir den CO2 Gehalt der Athmosphäre um ca. 80 ppm gesteigert. Beim "raschen" Temperaturanstieg am Ende der Eiszeit vor 150.000 Jahren hatte die schnellste des Phase des CO2-Anstieges eine vergleichbare Größe - verteilte diese aber über 6.000 Jahre.
Das Problem:
Umso weiter man zurück geht desto ungenauer kann man Temp. und CO2 messen. Außerdem kann man keine solchen schnellen Schwankungen mehr feststellen. Persönliche Abschätzungen aufgrund der letzten halbwegs vergleichbaren Situation in der Erdgeschichte sind ungenügend.

Und wir haben gerade erst angefangen. Für das 2 Grad Ziel waren afaik 450 ppm als Maximum gesetzt, also 240 ppm in 150 Jahren. Die Daten des Wostok-Kerns überspannen überhaupt nur einen Bereich von 120 ppm und zwischen Höchst- und Tiefstpunkt liegen um die 30.000 Jahre.
Sicher, dass eine Steigerung um 450ppm gemeint war und nicht 450ppm als Maximalwert? Eine Steigerung um > 100%, die nur in 2K resultieren halte ich für abwegig. Genauso abwegig ist es eine Grenze festzulegen, die nicht ansatzweise einhaltbar ist (vermutlich selbst wenn wir wieder zu Jägern und Sammlern werden würden).

Wenn ich die Meeresspiegelanstiegsangaben aus der Taz (50-100 cm) mit den Szenarien des AR4 vergleiche, entsprechen wir aktuell aber bestenfalls dem Worst-Case Szenario mit 850 - 1100 ppm bis 2100.
Eine fast 400% Steigerung der absoluten CO2-Menge in der Atmosphäre in knapp über 100 Jahren? Das halte ich nun wirklich für unrealistisch.

Aber die Konzentration auf Meteorologie bzw. der anhängenen Klimaforschung (die mit Wetter ja nichts mehr zu tun hat), die ist für WG1 aber durchaus angemessen. Es geht nun einmal um die Projektion von Faktoren, die überhaupt erst seit 200 Jahren, größtenteils aber erst seit 50-100 Jahren existieren. Für diese Zeiträume liegen meteorologische Messergebnisse vor, anhand derer man die Wirkung beurteilen kann - da braucht man sich nicht auf die vergleichsweise ungenauen Proxies der Paläoklimatologen zu Verlassen. Diese finden erst dann Beachtung, wenn es darum geht, mögliche starke Feedbacks und deren Schwellenwerte zu finden. Aber genau diesen Bereich gar nicht erst zu erreichen ist nun einmal das Hauptaugenmerk der Arbeit des IPCC. Schwarz genug sieht die Zukunft auch so schon aus.
Die Frage ist nicht: "Wie stark stieg der CO2-Gehalt in den letzten 50 Jahren und was passiert, wenn er mit gleichbleibender Entwicklung der Menschheit 300 Jahre so weiter steigt?", sondern, "Welchen Anteil daran hat die Menschheit und wie geht es weiter unter Berücksichtigung der Änderungen durch die geänderte Temperatur bzw. CO2-Gehalt? Sind andere Faktoren wichtiger? Wie kann man diese eindämmen?"
 
"Boden" zu schreiben war stark vereinfacht. Alles organische C, das sedimentiert wird, kann auch wieder an die Oberfläche treten - nicht nur durch menschliche Bohrungen nach Öl und Gas. Konkret geht es z.B. um Gesteinsaufschlüsse, die auf relativ kleiner Fläche auch mal so viel CO2 abgeben können wie eine kleine Stadt. Soetwas findet man auf der ganzen Erde.

Aber nicht in plötzlich von sich aus ansteigendem Maße.
Und kleine Städte gibt es sehr, sehr viele auf der Erde.

Dazu kommt, dass das glöste CO2 ab einer gewissen Tiefe in Kalziumkarbonat umgewandelt wird, was wiederum konzentrations-, pH-, druck- und temperaturabhängig ist.

:huh:
Wie schon der Name sagt, kann CO2 im freien Wasser nicht in CaCO3 umgewandelt werden. Es gibt (in jeder Tiefe) das stink normale Gleichgewicht zwischen gelöstem CO2 (wenig), disoziierter Kohlensäure (etwas mehr), Hydrogencarbonat (derzeit der Hauptpunkt) und gelöstem Carbonat vor, wobei die Verhältnisse jeweils mit dem pH-Wert gekoppelt sind (siehe Bjerrum-Plot)
Die Ausfällung zu z.B. Kalziumcarbonat klappt nur, wenn du Kalzium in rauhen Mengen zur Verfügung hast - also nur in Interaktion mit dem Meeresboden, nicht in der freien Wassersäule. Das ist letztlich auch der Prozess, der über Jahrmillionen alzu starke Ansteige der CO2-Konzentration verhindert hat. Problem: Du musst die beiden in Kontakt bringen und die globale Tiefenzirkulation hat eine Umwälzzeit von über 4000 Jahren. Würden wir unsere Emissionen über derartige Zeiträume strecken, hätten wir einen Gleichgewichtszustand. Aber in den Zeiträumen, in denen die Menschheit agiert, ist die Menge des absinkenden (CO2 reichen) und des aufsteigenden (etwas CO2-ärmeren) Wassers aber recht begrenzt. Der größte Teil der Ozeanoberfläche wird auch in 100 Jahren noch von Wasser gebildet, das bereits heute an der Oberfläche ist. Und das kann in diesem Zeitraum nur eine beschränkte Menge CO2 aufnehmen.

Laut Wiki ist der pH-Wert der Ozeane bei der Steigerung von ~ 300 auf < 400ppm CO2 in der Atmosphäre um ~ 20% weniger gesunken als erwartet.

Hast du mal einen Link? Ich finde diese Angabe weder auf der deutschen noch der englischen Wikipedia.

Das ist ja auch nicht die einzige Rückkopplung. Man kann solche kompelxe Vorgänge nicht abschätzen, deshalb kann ich über eine Vorhersage über 300 Jahre aufgrund der Daten von ~ 50 Jahren nur den Kopf schütteln. :ka:

Die Vorhersagen sind quasi immer "unter Vorbehalt noch unbekannter Rückkopplungen". Je weiter man sich vom ist-Zustand entfernt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Faktoren Einfluss nehmen. Das ist aber auch unerheblich für die Handlungskonsequenzen, die man aus den Ergebnissen ziehen sollte, denn Änderungen, die so stark sind, dass wir deren Auswirkungen nur noch grob abschätzen können, sind so oder so verdammt wenig wünschenswert.


Das Problem:
Umso weiter man zurück geht desto ungenauer kann man Temp. und CO2 messen. Außerdem kann man keine solchen schnellen Schwankungen mehr feststellen. Persönliche Abschätzungen aufgrund der letzten halbwegs vergleichbaren Situation in der Erdgeschichte sind ungenügend.

Bohrkernmessungen sind, je nach Qualität, aufs Jahr genau. Die Qualität nimmt mit zunehmendem Alter zwar ab, aber um Jahrhunderte andauernde Abweichungen zu dedektieren, reicht eine Präzision von einigen Jahrzehnten mehr als aus. Und derartige Messungen liegen uns für beinahe eine halbe Millionen Jahre vor. Ich weiß nicht, was für dich "ungenügend" ist - aber mir persönlich reicht die Information, dass unsere ohnehin gnadenlos überstresste Biosphäre auf Zustände zusteuert, die schwerwiegender sind, als die Veränderungen der letzten vier glacialen Zyklen zusammen.

Sicher, dass eine Steigerung um 450ppm gemeint war und nicht 450ppm als Maximalwert?

Natürlich "auf 450 ppm". Allerdings habe ich im nächsten Satz einen Tippfehler: 450 ppm sind natürlich nicht 240, sondern 140 ppm über dem Niveau Mitte des 20. Jhd.


Eine Steigerung um > 100%, die nur in 2K resultieren halte ich für abwegig. Genauso abwegig ist es eine Grenze festzulegen, die nicht ansatzweise einhaltbar ist (vermutlich selbst wenn wir wieder zu Jägern und Sammlern werden würden).

Umm - kein einziges der IPCC-Szenarien sieht eine Rückkehr zu "Jäger und Sammlern" vor. Kein einziges sieht auch nur ein Schrumpfen der Wirtschaft vor. +2K war afaik das B2-Szenario:
B2

The B2 scenarios are of a world more divided, but more ecologically friendly. The B2 scenarios are characterized by:
Continuously increasing population, but at a slower rate than in A2.
Emphasis on local rather than global solutions to economic, social and environmental stability.
Intermediate levels of economic development.
Less rapid and more fragmented technological change than in A1 and B1.

Oder in kurz: Weiteres Wachstum sowohl bei Bevölkerung als auch Lebensstandard, keine großen globalen Aktionen, aber es gibt sich wenigstens jeder bei sich Mühe, alles halbwegs vernünftig zu machen.
Das hätte schon gereicht - aber wieso sollte man sich überhaupt irgendwelche Mühe geben.

Eine fast 400% Steigerung der absoluten CO2-Menge in der Atmosphäre in knapp über 100 Jahren? Das halte ich nun wirklich für unrealistisch.

Tjo. Das mag deine Einschätzung sein.
Aber erstmal sind das nicht "400% in knapp über 100 Jahren", sondern 300% in 300 Jahren und zweitens ist eine Vervierfachung der vorindustriellen 280 ppm = ~580 Gt durchaus realistisch, wenn man 900 Gt C in Form Kohle, 150 Gt in Form von Öl und 105 Gt in normalen und weitere 500 Gt in unkonventionellen (aber zum Teil schon genutzten) Erdgaslagerstätten zur Verfügung hat. Und das beinhaltet noch nicht die >1 Tt in Form von Methandhydraten, an deren Ausbeutung weiterhin geforscht wird oder Emissionen aus veränderter Landnutzung, die -wie bereits erwähnt wurde- einen erheblichen Einfluss haben.
(alle Zahlen aus der englischen Wikipedia)
Technisch machbar sind derartige Werte auf alle Fälle - genauso wie ein 0,5 bis 1 Grad Ziel als technisch machbar galt. Die Frage ist, was die Menschheit von ihren technischen Möglichkeiten auch umsetzt. Und die Antwort darauf war der Anlass für mein jüngstes Wiederaufgreifen dieses Threads...


Die Frage ist nicht: "Wie stark stieg der CO2-Gehalt in den letzten 50 Jahren und was passiert, wenn er mit gleichbleibender Entwicklung der Menschheit 300 Jahre so weiter steigt?", sondern, "Welchen Anteil daran hat die Menschheit

Diese Frage wurde Mitte der 90er bis Mitte der 0er (je nach dem, wie kritisch man ist), beantwortet und stellt sich nicht mehr.

und wie geht es weiter unter Berücksichtigung der Änderungen durch die geänderte Temperatur bzw. CO2-Gehalt?

Die Antwort auf diese Frage findet sich am ehesten in den Entscheidungsprozessen der letzten 50-100 Jahre. Und im Gegensatz zu deiner Formulierung beantwortet sie die Wissenschaft nicht mit einer "gleichbleibenden Entwicklung". Das wäre auch schwachsinnig, denn eine gleichbleibende, exponentielle Entwicklung ist rein materialistisch überhaupt nicht machbar - was aber schon vor 50 Jahren zu genüge behandelt wurde.

Sind andere Faktoren wichtiger? Wie kann man diese eindämmen?"

Die Antwort auf die erste Frage ist Bestandteil des IPCC und lautet jedesmal wieder:
Nicht so wirklich
FCKWs & Co spielen derzeit noch eine gewisse Rolle, aber da hat die Menschheit es ja zum Glück geschafft, etwas gegen zu unternehmen, und Methan ebenfalls. Wendet man die zweite Frage auf Methan an, erhält man aber ohnehin fast die gleichen Antworten, wie für das wichtigere CO2: Weniger Förderung fossiler Brennstoffe, weniger Ausweitung der Intensivlandwirtschaft insbesondere in Urwälder und vor allem weniger Erwärmung.

(falls du der Theorie anhängt, Sonnenfluktuationen wären wichtig: Ebenfalls . Aber das ist eine News aus dem letzten Jahrzehnt)
 
Aber nicht in plötzlich von sich aus ansteigendem Maße.
Doch, durch vermehrte tektonische Aktivität ist das durchaus möglich.

Und kleine Städte gibt es sehr, sehr viele auf der Erde.
Trotzdem geben solche Aufschlüsse mehr CO2 ab. Das würde sich auch teilweise sehr leicht eindämmen lassen. In diesem konkreten Bsp. müsste man nur ~ die Fläche eines Fußballfeldes betonieren und schon würde man sehr viel CO2 im Boden belassen.

Wie schon der Name sagt, kann CO2 im freien Wasser nicht in CaCO3 umgewandelt werden. Es gibt (in jeder Tiefe) das stink normale Gleichgewicht zwischen gelöstem CO2 (wenig), disoziierter Kohlensäure (etwas mehr), Hydrogencarbonat (derzeit der Hauptpunkt) und gelöstem Carbonat vor, wobei die Verhältnisse jeweils mit dem pH-Wert gekoppelt sind (siehe Bjerrum-Plot)
Die Ausfällung zu z.B. Kalziumcarbonat klappt nur, wenn du Kalzium in rauhen Mengen zur Verfügung hast - also nur in Interaktion mit dem Meeresboden, nicht in der freien Wassersäule. Das ist letztlich auch der Prozess, der über Jahrmillionen alzu starke Ansteige der CO2-Konzentration verhindert hat. Problem: Du musst die beiden in Kontakt bringen und die globale Tiefenzirkulation hat eine Umwälzzeit von über 4000 Jahren. Würden wir unsere Emissionen über derartige Zeiträume strecken, hätten wir einen Gleichgewichtszustand. Aber in den Zeiträumen, in denen die Menschheit agiert, ist die Menge des absinkenden (CO2 reichen) und des aufsteigenden (etwas CO2-ärmeren) Wassers aber recht begrenzt. Der größte Teil der Ozeanoberfläche wird auch in 100 Jahren noch von Wasser gebildet, das bereits heute an der Oberfläche ist. Und das kann in diesem Zeitraum nur eine beschränkte Menge CO2 aufnehmen.
Ca ist auch im Wasser gelöst. Wie kommst du auf die 4000 Jahre?

Hast du mal einen Link? Ich finde diese Angabe weder auf der deutschen noch der englischen Wikipedia.
Kohlenstoffsenke
"Durch den vom Menschen verursachten zusätzlichen Ausstoß von Kohlenstoffdioxid aus der Verbrennung fossiler Kohlenstoffvorräte nimmt der CO2-Gehalt der Atmosphäre von ehemals 0,03 % auf nun fast 0,04 % zu. Damit nimmt auch die CO2-Versorgung der Gewässer und Ozeane aus der Luft ungefähr um den Faktor 1,35 zu. Es wird in diesem Zusammenhang eine Versauerung der Meere festgestellt, die demnach 0,13 pH-Einheiten ausmachen müsste. Tatsächlich beobachtet man eine Absenkung um durchschnittlich 0,11 pH-Einheiten."

Die Vorhersagen sind quasi immer "unter Vorbehalt noch unbekannter Rückkopplungen". Je weiter man sich vom ist-Zustand entfernt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Faktoren Einfluss nehmen. Das ist aber auch unerheblich für die Handlungskonsequenzen, die man aus den Ergebnissen ziehen sollte, denn Änderungen, die so stark sind, dass wir deren Auswirkungen nur noch grob abschätzen können, sind so oder so verdammt wenig wünschenswert.
Wünschenswert? Sicher nicht.
Verhinderbar? Sicher nicht.
Verlangsambar? Sicher. Die Frage hier ist wie sehr.

Bohrkernmessungen sind, je nach Qualität, aufs Jahr genau. Die Qualität nimmt mit zunehmendem Alter zwar ab, aber um Jahrhunderte andauernde Abweichungen zu dedektieren, reicht eine Präzision von einigen Jahrzehnten mehr als aus. Und derartige Messungen liegen uns für beinahe eine halbe Millionen Jahre vor. Ich weiß nicht, was für dich "ungenügend" ist - aber mir persönlich reicht die Information, dass unsere ohnehin gnadenlos überstresste Biosphäre auf Zustände zusteuert, die schwerwiegender sind, als die Veränderungen der letzten vier glacialen Zyklen zusammen.
Wenn er nicht schwerwiegender wär, dann hätten die Menschen gar keinen Einfluss auf ihn. Was passieren wird weiß niemad, wir wissen nichtmal ob sich die Erde grundsätzlich ändert, also aus der Zeit der zyklischen Eiszeiten heraussteuert oder nur eine Eiszeit endet und der Mensch etwas eigenes einleitet. Um das zu unterscheiden reicht dieser Zeitraum eben nicht.

Natürlich "auf 450 ppm". Allerdings habe ich im nächsten Satz einen Tippfehler: 450 ppm sind natürlich nicht 240, sondern 140 ppm über dem Niveau Mitte des 20. Jhd.
Als das 2-Grad-Ziel entstand war man schon bei 380-390ppm, damit sind es nur noch 60-70ppm die die Konzentration steigen dürfte. Unrealistischer geht es nicht mehr, wenn man bedenkt, dass die Konzentration ja auch ohne den Menschen steigt und vermutlich auch ohne ihn eher früher als später diesen Wert erreicht.

Das hätte schon gereicht - aber wieso sollte man sich überhaupt irgendwelche Mühe geben.
Ja, so wie aktuell kommt man natürlich zu nichts.

Aber erstmal sind das nicht "400% in knapp über 100 Jahren", sondern 300% in 300 Jahren [...]
Wie kommst du auf die 300 Jahre? Es gehts doch noch um 2100, oder?

und zweitens ist eine Vervierfachung der vorindustriellen 280 ppm = ~580 Gt durchaus realistisch, wenn man 900 Gt C in Form Kohle, 150 Gt in Form von Öl und 105 Gt in normalen und weitere 500 Gt in unkonventionellen (aber zum Teil schon genutzten) Erdgaslagerstätten zur Verfügung hat. Und das beinhaltet noch nicht die >1 Tt in Form von Methandhydraten, an deren Ausbeutung weiterhin geforscht wird oder Emissionen aus veränderter Landnutzung, die -wie bereits erwähnt wurde- einen erheblichen Einfluss haben.
(alle Zahlen aus der englischen Wikipedia)
Technisch machbar sind derartige Werte auf alle Fälle - genauso wie ein 0,5 bis 1 Grad Ziel als technisch machbar galt. Die Frage ist, was die Menschheit von ihren technischen Möglichkeiten auch umsetzt. Und die Antwort darauf war der Anlass für mein jüngstes Wiederaufgreifen dieses Threads...
Du gehst also davon aus, dass alle aktuellen fossilen Brennstoffe genutzt werden?
Das müsste man natürlich durchrechnen, auf wie viel CO2 man dann genau kommt weiß ich nicht, man weiß ja auch noch nichtmal genau wie groß die Vorräte sind. Spontan hätte ich weniger vermutet, wenn man bedenkt, dass ein Großteil der einfach zugänglichen Energieträger schon genutzt wurden.

Diese Frage wurde Mitte der 90er bis Mitte der 0er (je nach dem, wie kritisch man ist), beantwortet und stellt sich nicht mehr.
Ich kenn keine Studie, die belegt, wie groß genau der Anteil des anthropogenen CO2 an der aktuellen Erwärmung ist. Fakt ist, dass CO2 ein Treibhausgas ist und Fakt ist, dass Menschen CO2 erzeugen, wie genau alles zusammenhängt ist fraglich. Außerdem weiß man nicht welche Handlungen wie viel Einfluss haben. Ist das Verbrennen von fossilen Energieträgern schlimmer als das Abholzen von Wäldern? Letteres ist deutlich einfacher zu vermeiden.

Die Antwort auf die erste Frage ist Bestandteil des IPCC und lautet jedesmal wieder:
Nicht so wirklich
FCKWs & Co spielen derzeit noch eine gewisse Rolle, aber da hat die Menschheit es ja zum Glück geschafft, etwas gegen zu unternehmen, und Methan ebenfalls. Wendet man die zweite Frage auf Methan an, erhält man aber ohnehin fast die gleichen Antworten, wie für das wichtigere CO2: Weniger Förderung fossiler Brennstoffe, weniger Ausweitung der Intensivlandwirtschaft insbesondere in Urwälder und vor allem weniger Erwärmung.
Methan ebenfalls? Es ist weniger als CO2, dafür aber auch das stärkere Treibhausgas. ;)
Die Antworten sind nicht gleich. Bei Methan steht die Umstrukturierung der Landwirtschaft deutlich im Vordergrund. Das halte ich auch für den deutlich sinnvolleren Ansatzpunkt.

(falls du der Theorie anhängt, Sonnenfluktuationen wären wichtig: Ebenfalls . Aber das ist eine News aus dem letzten Jahrzehnt)
Nö, das ist klar.
 
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Für weitere Antworten geschlossen.
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