Warum assoziieren alle mit der globalen Erwärmung gleich den Tod der Eisbären? Der Lebensraum ist ohne Eis zwar nicht mehr so groß und die Bestände würden schrumpfen, ein Grund für eine Gefährdung ist er aber nicht. Vielleicht sind die Eisbären aber auch nicht wegen dem kleineren Lebensraum, sondern wegen der massenhaften Tötung ihrer Hauptnahrungsquelle durch den Mensch, unterernährt.![]()
Der Neugierde halber: Wer, von den ganzen "Die böse Wirtschaft zerstört unseren Lebensraum und der Klimawandel uns alle"-Empörer hier, fährt eigentlich konsequent mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln? Ich finde das jedenfalls immer wieder erstaunlich, mit welcher Emphase Leute sich am Klimawandel aufgeilen, aber selbst nicht mal in der Lage sind, ihr Auto in der Garage stehen zu lassen. Hier sieht das doch hoffentlich anders aus, oder?
Meiner Meinung nach wäre die Debatte erheblich glaubwürdiger, wenn deren Protagonisten nicht so verlogen doppelmoralisch wären.
in einem Raum, in dem 240 W Glühbirnen installiert sind. Von denen im Moment aber nur 60 W brennen.
)Sowas muss echt nicht sein. Wenn jemand das Auto braucht, um zur Arbeit zu fahren, ist das eben so. Nicht einzusehen ist es jedoch, sich außerhalb ein Häuschen zu bauen, weil es so schön günstig ist, und sich dann vom Staat die Fahrt zur Arbeit vergünstigen zu lassen.
Eigene Gewächshäuser sind natürlich Unsinn. Dennoch sollte die Frage erlaubt sein, ob es unbedingt nötig ist, das ganze Jahr etwa Erdbeeren oder Birnen günstig kaufen zu können. Es hat sicherlich noch keinem geschadet, sich danach zu richten, was jahreszeitbedingt zumindest auf dieser Seite des Globus zur Verfügung steht.
Es ist natürlich keiner verpflichtet, sein eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen. Dann sollte man aber auch nicht den Zeigefinger erheben und der pösen, pösen Wirtschaft und Politikern alles in die Schuhe schieben. Es wäre mir nämlich neu, dass die Wirtschaft für sich selbst wirtschaftet. Der Verbraucher steht als mündiges Wesen am Ende der Konsumkette, nicht Frau Merkel, George Bush, Ackermann, Putin oder wer auch immer für das Übel dieser Welt verantwortlich sein soll. Eigenverantwortung ist das Stichwort.
Der Lebensraum mag größer sein, aber die Ernährung im kritischen Frühjahr/kurz nach der Geburt der Jungen ist auf Meereis-assoziierte Robben angewiesen und die gesamte Tarnung in Schneefreier Landschaft sowieso nicht funktional. Ohne Eis wird der Eisbär zu dem, was er nun einmal ist: Ein Braunbär mit Farbfehler - und entsprechend schlechten Überlebenschancen.
Die Frage ist halt wie gesagt nur: Wieso interessiert er so viele Leute und wieso sind selbst diese Leute dann bereit, sowenig zu tun?
Hab keine Garage, aber die 6-7 km zur Arbeit radel ich trotzdem. (oder nutze, bei zu schlechtem Wetter, die öffentlichen. Würden die mal angemessene Preise haben, kämen sie auch täglich in Frage)
/sign. Leider tendieren Menschen dazu, sich immer nur mit den noch schlimmeren zu vergleichen - solange der Nachbar Auto fährt, ist man als Rollerfahrer schon Öko, fährt man selbst Auto, ist ein kleines super, "muss" man ein großes Auto fahren, kann man sich über den Fahrstil rausreden, rast man "kompensiert" man das indem man das Haus isoliert, ist man überall ineffizient, kann man auf die Industrie schimpfen, ist man industrieller, beklagt man sich über Wettbewerbsnachteile gegenüber den USA und wenn man eine Niederlassung in den USA hat, verweißt man immer noch Stolz auf die Atomkraftwerke, die ja soviel "sauberer" sind, als die Kohledinger der Chinesen. (und die Reden sich damit raus, dass sie pro Kopf doch sooo wenig machen)
Schuld und Handlungsbedarf gibt es immer nur bei den anderen.
(geschrieben an einem 24" CCFL IPS Monitor. Dessen Helligkeit aber auf 30% runtergedreht istin einem Raum, in dem 240 W Glühbirnen installiert sind. Von denen im Moment aber nur 60 W brennen.
)
triplesign!
Wenn es nur die Jahreszeit wäre. Weintrauben z.B. gabs bis vor kurzem in Deutschland genug. Änderte aber nichts daran, dass die Supermärkte weiterhin auch welche aus Chile im Regal liegen hatten...
Äpfel kann ich aus Israel haben, Zuckerschoten gibt es oftmals nur aus Süd-/Mittelfafrika (obwohl das Zeug eher in Europa heimisch ist und sich gerade auch unter kalten Bedingungen kultivieren lässt!), etc.
Die Wirtschaft wirtschaftet in ihre eigene Tasche. Es ist aber Aufgabe der Politik, stellvertretend für die Bevölkerung die passenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Und Teile der Bevölkerung sind eben der Meinung, dass Waren, die am anderen Ende der Welt unter miserablen Bedingungen hergestellt und bis zu uns transportiert wurden, hier nicht auch noch halb so teuer sein sollten, weil die Unternehmen die Folgeschäden auf andere abwälzen können.
Außerdem ist die Politik (eigentlich) auch verfplichtet, Henne-Ei-Problematiken zu lösen, in dem sie vorrausschauend die richtigen Weichen stellt. Eine Eisenbahnlinie zwischen zwei Städten kann vom Konsumenten nun einmal nicht angemessen genutzt werden, solange in den Städten der ÖPNV keine bequeme An-/Abreise zum/vom Bahnhof ermöglicht. Und ich kann auch keinen Ökostrom aus der Nordsee angemessen bezahen, solange die hochsubventionierten Atomstromkonzerne, denen die Politiker die Obhut der ehemals staatlich finanzierten Netze übergeben hat, lieber Milliarden Gewinne einsacken, anstatt die nötigen Anschlussleitungen zu bauen.
1. Robben sind nicht auf Meereis angewiesen. Siehe die Robben in der Nord- und Ostsee. Es gibt sogar Robben in den Tropen.Der Lebensraum mag größer sein, aber die Ernährung im kritischen Frühjahr/kurz nach der Geburt der Jungen ist auf Meereis-assoziierte Robben angewiesen und die gesamte Tarnung in Schneefreier Landschaft sowieso nicht funktional. Ohne Eis wird der Eisbär zu dem, was er nun einmal ist: Ein Braunbär mit Farbfehler - und entsprechend schlechten Überlebenschancen.
Die Menschen interessieren sich v.a. für süße Jungtiere, die sie aus Zoos kennen (siehe Knut), die ausgewachsenen Raubtiere, die ebenfalls süße Robbenbabys zerfleischen, interessieren die meisten Leute nicht.Die Frage ist halt wie gesagt nur: Wieso interessiert er so viele Leute und wieso sind selbst diese Leute dann bereit, sowenig zu tun?
Und Der Spiegel bestätigt das:
"..Die Pflanzenwelt hat aber nicht nur einen großen Einfluss auf den Niederschlag, sondern auch auf die CO2-Billanz des Landes. Die Bäume des Amazonas speichern nach einem Bericht des WWF 90 bis 140 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid
....
Wenn man alle tropischen Regenwälder der Erde abholzt, würde sich die Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre vermutlich um 25 Prozent erhöhen", sagt der Brasilianische Klimatologe Carlos Alberto Nobre...
"
Quelle:
Folge der Abholzung: Amazonas-Regenwald könnte zur Savanne werden - SPIEGEL ONLINE

Ja, aber die Lebensbedingungen waren damals "etwas" anders (und das wär nicht zu Gunsten unserer Spezies).Eine Erhöhung des CO²-Wertes wird die Erde nicht zerstören; es gab im Laufe der Erdgeschichte immer wieder Perioden, in denen das heute in fossilen Brennstoffen gespeicherte CO² freigesetzt war.
Ich wusste gar nicht, dass der Mensch keinen Einfluss auf diesen Kreislauf hat obwohl er riesige Waldflächen abholzt.Ein erhöhter CO²-Wert in der Atmosphäre im Zusammenspiel mit höheren Temperaturen sorgt für verbessertes Pflanzenwachstum, was wiederum den CO²-Wert der Atmosphäre senkt. Ein ewiger Kreislauf, auf den der Mensch so gut wie keinen Einfluss hat

Wenn dem so wäre, dann dürft in der Vergangenheit noch nie ein solcher Vulkan ausgebrochen sein, da sonst noch mindestens so viel CO2 in der Atmosphäre oder in fossilen Energieträgern gespeichert wär. Erdgeschichtlich ist ein Vulkanausbrauch für den CO2-Haushalt nicht sonderlich wichtig.(Der Ausbruch eines Supervulkans, wie etwa dem Yellowstone oder die Phlegräischen Felder, setzt mehr CO² und schädliche Klimagase frei als die Menschheit je durch Verbrennen aller fossilen Energieträger freisetzen könnte).
Stimmt, die Frage ist wie schnell normal wäre bzw. wie stark wir es verstärken.Davon abgesehen befinden wir uns zur Zeit am Ende einer Eiszeit, von daher ist es ganz normal, das die Polkappen abschmelzen. Das ist in der Erdgeschichte des öfteren und ohne menschlichen Einfluss passiert.
Dann nenn bitte Fakten und Quellen.Meine Meinung ist, das es keinen anthropogenen Klimawandel gibt. Die Menschheit kann viel, aber das Klima verändern kann sie (noch) nicht.

Tja, dann werden halt aus 0,04% -> 0,05% . Als das Leben auf der Erde entstand, hatten wir 10% Kohlendioxidgehalt![]()
Davon abgesehen befinden wir uns zur Zeit am Ende einer Eiszeit, von daher ist es ganz normal, das die Polkappen abschmelzen. Das ist in der Erdgeschichte des öfteren und ohne menschlichen Einfluss passiert.
Aber nicht so schnell.
Solche Dinge passieren innerhalb von 1000 oder mehr Jahren und nicht innerhalb von 50-100 Jahren.
Überraschung.- ihr hochheiliges (und zu hoch gesetzes) 2-Grad-Ziel wird die Menschheit genau in dem Maße erreichen, wie sie versucht hat, etwas dafür zu tun: Überhaupt nicht

Dass die Politik die Ereignisse schönredet sollte bekannt sein, deshalb sind die Korrekturen nach oben abzusehen gewesen.- die bislang erfolgte Erwärmung liegt über den bisherigen Erwartungen (= über den Standardszenarien, die -von Politikern?- so angesetzt wurden, dass die Bemühungen im Bereich Klimaschutz sich relativ zur Wirtschaftsleistung mindestens so stark steigern, wie in den Anfängen)
- das gleiche gilt analog auch für den Meeresspiegelanstieg (+50% gegenüber dem letzten IPCC)
Die Böden setzten im Vergleich zum Menschen schon heute ein vielfaches an fossilem CO2 frei (in dem Bericht geht es um nicht fossiles CO2, dabei bleibt völlig außen vor, dass in anderen Regionen neue Wälder entstehen könnten und ohne großen Einfluss der Menschen auch werden). Die angebenen Werte sind in soweit fraglich, dass es einfach zu viele Rückkopplungen gibt, die man noch nicht ansatzweise überschauen kann. So sind Ozeane CO2-Senken. Wie viel mehr CO2 sie genau speichern, wenn mehr im Wasser gelöst ist, weiß wohl niemand sicher.- tauende Permafrostböden und einige andere Landschaften werden im Zuge der Erwärmung mehr Klimagase freisetzen und so die Wirkung der menschlichen Emissionen ver-X-fachen
Trotzdem bleibt die Desertifikation eins der Hauptprobleme der Menschheit.- Einziger Pluspunkt: Die Verschiebung der Niederschlagsmuster hat sich als weniger stark herausgestellt. Aber die Ausmaße von Wetterextremen nehmen trotzdem zu.
Quelle?Soviel Veränderung haben natürliche Prozesse bislang nur 10.000 mal größeren Zeiträumen hinbekommen.
Überraschung.
Wurde für dieses völlig utopische Ziel eigentlich irgendwas größeres gemacht?
Dass die Politik die Ereignisse schönredet sollte bekannt sein, deshalb sind die Korrekturen nach oben abzusehen gewesen.
Die Böden setzten im Vergleich zum Menschen schon heute ein vielfaches an fossilem CO2 frei (in dem Bericht geht es um nicht fossiles CO2, dabei bleibt völlig außen vor, dass in anderen Regionen neue Wälder entstehen könnten und ohne großen Einfluss der Menschen auch werden).
Die angebenen Werte sind in soweit fraglich, dass es einfach zu viele Rückkopplungen gibt, die man noch nicht ansatzweise überschauen kann. So sind Ozeane CO2-Senken. Wie viel mehr CO2 sie genau speichern, wenn mehr im Wasser gelöst ist, weiß wohl niemand sicher.
Quelle?
Allgemein:
Ich halte die IPCCC für fragwürdig. Einerseits stehen sie ständig unter dem Druck der Politik, andererseits geht es v.a. um Meteorologie. Sie sammelt aktuelle Messdaten und will aus ihnen auf die nächsten Jahre schließen. Die längerfristige Vergangenheit bleibt nahezu völlig außen vor.
"Boden" zu schreiben war stark vereinfacht. Alles organische C, das sedimentiert wird, kann auch wieder an die Oberfläche treten - nicht nur durch menschliche Bohrungen nach Öl und Gas. Konkret geht es z.B. um Gesteinsaufschlüsse, die auf relativ kleiner Fläche auch mal so viel CO2 abgeben können wie eine kleine Stadt. Soetwas findet man auf der ganzen Erde.Mir wären keine nenneswerten Gebiete der Welt, wo es ohne menschliches Einwirken zu großer Netto-Freisetzung von im Boden gespeicherten Klimagasen kommt.
Dazu kommt, dass das glöste CO2 ab einer gewissen Tiefe in Kalziumkarbonat umgewandelt wird, was wiederum konzentrations-, pH-, druck- und temperaturabhängig ist. Laut Wiki ist der pH-Wert der Ozeane bei der Steigerung von ~ 300 auf < 400ppm CO2 in der Atmosphäre um ~ 20% weniger gesunken als erwartet. Das ist ja auch nicht die einzige Rückkopplung. Man kann solche kompelxe Vorgänge nicht abschätzen, deshalb kann ich über eine Vorhersage über 300 Jahre aufgrund der Daten von ~ 50 Jahren nur den Kopf schütteln.Die reine Aufnahme von CO2 ist physikalischer Diffusionsprozess an der Wasseroberfläche und somit über Stoffeigenschaften exakt berechenbar, die Speicherung im Meerwasser selbst ist ein pH-abhängiger chemischer Prozess, der seit Jahrzehnten exakt bekannt ist und die mittelfristige Entfernung aus dem Kohlenstoffkreislauf von (oberem) Ozean und Athmosphäre kann nur über biogene Sedimentation erfolgen. Mit welcher Geschwindigkeit sich wo Sedimente bilden ist ein Aspekt, den die Geowissenschaften ebenfalls schon lange vor größerer Klimaforschung untersucht haben und der Eintrag von organischem Material aus den oberen Wasserschichten in die Tiefsee wurde von Biologen in Zusammenhang mit Nahrungsnetzen ebenso erforscht, wie der Nährstoffgehalt der Ausgangsmaterialien. Die einzigen Informationen, die man zusätzlich noch braucht, um die CO2-Aufnahmerate des Ozeans vorherzusagen, sind etwaige Veränderungen in der Zusammensetzung der sedimentierenden Partikel (das wurde in den letzten 1-2 Jahrzehnten abschließend ermittelt und ist bekannt) und wie sich die Bildungsrate bei steigender Temperatur und CO2-Konzentration verändert.
Letzteres ist in der Tat noch Thema von sehr vielen laufenden Forschungsarbeiten, aber eine Aussage ist diesen allen bereits gemein: Ein saurer, heißerer Ozean wird definitiv nicht mehr CO2 aufnehmen können. Die Frage ist nur noch, wie schnell die Aufnahmerate abnehmen wird.

Das Problem:(Zu) Grobe Abschätzung meinerseits anhand der CO2-Entwicklung der letzten ~0,5 Millionen Jahre, soweit bekannt (die davor könnten wir zeitlich auch gar nicht so genau zuordnen, dass wir wesentlich schnellere Schwankungen zweifelsfrei mit einer Zahl versehen könnten). Vielleicht ein bißchen zu grob, aber auch wenn man ein paar Nullen streicht - verdammt viel zu viel bleibt verdammt viel zu viel. Und in z.B. den letzten 60 Jahren haben wir den CO2 Gehalt der Athmosphäre um ca. 80 ppm gesteigert. Beim "raschen" Temperaturanstieg am Ende der Eiszeit vor 150.000 Jahren hatte die schnellste des Phase des CO2-Anstieges eine vergleichbare Größe - verteilte diese aber über 6.000 Jahre.
Sicher, dass eine Steigerung um 450ppm gemeint war und nicht 450ppm als Maximalwert? Eine Steigerung um > 100%, die nur in 2K resultieren halte ich für abwegig. Genauso abwegig ist es eine Grenze festzulegen, die nicht ansatzweise einhaltbar ist (vermutlich selbst wenn wir wieder zu Jägern und Sammlern werden würden).Und wir haben gerade erst angefangen. Für das 2 Grad Ziel waren afaik 450 ppm als Maximum gesetzt, also 240 ppm in 150 Jahren. Die Daten des Wostok-Kerns überspannen überhaupt nur einen Bereich von 120 ppm und zwischen Höchst- und Tiefstpunkt liegen um die 30.000 Jahre.
Eine fast 400% Steigerung der absoluten CO2-Menge in der Atmosphäre in knapp über 100 Jahren? Das halte ich nun wirklich für unrealistisch.Wenn ich die Meeresspiegelanstiegsangaben aus der Taz (50-100 cm) mit den Szenarien des AR4 vergleiche, entsprechen wir aktuell aber bestenfalls dem Worst-Case Szenario mit 850 - 1100 ppm bis 2100.
Die Frage ist nicht: "Wie stark stieg der CO2-Gehalt in den letzten 50 Jahren und was passiert, wenn er mit gleichbleibender Entwicklung der Menschheit 300 Jahre so weiter steigt?", sondern, "Welchen Anteil daran hat die Menschheit und wie geht es weiter unter Berücksichtigung der Änderungen durch die geänderte Temperatur bzw. CO2-Gehalt? Sind andere Faktoren wichtiger? Wie kann man diese eindämmen?"Aber die Konzentration auf Meteorologie bzw. der anhängenen Klimaforschung (die mit Wetter ja nichts mehr zu tun hat), die ist für WG1 aber durchaus angemessen. Es geht nun einmal um die Projektion von Faktoren, die überhaupt erst seit 200 Jahren, größtenteils aber erst seit 50-100 Jahren existieren. Für diese Zeiträume liegen meteorologische Messergebnisse vor, anhand derer man die Wirkung beurteilen kann - da braucht man sich nicht auf die vergleichsweise ungenauen Proxies der Paläoklimatologen zu Verlassen. Diese finden erst dann Beachtung, wenn es darum geht, mögliche starke Feedbacks und deren Schwellenwerte zu finden. Aber genau diesen Bereich gar nicht erst zu erreichen ist nun einmal das Hauptaugenmerk der Arbeit des IPCC. Schwarz genug sieht die Zukunft auch so schon aus.
"Boden" zu schreiben war stark vereinfacht. Alles organische C, das sedimentiert wird, kann auch wieder an die Oberfläche treten - nicht nur durch menschliche Bohrungen nach Öl und Gas. Konkret geht es z.B. um Gesteinsaufschlüsse, die auf relativ kleiner Fläche auch mal so viel CO2 abgeben können wie eine kleine Stadt. Soetwas findet man auf der ganzen Erde.
Dazu kommt, dass das glöste CO2 ab einer gewissen Tiefe in Kalziumkarbonat umgewandelt wird, was wiederum konzentrations-, pH-, druck- und temperaturabhängig ist.

Laut Wiki ist der pH-Wert der Ozeane bei der Steigerung von ~ 300 auf < 400ppm CO2 in der Atmosphäre um ~ 20% weniger gesunken als erwartet.
Das ist ja auch nicht die einzige Rückkopplung. Man kann solche kompelxe Vorgänge nicht abschätzen, deshalb kann ich über eine Vorhersage über 300 Jahre aufgrund der Daten von ~ 50 Jahren nur den Kopf schütteln.![]()
Das Problem:
Umso weiter man zurück geht desto ungenauer kann man Temp. und CO2 messen. Außerdem kann man keine solchen schnellen Schwankungen mehr feststellen. Persönliche Abschätzungen aufgrund der letzten halbwegs vergleichbaren Situation in der Erdgeschichte sind ungenügend.
Sicher, dass eine Steigerung um 450ppm gemeint war und nicht 450ppm als Maximalwert?
Eine Steigerung um > 100%, die nur in 2K resultieren halte ich für abwegig. Genauso abwegig ist es eine Grenze festzulegen, die nicht ansatzweise einhaltbar ist (vermutlich selbst wenn wir wieder zu Jägern und Sammlern werden würden).
B2
The B2 scenarios are of a world more divided, but more ecologically friendly. The B2 scenarios are characterized by:
Continuously increasing population, but at a slower rate than in A2.
Emphasis on local rather than global solutions to economic, social and environmental stability.
Intermediate levels of economic development.
Less rapid and more fragmented technological change than in A1 and B1.
Eine fast 400% Steigerung der absoluten CO2-Menge in der Atmosphäre in knapp über 100 Jahren? Das halte ich nun wirklich für unrealistisch.
Die Frage ist nicht: "Wie stark stieg der CO2-Gehalt in den letzten 50 Jahren und was passiert, wenn er mit gleichbleibender Entwicklung der Menschheit 300 Jahre so weiter steigt?", sondern, "Welchen Anteil daran hat die Menschheit
und wie geht es weiter unter Berücksichtigung der Änderungen durch die geänderte Temperatur bzw. CO2-Gehalt?
Sind andere Faktoren wichtiger? Wie kann man diese eindämmen?"
Doch, durch vermehrte tektonische Aktivität ist das durchaus möglich.Aber nicht in plötzlich von sich aus ansteigendem Maße.
Trotzdem geben solche Aufschlüsse mehr CO2 ab. Das würde sich auch teilweise sehr leicht eindämmen lassen. In diesem konkreten Bsp. müsste man nur ~ die Fläche eines Fußballfeldes betonieren und schon würde man sehr viel CO2 im Boden belassen.Und kleine Städte gibt es sehr, sehr viele auf der Erde.
Ca ist auch im Wasser gelöst. Wie kommst du auf die 4000 Jahre?Wie schon der Name sagt, kann CO2 im freien Wasser nicht in CaCO3 umgewandelt werden. Es gibt (in jeder Tiefe) das stink normale Gleichgewicht zwischen gelöstem CO2 (wenig), disoziierter Kohlensäure (etwas mehr), Hydrogencarbonat (derzeit der Hauptpunkt) und gelöstem Carbonat vor, wobei die Verhältnisse jeweils mit dem pH-Wert gekoppelt sind (siehe Bjerrum-Plot)
Die Ausfällung zu z.B. Kalziumcarbonat klappt nur, wenn du Kalzium in rauhen Mengen zur Verfügung hast - also nur in Interaktion mit dem Meeresboden, nicht in der freien Wassersäule. Das ist letztlich auch der Prozess, der über Jahrmillionen alzu starke Ansteige der CO2-Konzentration verhindert hat. Problem: Du musst die beiden in Kontakt bringen und die globale Tiefenzirkulation hat eine Umwälzzeit von über 4000 Jahren. Würden wir unsere Emissionen über derartige Zeiträume strecken, hätten wir einen Gleichgewichtszustand. Aber in den Zeiträumen, in denen die Menschheit agiert, ist die Menge des absinkenden (CO2 reichen) und des aufsteigenden (etwas CO2-ärmeren) Wassers aber recht begrenzt. Der größte Teil der Ozeanoberfläche wird auch in 100 Jahren noch von Wasser gebildet, das bereits heute an der Oberfläche ist. Und das kann in diesem Zeitraum nur eine beschränkte Menge CO2 aufnehmen.
KohlenstoffsenkeHast du mal einen Link? Ich finde diese Angabe weder auf der deutschen noch der englischen Wikipedia.
Wünschenswert? Sicher nicht.Die Vorhersagen sind quasi immer "unter Vorbehalt noch unbekannter Rückkopplungen". Je weiter man sich vom ist-Zustand entfernt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Faktoren Einfluss nehmen. Das ist aber auch unerheblich für die Handlungskonsequenzen, die man aus den Ergebnissen ziehen sollte, denn Änderungen, die so stark sind, dass wir deren Auswirkungen nur noch grob abschätzen können, sind so oder so verdammt wenig wünschenswert.
Wenn er nicht schwerwiegender wär, dann hätten die Menschen gar keinen Einfluss auf ihn. Was passieren wird weiß niemad, wir wissen nichtmal ob sich die Erde grundsätzlich ändert, also aus der Zeit der zyklischen Eiszeiten heraussteuert oder nur eine Eiszeit endet und der Mensch etwas eigenes einleitet. Um das zu unterscheiden reicht dieser Zeitraum eben nicht.Bohrkernmessungen sind, je nach Qualität, aufs Jahr genau. Die Qualität nimmt mit zunehmendem Alter zwar ab, aber um Jahrhunderte andauernde Abweichungen zu dedektieren, reicht eine Präzision von einigen Jahrzehnten mehr als aus. Und derartige Messungen liegen uns für beinahe eine halbe Millionen Jahre vor. Ich weiß nicht, was für dich "ungenügend" ist - aber mir persönlich reicht die Information, dass unsere ohnehin gnadenlos überstresste Biosphäre auf Zustände zusteuert, die schwerwiegender sind, als die Veränderungen der letzten vier glacialen Zyklen zusammen.
Als das 2-Grad-Ziel entstand war man schon bei 380-390ppm, damit sind es nur noch 60-70ppm die die Konzentration steigen dürfte. Unrealistischer geht es nicht mehr, wenn man bedenkt, dass die Konzentration ja auch ohne den Menschen steigt und vermutlich auch ohne ihn eher früher als später diesen Wert erreicht.Natürlich "auf 450 ppm". Allerdings habe ich im nächsten Satz einen Tippfehler: 450 ppm sind natürlich nicht 240, sondern 140 ppm über dem Niveau Mitte des 20. Jhd.
Ja, so wie aktuell kommt man natürlich zu nichts.Das hätte schon gereicht - aber wieso sollte man sich überhaupt irgendwelche Mühe geben.
Wie kommst du auf die 300 Jahre? Es gehts doch noch um 2100, oder?Aber erstmal sind das nicht "400% in knapp über 100 Jahren", sondern 300% in 300 Jahren [...]
Du gehst also davon aus, dass alle aktuellen fossilen Brennstoffe genutzt werden?und zweitens ist eine Vervierfachung der vorindustriellen 280 ppm = ~580 Gt durchaus realistisch, wenn man 900 Gt C in Form Kohle, 150 Gt in Form von Öl und 105 Gt in normalen und weitere 500 Gt in unkonventionellen (aber zum Teil schon genutzten) Erdgaslagerstätten zur Verfügung hat. Und das beinhaltet noch nicht die >1 Tt in Form von Methandhydraten, an deren Ausbeutung weiterhin geforscht wird oder Emissionen aus veränderter Landnutzung, die -wie bereits erwähnt wurde- einen erheblichen Einfluss haben.
(alle Zahlen aus der englischen Wikipedia)
Technisch machbar sind derartige Werte auf alle Fälle - genauso wie ein 0,5 bis 1 Grad Ziel als technisch machbar galt. Die Frage ist, was die Menschheit von ihren technischen Möglichkeiten auch umsetzt. Und die Antwort darauf war der Anlass für mein jüngstes Wiederaufgreifen dieses Threads...
Ich kenn keine Studie, die belegt, wie groß genau der Anteil des anthropogenen CO2 an der aktuellen Erwärmung ist. Fakt ist, dass CO2 ein Treibhausgas ist und Fakt ist, dass Menschen CO2 erzeugen, wie genau alles zusammenhängt ist fraglich. Außerdem weiß man nicht welche Handlungen wie viel Einfluss haben. Ist das Verbrennen von fossilen Energieträgern schlimmer als das Abholzen von Wäldern? Letteres ist deutlich einfacher zu vermeiden.Diese Frage wurde Mitte der 90er bis Mitte der 0er (je nach dem, wie kritisch man ist), beantwortet und stellt sich nicht mehr.
Methan ebenfalls? Es ist weniger als CO2, dafür aber auch das stärkere Treibhausgas.Die Antwort auf die erste Frage ist Bestandteil des IPCC und lautet jedesmal wieder:
Nicht so wirklich
FCKWs & Co spielen derzeit noch eine gewisse Rolle, aber da hat die Menschheit es ja zum Glück geschafft, etwas gegen zu unternehmen, und Methan ebenfalls. Wendet man die zweite Frage auf Methan an, erhält man aber ohnehin fast die gleichen Antworten, wie für das wichtigere CO2: Weniger Förderung fossiler Brennstoffe, weniger Ausweitung der Intensivlandwirtschaft insbesondere in Urwälder und vor allem weniger Erwärmung.

Nö, das ist klar.(falls du der Theorie anhängt, Sonnenfluktuationen wären wichtig: Ebenfalls Nö. Aber das ist eine News aus dem letzten Jahrzehnt)