AW: AMDs FX-8350 im Test: Vishera für Spieler - Positive Überraschungen inklusive
AMD war nie da, wo Intel mal war. Selbst als Intel mit Netburst versucht hat, konnten sie IMMER, also wirklich immer, mit AMD schritthalten. Mal kann es vllt einige Wochen gedauert haben, es hat aber quasi durchgehend gleich schnelle CPUs von Intel wie von AMD gegeben. Insbesondere, wenn man sich nicht nur auf den Spielemarkt beschränkt..
Nicht "insbesondere", sondern "ausschließlich".
Ich gehöre sicherlich nicht zu den Netburst-Hatern hier im Forum, aber im Schnitt zeitgenössischer Spiele lagen die Dinger ziemlich selten vorne. Über längere Zeit sogar nur im Zeitfenster zwischen Northwood C und Athlon 64, als der AthlonXP einfach am Ende war (damals bot Netburst in der Oberklasse sogar die höhere Effizienz und die niedrigeren Preise). In Anwendungen sieht es anders aus, da konnten alle Northwoods den den AthlonXP die Stirn bieten (im Schnitt aus beiden schafft es somit auch noch der Northwood B auf Gleichstand), aber gegen die Athlon64 wurde es z.T. schon knapp. Das Intel hier weiterhin die besseren Office- & Multimedia-CPUs bot, lag nicht so sehr an der Leistung, sondern an der Ansprechbarkeit dank HT. Diesen einen Vorteil hat AMD erst mit dem Athlon64 X2 einholen können - aber dann lagen sie sogar auf ganzer Linie vor Intel und sogar die Chipsätze waren unproblematisch (während Intel nach i875, i925 und i925XE gerade den vierten High-End-Chipsatz innerhalb von 2 Jahren einführte, der etwaige Aufrüster zum Boardwechsel zwang

). Mit der 65 nm Generation hat Intel erst ein halbes Jahr später den Anschluss geschafft - aber überholt haben sie auch damit nicht.
Und wenn man das ganze preisbereinigt betrachtet, war Intel quasi die gesamte Netburst-Zeit über hinten an. (Was aber eher an AMDs nicht-Gewinnspanne lag

)
Ja und das liegt/lag teilweise auch am schlechteren Plattform Portfolio und Qualitätsproblemen. Da fallen mir Dinge ein wie: Schlechte USB Performance der SB600, aktuell niedrigeren SATA3 Durchsatz, fehlende Schutzabschaltung (K7 vs PIII), sehr geringe ITX Auswahl bei AM3/FM1/FM2, massive Probleme mit dem MP760 Chipsatz damals (Stichwort AGP) usw usw
Die Probleme mit den Athlon-Chipsätzen (und vor allem davor auf So7+) haben AMD sehr lange am Boden gehalten, aber die heutigen Problemchen dürften 99% der Käufer schlichtweg unbekannt sein. Mit ein bißchen Marketing hätte
Intel AMD seit der Athlon64 Ära problemlos einen Ruf aufbauen können, der mit Intel vergleichbar ist - die Technik hatten dafür hatten sie, soweit das den 08/15 DAU interessiert, durchaus.
Dann hast du mich doch noch immer falsch verstanden
Es geht doch gar nicht darum, das Intel etwas fertiges/unfertiges raus bringt, sondern darum, das man DENKT etwas sei fertig, aber am Ende stellt sich halt doch raus, dass da ein dicker Bock drin ist, und DAVOR kann sich auch Intel nicht schützen. Daher ist es auch verfrüht zu sagen, das Haswell nicht schlecht werden/failen kann...
Intel hatte den Div-Bug, SATA-Gate, die Geschichte mit SB-E & PCI-E 3.0 und das wars glaub ich auch. Es heißt aber nicht, das so etwas nicht sofort wieder passieren kann. Gerade bei dem MCM/Interposer-Geschichten, die Sie mit Haswell bringen wollen, können auch schnell mal nach hinten los gehen. Da muss nur eine Maschine scheise bauen, und ZACK haste hunderttausende Chips, die nach relativ kurzer Zeit den Geist aufgeben. Vor sowas kannst du dich einfach nicht schützen. Und ich hab einfach in den letzten 2 Jahren viel zu viele Beispiele gehört, was alles schief gehen kann, als das ich da blind darauf vertrauen würde, dass das alles 100% sicher problemlos funktioniert. Die Sicherheit ist einfach unbezahlbar.
Jetzt verfällst du aber langsam von "Schwächen des Unternehmens" zu "Der Blitz kann immer mal einschlagen". Natürlich kann auch bei Intel irgendwas einfach schief gehen und sämtliche Gegenmaßnahmen versagen. Der ursprüngliche Ansatz dieses Diskussionsteils war aber mal die Behauptung, dass Intel die Produkte nicht unausgereift auf den Markt schmeißt - also aktiv und bewusst, nicht passiv aufgrund von Missgeschicken, die jedem unterlaufen können. Ersteres hast du quasi nur bei AMD, weil denen zunehmend die Mittel fehlen, um alle Ideen umzusetzen und dreimal durchzuchecken. Intel dagegen kann sich Überarbeitungen bis zum geht-nicht-mehr leisten, wenn der Eindruck der Notwendigkeit besteht.
(und bezüglich MCM: Acht von acht ~MCM-basierten Intel-CPU-Generationen sind auf den Markt gekommen und wieder verschwunden, ohne dass jemand ein daraus resultierendes oder auch nur sonst nur irgend ein bedeutendes Problem bemerkt hat. Und mit Ausnahme des allerersten hat man auch "von drinnen" nichts über Nachteile gehört. Ich wage mal zu behaupten, dass auch bei No9 keine besondere Gefahr besteht)
Hast du mal ne Ahnung was die Netburst Dinger (Pentium 4) an Strom geschluckt haben? Sehr, sehr viel - viel mehr als die Athlons. Die waren heiß und stromhungrig weil Intel die Dinger bis zum geht nicht mehr übertakten musste, damit sie überhaupt einigermaßen mit den Athlons mithalten konnten - und gegen die teuren Athlon FX CPUs haben die Pentium4 kein Land mehr gesehen.
Jede einzelne Netburst-CPU mit Ausnahme vielleicht des Williamette 2,0 (da weiß ich es schlichtweg nicht, weil kaum jemand das Ding hatte, erst recht niemand, der sich mit Technik und OC auskennt), hatte ein größeres Taktpotential, als sein AMD-Gegenstück (im Falle Galatin muss man fairerweise sagen: Es gab halt kein technisches Gegenstück, soviel Cache hat AMD erst im PhenomI verbaut). In vielen Fällen liegen die Rekordwerte sogar bei >100%. Werksübertaktet war kein einziger, die Hitzeentwicklung liegt allein in der Architektur begründet, die nun einmal nie effizient sein sollte - und es auch nie war. Aber taktfreudig sollte sie sein und solange man die resultierende Wärme abführen konnte, war sie das auch.
Erst mal schreibst du viel über hätte wenn und aber und nennst Fakten in Heften die für viele nicht nachvollziehbar sind.
Mit Verlaub: Aber der Bezug auf PCGH-Hefte ist im PCGH-Forum eine durchaus gültige Referenz und wer das nicht nachvollziehen kann, der hat halt selbst schuld.
So, auch nochmal für Dich:
TDP != Leistungsaufnahme...
TDP ist eine Kenngröße zur Dimensionierung der Kühllösungen.
Wobei AMD die TDP lange Zeit als theoretisches Maximum des Energieumsatzes definiert hat - was somit ziemlich genau der Leistungsaufnahme entspricht.
Aber eigentlich ist die Bedeutung auch egal: Ein FX-8350 verbraucht nicht mehr, als ein FX-8150 - muss man mehr wissen?
Mal so als Beispiel: Wenn ich 100 Watt mehr verbrauche die Stunde und mein Rechner läuft
in Schnitt 3 Stunden am Tag, da ich arbeite und noch andere Dinge auf dem Zettel habe ist das
sowieso viel zu viel. 0,3 KW x 0,25 Cent x 365 Tage = 27,38 Euro pro Jahr Mehrkosten.
Wenn ich mir jetzt mal die Mainboardpreise und CPU Preise angucke sehe ich
hier nicht wirklich im Vergleich grosse Mehrkosten zu Intel.
Vergesse nicht, dass ein gleich-leiser CPU-Kühler bei fast der doppelten Wärmeentwicklung noch ein paar Euro draufschlägt
Na doch, du hast kritisiert, das AMD noch ein 2 Chip-Design hat. Ergo scheint es deinem Verständnis nach ja nicht so gut zu sein, wie ein Einchip-Design, ansonsten würdest du das ja nicht als Kritikpunkt anführen.
Und klar dreht es sich hier nicht im Server, aber die spielen eben doch mit rein, weil Sie die gleiche Architektur verwenden, wie die Desktops.
Die mögen die gleiche Architektur haben, aber wenn in einem Forum für Endnutzer in einem Thread zu einer CPU für 1P Rechner in einer Leistungs- und Preisklasse, in der Single-GPU die Regel und andere Hochleistungs-Erweiterungskarten inexistent sind, über die Vor-/Nachteile dieser Consumerplattform geredet wird, dann ist einfach vollkommen unerheblich, ob alternative Konzepte ggf. Nachteile bei der PCIe-to-PCIe-Kommunikation oder im Multi-CPU-Betrieb haben.
Na ja, was mich dabei dann aber verwundert ist, dass wir es hier lt. CPU-z mit Vishera Revision C0 zu tun haben.
Ich geb zu, ich bin natürlich nicht der Hardware Creck und kann mich nur auf das berufen was ich zu lesen bekomme.
Und was du zu lesen bekommst ist:
Vishera nutzt Piledriver Kerne.
Also wo ist dein Problem?
Und wir wissen ja, dass eine Revisionsstufe zwar eine Verbessung des bisherigen Desings darstellt, aber noch keine neue CPU.
Und? Das Produkt hat auf alle Fälle einen Namen.
Wenn ich mich da richtig erinnere hieß der Fahrplan seinerzeit lt. Folie doch Zambesi, Vishera, Piledriver, Steamroller. Und wieder war es AMD höchst selbst, welche damals angekündigt hatten, dass es für Zambesi aufgrund der grotten schlechten Performance ein überarbeitetes Modell geben soll, das schnellstmöglich die gröbsten Fehler bereinigt, so es überhaupt machbar sei.
AMD hat nie ein überarbeitetes Modell angekündigt, das haben sich einige Fanboys herbeigewünscht, als klar wurde, dass man an einer C-Revision arbeitet. Angekündigt hatte AMD zunächst Komodo als Nachfolger und Bestandteil der Piledriver-Generation, später wurde dieser offiziell durch Vishera
als Bestandteil der Piledriver-Generation ausgetauscht.
Es mag einige Gerüchteköche gegeben haben, die im Vorfeld dieser Änderung Vishera als Bulldozer2.0 vor Komodo eingeplant hatten, aber zumindest ich habe von Vishera erst zwei Tage vor dem Moment erfahren, in dem klar wurde (iirc sogar öffentlich präsentiert), dass er Komodo in der Roadmap ersetzt.