User X meinte dass der Intel da durch euch zurechtgestutzt wird und ich war der Auffassung, dass die TDP-Einhaltung ihm in diesem Fall sogar hilft.
Wir erlauben die von Intel erlaubten 56 Sekunden (TAU) für den vollen Boost bis PL2. Ich warte im Idle auch die nötige Zeit vor den Benchmarks ab, damit das Board den Zeitraum auch vollständig ausnutzt. Und nun schaut man sich unsere Benchmarks einmal ganz genau an:
In Handbrake benötigt ein 285K nur 47 Sekunden für die Berechnung. Das ist innerhalb von TAU, wir bewerten also die "ungebremste" Leistung und logischerweise auch die geringere Effizienz, als würden dauerhaft nur 125 Watt anliegen. Ein 265K benötigt 68 Sekunden für die Berechnung, kann also rund 82 Prozent der Zeit die volle Leistung nutzen und nur knapp 18 Prozent die reduzierte Leistung. Entsprechend wird dann auch für die Effizienzberechnung genutzt.
Corona 10 ist ein 1-Minütiger Benchmark, es sind also nur vier Sekunden, wo das Limit anliegt. V-Ray 6 dagegen lassen wir fünf Minuten laufen, PL1 ist also 4/5 der Zeit aktiv. CineBench R24 ist abhängig von der CPU-Leistung schneller fertig oder eben auch nicht. Ein 245K benötigt hier deutlich länger als ein 285K, wird aber durch den geringeren Takt und weniger Kernen nicht so stark durch das PL1 gebremst.
Ok, welcher Hersteller hält sich momentan an diese ominöse "Spezifikation"? Gigabyte, ASUS, MSI, AsRock, ich kenne keinen, dort hängt alles von der Kühlung ab.
Meine Aufgabe ist es nicht, das zu vergleichen. Torsten hat sich dazu ja schon zu Wort gemeldet.
Kann man so machen, nur warum steht es dann nicht hinter der CPU im Benchmark, wenn 99% der Tester es anders machen, bzw. 99% eurer Nutzer so nicht nutzen?
Wenn ich alles aufschreiben würde, was wir anders als andere Tester machen, fülle ich zwei Seiten damit allein ^^
Für wen genau sind also diese Werte? So eine schwache Argumentation gegen ordentliche Tests. Macht mal eine Umfrage wer seine Intel CPU so betreibt wie sie in euren Tests betrieben werden.
PCGHX-Community vs. die Welt: Wir haben auch viele Leser, die überhaupt nicht übertakten wollen. Es geht darum, Prozessoren fair und mit einer Basis untereinander zu vergleichen. Diese Basis heißt bei uns "Spezifikation" (bzw. das, was Intel aktuell darunter versteht). Für alles andere haben wir Tuning-Artikel, die begleitend zu JEDER CPU-Generation online gehen. Ich bins daher auch irgendwie leid, denn jedes Jahr führe ich diese Diskussion wieder und es ist immer dasselbe.
Warum schreibt ihr es dann nicht groß hinter die CPUs? Powerlimit dauerhaft 125W vs. Powerlimit 200W?
Das hat Platzgründe, ich bin froh, dass ich aktuell Taktfrequenz, Kerne und RAM-Anbindung reingequetscht bekomme und selbst das ist für die Mobile-Ansicht eigentlich schon zu viel.
Und warum läuft Raptor Lake noch immer in diesen engen Powerlimit-Grenzen, obwohl die Zurückhaltung der Mainboardhersteller längst vorbei ist?
Ich verweise da gern auf den passenden Artikel. Den haben wir nicht aus Spaß geschrieben, um dann bei jeder Meinungsänderung eines Board-Herstellers unsere Testmethodik zu ändern:
PCGH Plus: Wie wird PCGH fortan Raptor-Lake CPUs von Intel testen? Dieser Artikel soll die essenzielle Frage beantworten.
www.pcgameshardware.de