Umsatz ist nichts. Gewinn ist alles. So siehts nunmal aus.
Nun, aber ohne höheren Umsatz kann auch der Gewinn nicht steigen - es sei denn, man spart sich an vielen Enden Investitionen, was langfristig schlecht fürs Unternehmen wäre. Insofern ist ein steigender Umsatz wenigstens ein Anfang, auch wenn das operative Geschäft nach wie vor verlustig ist.
Davon abgesehen: Es besteht durchaus die realitische Möglichkeit, dass Intel seine Preise nach Zen-Release nicht großartig anpassen wird, egal, wie dessen Qualität ausfällt. Wenigstens zunächst. Aufgrund der eigenen Marktmacht, die größere Bekanntheit und den weit besseren Ruf der Marke, werden AMDs Prozessoren in jedem Fall Zeit brauchen, um ins Rollen zu kommen, gerade im Consumer-Bereich - und das auch, wenn Zen Skylake überlegen wäre.
Weiterhin hoffe ich für AMD eher, dass sie Intels Preisen legitim Paroli bieten können, statt einen Preiskampf zu provozieren - oder provozieren zu müssen. Ein etwas niedriger Preis wird sich zwar vermutlich in keinem Fall vermeiden lassen (siehe oben, Ruf, Bekanntheit usw.), wäre Zen jedoch so gut, dass man auch Derivate im Bereich über 300 Euro anbieten könnte, täte das AMDs Geschäft nur gut. Einfach auf gute Zens zu hoffen, weil man darauf spekuliert, günstigere Intel-CPUs erwerben zu können, ist sehr kurzfristig gedacht, das muss man schon sagen.