Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Ist ja auch wesentlich schlauer als erobern.
Eine instabile Ukraine hat für die NATO und EU wenig wert, eine von Russland eroberte Ukraine würde nur dafür sorgen das man die Probleme dort selbst zumindest irgendwie "verringern" müsste um sie halbwegs stabil / unter Kontrolle zu halten, sowas kostet Geld und das in der Regel nicht wenig, wie ja schon die anektierte Krim zeigt.

Leidtragende dieser Politik sind zwar am Ende die einfachen Bürger der Ukraine aber hey, so ist geostrategische Politik nunmal, war seit dem kalten Krieg auf beiden Seiten (USA und Russland / UDSSR) nicht anders.
Die Interessen der "Großmächte" wiegen halt mehr als die ihrer "Opfer". ;)

Die Ukraine extra instabil zu halten bringt Russland gar nichts. Genauso wenig das Erobern. Ich meinte es einfach im übertriebenen Sinne, dass es nicht so elendig lange dauern würde mit den momentan umkämpften Gebieten.
Was Russland will ist eine gemeinsame Wirtschaft. So wie früher halt.

Und ja die Krim kostet Russland Geld, aber dafür blüht dort jetzt das Leben wieder auf. Die Infrastruktur hat sich deutlich gebessert und den Tourismus stark angekurbelt. Dadurch kommt das Geld irgendwann zurück. Man muss halt erst sähen bevor man ernten kann.

Und ja, leidtragende sind immer die Bürger. Es wird in Russland nichts bzw wenig an der Infrastruktur gemacht, weil viel in den militärischen Teil für die Verteidigung investiert wird. Wäre da nicht die andere Großmacht USA, müsste man auch nicht so viel investieren. Die USA investiert zwar auch und hat trotzdem eine bessere Infrastruktur, aber auch nur weil sie die halbe Welt mit ihren Kriegen plündern.
Und wenn Russland nicht in die Verteidigung investieren würde, dann würden die USA ihr nächstes Afghanistan, Korea etc Ding abziehen.
 
So viel ich weiß bekommen die nur Kleidung und Verpflegung, aber keine Waffen oder Muniton.
Wären es tatsächlich russische Soldaten mit offizieller Ausstattung und Russland würde sich einmischen, dann wäre dieser ganze Zirkus innerhalb weniger Tage vorbei und Kiew längst eingenommen.

Das die Russen das auch mit Soldaten bzw. offiziell Söldnern unterstützt wird ist der einzige Grund, dass die Separatisten sich überhaupt halten können.
Aber natürlich, wenn Russland wollte, könnte es problemlos die Ukraine als Ganzes besetzen, nur hätte das katastrophale wirtschaftliche Folgen für Russland, die Ukraine zu destabilisieren ist deutlich klüger.

Die Ukraine extra instabil zu halten bringt Russland gar nichts. Genauso wenig das Erobern. Ich meinte es einfach im übertriebenen Sinne, dass es nicht so elendig lange dauern würde mit den momentan umkämpften Gebieten.
Was Russland will ist eine gemeinsame Wirtschaft. So wie früher halt.

Und ja die Krim kostet Russland Geld, aber dafür blüht dort jetzt das Leben wieder auf. Die Infrastruktur hat sich deutlich gebessert und den Tourismus stark angekurbelt. Dadurch kommt das Geld irgendwann zurück. Man muss halt erst sähen bevor man ernten kann.

Und ja, leidtragende sind immer die Bürger. Es wird in Russland nichts bzw wenig an der Infrastruktur gemacht, weil viel in den militärischen Teil für die Verteidigung investiert wird. Wäre da nicht die andere Großmacht USA, müsste man auch nicht so viel investieren. Die USA investiert zwar auch und hat trotzdem eine bessere Infrastruktur, aber auch nur weil sie die halbe Welt mit ihren Kriegen plündern.
Und wenn Russland nicht in die Verteidigung investieren würde, dann würden die USA ihr nächstes Afghanistan, Korea etc Ding abziehen.

Die Krim hat einen enormen strategischen Wert und die Kosten für sie ist Russland dementsprechend auch bereit zu zahlen.
Russland würde die USA sicher nicht daran hindern in irgendein Land, dass außerhalb ihrer Einflusssphäre ist einzumaschieren.
In Korea kann die USA nicht einmaschieren, da sonst China eingreifen würde, nicht aber Russland.
Die Ukraine instabil zu halten sorgt schlicht dafür, dass die NATO bzw. EU sich nicht weiter an der Grenze Russlands ausbreiten kann.
 
Die USA investiert zwar auch und hat trotzdem eine bessere Infrastruktur, aber auch nur weil sie die halbe Welt mit ihren Kriegen plündern.
Und wenn Russland nicht in die Verteidigung investieren würde, dann würden die USA ihr nächstes Afghanistan, Korea etc Ding abziehen.

Na ja, die USA haben jetzt nicht wirklich eine gute Infrastruktur. Das Stromnetz ist marode. Die Bildungseinrichtungen schlecht. Das Gesundheitssystem unzureichend.
Die USA sollten lieber mal die Hälfte ihre Militärhaushaltes in die Infrastruktur stecken. Das würde deutlich mehr helfen.

Ich weiß aber nicht, was Trump so abziehen will. Der Typ ist schlicht unberechenbar. Er schachert der Rüstungsindustrie gewaltige Aufträge zu, daher kann man sich denken, wer da die Fäden zieht, aber eine Intervention in irgendein Land kann ich jetzt nicht erkennen -- wenn man mal von Korea absieht, aber das ist eh nur Luftpumpen zweier Psychopathen.
 
Na ja, die USA haben jetzt nicht wirklich eine gute Infrastruktur. Das Stromnetz ist marode. Die Bildungseinrichtungen schlecht. Das Gesundheitssystem unzureichend.
Die USA sollten lieber mal die Hälfte ihre Militärhaushaltes in die Infrastruktur stecken. Das würde deutlich mehr helfen.

Das ist nur für den Normalamerikaner ein Problem. Wer in den USA Geld hat / Reich ist wohnt in Gegenden wo das Stromnetzt in Ordnung ist, schickt seine Kinder auf Privatschulen und zum studieren ins Ausland und hat auch das nötige Kleingeld um sich das US-amerikanische Gesundheitssystem auf einem Standard leisten zu können der nicht schlechter als anderswo ist.

Der einzige der von sowas als erstrebenswert träumen kann sind halt neoliberale Klapsköpfe. :P
Die lieben es ja zu einer winzigen durch ihr Geld priviligierten Oberschicht zu gehören, die über den Rest herrschen darf und selbstgefällig ein paar winzige Brotkrummen verteilt.
 
Das ist nur für den Normalamerikaner ein Problem. Wer in den USA Geld hat / Reich ist wohnt in Gegenden wo das Stromnetzt in Ordnung ist, schickt seine Kinder auf Privatschulen und zum studieren ins Ausland und hat auch das nötige Kleingeld um sich das US-amerikanische Gesundheitssystem auf einem Standard leisten zu können der nicht schlechter als anderswo ist.

Der einzige der von sowas als erstrebenswert träumen kann sind halt neoliberale Klapsköpfe. :P
Die lieben es ja zu einer winzigen durch ihr Geld priviligierten Oberschicht zu gehören, die über den Rest herrschen darf und selbstgefällig ein paar winzige Brotkrummen verteilt.

Dir ist bewusst, dass in den USA die besten Universitäten der Welt stehen, weshalb sollten Reiche dann ihre Kinder zum Studieren ins Ausland schicken?
 
So viel ich weiß bekommen die nur Kleidung und Verpflegung, aber keine Waffen oder Muniton.

Die Separatisten verbrauchen Waffen und Munition (und Treibstoff) in erheblichem Umfange und es gibt genau zwei Wege, diese ins Land zu schaffen: Aus der restlichen Ukraine (lol) oder aus Russland. Ob der russische Staat die Waffen offiziell liefert, oder ob er private Waffenhändler gewähren lässt (die i.d.R. ausgemustertetes Material der russischen Armee anbieten dürften) und parallel alles andere liefert, so dass die Separatisten ihre beschränkten Finanzmittel vollständig für den Waffeneinkauf bei russischen Quellen nutzen können, macht dann auch keinen großen Unterschied mehr: Die Separatisten kämpfen mit dem, was Russland aus dem aktiven Dienst zurückgezogen hat. Und sie machen das mit Unterstützung der russischen Regierung.


Die Krim hat einen enormen strategischen Wert und die Kosten für sie ist Russland dementsprechend auch bereit zu zahlen.

Strategisch ist die Krim wenig wert. In beide Richtungen schlecht an das Festland angebunden liegt sie abseits aller Wege von Landstreitkräften, für die Luftkriegsführung ist sie komplett egal und die Kosten für den Krieg liegen weit über denen für einen Hafenneubau - ganz abgesehen davon, dass das Seestreitkräfte heute nur noch geopolitisch von Bedeutung sind und damit auf der Badewanne von schwarzem Meer wenig zu suchen haben. Schon im zweiten Weltkrieg fanden dort wenig Kampfhandlungen statt und im kalten Krieg fand es, obwohl direktes Grenzgebiet zwischen beiden Blöcken, kaum Beachtung. Landgestützte Luftstreikräfte operieren schlichtweg aus Entfernungen, die größer sind und kümmern sich herzlich wenig darüber, ob sie über Wasser oder über Land anfliegen.

Die einzige Bedeutung der Krim ist daher ideologischer Natur: Sie wird von Putin als Teil Großrusslands erachtet, "Fremdherrschaft" ist ihm daher ein Dorn im Auge. Vergleiche Hitler und Sudetenland. Das war strategisch auch allenfalls als Durchgangsgebiet von Bedeutung und wirtschaftlich komplett egal (die Krim dagegen ein wichtiger Devisenbringer für die Ukraine - für Russland jetzt weniger), "musste" aber trotzdem ins Reich geholt werden.

Die Ukraine instabil zu halten sorgt schlicht dafür, dass die NATO bzw. EU sich nicht weiter an der Grenze Russlands ausbreiten kann.

Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall: Mit Ausnahme von Lukaschenko gibt es jetzt keinen einzigen Nachbarn Russlands in Europa mehr, der sich nicht nach Schutz durch einen starken Büdnispartner sehnt.
 
Du scheinst nicht viel Ahnung davon zu haben, der Marine Stützpunkt ist enorm wichtig und ist der einzige Hafen mit Mittelmeerzugang auf russischem Boden und daher sehr wichtig und war der einzige Grund für das Einverleiben der Krim in Russland.
Irgendwelche Landzugänge spielen da absolut keine Rolle.
 
Du scheinst nicht viel Ahnung davon zu haben, der Marine Stützpunkt ist enorm wichtig und ist der einzige Hafen mit Mittelmeerzugang auf russischem Boden und daher sehr wichtig und war der einzige Grund für das Einverleiben der Krim in Russland.

Ja... Keine Ahnung, beweist gerade ehr du, wie schon zuvor gelegentlich, ganz deutlich.
Seit wann liegt die Krim bitte im Mittelmeer und seit wann wäre Sewastopol bitte der einzige Russische Hafen den sie als Möglichkeit eines Zugangs zum schwarzen Meer und somit auch Mittelmeer hätten?

ru küste sw meer.jpg

(Russische Küste im schwarzen Meer von mir schwarz makiert)

Wie man sieht, auch ohne Sewastopol hätte man noch Zugang zum schwarzen Meer und auch für den Zugang zum Mittelmeer spielt die Krim absolut keine Rolle, weil man dazu immer noch durch den Bosporus (die Türkei, die zur Nato gehört) fahren muss.
Wen die Türkei also dicht macht sitzt Russland mit seiner Flotte trotzdem im schwarzen Meer fest und kommen nicht ins Mittelmeer, mit oder ohne Krim, völlig egal.

Die Krim hat zwar trotzdem eine gewisse strategische Bedeutung, aber aus völlig anderen Gründen als diesen von dir völlig falsch angebrachten.
Vieleicht führe ich die später noch in einem anderen Post aus.
 
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Ah dann zeig mir doch den anderen gut ausgebauten Schwarzmeerhafen des russischen Militärs?
Die Flotte der Türken ist nicht nennenswert, sie wären niemals in der Lage diese Meerenge gegen Russland zu verschließen.
Und allgemein ist die Kampfkraft der türkischen Streitkräfte jämmerlich, was man momentan in der unglaublich langsamen Offensive in Syrien sieht.

Aber schon interessant, wie du mir keine Ahnung zu haben unterstellst, aber selbst nicht mal richtig lesen kannst, Hafen mit Mittelmeerzugang ungleich Mittelmeerhafen, aber gleichzeitig im Text die Meerenge erwähnst die eben ins Mittelmeer führt :wall: .
 
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Ah dann zeig mir doch den anderen gut ausgebauten Schwarzmeerhafen des russischen Militärs?

Noworossiysk, zum Beispiel, da gibts sogar schon eine Militärbasis, oder Temrjuk wäre auch noch evt eine Möglichkeit, allerdings wohl nicht die erste Wahl im Vergleich zu Noworossiysk.

Die Flotte der Türken ist nicht nennenswert, sie wären niemals in der Lage diese Meerenge gegen Russland zu verschließen.

Und wieder beweist du das du einfach von der Materie null verstehst. Die Türken müssen garnicht auf See gewinnen können, da versenkst du ein paar alte Schiffe, oder verminst die Meerenge um sie zu blockieren und beschießst von Land / Luft aus alles was sich der Meerenge von See aus nähern will.
Da können die Russen eine noch so überlegene Schwarzmeerflotte haben, nützt dir dagegen wenig, wie auch schon die Engländer im Ersten Weltkrieg lernen mussten und die Osmanen gegen die Byzantiner im Mittelalter.

Und allgemein ist die Kampfkraft der türkischen Streitkräfte jämmerlich, was man momentan in der unglaublich langsamen Offensive in Syrien sieht.

Hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun, vor allem da es im Rahmen des NATO-Bündnisses relativ sekundär ist, also wayne interessiert es.

Aber schon interessant, wie du mir keine Ahnung zu haben unterstellst, aber selbst nicht mal richtig lesen kannst.

Tut mir ja leid dich entäuschen zu müssen, aber zum einen warst du der erste der hier angefangen hat zu behaupten das ruyven keine Ahnung hätte, ich hab lediglich darauf hingwiesen das dein Post ehr den Eindruck erweckt als wenn du keine Ahnung hast, was sich jetzt schon zweimal hintereinander alleine in diesem Thread andeutet. :schief:

Hafen mit Mittelmeerzugang ungleich Mittelmeerhafen, aber gleichzeitig im Text die Meerenge erwähnst die eben ins Mittelmeer führt :wall: .

Und auch da irrst du dich, Hafen mit Mittelmeerzugang würde bedeuten das man vom Hafen direkt ins Mittelmeer gelangt, gelangst du aber nicht, Sewastopol hat Zugang zum schwarzen Meer und eben keinen Zugang zum Mittelmeer, von Bosporus gelangst du aber ins Mittelmeer, meine Aussage ist also korrekt, deine inkorekt.

Sieht der Duden auch nicht wesentlich anders:
Zugang: Stelle, Weg, der in einen Raum, Ort hineinführt


Richtiger wäre es gewesen wenn du gesagt hättest das Sewastopol ein Hafen wäre von dem man aus man zum Mittelmeer gelangen kann, weil das schließt nicht aus das man dafür noch durch das schwarze Meer und den Bosporus muss.

Kleiner Unterschied, aber große Wirkung. :P
 
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Wie man sieht, auch ohne Sewastopol hätte man noch Zugang zum schwarzen Meer und auch für den Zugang zum Mittelmeer spielt die Krim absolut keine Rolle, weil man dazu immer noch durch den Bosporus (die Türkei, die zur Nato gehört) fahren muss.

Ergänzen könnte man noch, dass genau aus diesen Gründen die russischen Mittelmeeroperationen von Tartus aus versorgt werden - und in der Vergangenheit oft von Einheiten der Nordmeerflotte durchgeführt wurden. Die Russen fahren lieber einmal um ganz Europa rum, als mit den Türken eine Passage abzusprechen.


Ah dann zeig mir doch den anderen gut ausgebauten Schwarzmeerhafen des russischen Militärs?

Noworossijsk?
Abgesehen davon war meine Aussage, dass der Krieg gegen die Ukraine teurer ist, als der Neubau eines Hafens. Zum Beispiel in Sotschi legen jetzt schon große Kreuzfahrtschiffe an, da könnte man auch problemlos eine Marinebasis hinstellen. Weitere Küstenorte kommen ebenfalls in Frage, die beiden genannten aber klare Vorteile hinsichtlich der Verkehrsanbindung auf der Landseite.
Eine Anbindung, die Sewastopol übrigens fehlt(e).

Die Flotte der Türken ist nicht nennenswert, sie wären niemals in der Lage diese Meerenge gegen Russland zu verschließen.

???
Hast du eigentlich irgend eine Ahnung von (See)Krieg? Schiffe sind von Land und erst recht aus der Luft heraus verdammt leicht zu versenken. Seit dem ersten Weltkrieg gab es keine große Seeschlacht mehr, die von Wassereinheiten entschieden wurde. Russland müsste die komplette türkische Luftwaffe und die motorisierten Landstreitkräfte vernichten, ehe sie auch nur eine Chance auf eine ungenehmigte Durchquerung des Bosporus und der Dardannellen hätten (vorausgesetzt, sie finden alle bis dahin gelegten Minen) - und wenn sie das auch nur versuchen, haben sie es im unmittelbaren Anschluss noch mit dem gesammelten NATO-Luftschlagspotential und Beschuss von griechischen Landstellungen zu tun.
Ich will nicht darüber urteilen, ob Russland das schaffen könnte. Aber fest steht, dass sie nirgendwo mehr hinfahren müssten, wenn sie das schaffen würden.

Diese Einschätzung deckt sich übrigens mit der russsichen Position. Der Schwarzmeerflotte ist ein Wurmfortsatz, der noch immer fast ausschließlich mit altem Sowjetschrott arbeitet (der zum Teil von der Ukraine beschlagnahmt wurde). In diesem Jahrtausend kamen ganze 13 Einheiten dazu. Genauer: Zwei Minensucher einer Klasse aus den 60er Jahren, zwei kleine Küsten/Binnengewässerkorvetten, sechs nicht-strategische Diesel-elektrische U-Boote (ausschließlich Torpedos und kleine, aus Torpedorohren startfähige Marschflugkörper) und drei mittelgroße Fregatten, ebenfalls primär für die bekämpfung von Schiffszielen ausgerüstet (auch wenn eine Marschflugkörper gegen den IS gestartet hat). Oder anders gesagt: Russland hält eine kleine Flotte aktiv, die vor allem auf die Verteidigung der eigenen Küste gegen fremde Schiffe ausgelegt ist. Mit den U-Booten könnten sie auch Küstenaktivitäten anderer Anreiner stören, sich durch den Bosporus zu schleichen wäre aber schon extrem riskant. Was nicht gibt in der Schwarzmeerflotte: Große Transportkapazitäten, Möglichkeiten zur Landangriffen (abseits von Unterstützungsfeuer nach Erlangung der Lufthohheit und Sicherung der Küste) oder Einheiten, die Luftunterstützung bereitstellen könnten.
 
Also könnte Russland die Schwarzmeerflotte in Noworossijsk sofort stationieren? Eher nicht.

Es gibt immer noch Raketenabwehrsysteme und Luftabwehrsysteme und die Schwarzmeerflotte wird modernisiert, also ist es wohl kaum die russische Position, dass diese unnötig ist.
 
Seit dem ersten Weltkrieg gab es keine große Seeschlacht mehr, die von Wassereinheiten entschieden wurde.

Da gäbe es jetzt von mir nur zwei Fragen.

A) Zählst du Flugzeugträger zu Wassereinheiten?
B) Ab wann ist eine Seeschlacht groß?

Sonst würden mir nämlich einige Schlachten im Pazifikkrieg einfallen, die durchaus von Wassereinheiten entschieden wurden. Abgesehen davon, dein Beitrag bezüglich der Meerenge in den Dardanellen ist natürlich absolut zutreffend.
 
Groß: Sobald ihr Ausgang ernsthafte Auswirkungen auf das Heimatland zumindest einer der beiden Seiten hat. Das heißt die Schlachten im Rahmen der kontinentalen Blockade gegen Napoleon waren groß, die Schlachten zwischen einer Hand voll Schiffe in Koloniegebieten am Arsch der Welt in späteren Kriegen waren wurscht, weswegen ich sie von meiner obigen Aussage ausgeklammert habe. (Wobei mir aus dem letzten halben Jahrhundert aber ohnehin kein weiteres Beispiel dieser Art bekannt wäre.)

Flugzeugträger sind (mit Ausnahme von Akron und Macon :) ) Wassereinheiten.
Die darauf stationierten Flugzeuge aber nicht. Letztere haben in der Tat eine große Rolle im Pazifikkrieg gespielt, wo es mangels Land einen großen Mangel an Flugplätzen gab. In den Anfangstagen des zweiten Weltkriegs gab es das auch noch eingeschränkt über dem Atlantik, aber 43 selbst dort nicht mehr. Das Schwarze Meer ist nur ein Bruchteil so groß und die Flugzeugtechnik hat sich seitdem noch einmal deutlich weiterentwickelt. Alles, was im Pazifikkrieg von Trägerflugzeugen erreicht wurde, würden in einem Schwarz-Meer-Krieg heute landgestützte Flugzeuge übernehmen können. Und das besser als ihre STOL-gezwungenen Trägerkollegen. Die nimmt man heute nur noch, wenn man fernab von Landbasen agieren muss oder (wie zahlreiche andere Wassereinheiten) zur Unterstützung in einer Gegend, in der man bereits die absolute Lufthohheit hat. (Siehe US-Trägereinsätze gegen Afghanistan, gegen den Irak und gegen Lybien. Aber nicht gegen Syrien.) Genau aus diesem Grund verzichtet Russland (und zuvor die Sowjetunion) übrigens auf eine eigene Trägerflotte. Wenn potentielle Bedrohungen primär in Reichweite des eigenen Territoriums liegen, sind investitionen in die landgestützen Luftstreitkräfte einfach die bessere Lösung.
 
Abgesehen davon kostet ein Flugzeugträgerverband auch einen Haufen Geld Unterhalt pro Monat. Denn ein Flugzeugträger reicht ja nicht, du brauchst diverse Versorgungsschiffe und alles.
Wenn ich nicht irre, hat ein FLugzeugträger der Nimitz Klasse rund 5000 Besatzungsmitglieder. Was die alleine pro Tag essen.
Dann was die Flugzeuge an Treibstoff brauchen. Da muss sowieso immer ein Tanker mitfahren.
 
Sie hätten schon gerne einen richtigen Flugzeugträger, Pläne gibt es dafür (Russlands Marine wird sechs neue Flugzeugtrager bekommen - Verteidigungspolitiker - Sputnik Deutschland ), aber Russland hat, genauso wie die Sowjetunion (bis auf die klapprigen Dinger die heute noch rumfahren) damals, schlicht kein Geld um welche zu bauen und die Dinger sind abnormal teuer.

Der reine Bau von Flugzeugträgern selbst ist nich extrem teuer. Teuer ist vor allem der Unterhalt eines Trägers, weil du Begleitschiffe brauchst um einen Träger besonders gegen U-Boote abzusichern, weil du Piloten ausbilden musst die speziell geschult sind von einem Träger aus zu operieren, weil du die regelmäßige Versorgung sicherstellen musst, du brauchst also extra Versorgungsschiffe, weil du angepasste Flugzeuge brauchst die vom Träger aus operieren können und natürlich last but not least die regelmäßige Modernisierung eines Trägers und besonders der Flugzeuge auf ihm während der Dienstzeit.

Nur mal so am Rande, ein einziger US-Flugzeugträger der Nimitz-Klasse kostet konservativ gerechnet in 50 Jahren Dienstzeit insgesamt etwa 22 Mrd. Dollar, nur der Flugzeugträger, wobei die reine Anschaffung etwa 6,3 Mrd. Dollar ausmacht (inkl. Flugzeuge, ect):

Nach defensiven Rechnungen kostet jeder Träger der Nimitz-Klasse den amerikanischen Steuerzahler für Bau, Unterhalt, Modernisierung gut 22 Milliarden Dollar – bei einer angenommenen Dienstzeit von 50 Jahren. Darin sind die Kosten für die Kreuzer, Zerstörer und U-Boote, die jede dieser schwimmenden Festungen begleiten, noch nicht enthalten.

Kostenubersicht der Nimitz-Klasse - Aircraft Carriers Info

Nur mal zum Vergleich, eine US-Fregatte der Zumwalt Klasse (2016) ist mit etwa 4,4 Mrd. Dollar Anschaffungskosten pro Schiff nicht so wesentlich günstiger als ein Flugzeugträger der Nimitz-Klasse, bzw. in etwa so teuer wie der 1994 in Dienst gestellte deutlich kleinere französische Flugzeugträger Charles de Gaule mit etwa 5 Mrd. Dollar.

Dann was die Flugzeuge an Treibstoff brauchen. Da muss sowieso immer ein Tanker mitfahren.

Flugzeugträger führen den Treibstoff für die Flugzeuge selbser mit, da sie ja in der Regel Nuklear betrieben werden benötigen sie keinen eigenen Treibstoff. Entsprechend fährt da nicht permanent ein Tanker mit anbei.
 
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