So ist der Kommunismus nun mal, der Einzelne ist egal...und wenn man Millionen Einzelne Soldaten rechnet, ist das eben für die Russen egal.
Und diese Zählweise funktioniert ja offensichtlich...
Das könnte mit rein spielen, die eigentliche Ursache ist m.M. nach wesentlich handfester und "offensichtlicher".
Es hat etwas mit der Struktur der russischen Armee zu tun und nach 4 Jahren verlustreicher Kämpfe, kann das immer weniger kompensiert werden.
Im Gegensatz zu allen westlichen Armeen, kennt die russische Armee kein wirkliches Unteroffizierskorps, also keine Berufssoldaten, die über Jahre als Feldwebel ausgebildet wurden um Züge und Gruppen zu führen und befehligen.
Dabei will ich hier gar nicht auf die deutsche Auftragstaktik hinaus, sondern einfach auf ein professionelles Unteroffizierkorps, das es bei den Russen nicht gibt, das werden einfache Soldaten, die von Offizieren für geeignet gehalten werden, entsprechend niedrig ist ihr Ausbildungsstand aber auch Akzeptanz.
Den Sergeant gibt es halt auch z.B. bei den USA oder GB als proferssionell ausgebildeten Berufssoldaten und tragende Säule der Armee, die Säule fehlt den Russen komplett.
Offiziere lungern eher in Befehlsständen rum und im Kampf an der Front müssen sich die russischen Soldaten eher selber führen, so etwas geht nie lange gut.
Eigentlich erschreckend das Russland seit Ewigkeiten an dieser Doktrin festhält.... einfach über Menschenmasse versuchen über den Gegner zu rollen.
Sie können von ihrer Struktur wenig anderes. Es gibt kein ausgebildetes Unteroffizierkorps und russische Offiziere haben nie oder sehr wenig gelernt "von vorne" zu führen.
Sie sind in der Beziehung sehr sehr eingeschränkt, weil wer sollte neue Taktiken umsetzen, wer ist dafür ausgebildet?
Nichts desto trotz adaptieren auch die Russen und sind lernwillig, aber eben nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten (Struktur).