Evtl. werden moderne System dafür zurückgehalten, damit Lettland nicht angreifen kann...^^
Richtig, die Ukrainer melden 40.000 russische Mannverluste, ohne zu benennen, ob dies nur Tote oder auch Verwundete sind. Gefangene stehen evtl. auch noch mit drauf, wer weiss das schon.
Die US-Einschätzung erscheint mir plausibler.
Ich würde solche Einschätzungen nicht getrennt betrachten. Die US-Geheimdienste sicherlich auch zusätzliche Primärquellen auf russischer Seite, aber deren Erkenntnisse fließen nicht öffentlich Zahlen. Die beruhen genauso aus einer Mischung von Social-Media-/Presse-Analysen vor Ort und auf Meldungen ukrainischer Militärbeobachter, wie alle anderen westlichen Angaben auch. Die Gewichtung ändert sich, aber niemand kann den anderen bestätigen oder belegen, weil immer die gleichen Primärquellen zum Einsatz kommen.
Bei mir sind 300k von 900k = 33% und 400k von 900k = 44%
Bei den Amis gilt ca. 4 zu 6, also von 10 Mann kämpfen direkt 4, der Rest ist support, wieauchimmerderausssieht.
Haben die USA nicht tendentiell einen größeren Support-Overhead, weil sie als Expeditionsarmee aufgetellt sind? Im Extremfall eines Flugzeugträgers kommen auf 5000 Mann maximal 200 die überhaupt zur Teilnahme an Kampfhandlungen gedacht sind und davon befinden sich in der Praxis selten mehr als 20 "an der Front" oder auf dem Weg dahin. Auch Transport und medizinischer Dienst der US-Armee sind auf einem ganz anderen Niveau als in Russland oder anderen auf lokale Präsenz ausgelegte Armeen.
Telepolis recherchiert i. d. R. auch ganz gut.
Hängt vom Thema ab. Im Fall Ukraine waren TP zumindest früher halbes Kremloutlet. Seitdem gucke ich gar nicht erst rein, weil es einem ohne extrene Bestätigung einfach nichts sagt.
Ich befürchte die Nummer mit "Russland muss irgendwann aufhören weil ihnen Material und Leute ausgehen" kann sich die Ukraine/EU in die Haare schmieren. Klar würde das irgendwann so sein. Wenns in dem aktuellen Tempo weitergeht gefühlt 2026 oder sowas. Aber realistisch ist einfach, dass ein anderes Kriegsende wie auch immer das aussieht weit vorher eintritt.
Hängt davon ab, was man als "aufhören" bezeichnet. Russland hat vor einem Monat aufgehört, auf 90% der Frontlinie Vorstoßversuche zu unternehmen. Vor 1-2 Wochen haben sie aufgehört, eine vollständige Seekontrolle bis zur Donaumündung aufrechtzuerhalten. Wenn man sich das Tempo der letzten Tage anguckt, fehlt nicht mehr viel und sie müssen aufhören, im Donbass vorzu
marschierenkriechen. Was derzeit noch nicht absehbar ist, wann ihnen die Raketen für Zerstörungen tief im ukranischen Hinterland ausgehen, aber davon abgesehen, könnten die Russen bereits im Herbst aufhören, eine Bedrohung für das aktuell von der Ukraine kontrollierte Territorium zu sein, weil das verbleibende Material schlicht zu knapp und damit zu wertvoll zum verheizen wird. Auch "westlich des Dnjepr präsent sein" steht in greifbarer Position auf der "Russland hört auf Liste", man muss nicht gleich die Kapitulation Moskaus fordern.
Und wie ich schon x-fach geschrieben habe: Putin scheißt sich nach eigenem Bekenntnis vor der NATO in die Hosen. Ein Großteil der russischen Armee ist gebunden, um 5% der Landesgrenze vor gegen die "Einkreisung" zu verteidigen. Seine eigentlichen Reserven hat Putin längst verbraucht und musste die Verteidigung an der Grenze zu China auf ein wirkungsloses Maß reduzieren, Präsenz in Georgien und Tschetschenien zurückfahren. Wenn da jetzt wer zündelt, hat Moskau schon ein ziemlich großes Problem. Wenn Xi seine Unterstützung einstellen würde, müsste man den Krieg abbrechen. Wenn Aserbaidschan erneut Stress macht (und das ist keineswegs unwahrscheinlich), würde man den "Verbündeten" Armenien vermutlich im Stich lassen.
Äh, ja, Statistika ist das größte statistische Nachrichtenprotal der westlichen Welt, aber gut
Statista ist eine Team von Googleoptimieren, bei denen die Paywall deutlich besser funktioniert als der Quellenzugang...
Für die Diskussionen leider unbrauchbar, weil man einfach eine 5:1 Chance hat, dass der Diskussionspartner dem Link nicht einmal folgen kann.
Es wird ja immer auf Deutschland herumgehackt, wo denn die Panzer bleiben.
Wo sind denn eigentlich die britischen, französischen, italienischen , spanischen oder gar türkischen Panzer?
Ich glaube von denen hat keiner einen Ringtausch mit Panzern in der ersten oder zweiten Kriegswoche versprochen, oder?
Eine zweifelhafte Abstimmung über die Zugehörigkeit der Krim mangels realer Optionen Russlands bezüglich der Schwarzmeerflotte waren sicherlich nicht eine der größten Völkerrechtsbrüche seit 1939.
Der Einmarsch der russischen Soldaten in ukrainisches Staatsgebiet deutlich vor diesem Referendum war es aber.
Wenn überhaupt ist es der Angriffskrieg gegen die Ukraine,
Gut - ich hätte deutlich macher sollen, dass ich aus der Perspektive von 2014 heraus geschrieben habe. Im Vergleich, zu dem was heute läuft, war das damals natürlich Kinderspiel.
Aber mir fällt bestenfalls ein weiterer Fall aus den letzten 80 Jahren ein, in dem Militär ohne Provokation/Bedrohung/Bündnis aus einer Friedensituation heraus in ein friedliches Nachbarland einmarschiert ist, um dort die Kontrolle zu übernehmen. Und das wäre der irakische Angriff auf den Iran, was "friedliches Nachbarland" schon recht weit auslegt. Den da war gerade eine Revolution gelaufen, es waren Aufstände iraknaher Ethnien mit Militärgewalt niedergeschlagen worden und es gab offene Aufrufe, die irakische Führung zu stürzen.
Krim dagegen? Gar nichts. In der Hauptstadt eines Nachbarlands gab es größere Demonstrationen, das war alles. Niemand hat Aggressionen gegenüber Russland geäußert, niemand hat was gegen Russland vorbereitet, niemand hat Militär eingesetzt, niemand hätte auch nur das Potential gehabt, Russland zu schaden. Abkommen über die legitimen russischen Interessen in der Ukraine waren kurz zuvor auf Jahrzehnte hinaus verlängert worden und selbst die Demonstranten forderten nichtmal Änderungen daran. Einzig weil der ukrainische Staat sein Recht auf wirtschaftliche Selbstbestimmung nutzen wollte, hat Putin russische Spezialkräfte in großer Zahl in die Ukraine verlegt. Hätten die ukrainischen Verteidiger in mehr als einem Fall ihre Waffen auch benutzt, wäre schon dieser Einmarsch der Beginn eines offenen Krieges gewesen, wie er sich so 1939 zum letzten Mal ereignet hat.
Aber Völkerrechtsverstöße messen sich nicht daran, ob der, dessen Rechte missachtet werden, in der Lage ist, sich zu wehren, oder ob er sich ohnmächtig ergibt. Die nicht-Reaktionen von 2014 haben Putin in seiner "das Völkerrecht gilt nur für andere"-Politik bestärkt und das Ergebniss dieser diplomatische Katastrophe sehen wir heute.
Wenn wir schon bei hätte Fahrradkette sind, hätte man das absurde fokussieren eines Beitritts der Ukraine konsequent verneinen können.
Und ich bin prinzipiell für eine Erweiterung der NATO, wenn es geopolitisch Sinn ergibt und der Verdacht ausgeräumt ist, dass die NATO zu anderen Zwecken genutzt wird.
Man braucht einen starken Block gegen das kommunistische China.
Spätestens letzteres ist, neben so Kinderkram wie "Demokratie" und "Selbstbestimmung der Nationen" der Grund, warum die NATO niemanden einen endgültige Absage auf alle Zeiten erteilt, wie Russland das fordert. Man hat klar gemacht, dass die Ukraine und Georgien zum damaligen Zeitpunkt nichts in der NATO zu suchen haben, dass es aber natürlich kein allgemeingültiges Beitrittsverbot gibt.
Das war Putin zuwenig. Er beanspruchte bereits damals, das Moskau das letzte Wort über die Verteidigung aller Nachbarn Russlands hat, so wie er ab 2014 auch die Kontrolle über die ukrainische Wirtschaftspolitik zur russischen Angelegenheit erklärt hat und mittlerweile auch die ukrainische Kulturpolitik. Also alle wie zu besten Sowjetzeiten. Und ein paar Jahre nach der NATO-Zurückweitung war Putin leider auch rüstungstechnisch soweit, diesen Imperialismus mit Militärgewalt durchzusetzen - und er ist seit 2021 auch soweit, seine diesbezüglichen Ansprüche bis an die Oder-Neiße-Linie auszudehnen, sodass die Sache kein lokales Problem östlich des NATO-Raums mehr ist, sondern das es zu unserem ureigensten Interesse wurde, Putins Eroberungsdrang zu stoppen.