Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Dieser Krieg ist die Fortsetzung des Konfliktes aus 2014 und resultiert aus dem Gezerre an der Ukraine. Dass Putin in die Ukraine einfällt, um zu "Entnazifizieren" dürfe vielen Russen gefallen.
Mit dieser Argumentation hat er wohl die Mehrheit hinter sich, auch wenn es nur ganz wenige ukrainische Nazis gab und diese nicht der Rede Wert waren.

Ziel müsste es jetzt sein Finnland und Schweden in die Nato aufzunehmen, Russland aus Swift zu werfen und das Land komplett zu isolieren.
Die Waffenlieferungen an die Ukraine könnten sich jedoch als Fehler erweisen.
Das Zögern von Scholz war total lächerlich. Die 5000 Helme waren ein Witz.
 
Dieser Krieg ist die Fortsetzung des Konfliktes aus 2014 und resultiert aus dem Gezerre an der Ukraine. Dass Putin in die Ukraine einfällt, um zu "Entnazifizieren" dürfe vielen Russen gefallen.
Mit dieser Argumentation hat er wohl die Mehrheit hinter sich, auch wenn es nur ganz wenige ukrainische Nazis gab und diese nicht der Rede Wert waren.

Ziel müsste es jetzt sein Finnland und Schweden in die Nato aufzunehmen, Russland aus Swift zu werfen und das Land komplett zu isolieren.
Die Waffenlieferungen an die Ukraine könnten sich jedoch als Fehler erweisen.
Das Zögern von Scholz war total lächerlich. Die 5000 Helme waren ein Witz.
Das ist doch viel zu spät dafür. Russland wird jetzt nicht mehr aufhören und als nächtes wird es östliche Natoländer attackieren. Frage ist wie ob im offenen Konflikt und wie er aussehen würde.

Die Hauptfrage ist aber ob Washington einen Zweifrontenkrieg kämpft.
 
Das ist doch viel zu spät dafür. Russland wird jetzt nicht mehr aufhören und als nächtes wird es östliche Natoländer attackieren.
Ich hoffe inständig dass er nicht so wahnsinnig ist.
Wenn er die NATO angreift hat das für ihn die sichere Vernichtung zur Folge. Das Problem dabei: Wenn er das bemerkt und ausreichend irre ist (und nicht intern aufgehalten wird) drückt er den großen A-Knopf. Das hat dann die Vernichtung von uns allen zur Folge.
 
Ich hoffe inständig dass er nicht so wahnsinnig ist.
Wenn er die NATO angreift hat das für ihn die sichere Vernichtung zur Folge. Das Problem dabei: Wenn er das bemerkt und ausreichend irre ist (und nicht intern aufgehalten wird) drückt er den großen A-Knopf. Das hat dann die Vernichtung von uns allen zur Folge.

Man muss hier verstehen dass kein europ. Land das zu entscheiden hat. Zwar kosten wir am Previleg alle im stärksten Club aller Zeiten anzugehören, aber blöder Weise befindet sich fast die gesamte Stärke und Qualität dieses Clubs jenseits des Altantiks, und dann spielen so banale Dinge wie mindestens 14 Tage bis notwendiges Kriegsgerät dahin kommt wo es soll, eine Hauptrolle.

Sehr sehr viel hängt jetzt davon ab was in der Ukraine passiert, wirklich sehr viel. Ums mal auf den Punkt zu brignen: In der Ukraine kämpft gerade Russland gegen die USA, die es gerade herausgefordert ha, mit der Botschaft verpi...t euch aus Europa. Russland will einen Westen ohne die USA und hat dabei Dland auf seiner Seite welches zwar noch zögert, aber eine ökonomische Zukunft in einem Europa mit Russland vorziehen würde. Frankreich vermutlich auch.

Ich bin überzeugt davon dass Putin mit Angriffen auf Polen, Litauen, Estland, Lettland, Slowakei und Tscheschien die USA provuzieren wird, und vor die Entscheidung stellt zwei Kriege zu führen.

Stellen wir uns doch mal einfach vor, dass am Dienstag, China in Taiwan einfällt. Prost..
 
Das Internet wird ptn sicher nicht in gänze deaktivieren können.

Er kann es wohl vom Ausland abkoppeln. Würde halt innenpolitisch auffallen, aber besser nichts als was unkontrolliertes. Ich glaube aber nicht, dass die Infrastruktur in Russland schon derart verclouded ist, dass Anonymous da viel machen kann.


Die Moral der Russen ist von Anfang an nicht so dolle, man kämpf eben ungern gg seinen Bruder. Auch Putins Anweisungen an die Armee zeigen dass man das ukrainische Volk auf keinen Fall auf sich bringen will. Zb stellen die Russen sicher dass die Ukrainer sich versorgen können, Strom haben, Wasser ect.

Das würde ich daraus erstmal nicht schlussfolgern. Es ist ein schneller Eroberungskrieg. Da versucht man Schäden an der Infrastruktur immmer gering zu halten, weil es ja nächste Woche die eigene Infrastuktur ist - oder eben nicht, wenn man sie kaputt gemacht hat. Angriffe auf zivile Versorgung sind Zermürbungstaktiken, die typisch für sich lange hinziehende Konflikte sind, in denen ein schneller Sieg längst ausgeschlossen ist und statt der Eroberung die Vernichtung des Gegners angestrebt wird.


Ob mehr Truppen für Putin Sinn machen... ja und nein. Mehr Waffen, nach realer Schätzung sind gerade mal was über 1000 Russen gefallen. Schmerzhafter ist aber der Verlust vieler Kampfhubschrauber aber vorallem Panzer und gepanzerte Fahrzeuge die mitlerweile über 250 Gefallene liegen dürfen. Auch verlieren die Russen immer mehr Flugzeuge, vorallem in der Nacht scheinen die Russen große Probleme zu haben.

Auf Opferzahlen würde ich im Moment noch nicht viel geben. (Auch wenn es plausibel erscheint, dass man in der ersten, ausschließlich mit schnellem Gerät geführten Phase eines Krieges natürlich mehr Hubrschauber und Flugzeuge, aber wenig Soldaten verliert.)

Ich bin leider kein Militärexperte aber in ausländischen Expertendebatten heißt es dass wenn die Ukraine die nächsten Tage durchhalten kann, ihr dank Waffenleiferungen aus dem Westen tatsächlich reale Chancen zugesprochen werden einen langandauernden Konflikt gewinnen zu können. Aber auch wenn nicht wird Putins Hauptpunkt des Krieges, nämlich im kleinen Zeitramen zu gewinnen, warsch, nicht mehr aufgehen.

Siehe oben: Ein langgestreckter Krieg über mehrere Jahre hätte gute Chancen, wäre für Putin innenpolitisch problematisch. Und einen mittleren halte ich sogar für komplett unführbar - sobald der Vormarsch einmal zum stehen kommt und die Ukrainer ihre Stellungen befestigen können, muss die russische Armee entweder mit einem Großteil ihre Gesamtstärke anrücken und hohe Verluste in Kauf nehmen, um sie wieder in Gang zu bringen. Verglichen mit einem langen Zermürbungskrieg wäre das innenpolitisch für Putin nicht mehr "problematisch", sondern blanker Selbstmord wenn mehrere 100000 Russen im von ihm angezetteln Krieg fallen. Der einzige gute Ausweg aus der Situation ist für ihn ein schneller Sieg.


Was auf jeden Fall eingetroffen ist, ist dass entweder Putin oder seine Generäle sich gewaltig verspäkuliert haben, und derzeit spüren wie effizient westliche Kriegstechnik in einem offenen Krieg ist.

Die Ukraine hat mit Ausnahme einiger weniger Infanterie-Raketenwaffen und der türkischen Drohnen eigentlich nur russische oder einheimische Waffen.

Fällt mir auf: Weiß jemand, ob die russische Armee bislang ihr neuestes Gerät einsetzt?
Strategisch wäre es imho ein nicht zu unterschätzender Rückschritt gegenüber der NATO, wenn sie die Kampfkraft der neuesten Waffensystemgenerationen in einem Schlagabtausch demonstrieren würden, in dem die Gegenseite ebenfalls Post-Sowjettechnik ins Feld führt. Danach wüssten nämlich alle westlichen Beobachter exakt, was Russlands Armee kann, aber selbige wäre keinen Deut schlauer bezüglich des gegnerischen Potentials.


Die Russen haben nach 4 Tagen bereits gewaltige Logistikprobleme aus dem Grund sind sie gezwungen sich nach hinten zu ziehen und Stellungen zu halten und kämpfen jetzt mehr aus der Distanz. Man rätselt bereits um den Grund weshalb Putin eine Invasion mit einer so schlecht vorbereitetten Armee umsetzt.

Ich denke nicht dass das in die Länge Ziehen des Krieges für die russische Logistika kein Problem darstellt. Die Ukrainer gewinnen Zeit was sehr schnlecht für die Russen ist, vorallem werden sie mit neuen Waffen beliefert.

Nicht "kein Problem", nur "kein unlösbares". Ich bin erstmal vorsichtig mit den derzeitigen Berichten über größere Probleme, da die Informationslage so unübersichtlich ist und auch auf ukrainischer Sicht definitiv moralstärkende Berichterstattung aka Propagandamärchen in Umlauf sind. Aber bei einem schnellen Eroberungskrieg kommt es sehr darauf an, dass alles Glieder wie geplant ineinandergreifen und die russischen Pläne gingen offensichtlich nicht alle auf. Da bringt auch Logistikprobleme mit sich, deren Lösung aber möglicherweise eher eine Sache von 12-24 h denn von mehreren Wochen ist und somit die Aktionsmöglichkeiten nicht viel stärker einschränkt, als die Strategieänderung an sich.

Natürlich könnte Kiew zu jeder Zeit auch fallen, oder die Donbas Verteidigung in einen Kessel geraten durch die herannahende westliche Front der Russen die sich gestern noch auf Odessa zubewegte.

Bislang gibt es keine Berichte über Vorstöße von der Krim ins Ladesinnere. Das heißt abseits von Cherkiw versucht niemand, den Donbass-Truppen in den Rücken zu fallen. Allgemein scheinen die aber auch nicht im Fokus des Krieges zu stehen, was Sinn macht: Da dort schon länger mit größeren Angriffen gerechnet wurde, sind relativ viele, gute vorbereitete aber nicht zwingend sehr mobile Kontigente in der Ostukraine. Die zu schlagen wäre weniger einfach, sie nicht zu schlagen weniger problematisch als manch anderes Ziel. Russische Strategie scheint es vielmehr gewesen zu sein, möglichst große Teile der militärisch schlecht gerüsteten, aber wirtschaftlich und versorgungstechnisch wichtigen Südküste einzunehmen und die Regierung aus Kiev zu vertreiben oder noch besser gefangen zu nehmen. Danach hätte man mit einer eingesetzten Marionettenregierung und reichlich Substanz in der Hinterhand "Verhandlungen" über den Rest führen können.

Aber dennoch, Fakt ist das eine Armee wie die ukrainische so einer vermeindlichen Übermacht solche Probleme macht. Die haben 2014 gelernt und haben jetzt eine gute Methode gg die Russen. Wer hätte das vor 5 Tagen wirklich geglaubt ?

Eine Übermacht war es nicht. Die letzten Zahlen gingen auf 150000 russsische Soldaten, während die Ukraine 200000 unter Waffen hat. Aber die 200000 waren nur zum Teil kampfbereit, im Gegensatz zu den 150000, und auch nicht an den richtigen Orten, um zurück zu schlagen. So ziemlich alle Beobachter scheinen erstaunt zu sein, wie schnell die Ukraine das ändern konnte.


Dieser Krieg ist die Fortsetzung des Konfliktes aus 2014 und resultiert aus dem Gezerre an der Ukraine. Dass Putin in die Ukraine einfällt, um zu "Entnazifizieren" dürfe vielen Russen gefallen.
Mit dieser Argumentation hat er wohl die Mehrheit hinter sich, auch wenn es nur ganz wenige ukrainische Nazis gab und diese nicht der Rede Wert waren.

Der Rede wert und durchaus zahlreiche waren die schon. Iirc haben sich zeitweise 15% der Ukrainer zu Kräften bekannt, die aus deutscher Sicht als rechtsextrem und gewaltbereit einzustufen sind und 40+% zu weit rechten Strömungen. Aber zum einen gibt es von diesen Nationalisten keinen etablierten Rassimus gegen Russen, die nicht als andere Ethnie wahrgenommen, sondern nur wegen Aggressionen (teils aus Sowjetzeiten) gegenüber der Ukraine diskriminiert werden und zum anderen haben eben genau diese Kräfte keinen Bezug zur derzeitigen Regierung, auf die es Putin abgesehen hat, und wurden auch aus EU-Perspektive kritisch beäugt, was Putin auch durchaus recht war.

Ziel müsste es jetzt sein Finnland und Schweden in die Nato aufzunehmen, Russland aus Swift zu werfen und das Land komplett zu isolieren.
Die Waffenlieferungen an die Ukraine könnten sich jedoch als Fehler erweisen.

Ich sehe Waffenlieferungen in Krisenregionen zwar allgemein kritisch, aber solange eine breite Palette an Ländern jeweils ein Bisschen gibt, sehe ich hier kein Eskalationsproblem. Mit Swift dagegen hätte ich mir weitaus mehr Vorsicht gewünscht. Zumindest solange keine Entscheidung auf UN-Ebene fällt. Das ist internationale, globale Infrastruktur und wenn die EU sie zur geostrategischen Waffe erklärt, wird das einige Nationen auf der Welt misstrauisch machen, wovon vor allem China deutlich profitiert. Außerdem ist es, ähnlich wie die Maßnahmen der USA gegen Iran-Handelspartner eine Form von Drittstaatensanktionen: Wir schneiden Russland nicht nur vom Handel von uns ab, sondern vorübergehend auch vom Handel mit allen anderen außer China. Moralisch selbst in dieser Situation fragwürdig und das ohne echten Mehrwert gegenüber herkömmlichen Wirtschaftssanktionen, denn Russland handelt ja sowieso fast nur mit Europa, Nordamerika und China.


Ums mal auf den Punkt zu brignen: In der Ukraine kämpft gerade Russland gegen die USA, die es gerade herausgefordert ha,

Nö. Russische Propagandisten verbreiten zwar immer wieder solche Behauptungen, aber die USA sind in der Ukraine nicht sonderlich präsent und haben da bislang weder viel Geld und Waffen reingesteckt. Im Gegensatz zu vielen Schauplätzen des kalten Krieges ist das bislang kein Stellvertreterkrieg, sondern eine reine (versuchte) Machtdemonstration Russlands. Das sicherlich an die Adresse USA, aber ohne deren Beteiligung.

Ich bin überzeugt davon dass Putin mit Angriffen auf Polen, Litauen, Estland, Lettland, Slowakei und Tscheschien die USA provuzieren wird, und vor die Entscheidung stellt zwei Kriege zu führen.

NATO ist NATO. Ohne einen von sehr langer Hand fingierten Vorwand kann Putin keines dieser Länder einzeln angreifen. Und bislang hat Russland definitiv nicht die nötige Stärke, um einen Krieg gegen die gesamte NATO zu gewinnen.

Stellen wir uns doch mal einfach vor, dass am Dienstag, China in Taiwan einfällt. Prost..

Haben wir einen anderen Thread zu - China arbeitet zwar fleißig an Kapazitäten, die auch für die Eroberung Taiwans geeignet wären (meiner Meinung nach aber eher für Südostasien gedacht sind), aber noch sind die bei weitem nicht fertiggestellt und Anzeichen für eine Mobilmachung gibt es auch keine. Chinas Position in und Schlussfolgerungen aus diesem Krieg in Bezug auf Taiwan hochexplosiv, aber zumindest für ein paar Wochen scheint ein Krieg dort rein technisch keine Option zu sein, während er das in der Ukraine schon seit einem halben Jahr war.
 
SWIFT Ausschluss Russlands scheint jetzt beschlossene Sache zu sein und in den Überschriften der Medien wird auch schon direkt mit fabulösen Überschriften wie "Wirtschaftliche Atombombe" darauf abgegangen.

Dumm nur das man dabei mal wieder ausklammert das Russland bereits nach der Anektion der Krim 2014 mit SPFS ein eigenes SWIFT Equivalent geschaffen hat.

Kurzfristig wird der Ausschluss von SWIFT für Russland selbst also erstmal wohl auch nur begrenzt mehr Probleme bei internationalen Finanztransaktionen bedeuten und langfristig könnte sich auch der SWIFT Ausschluss als nicht mehr herrausstellen als ein weiterer zahnloser Sanktions-Tiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das würde ich daraus erstmal nicht schlussfolgern. Es ist ein schneller Eroberungskrieg. Da versucht man Schäden an der Infrastruktur immmer gering zu halten, weil es ja nächste Woche die eigene Infrastuktur ist - oder eben nicht, wenn man sie kaputt gemacht hat. Angriffe auf zivile Versorgung sind Zermürbungstaktiken, die typisch für sich lange hinziehende Konflikte sind, in denen ein schneller Sieg längst ausgeschlossen ist und statt der Eroberung die Vernichtung des Gegners angestrebt wird.
Sie hätten die Versorgung von Tag 1 an sich nehmen können, haben es aber nichteinmal versucht. Die Versorgung der Menschen spielt schon eine Rolle wenn man die Absicht hat ihren Staat in ein Werkzeug zur Operationen gg andere Länder umzuwandeln (zumindest nach Meinung geschätzer Analysten). Man sieht hier sehr genau dass die Russen einen für ihre Verhältnisse sehr schonenden Krieg führen und das nicht aus Liebe sondern puren Kalkül.

Auf Opferzahlen würde ich im Moment noch nicht viel geben. (Auch wenn es plausibel erscheint, dass man in der ersten, ausschließlich mit schnellem Gerät geführten Phase eines Krieges natürlich mehr Hubrschauber und Flugzeuge, aber wenig Soldaten verliert.)
Darauf sollte man aber lieber was geben. Zu sehen wie die Russen sich bewegen und was ihnen Probleme macht ist essentiell für unsere Verteidigung (vorrausgesetzt im Kopf macht es Klick dass man sie bald braucht). Die Ukraine wurde entgegen allen Erwartungen noch nicht eingenommen, macht schon Sinn hinzuschauen.

Siehe oben: Ein langgestreckter Krieg über mehrere Jahre hätte gute Chancen, wäre für Putin innenpolitisch problematisch. Und einen mittleren halte ich sogar für komplett unführbar - sobald der Vormarsch einmal zum stehen kommt und die Ukrainer ihre Stellungen befestigen können, muss die russische Armee entweder mit einem Großteil ihre Gesamtstärke anrücken und hohe Verluste in Kauf nehmen, um sie wieder in Gang zu bringen. Verglichen mit einem langen Zermürbungskrieg wäre das innenpolitisch für Putin nicht mehr "problematisch", sondern blanker Selbstmord wenn mehrere 100000 Russen im von ihm angezetteln Krieg fallen. Der einzige gute Ausweg aus der Situation ist für ihn ein schneller Sieg.
Einen langjährigen großen Krieg könnte Russland vermutlich garnicht kämpfen. Es hat seinen Grund weshalb sie Blitzkriegvarianten umsetzen. Insgesamt ist die russische Berufsarmee auch garnicht groß sondern eher eine Armee für operative und schnelle Aktionen. Verglichen mit Zeiten des kalten Krieges ist das heute eine ganz andere Armee.

Nicht "kein Problem", nur "kein unlösbares". Ich bin erstmal vorsichtig mit den derzeitigen Berichten über größere Probleme, da die Informationslage so unübersichtlich ist und auch auf ukrainischer Sicht definitiv moralstärkende Berichterstattung aka Propagandamärchen in Umlauf sind. Aber bei einem schnellen Eroberungskrieg kommt es sehr darauf an, dass alles Glieder wie geplant ineinandergreifen und die russischen Pläne gingen offensichtlich nicht alle auf. Da bringt auch Logistikprobleme mit sich, deren Lösung aber möglicherweise eher eine Sache von 12-24 h denn von mehreren Wochen ist und somit die Aktionsmöglichkeiten nicht viel stärker einschränkt, als die Strategieänderung an sich.
Unter den Militärexperten gilt wohl eine 3zu1 Regel, sprich wenn die Ukraine über 2800 Tote Russen berichtet dürfte es sich um ca 1000 Gefallene, davon vlt 400 Tote handeln. Aufs zerstörte Material trifft das selbe zu.
Zur Strategieänderung der Russen so viel dass sie die Aktionsmöglichkeiten der Ukraine erhöhen könnte. Hätte sie mehr schwere Waffen könnte das die Russen zeitlich länger binden und materiell schwächen. Es liegt doch an uns ob wir ihr bei bester Möglichkeit dabei helfen, statt nur zu schauen wie sie sich schlägt und daran dann messen wieviele und welche Waffen man dort hinschickt.

Bislang gibt es keine Berichte über Vorstöße von der Krim ins Ladesinnere. Das heißt abseits von Cherkiw versucht niemand, den Donbass-Truppen in den Rücken zu fallen. Allgemein scheinen die aber auch nicht im Fokus des Krieges zu stehen, was Sinn macht: Da dort schon länger mit größeren Angriffen gerechnet wurde, sind relativ viele, gute vorbereitete aber nicht zwingend sehr mobile Kontigente in der Ostukraine. Die zu schlagen wäre weniger einfach, sie nicht zu schlagen weniger problematisch als manch anderes Ziel. Russische Strategie scheint es vielmehr gewesen zu sein, möglichst große Teile der militärisch schlecht gerüsteten, aber wirtschaftlich und versorgungstechnisch wichtigen Südküste einzunehmen und die Regierung aus Kiev zu vertreiben oder noch besser gefangen zu nehmen. Danach hätte man mit einer eingesetzten Marionettenregierung und reichlich Substanz in der Hinterhand "Verhandlungen" über den Rest führen können.
Im Donbas haben die Russen ebenfalls nicht gerade Nennenswertes im Einsatz, für ihre Verhältnisse natürlich. Anscheinend wusste man im Vorfeld dass die Ukrainer sich hier stark aufstellen, und jetzt beschäftigt man sie dort ledeglich, mehr oder weniger. Primär scheint die Einkesselung Kievs, die wohl immer wieder kurz annähernd gelingt und zu Teilen wieder zerschlagen wird. Über die Bewegung der russ. Truppen aus Westrichtung spekulierte man gestern, sie könne mit 70 Meilen am Tag ( was wohl sehr schnell ist) in den Rücken der Ukrainer im Westen fallen, weil dort russische Manöver zum Zangenangriff nicht aufgehen. Heute hörte ich dass sie zu Einkesselung Kievs dazustoßen könnte.

Eine Übermacht war es nicht. Die letzten Zahlen gingen auf 150000 russsische Soldaten, während die Ukraine 200000 unter Waffen hat. Aber die 200000 waren nur zum Teil kampfbereit, im Gegensatz zu den 150000, und auch nicht an den richtigen Orten, um zurück zu schlagen. So ziemlich alle Beobachter scheinen erstaunt zu sein, wie schnell die Ukraine das ändern konnte.
Am meisten erstaunt dürfte Putin selbst sein. Und bei 150000 Russen und 200000 Ukrainern dürften wohl auch die Waffen den Unterschied machen.
Trotzt der Nachteile aus der Angreiffersicht stellt Russland wohl eindeutig die militärische Übermacht. Alle Kampfinitiativen in diesem Konflikt gehen von ihnen aus. Keine Frage wer hier die Macht ist..
Natürlich um so bewundernswerter wie gut die Ukrainer das aushalten.

Nö. Russische Propagandisten verbreiten zwar immer wieder solche Behauptungen, aber die USA sind in der Ukraine nicht sonderlich präsent und haben da bislang weder viel Geld und Waffen reingesteckt. Im Gegensatz zu vielen Schauplätzen des kalten Krieges ist das bislang kein Stellvertreterkrieg, sondern eine reine (versuchte) Machtdemonstration Russlands. Das sicherlich an die Adresse USA, aber ohne deren Beteiligung.
Auch nö, keine russischen Propagandisten sondern ThinkThanks, Militärexperten und Geostrategen sehen in Russlands derzeitiger Bewegung eine große Gefahr für das Europa was wir kennen. Und gerade die Beteiligungslosigkeit der USA bei einem russischen Angriff europäischen Bodens, sollte doch zumindest zu denken geben gelinde gesagt.
Dass Leute immernoch drauf vetrauen Putin durch Sanktionen lenken zu können ist so als ob er dir ins Gesicht scheisst und du hoffst dass er nichts gefrühstückt hat. So mancher russischer Propagandist hat da wohl mehr Realitätswahrnemung als die erstarrten Zombies in unseren Reihen. Dabei ist es doch so leicht, einfach mal die Augen auf und glauben was man da sieht.

NATO ist NATO. Ohne einen von sehr langer Hand fingierten Vorwand kann Putin keines dieser Länder einzeln angreifen. Und bislang hat Russland definitiv nicht die nötige Stärke, um einen Krieg gegen die gesamte NATO zu gewinnen.
NATO ? NATO ist USA und wenn nicht dann ist nix mit NATO. So viel zur NATO, ein Pappier mehr nicht.
Putin hat die NATO mit seiner kürzlichen Ansprache herausgefordert und man tat garnichts, ein US President der auf die Kriegsdrohungen Russlands die gerade Europa angreiffen mit nichts wirkungsvollem reagiert. Sinnlose und völlig unwirksame Sanktionen an Putin als Waffe bedeutet gg Putin gibt es keine Waffe. Ukraine ist das Versagen des Westens, vorallem die deutsche Energiepolitik und Annäherung an Russland schwächte Osteuropa aber vorallem die Ukraine emenz, und ebnette Putin letztlich den Weg zum Krieg. NATO ist ein Fake genauso wie das Gelaber von europ Werten und Solidarität.

So lange die USA die Ostflanke nicht vernünftig stärken, das bedeutet mit schweren Kriegsmaterial die einen günstigen Ausgang im Ernstfall verspricht und nicht nur paar zehntausend Soldaten als Kanonenfutter, gibt es keine Ostflanke. Das ganze Gelaber zum Schein kann die zweitstärkste Militärmacht des Globus doch nicht stoppen. Man weiß was die Russen wollen und was sie tuen müssen, reagieren will man aber erst nachdem sie es getan haben. Was ist das für eine Logik..
 
Dieser Krieg ist die Fortsetzung des Konfliktes aus 2014 und resultiert aus dem Gezerre an der Ukraine. Dass Putin in die Ukraine einfällt, um zu "Entnazifizieren" dürfe vielen Russen gefallen.
Mit dieser Argumentation hat er wohl die Mehrheit hinter sich, auch wenn es nur ganz wenige ukrainische Nazis gab und diese nicht der Rede Wert waren.
Aber auch nur weil viele Russen einseitige Staatsmedien vorgesetzt bekommen.
Wenn die mitbekommen, was dort wirklich los ist, werden immer mehr sich von Putin abwenden.
 
Aber auch nur weil viele Russen einseitige Staatsmedien vorgesetzt bekommen.
Wenn die mitbekommen, was dort wirklich los ist, werden immer mehr sich von Putin abwenden.
Ob du es glaubst oder nicht, es gibt so einige Leute auf der Welt, die Krieg ganz toll finden und da Putin voll unterstützen. Klar werden sich ein paar abwenden, aber ich vermute kaum, dass das so viele sind, dass ihn das sonderlich interessiert.
 
Klar werden sich ein paar abwenden, aber ich vermute kaum, dass das so viele sind, dass ihn das sonderlich interessiert.
Ich denke es würden sich eine Menge von ihm abwenden, wenn die mitbekommen, dass er russische Soldaten sinnlos verheizt und fast einen 3. Weltkrieg anzettelt.

Edit: Die Russen sind wohl angeblich in die zweitgrößte Stadt der Ukraine eingedrungen

Russische Truppen dringen in Charkiw ein

Gleichzeitig lehnt der ukrainische Präsident Verhandlungen auf belarussischen Boden ab

Ukraine lehnt Verhandlungen in Belarus ab

was man gut nachvollziehen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Verlust von Charkiw wäre für die Ukraine sehr kontraproduktiv, sollte der Krieg sich noch deutlich in die Länge ziehen, da in Charkiw mit KMDB / Morozv einer der größten Rüstungsproduzenten, für u.a. gepanzerte Fahrzeuge und Panzer, der Ukraine sitzt.

Deren Verlust würde für erhebliche Probleme bei der Wartung vorhandener Panzer (Ersatzteile), als auch beim Ersatz zerstörten Geräts sorgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ich halte es für höchst unwahrscheinlich das China vom Süden in Russland einfallen würde. ;)
Da gab es am Ussuri einen Krieg, den beide verheimlicht haben.

Und das hat jahrelang gebrodelt.
Zu meiner NVA-Zeit hat sich unser russicher Divisionskommandeur immer noch mit den überlegenen sowjetischen Waffen gebrüstet und an der OHS in Löbau kamen da auch einige Fetzen von "neuen, überlegenen Waffen" zum Gespräch.

Genaues hat man da nicht erfahren, aber es sollen Inseln verschwunden sein im Fluß.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dann sollten sie sich nicht nur auf die Verteidigung Kiews konzentrieren.

In der Ukraine kämpfen auch Russlandtreue Tschetschenen.
Aber die wurden wohl aufgerieben

Tschetschenische Sondereinheit in Ukraine zerschlagen

Richtig so!

Wir dürfen hier keine Kriegsberichterstattung ohne Quellen machen.


Es sind auch keine " Russlandtreuen" Tschetschenen, sondern Bürger der Russischen Föderation und Angehörige der russischen Armee.

"Tschetschenische Kämpfer gelten als besonders brutal."

Jeder sagt das die Ukraine keine Chancen hat, aber liefert Waffen, erklärt ihnen mit Molotows gegen Panzer vorzugehen und verteilt an jeden Waffen.
Warum erklärt Selenskyi das er verhandeln will und sagt dann immer wieder das er es doch nicht macht?
Am Ende gibt es eine Eskaletion, mehr Tote und Zerstörung.
Wem nutzt das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir dürfen hier keine Kriegsberichterstattung ohne Quellen machen.
Die Quelle ist ntv reicht das nicht?

Darunter steht noch

Quelle: ntv.de, sba/dpa

Jeder sagt das die Ukraine keine Chancen hat, aber liefert Waffen, erklärt ihnen mit Molotows gegen Panzer vorzugehen und verteilt an jeden Waffen.
Wenn sie keine Chancen hätten, wäre der Krieg wohl schon längst entschieden.
Warum erklärt Selenskyi das er verhandeln will und sagt dann immer wieder das er es doch nicht macht?
Am Ende gibt es eine Eskaletion, mehr Tote und Zerstörung.
Wem nutzt das?
Er will am richtigen Ort zu den richtigen Bedingungen verhandeln.
Und nicht einfach die Freiheit seines Landes aufgeben.
Da wofür die Ukrainer jahrelang gekämpft haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum erklärt Selenskyi das er verhandeln will und sagt dann immer wieder das er es doch nicht macht?
Ähem, hast Du irgendwelche Realitätsschwierigkeiten?

Selenky sollte in WEISSRUSSLAND mit Putin verhandeln.

Ein bißchen frech geht ja noch, aber das hätte ich mir auch abgeschminkt.
Verhandlungen im Kriegsunterstützerland des Feindes?
Da, wo die russischen Panzer einmarschiert sind?

Niemanden.
Den Schuldigen haben wir ja bereits genannt:
den Kommuno-Faschisten Putin.

Kohl hatte einmal Recht in seinem Leben, als er die Kommunisten als rot lackierte Faschisten bezeichnete.

Ich hätte nie gedacht, daß es den Weltkommunismus mir Revolutionsexportdrang immer noch geben würde.
Die Amis hatten Recht - das hätte ich auch nicht geglaubt, daß ich das mal sagen würde.
 
Die Leute in den Städten, die jetzt zu Kampfgebieten werden, haben nicht einmal die Möglichkeit das Kampfgebiet zu verlassen.
Wir sitzen hier warm und trocken und manche würden die Ukraine bis zum letzten Ukrainer verteidigen.
Ich hätte nie gedacht, daß es den Weltkommunismus mir Revolutionsexportdrang immer noch geben würde.

Wo greift den hier der "Weltkommunismus" an?
 
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