Aber die andere Seite darf diese postulieren?
Dass die Ukraine - nach dem, was in Tschetschenien, Georgien, dem Donbass und zuletzt auf der Krim passierte - Angst vor dem Nachbarn hat, das ist in meinen Augen durchaus berechtigt. Und solange man nicht zehntausende Soldaten mit Flugzeugen, Panzern und anderem schweren Gerät an der russischen Grenze stationiert, ist die "Angst" Russlands für mich nur ein halbseidener Vorwand um nationalistische Expansionspolitik zu betreiben.
Nein, sondern auf die Positionen von 97. Zumindest mit ihren Truppen .
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Artikel 4
Die Russische Föderation bzw. alle Vertragsparteien, die am 27. Mai 1997 Mitgliedsstaaten der Nordatlantikpakt-Organisation waren, dürfen zusätzlich zu den dort stationierten Streitkräften keine Streitkräfte und Waffen auf dem Hoheitsgebiet eines der anderen Staaten in Europa stationieren dieses Hoheitsgebiet seit dem 27. Mai 1997. Mit Zustimmung aller Vertragsparteien können solche Einsätze in Ausnahmefällen erfolgen, um eine Bedrohung der Sicherheit einer oder mehrerer Vertragsparteien zu beseitigen."
Was bedeutet das? Doch nur keine zusätzlichen Truppen dort zu stationieren?
Verlinke mir mal bitte, was du da zitierst.
Eigentlich nicht, weil man sich kannte und Bulgaren und Rumänen, wie auch Ungarn sind sehr ruhig.
Polen und die Balten, sind am lautesten, aber da sollte man die wirtschaftliche Situation sehen.
Wovon leben die Balten und wer würde sich für Polen interessieren? Krieg wollen wenige, aber man kann gut davon leben.
Du verkennst die Situation. Man steht hier einem Land gegenüber, dass in der direkten Nachbarschaft extrem feindselig agiert, wenn man nicht nach dessen Pfeiffe tanzt. Während die USA Länder wie Kuba witschaftlich isolieren, schickt Russland Söldner oder Truppen, um die Verhältnisse im eigenen Sinne bei den Nachbarn zu regeln. Etwas anderes bleibt Russland auch nicht. Abseits von Gas gibt es kaum etwas, womit man sonst Druck ausüben könnte. Und selbst dabei ist man auf das Einkommen aus den Gasverkäufen angewiesen. Ich glaube, dass nervt einen Menschen wie Putin ungemein, weswegen er auf dem jetzigen Wege versucht eine andere Realität zu schaffen. Er ist davon überzeugt eine Änderung erreichen zu könne, aber er kann das nur militärisch. Und das ist ein Irrweg.
Wozu sie dann stationieren?
Habe ich schon erklärt. Es geht darum, dass man Soldaten dort hat, die zwar militärisch keinen Nutzen haben, dafür aber bei einem Angriff mit Toten unter Ihnen zum Bündnisfall führen würden. Damit würde sich ein Angreifer mit dem kompletten Westen anlegen. Das ist reine Abschreckung im Sinne von Konsequenzen aber nicht durch Aggression. So zumindest die Denke der NATO.
Ehrlich, wer glaubt wirklich an eine russischen Angriff?
Ich, weil ich denke, dass man im Kreml zu dem Schluss gekommen ist, dass man es bei einem Angriff nicht mit einer fest geeinten NATO zu tun bekommen würde. Da geht man vermutlich von aus, dass das Bündnis im Falle solch einer Probe auseinander fällt. Damit hätte man dann die immense Chance das Rad der Geschichte im russischen Sinne zu drehen. Das ist in meinen Augen aber ein extrem gewagtes Spiel. Denn wenn es richtig mies läuft, dann endet das in einem nuklearen Holocaust. Und alles nur, weil es um ein Egoproblem geht, denn Putin ist ein Nationalist. Das darf man nie vergessen. Nationalisten treiben Menschen in den Krieg. Das war schon immer so. Die manipulieren solange das Miteinander der Menschen, bis die sich am Ende spinnefeind sind. Denen geht es nur um nationale Größe, was dann auch ihre Größe darstellt, aber nie ums Wohl der Menschen. Die werden bei sowas nur verheizt. Sowas sollte man meiner Meinung nach aber aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts gelernt haben. Nationalisten sind immer und überall shice!
Russland hat 150 Mill Menschen und ein riesen Land. Was sollen sie mit mehr und dazu haufenweise Menschen die unzufrieden wären? Entbehrt jeder Logik. Schon die Ukraine wäre ein riesen Ballast.
Die Fläche des Landes ist nicht relevant. Diue Deutschen hatten auch mehr Fläche als notwendig, waren wirtschaftlich vergleichsweise besser aufgestellt und haben trotzdem einen der fiesesten Flächenbrände der Weltgeschichte losgetreten, um eine neue nationalistische und expansionspolitische Realität zu schaffen.
Obendrein geht es Nationalisten nur zweitrangig um Wirtschaft. Die großen Kriege des letzten Jahrhunderts haben, allesamt von Nationalisten forciert und losgetreten, binnen weniger Jahre Millionen Menschenleben gekostet und extrem viel verbrannte Erde gebracht. Verdient haben am Ende aber nur wenige. Deswegen gehe ich Nationalisten auch nicht mehr auf den Leim. Wer Nationalisten folgt, der macht sich Mitschuld an deren Vergehen gegen die Gesetze des gesunden Geistes.
Richtig und die andere Seite fährt auch nach Hause und die Ukraine setzt Minsk2 durch.
Wenn Russland der Ukraine erlaubt sich die Partner auszusuchen, die man gerne hätte, dann bin ich durchaus dafür. Das wird aber nicht passieren. Man gestattet der Ukraine nicht, was man selber für sich fordert. Man will Sicherheit und keine Einmischung in Russland. Tjoa. Wie nennt man das? Bigott, denke ich.
Und bevor du jetzt in bester UDSSR Manier mit Whataboutism kommst: Japp, die USA sind auch keine Guten. Die zetteln Kriege des Geldes wegen an. Aber am Ende wissen die USA, dass es grundsätzlich besser ist Geschäfte zu machen als den ganzen verdammten Planeten an den Abgrund zu führen. Ob man aber auch so im Kreml denkt? Ich habe da so meine (siehe oben) begründeten Zweifel.