Ich habe auch an keiner Stelle behauptet das Spekulanten aktiv etwas in der Art machen, wen dann überhaupt dichtest du das wie so oft nur wieder in meine Äußerungen rein.
Wollte hier niemandem etwas konkret andichten, sondern allgemein auf ein hier mehrfach angesprochenes Thema eingehen. Dein Post war nur ein passender Aufhänger, Andeutungen dass hinter der ganzen Entwicklung ein großer Plan stecken müsse, kamen von vielen Seiten.
Und für mich sind die übliche verquirlte Verschwörerscheiße. Hier will niemand etwas demontieren, es gibt nur zu viele Leute, die ausschließlich an ihr eigenes Wohl denken (und das auf allen Ebenen, vom Kölner Taschendieb bis zum Münchener Großinvestor) und zu wenige, die überhaupt noch kapieren, was "Europa" eigentlich werden sollte und wieso.
Was aber durchaus der Fall sein kann ist das entsprechende Spekulationen ein Ableben der EU noch beschleunigen können, oder anders benannt, einen guten alten Dominoeffekt zur Folge haben, wie so oft in Krisen.
Ach quatsch, dagegen hat unsere tolle Kanzlerin doch schon im letzten Jahrzehnt eine umfangreiche Gesetzesinitiativen angekündigt, die Spekulationseskalationen unterbindet und die Bevölkerung vor den Finanzmarktakteuren schützt...
wait.
Die anderen 2/3 waren normale Polizisten, denen man warscheinlich die Parole aufgebrumt hat deeskaliernd zu agieren und dann am langen Arm verhungern lassen hat. Einfach nur erbärmlich den Polizisten die 12h vor Ort den Kopf hingehalten haben die Schuld zuzuschieben.
"den Kopf hinhalten"? Wo hat in Köln jemand den Kopf hingehalten? In den Sand gesteckt träfe es besser. Und das, wie schon erwähnt, auf allen Ebenen. Aber die Welt ist soviel einfacher, wenn man sie auf "DIE" Schuld reduziert und diese nach einer handvoll kurzen Überlegungen denen zuschreibt, über die man nicht nachgedacht hat...
Randfrage: Was sind eigentlich "normale" und "unnormale" Polizisten? Passive und solche, die ihren gesetztlichen Verpflichtungen nachkommen? (Verpflichtungen übrigens, die über denen Anordnungen eines Vorgesetzen stehen, wenn diese falsch sein sollten. Die Polizei ist keine Militär mit Kadavergehorsam, sondern eine Einrichtung zum Schutz von Bürgern und deren Rechten)
Ich stehe dazu das mir der selbstzerstörerische Linkskurs den unsere Regierung schon zu lange fährt gehörig gegen den Strich geht und die NPD lass mal schön weg, die war nicht das Thema.
Du fängst mit "stehe dazu" an und endest mit dem 1A-Klischee-Ausweichmanöver. Niemand hat gefragt, was dich an der Regierung stört ("selbstzerstörerischer Linkskurs" wäre auch eine arg diffuse, nichtssagende Antwort gewesen). Die Frage war: Warum ist man
für rechts?
Wir haben nur zwei(+eine) Parteien in der Regierung. Weitere zwei im Bundestags (zugegebenermaßen ist die Regierung klar von rechts von beiden, also sind die ggf. keine Alternative für Leute, die nicht weiter nach rechts wollen). 8 weitere in Länderpalementen oder dem Europaparlament und 44 weitere, die zu Wahlen antreten (laut Wiki

), darunter eine ganze Menge die bundesweit wählbar sind und jeweils eine größere Zahl regionaler Parteien. Wer aus dieser großen Vielfalt ausgerechnet die AFD wählt, sollte also einen expliziten Grund haben, warum er FÜR deren fremdenfeindliche Standpunkte ist und deren Umsetzung als deutlich wichtiger erachtet, als die Ziele diverser anderer Nischenparteien.
Doch ich will eine Partei die sich um die kleinen Leute kümmert. Das dies aber nicht mit einer Enteignung der wohlhabenden daherkommen kann, sollte jedem klar sein.
Das "mehr für irgendwen" nicht ohne "weniger für irgendwen anders" geht, scheint aber immer noch nicht jedem klar zu sein.?! Und wer der breiten Masse nenneswert etwas geben will, der muss da nehmen, wo es viel zu holen gibt: Obere Schichten und/= Wirtschaft. Anders funktionierts nicht.
Wenn ich ehrlich bin war die AfD unter Lucke tatsächlich eine alternative. Die war Mitte konservativ. Als Lücke seinen Posten nehmen musste, war auch die AfD keine Alternative mehr.
Der Luckeflügel der AFD (der auch unter dessen Vorsitz nicht das Bild der Partei prägen konnte) war wirtschaftsliberal und hätte rein gar nichts für "die kleinen Leute" getan, im Gegenteil. Das war FDP ohne anbiderungs-Versprecher, gewürzt mit Europafeindlichkeit. (=> hätte der Wirtschaft unterm Strich nicht einmal etwas gebracht, nur den unteren Schichten geschadet)
Genau das hat dann Schröder (SPD) mit der Agenda2010 gemacht und das war nötig weil Deutschland damals der "kranke Mann" in Europa war und selber in einer Euro -Krise steckte. Der Gini-Koeffizient hat sich durch die Agenda2010 nicht verändert.
Ehe due "den" Gini-Koeffizienten (der auch viele Aspekte nicht wiedergeben kann) noch dreimal auspackst: Der für Einkommen hat sich meines Wissens nach nicht geändert, ja. Weil jetzt mehr Leute wenig haben an Stelle von einigen die etwas wenigen und einigen die sehr wenig haben. Die ungleiche Vermögensverteilung hat sich dagegen meines Wissens nach deutlich verschlechtert, nur tauchen Besitzvermehrung, Wertsteigerung von Besitzt und afaik auch Spekulationsgewinne eben nicht in der Einkommensverteilung auf. Wer 10 Millionen zu 0,5% anlegt und sonst nichts macht, taucht eben mit einem Einkommen von 50.000 Euro auf, genauso wie jemand der nichts hat und 2000 Euro (abzüglich Abgaben) im Monat verdient. Der Lebensstandard der beiden unterscheidet sich aber massiv.
Da der implizite Mindestlohn gesenkt wurde und somit gering qualifizierte Personen die nicht am Arbeitsmarkt waren Arbeit gefunden haben, auch wenn es keine tollen Jobs sind.
Ich hatte das Vergnügen, längere Zeit auf diesem Niveau zu arbeiten. Geringqualifiziert? Die Akademikerquote lag bei 80% (und nein, der Job hatte kaum intellektuelle Anforderungen, nur die flexiblen Arbeitszeiten zogen bereits Studenten an)