AfD, Pegida und Co.

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Ich vermisse erneut eine Statistik, die diese Behauptung belegt.
Wie wäre es mal mit harten Zahlen?
Farbanschlag auf Wahlburo von die Linke in Sachsen | MDR.DE
Da ist eine Statistik (leider nur zu Sachsen).
Vor allem aber kam Hitler aus einer liberalen deutschen Gesellschaft mit in weiten Teilen den heutigem entsprechenden Werte-Kanon an die Macht. Daran muss immer wieder erinnert werden - das Ausgangsvorraussetzungen für eine Wiederholung immer noch existieren.
Stimmt wir Deutschen sind ja die ewigen potenziellen Nazis...
Woher kamen Lenin und Stalin ? Woher kam Mao ? Die hatten alle Rückhalt in Teilen der Bevölkerung.
 
Naja, nach dem Krieg hat Stalin auch unzählige Juden töten lassen... Wenn das keine ethnischen Gründe sind...
 
Im gleichen Sinne wie bei linken Pazifisten wäre mir das nicht bekannt. Letztere plädieren in der Regel für massive Abrüstung auch einseitig - das ist für Rechte eine inakzeptable Schwächung ihrer angebeteten Nation. Aber es gibt viele Rechte, die dagegen sind sich in andere Konflikte irgendwo auf der Welt einzumischen. Da die letzten Angriffe auf deutschen Boden einige Zeit zurückliegen, ergibt sich da eine Schnittmenge bezüglich Alltagspolitik. Mir wäre aber nicht aufgefallen, dass sich diese Rechten als Pazifisten bezeichnen oder mit linken Pazifizisten sympathisieren.

Es gibt ja rechte Interessen, bzw. nationale Interessen, die sich ausschließlich auf nationales Interesse bezieht, man klammert sich also von der Welt aus.
Doch die Wirtschaftsinteressen der Konzerne müssen ja durchgesetzt werden, denn das macht die Politik ja hauptsächlich und da kann sich dann eine rechte Pazifisten Regierung, die sich nur für das eigene Land interessiert, nicht raus halten.
Würde mich mal interessieren, wie das so ablaufen würde.
Ebenfalls würde mich interessieren -- um mal wieder zur AFD zu kommen und nicht über den US Amerikanischen Wahlkampf zu reden -- wie sich die AFD denn eine mögliche Regierungsbeteiligung vorstellt?
Denn das ist, meine Meinung, das Interesse einer Partei, wenn sie sich zur Wahl stellt, sie will auch Verantwortung übernehmen in Form von Regierungsverantwortung, egal jetzt mal ob Kommunal, Länder oder Bundesebene. Aber das ist nun mal das eigentliche Ziel.

Für den US Amerikanischen Wahlkampf könnte man sicher einen eigenen Thread aufmachen, der mit großer Sicherheit regen Zulauf finden wird.

Stimmt wir Deutschen sind ja die ewigen potenziellen Nazis...
Woher kamen Lenin und Stalin ? Woher kam Mao ? Die hatten alle Rückhalt in Teilen der Bevölkerung.

Es geht ja nicht um Nazis, es geht darum, dass eine große Anzahl an Leuten mit der damaligen Politik nicht mehr einverstanden waren und Hitler ihnen eine Alternative anbot.
 
Die AfD will erstmal Opposition bleiben. Verständlich, deren Personal ist (noch) nicht dafür geeignet.
 
Du meinst, sie versuchen so lange durchzuhalten und sich nicht zu zerfetzen, bis sie 5 Jahre später sowieso wieder aus dem Landtag fliegen? ;)
Es ist naiv so etwas anzunehmen. Das sagte man über den FN in Frankreich seit über 20 Jahren auch.

Und die Flüchtlingskrise ist in 5 Jahren auch nicht vorbei. Eher kommen neue Konflikte zwischen dem Iran und Saudi-Arabien und Konflikte in der Türkei hinzu.
 
Und die Flüchtlingskrise ist in 5 Jahren auch nicht vorbei. Eher kommen neue Konflikte zwischen dem Iran und Saudi-Arabien und Konflikte in der Türkei hinzu.

In 5 Jahren wirst du 5 Millionen Flüchtlinge pro Jahr haben, da sich die Politik ja nicht ändert. Es werden weiter Waffen exportiert und eine Wirtschaftspolitik betrieben, die die armen Länder weiter ausbeutet.
Und in 10 Jahren werden es 15 Millionen Flüchtlinge sein.
In 25 Jahren 50 Millionen Flüchtlinge.
In 50 Jahren 250 Millionen Flüchtlinge.

Das wird nie aufhören, wenn man nichts grundlegendes ändert.
Die Frage ist, will die AFD das? Nein, sie will einfach nur die Grenzen schließen und sie mit Waffengewalt verteidigen.

@Treshold,

welche Partei hat denn Deine Symphatie ? Ernst gemeinte frage.

Aktuell?
Ehrlich gesagt keine.
Die CDU ist für mich nicht wählbar, die FDP sowieso nicht.
Die Linke könnte es sein, aber die haben ja Vorstellungen, die völlig an der Realität vorbei gehen. Daher fallen die auch raus.
Die Grünen hatte ich mal gewählt, aber aktuell ist das eher FDP in Grün und daher auch nicht mehr wählbar.
Die SPD kannst du komplett in die Tonne treten, solange da noch Leute herumgeistern, die die Politik Schröders forcieren, kannst du die rauchen.
Wahrscheinlich werde ich nächstes Jahr irgendeine kleine Partei wählen -- die Bier Partei oder so. :D
 
Stimmt wir Deutschen sind ja die ewigen potenziellen Nazis...
Woher kamen Lenin und Stalin ? Woher kam Mao ? Die hatten alle Rückhalt in Teilen der Bevölkerung.

Beiden Beispielen ging allerdings ein blutiger Bürgerkrieg voraus.

Anmerken möchte ich hier nochmal etwas, was ich eigentlich in meinem vorangegangenen Post schon schreiben wollte.

Eine Sache hatten alle Zeitzeugen der NS-Zeit gemeinsam und zwar das wir diese Zeit nicht vergessen dürfen. Das ist auch richtig so. Wie ruyven_macaran schon angemerkt hat, Hitler kam nicht von Heute auf Morgen an die Macht, er konnte auf einen immer größer werdenden Rückhalt in der Bevölkerung langsam aufbauen.

Nur weil dies schon mehrere Jahrzehnte her ist, heißt es nicht dies könne sich nicht wiederholen. Hitler hat mit Ängsten der Menschen gespielt, die heute genau so da sind wie damals und hat ihnen für alles Lösungen versprochen.

Das ist eben der große Unterschied zu anderen Diktatoren des 20ten Jahrhunderts.

Nur weil man darauf aufmerksam macht, dies kann auch heute wieder so ablaufen, bedeutet das nicht, man stempelt alle Deutsche direkt als potenzielle Nazis ab...
 
Ebenfalls würde mich interessieren -- um mal wieder zur AFD zu kommen und nicht über den US Amerikanischen Wahlkampf zu reden -- wie sich die AFD denn eine mögliche Regierungsbeteiligung vorstellt?
Denn das ist, meine Meinung, das Interesse einer Partei, wenn sie sich zur Wahl stellt, sie will auch Verantwortung übernehmen in Form von Regierungsverantwortung, egal jetzt mal ob Kommunal, Länder oder Bundesebene. Aber das ist nun mal das eigentliche Ziel.
Gegenfrage: Wie stellt sich die Linke eine Regierungsbeteiligung vor? Die AfD wird natürlich in absehbarer Zeit in der Opposition bleiben, aber wenn sich die Partei etabliert hat ist vieles möglich. Die Linken sind ja irgendwann auch zumindest auf Landesebene an die Macht gekommen. Als sie dann regiert haben war alles nur noch halb so schlimm. Mit der AfD würde es ähnlich aussehen. Die Grünen haben ja z.B. auch als Opposition angefangen. Vielleicht wird die AfD sich ähnlich wie die Piraten entwickeln, vielleicht aber auch nicht ;) Niemand hat eine Glaskugel.
 
Zuletzt bearbeitet:

? Meinst du mit Statistik jetzt die Tabelle auf der verlinkten Seite, in der für dieses Jahr 3 AFD-Parteibüros genannt werden und über der ausdrücklich von 15 Anschläge o.ä. gegen Einrichtungen der Linken die Rede ist? Oder meinst du den auf der Seite verlinkten Artikel, in der von je 20 Übergriffen in Sachsen berichtet und für Thüringen auch noch die SPD gleichberechtigt neben AFD und Die Linke als betroffene nennt

Diese beiden Quellen widersprechen beide Seiten eklatant deiner Behauptung, es würde weitaus mehr Gewalt von linker Seite gegen die AfD ausgeübt, als von Rechten gegen andere Parteien.

Stimmt wir Deutschen sind ja die ewigen potenziellen Nazis...

Diese Aussage tätigst du.

Woher kamen Lenin und Stalin ? Woher kam Mao ? Die hatten alle Rückhalt in Teilen der Bevölkerung.

Lenin hatte Rückhalt in Teilen der Bevölkerung in der Revolution gegen eine Monarchie, Mao hatte Rückhalt in Teilen der Bevölkerung in einem Land, dass seit dem Ende der Monarchie zerfallen und von Kriegen zwischen mehreren einheimischen und einer fremden Partei geprägt war. Über den Rückhalt Stalins gibt es wechselnde Aussagen - fakt ist, dass er seine Machtposition unter anderem durch Patreiintrigien und übernahme der Machtstellung von Lenins kommunistischem Apparat erhalten hat. Kein einziger dieser drei übernahm die Macht aus einem demokratischen System oder/und aus einer offenen Gesellschaft heraus, die mit dem heutigen Mitteleuropa vergleichbar wäre. Damit sind diese Machthaber zwar historisch interessant, man kann aus ihrer Geschichte aber nichts über innere Bedrohungen für unseres heutige politische und gesellschaftliche System lernen.


Es gibt ja rechte Interessen, bzw. nationale Interessen, die sich ausschließlich auf nationales Interesse bezieht, man klammert sich also von der Welt aus.
Doch die Wirtschaftsinteressen der Konzerne müssen ja durchgesetzt werden, denn das macht die Politik ja hauptsächlich und da kann sich dann eine rechte Pazifisten Regierung, die sich nur für das eigene Land interessiert, nicht raus halten.
Würde mich mal interessieren, wie das so ablaufen würde.

Wenn ich irgendwo Aussagen von Rechten zu wirtschaftlichen Vorstellungen sehe, dann laufen diese immer auf eine national geschlossene Ökonomie hinaus. Das diese innerhalb der Grenzen Deutschlands nicht annähernd unsere heutige Wirtschaftskraft haben könnte, wird verdrängt bzw. schlicht nicht verstanden, zugunsten anderer Effekte ignoriert (Idealvorstellung einer hocheffizienten harmonischen rein nationalistischen Gesellschaft genetisch und kulturell überlegener Menschen, in der alle zusammenarbeiten - quasi Nationalkommunismus) - oder man ganz eigene Vorstellungen dazu, wie Grenzen denn verlaufen sollten...


In 5 Jahren wirst du 5 Millionen Flüchtlinge pro Jahr haben, da sich die Politik ja nicht ändert. Es werden weiter Waffen exportiert und eine Wirtschaftspolitik betrieben, die die armen Länder weiter ausbeutet.
Und in 10 Jahren werden es 15 Millionen Flüchtlinge sein.
In 25 Jahren 50 Millionen Flüchtlinge.
In 50 Jahren 250 Millionen Flüchtlinge.

hmmm.... Weltweit vielleicht (bzw. da noch mehr, dafür sorgen wir mit unseren Emissionen ja fleißig), aber nicht an Deutschlands Grenzen. Da sind schon die bislang von rechter Seite geäußerten Zahlen nur bedingt haltbar:
2015 stieg die Zahl der anerkannten Flüchtlinge in Deutschland gerade einmal um 323000. Dazu kommen noch rund 300000 Registrierte, die als Flüchtling eingereist sind, die bislang aber keinen Antrag stellen konnten bzw. auf dessen Bearbeitung warten. Wendet man die Anerkennungsquote von rund 50% im letzten Jahr auf diese an, ist man also bei knapp 0,5 Millionen Flüchtlingen im Jahr (immer noch traurig viel), nicht bei der gerne rumposaunten Zahl von 1-2 Millionen.

Das wird nie aufhören, wenn man nichts grundlegendes ändert.
Die Frage ist, will die AFD das? Nein, sie will einfach nur die Grenzen schließen und sie mit Waffengewalt verteidigen.

Die VT, dass die ganze Flüchtlingssache politisch gesteuert wäre, um Wählerstimmen zu bunkern, ist ja durchaus beliebt - wieso sollte die AfD da nicht mitmachen und alles unternehmen, um ihr einzigstes Thema am Leben zu erhalten? :ugly:
 
Ich kann Trump nicht mal ernst nehmen. Der Typ hat Null politische Qualifikation. Wäre so als ob hier in Deutschland Robert Geiss als Kanzler kandidieren würde. ^^

Den Geiss als Wirtschaftsminister waer vielleicht gar nicht so uebel :P

Was haben denn die deutschen Politiker fuer Qualifikationen?
Seit Jahren hat Jeder von denen Schiss ob die ihren Doktor behalten duerfen.
Die Aemter werden gewechselt wie sonst was.
Die von der Leyen als Verteidigungsminister ist schon ein Hammer, aber Merkel als Bundeskanzlerin in ihrer dritten Amtszeit?!
Ja Aussitzen ist auch eine Art der Politik und insgesamt bekommt sie noch Anerkennung.

Hitler steht in Sachen Tote/Jahre ganz oben auf der Liste und er ist der einzige, der aus rein rassistischen Motiven getötet hat, was dem ganzen eine vollkommen andere Qualität verleitet. (Verfolgung politischer Gegner ist schlimmer, aber kann man zumindest überleben in dem man die Klappe hält und damit eben nicht Gegner ist. Versuch das mal mit der "falschen" Hautfarbe.)
Vor allem aber kam Hitler aus einer liberalen deutschen Gesellschaft mit in weiten Teilen den heutigem entsprechenden Werte-Kanon an die Macht. Daran muss immer wieder erinnert werden - das Ausgangsvorraussetzungen für eine Wiederholung immer noch existieren.

Wenn man alle Toten des WWII nur Hitler zuordnet, dann stimmt deine Aussage.
Na den Rest bekommst selbst hin.

Du meinst, sie versuchen so lange durchzuhalten und sich nicht zu zerfetzen, bis sie 5 Jahre später sowieso wieder aus dem Landtag fliegen? ;)
Wuerd mich ueber die Lottozahlen fuer den naechsten Freitag freuen, Eurojackpot ist sehr prall ;)

Beiden Beispielen ging allerdings ein blutiger Bürgerkrieg voraus.

Anmerken möchte ich hier nochmal etwas, was ich eigentlich in meinem vorangegangenen Post schon schreiben wollte.

Eine Sache hatten alle Zeitzeugen der NS-Zeit gemeinsam und zwar das wir diese Zeit nicht vergessen dürfen. Das ist auch richtig so. Wie ruyven_macaran schon angemerkt hat, Hitler kam nicht von Heute auf Morgen an die Macht, er konnte auf einen immer größer werdenden Rückhalt in der Bevölkerung langsam aufbauen.

Nur weil dies schon mehrere Jahrzehnte her ist, heißt es nicht dies könne sich nicht wiederholen. Hitler hat mit Ängsten der Menschen gespielt, die heute genau so da sind wie damals und hat ihnen für alles Lösungen versprochen.

Das ist eben der große Unterschied zu anderen Diktatoren des 20ten Jahrhunderts.

Nur weil man darauf aufmerksam macht, dies kann auch heute wieder so ablaufen, bedeutet das nicht, man stempelt alle Deutsche direkt als potenzielle Nazis ab...

Hitlers Aufstieg hat also nichts mit dem vorausgegangenen Krieg zu tun? Nichts mit der kompletten Situation der Menschen damals, hohe Arbeitslosigkeit, Weltwirtschaftskrise, unglaubliche monetaere Verpflichtungen Deutschlands....
Es waren viele Faktoren und Bedingunen noetig, um Hitler ueberhaupt irgendwie Erfolgreich werden zu lassen.
Und ihr schlagt tatsaechlich eine Bruecke zu der heutigen Zeit?
 
Gegenfrage: Wie stellt sich die Linke eine Regierungsbeteiligung vor? Die AfD wird natürlich in absehbarer Zeit in der Opposition bleiben aber wenn sich die Partei etabliert ist vieles möglich. Die Linken sind ja irgendwann auch zumindest auf Landesebene an die Macht gekommen. Als sie dann regiert haben war alles nur halb so schlimm. Mit der AfD würde es ähnlich aussehen. Die Grünen sind ja z.B. auch als Opposition angefangen. Vielleicht man die AfD die Entwicklung der Piraten, vielleicht aber auch nicht ;) Niemand hat eine Glaskugel.

Gar nicht, hab ich doch gerade eben beschreiben.
Die Vorstellungen der Linken sind nicht praxisnah.
Da wird viel geredet und viel vorgeschlagen, aber wie das alles solide finanzierbar ist, ist dann immer ausgeklammert.

Ich persönlich würde z.B. endlich mal das Sozialsystem verändern. Alle zahlen ein, dazu wird die Arbeit geringer besteuert und das Kapital höher besteuert.
Dann wird die Mehrwertsteuer auf Grundmittel zum Leben gesenkt, für alles andere steigt die Mehrwertsteuer auf 25%. Für Luxusartikel -- dazu würde ich z.b. Alkohol zählen -- steigt sie auf 50%.
Dazu eine stärkere Regulierung des Finanzsektors und eine Deregulierung des Bildungssystems und des Individuums. Mehr Freiheit für den einzelnen, mehr Einschränkungen für die Masse.

hmmm.... Weltweit vielleicht (bzw. da noch mehr, dafür sorgen wir mit unseren Emissionen ja fleißig), aber nicht an Deutschlands Grenzen. Da sind schon die bislang von rechter Seite geäußerten Zahlen nur bedingt haltbar:
2015 stieg die Zahl der anerkannten Flüchtlinge in Deutschland gerade einmal um 323000. Dazu kommen noch rund 300000 Registrierte, die als Flüchtling eingereist sind, die bislang aber keinen Antrag stellen konnten bzw. auf dessen Bearbeitung warten. Wendet man die Anerkennungsquote von rund 50% im letzten Jahr auf diese an, ist man also bei knapp 0,5 Millionen Flüchtlingen im Jahr (immer noch traurig viel), nicht bei der gerne rumposaunten Zahl von 1-2 Millionen.

Ja, eben, weltweit.
Wo gehen die Leute denn hin?
Die haben Smartphoines, die haben Internetzugang, die wissen, wo es gut und wo es schlecht ist und wenn du die Möglichkeit hast -- finanziell und logistisch -- dann nimmst du die Reise in Richtung Europa an, egal wo du letztendlich herkommst.
In einigen Jahren werden die "Volksparteien" sich den Themen angenähert haben, sieht man ja gut an den Themen, die die Grünen früher hatten, was die CDU damals noch als Lächerlich abgelehnt haben. Heute sieht das anders aus, die Gesellschaft wandelt sich.
 
Gegenfrage: Wie stellt sich die Linke eine Regierungsbeteiligung vor? Die AfD wird natürlich in absehbarer Zeit in der Opposition bleiben aber wenn sich die Partei etabliert ist vieles möglich. Die Linken sind ja irgendwann auch zumindest auf Landesebene an die Macht gekommen. Als sie dann regiert haben war alles nur halb so schlimm. Mit der AfD würde es ähnlich aussehen. Die Grünen sind ja z.B. auch als Opposition angefangen. Vielleicht man die AfD die Entwicklung der Piraten, vielleicht aber auch nicht ;) Niemand hat eine Glaskugel.

Die Länder, in denen die Linken an der Regierung beteiligt sind, wurden mal nur von Vorgängern der Linken regiert ;)
Wenn du dir die Programme der entsprechenden Landesverbände anguckst, wirst du auch große Unterschiede zu denen im Westen und zur Bundesebene feststellen. Das sind gewachsene Strukturen von Realpolitikern, nicht der Mischmasch aus Idealisten und Populisten, der die Linke z.B. auf Bundesebene prägt und der Regierungsverantwortung quasi unmöglich macht. Allenfalls die Beteiligung als sehr kleiner Partner in einer Koalition wäre denkbar - immerhin liefern die Idealisten der Linken regelmäßig so etwas wie Zielvorstellungen für eine große Bandbreite von Themen ab, die SPD oder Grüne in eigene Konzepte einbauen könnten. Bei der AfD klappt beides nicht, weil sie zum einen nur ein Thema hat und da dann auch noch nur ein "dagegen", aber kein Konzept. So eine Position ist weder praktisch umsetzbar, noch kann man sie in einen Kompromiss einfließen lassen - dagegen ist dagegen. Aus so einem primitiven Standpunkt kann ein Koalitionspartner nicht einzelne Teile übernehmen, weil es nur ein Teil gibt.
 
sorry für Doppelpost, antworte hier auf Posts die erst während der Erstellung meines letzten Beitrages dazu kamen.

... Situation der Menschen damals, hohe Arbeitslosigkeit, Weltwirtschaftskrise,[/i] unglaubliche monetaere Verpflichtungen Deutschlands [=Staatsverschuldung]....
Es waren viele Faktoren und Bedingunen noetig, um Hitler ueberhaupt irgendwie Erfolgreich werden zu lassen.
Und ihr schlagt tatsaechlich eine Bruecke zu der heutigen Zeit?


Wie können wir nur?
:wall: :wall: :wall:


Ja, eben, weltweit.
Wo gehen die Leute denn hin?
Die haben Smartphoines, die haben Internetzugang, die wissen, wo es gut und wo es schlecht ist und wenn du die Möglichkeit hast -- finanziell und logistisch -- dann nimmst du die Reise in Richtung Europa an, egal wo du letztendlich herkommst.
In einigen Jahren werden die "Volksparteien" sich den Themen angenähert haben, sieht man ja gut an den Themen, die die Grünen früher hatten, was die CDU damals noch als Lächerlich abgelehnt haben. Heute sieht das anders aus, die Gesellschaft wandelt sich.

In den letzten Jahren sind 5-10% der syrischen Flüchtlinge nach Europa gekommen und das war eine Entfernung von unter 3000 km und durch gerade einmal zwei Staaten bis man in der EU ist, drei mehr wenn man bis nach Mitteleuropa möchte und zwischen all diesen Ländern gab es relativ offene Grenzen. Das ganze aus einem Land mit halbwegs moderner Wirtschaftsstruktur und entsprechendem Bildungs- und Einkommensniveau beziehungsweise Rücklagen. Das kannst du nur sehr bedingt mit Südostasien oder Zentralafrika vergleichn. Wenn Bangladesch absäuft, dann wird eine Flucht über Land nach Europa für viele weder finanzierbar noch praktikabel sein. Und die nächste Hungersnot südlich des Mittelmeers macht bisherige Bürgerkriegsflüchtlinge auch nicht mobiler. Australien, China, Japan, Indien - die müssen sich ggf. Gedanken machen (trotz schlechter Sozialsysteme), aber der Druck für Mitteleuropa dürfte auf hohem Niveau stagnieren.
 
Bei der AfD klappt beides nicht, weil sie zum einen nur ein Thema hat
Die AfD behandelt zwar hauptsächlich nur ein Thema, hat aber noch weiter. Außerdem ist die Partei noch jung, mit der Zeit wird es da auch noch vielfältiger werden.
und da dann auch noch nur ein "dagegen", aber kein Konzept.
Jaein, wenn man z.B. gegen eine Schule für alle ist, setzt man sich für den Erhalt von Gymnasien ein. Es ist teilweise auch eine Sache der Formulierung. Wenn man gegen Merkels Flüchtling Politik ist, dann ist man z.B. für die Einhaltung von Verträgen wie Dublin.

So eine Position ist weder praktisch umsetzbar, noch kann man sie in einen Kompromiss einfließen lassen - dagegen ist dagegen.
Ach, einen Kompromiss kann man immer finden. man erinnere sich z.B. an Merkels Aussage "Mit mir wird es keine Maut geben" ähh doch. Es gibt noch viele weitere Beispiele.

Aus so einem primitiven Standpunkt kann ein Koalitionspartner nicht einzelne Teile übernehmen, weil es nur ein Teil gibt.
Dann gibt es einen Kompromiss. Partei A ist dagegen und Partei B dafür. Entweder man findet dann einen Mittelweg oder eine Partei A gibt ihre Forderung bei Punkt 1 auf und bekommt dafür Punkt 2, wogegen sich Partei B im Wahlkampf ausgesprochen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist, will die AFD das? Nein, sie will einfach nur die Grenzen schließen und sie mit Waffengewalt verteidigen.
Dann kommen sie aber wenigstens nicht nach Deutschland sondern in große Flüchtlingscamps in den Nachbarländern.

?
Die VT, dass die ganze Flüchtlingssache politisch gesteuert wäre, um Wählerstimmen zu bunkern, ist ja durchaus beliebt - wieso sollte die AfD da nicht mitmachen und alles unternehmen, um ihr einzigstes Thema am Leben zu erhalten? :ugly:
Einziges Thema ? Das Thema ist nun mal ständig präsent und wird daher von der AfD auch am stärksten behandelt.
Aber auch in der Bildungspolitik vertritt die AfD interessante Positionen, wie zum Beispiel die Erhaltung der Gymnasien. Außenpolitisch vertritt sie ähnliche Positionen wie die Linkspartei, vor allem im Bezug auf Russland. Und gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr ist sie auch.
 
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