News Seasonic OptiGuard soll schmelzenden Steckern vorbeugen

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Im Rahmen der Computex 2025 hat uns Seasonic seine OptiGuard-Technologie vorgestellt, welche stromhungrige Grafikkarten dank einer ausgeklügelten und verlässlichen Schutzschaltung vor schmelzenden Steckern bewahren soll.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Seasonic OptiGuard soll schmelzenden Steckern vorbeugen

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Is schon wieder April?

Tempsensor am Netzteil wird wenig bringen, wenn an der GPU die Hitze anliegt.

Spannungsüberwachung ist auch sinnlos, denn das Netzteil sollte 12V rüberbringen und überlastet ist ja nicht das Netzteil, sondern die Buchse.

Stromüberwachung je Ader wäre ein Anfang, persönlich habe ich die günstigste Lösung gefunden, 10A Inlinesicherungen je Ader verbaut, im Netzteil könnte man das sogar mit Automaten machen, so dass man die nach einem Ausfall nicht austauschen muss, nur resetten. Kostenpunkt im Endhandel für 6 Stück um die 10 EUR.
 
Gute Idee, gefällt mir.
Wenn ich ein neues Netzteil kaufen würde, wäre es ein Kriterium was ich einbeziehen würde.

ABER!
Das wäre natürlich nicht nötig, wenn Nvidia dies endlich in den griff bekommen würde, was sie unbedingt angehen müssen in der nächsten Generation, denn die Karten werden in allen Klassen immer Stromhungriger. So weitergehen kann und darf es auf Dauer, auf gar keinen Fall. Wenn man auf biegen und brechen einen neuen Standard einführt, muss man unbedingt dran bleiben. Es ist übrigens EIN Grund warum ich mir keine RTX5000 Karte gekauft habe, auch bei der nächsten Generation werde ich warten wie sich das entwickelt.

Übrigens, bezüglich dem Video, ich schaue mir Richies Videos immer gerne an, aber Richie war mir diesmal etwas zu hektisch unterwegs, hat den Seasonic Mitarbeiter kaum zu Wort kommen lassen.
 
Als Notabschaltung, ok aber sowas sollte eigentlich nicht notwendig sein. Hier wird versucht ein Fehler der Spezifikation teuer im Nachgang zu kompensieren. So wirklich begeistern kann ich mich dafür nicht wirklich.
Is schon wieder April?

Tempsensor am Netzteil wird wenig bringen, wenn an der GPU die Hitze anliegt.

Spannungsüberwachung ist auch sinnlos, denn das Netzteil sollte 12V rüberbringen und überlastet ist ja nicht das Netzteil, sondern die Buchse.
Bis dato sind alle Defekte aufgrund schlechten Kontakts auf GPU oder Netzteilseite zurückzuführen die zu zu hohen Temperaturen im Kabel geführt haben und sowohl Netzteilseitig wie GPU Seitig Beschädigungen hervorrufen. Ein Temperatursensor kann dem durchaus vorbeugen.
Stromüberwachung je Ader wäre ein Anfang, persönlich habe ich die günstigste Lösung gefunden, 10A Inlinesicherungen je Ader verbaut, im Netzteil könnte man das sogar mit Automaten machen, so dass man die nach einem Ausfall nicht austauschen muss, nur resetten. Kostenpunkt im Endhandel für 6 Stück um die 10 EUR.
Ggü einem Temperatursensor eine teure Lösung.
 
Die Idee einer Absicherung gegen schmorende Kabel / Stecker für die Grafikkartenstromversorgung klingt an sich ziemlich gut - wenn man einmal davon absieht, dass es dieses Problem eigentlich überhaupt nicht geben sollte wenn Nvidia beim Design der Spannungsversorgung der Grafikkarten seine Hausaufgaben richtig gemacht hätte.

Was mich bei der beschriebenen Lösung von Seasonic aber stutzig macht, ist dass neben der Temperatur an der Netzteilbuchse für die Grafikkarte die Spannung überwacht werden soll. Was soll das bringen? Schließlich sollte diese immer gleich 12V betragen, so lange die Spannungsregelung des Netzteils nicht versagt und dann ohnehin andere Schutzschaltungen greifen sollten.

Sinnvoll wäre aus meiner Sicht nur, die Stromstärke je 12V-Ader zur Graka zu überwachen, so dass es einen Alarm und/oder Notabschaltung gibt, wenn eine Ader übermäßig viel Strom führt und zu überlasten droht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Temperatursensor kann dem durchaus vorbeugen
Kann, aber eben nur dann wenn es im Netzteil ankommt.


und sowohl Netzteilseitig wie GPU Seitig Beschädigungen hervorrufen.
Die meisten Berichte zeigten die Schäden GPU seitig, zwei oder drei haben auch was Netzteilseitig gezeigt.

Logisch wäre aber zuerst ein Schaden GPU seitig, da am Netzteil deutlich geringere Temps herrschen als am Stecker der GPU. Daher war das für mich immer logisch, dass vorzugsweise die GPU Seite überhitzt.


Ggü einem Temperatursensor eine teure Lösung.
Naja, der Sensor ist billig, aber die zusätzliche Ansteuerung, sei es per USB, sei es automatisch musst du auch dazu rechnen. Der Sensor allein nutzt ja nix und Netzteile habe da bisher auch keine Schnittstelle um den auszulesen.
 
Kann, aber eben nur dann wenn es im Netzteil ankommt.
Muss es prinzipbedingt immer.
Die meisten Berichte zeigten die Schäden GPU seitig, zwei oder drei haben auch was Netzteilseitig gezeigt.

Logisch wäre aber zuerst ein Schaden GPU seitig, da am Netzteil deutlich geringere Temps herrschen als am Stecker der GPU. Daher war das für mich immer logisch, dass vorzugsweise die GPU Seite überhitzt.
Klares Nein. Solche Temperaturen entstehen ja nicht im Stecker selbst, sondern aufgrund einer zu hohen Belastung einzelner Litzen. Die Temperatur hast du über die gesamte Strecke. Die GPU Seite hat evtl. aufgrund der eigenen Abwärme nochmal etwas mehr Belastung sollte am grundlegenden Thema keine Änderung bedeuten.
Naja, der Sensor ist billig, aber die zusätzliche Ansteuerung, sei es per USB, sei es automatisch musst du auch dazu rechnen. Der Sensor allein nutzt ja nix und Netzteile habe da bisher auch keine Schnittstelle um den auszulesen.
Wieso auslesen? Wir reden von einer schutzschaltung die einen beeper hat und danach das Teil abschaltet. Dabei reden wir von billigsten Komponenten die man für sowas braucht.
 
Ein absolut unnötiges Feature, das imho rein gar nichts bringt. Warum? Naja, es bekämpft das Problem nicht. N wirklicher Fix wäre es, ein Load-Balancing zu implementieren, sodass da maximal 9A auf jedem Kabel dauerhaft anliegen. Dann würd man da auch eigentlich keine Temperaturüberwachung benötigen.
Oder man machts noch einfacher: Man macht so ner komischen Normungseinrichtung, die diesen Anschluss ohne solche Nebeninfos beschlossen hat, mal Feuer unterm Hintern. Oder noch besser: Nvidia fürs Wegfallen des Load Balancings. Ich warte ja noch immer auf den Lawsuit.
 
Es gab nie ein Load-Balancing, das hätte niemand bezahlt (guck mal, was eine 9-A-Stromquelle statt einer 9-A-tauglichen Spannungsquelle kostet und nimm das mal sechs), sondern nur eine teilweise Load-Überwachung.

Is schon wieder April?

Tempsensor am Netzteil wird wenig bringen, wenn an der GPU die Hitze anliegt.

Spannungsüberwachung ist auch sinnlos, denn das Netzteil sollte 12V rüberbringen und überlastet ist ja nicht das Netzteil, sondern die Buchse.

Hitze liegt an beiden Enden an. Am GPU-Ende hat man häufiger das zusätzliche Problem ungünstiger Kabelführung und außerdem ist da nicht ein Hersteller für beide Teile der Kupplung verantwortlich, weswegen eher mal am falschen Ende gespart wurde. Daher waren die GPU-Verbindungen bislang der kritischere Teil, der nachgegeben hat. Aber auf Netzteilseite wurden trotzdem Temperaturen von über 90 °C gemeldet. Das kann man gut registrieren.

Was die Spannungsüberwachung sein soll, frage ich mich aber auch. Siebenmal (mit dem Netzteil selbst) die Spannung auf ein und derselben 12-V-Leitung zu messen erscheint wenig sinnvoll. Zumindest in der typischen Messqualität – im Millivolt-Bereich und mit Kalibrierung könnte der Eigenwiderstand der Leitungen reichen, um stark unterschiedliche Stromflüsse über die Spannung erkennen zu können. Vielleicht ist es auch einfach ein Fall von Lost in Translation (Technik <=> PR) und gemessen wird der Spannungsabfall über einen Shunt, also die Stromstärke.
 
Es gab nie ein Load-Balancing, das hätte niemand bezahlt (guck mal, was eine 9-A-Stromquelle statt einer 9-A-tauglichen Spannungsquelle kostet und nimm das mal sechs), sondern nur eine teilweise Load-Überwachung.
Du brauchst ja nichtmal ein hartes Loadbalancing würde vermutlich schon reichen wenn man auf GPU Seite den Stecker nicht brückt und stattdessen 3 Pins die eine Hälfte der Spannungsversorgung versorgt und mit den restlichen 3 Pins die andere Hälfte.
Hitze liegt an beiden Enden an. Am GPU-Ende hat man häufiger das zusätzliche Problem ungünstiger Kabelführung und außerdem ist da nicht ein Hersteller für beide Teile der Kupplung verantwortlich, weswegen eher mal am falschen Ende gespart wurde. Daher waren die GPU-Verbindungen bislang der kritischere Teil, der nachgegeben hat. Aber auf Netzteilseite wurden trotzdem Temperaturen von über 90 °C gemeldet. Das kann man gut registrieren.
Am falschen Ende sparen darf es ja an sich nicht geben, hier gibt es einen Standard und wenn man Teile der Spec nach verbaut darf es nicht zu solchen Problemen kommen.
Was die Spannungsüberwachung sein soll, frage ich mich aber auch. Siebenmal (mit dem Netzteil selbst) die Spannung auf ein und derselben 12-V-Leitung zu messen erscheint wenig sinnvoll. Zumindest in der typischen Messqualität – im Millivolt-Bereich und mit Kalibrierung könnte der Eigenwiderstand der Leitungen reichen, um stark unterschiedliche Stromflüsse über die Spannung erkennen zu können. Vielleicht ist es auch einfach ein Fall von Lost in Translation (Technik <=> PR) und gemessen wird der Spannungsabfall über einen Shunt, also die Stromstärke.
Sollte das nicht ähnlich ablaufen wie einige PSUs das schon heute mit den Senseleitungen am 24pin Stecker umgesetzt haben. Mein 24Pin Kabel hat bspw. nicht nur 24 sondern zusätzlich 4 Senseleitungen rumfliegen.
 
Sollte das nicht ähnlich ablaufen wie einige PSUs das schon heute mit den Senseleitungen am 24pin Stecker umgesetzt haben. Mein 24Pin Kabel hat bspw. nicht nur 24 sondern zusätzlich 4 Senseleitungen rumfliegen.

Der 24-Pin-Stecker hat auch vier getrennte Spannungen. ;-)
Extra Senseleitungen (die nicht jedes Netzteil hat), dienen hier nur dazu, die Ist-Spannung direkt am Mainboard, also hinter dem Eigenwiderstand des 24er-Kabels zu messen.
 
Was mich an der Sache ein wenig wundert ist das Nvidia einfach nicht einsehen will das der Stecker ungeeignet ist. Warum auch immer die ihren fehler nicht eingestehen wollen. Arroganz oder Ignoranz?
 
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