Soweit ich weiß sind es 50V (korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber das ist International so Standard für Gleichstrom, einige Länder haben auch 60V ich glaube die USA]) und der PC gilt als geschlossenes System. Sonst dürfte USB PB auch nicht mit 48V hantieren und die Autoindustrie müßte ihre 42V auch geschlossen halten.
Kann es sein, dass du etwas mit 50 Hz und 60 Hz verwechselst? Mir wäre jedenfalls keine US-amerikanische Norm über 60 V bekannt. Was von dort aus Einfluss auf PC-Komponenten hat, ist eigentlich nur die maximale Stromstärke, weswegen 1,8 kW eine kritische Grenze für PC-Netzteile bleiben. Bei der Autoindustrie bin ich mir ebenfalls ziemlich sicher, dass nicht mit 42 V, sondern mit 48 V gearbeitet wird. So hat man ein glattes Vielfaches von 12 V/24 V und sich Spezialanfertigungen auf Batterieseite.
Die "nicht mehr als 20 V ohne Ausbildung" habe ich jedenfalls dumpf aus dem südostasiatischen Raum in Erinnerung, kann mich aber leider nicht an Details erinnern. Für Deutschland hättest du Recht, dass PCs als geschlossenes System gelten und 48 V deswegen problemlos möglich wären. Aber ein neuer Computer-Standard passt idealerweise zur Rechtslage von 194 weiteren Staaten.
Das Problem ab rund 20 Volt++ sind die Spannungswandler auf der Karte, deshalb gehen ja auch Notebooks fast nie höher. Man muss ja die Spannung auf 0.8 bis 1.25 Volt runterregeln, das schafft noch deutlich mehr Verluste auf der Platine als bei 12 Volt und wird schnell unwirtschaftlich. Bei 48 Volt sehe ich dann schon zwei Baugruppen mit Reglern auf 48 zu 12 Volt und dann 12 Volt zu Rest, denn es gibt ja außer den Hauptspannungen auch noch Gedöns wie 5 Volt, 1.8 Volt, PLL usw.
Ich würde es lieber sehen, wenn mal wieder mehr Wert auf Effizienz der GPUs gelegt werden würde. Bei 300 Watt sollte man einen Cut machen. Meine gute alte RTX 6000 Ada schnappt sich in der Workstation max. 300 Watt und ist kaum langsamer als eine 4090. Sweet Spot FTW![]()
Eine Wandlung von 48 V auf die Spannung der Endverbraucher ist in einem Schritt möglich. Wie gesagt: Etliche Server und Großrechner arbeiten schon länger mit 48-V-Gleichstrom als Zuleitung zum Blade, das dann ohne eigenes Netzteil auskommt. Aber auch die meisten Steckernetzteil gehen direkt von rund 320 V (Peaks nach Gleichrichtung von 230 V) auf 5 V USB. Die Verluste insgesamt sind dabei sogar geringer, genau deswegen macht man es ja, auch wenn etwas mehr der Arbeit vom Netzteil auf die Grafikkarte verlagert wird. Wenn ich die Reaktionen von Mainboard- und Netzteilherstellern auf Intels 12V-only-Fail betrachte, ist es den Platinenverkäufern aber durchaus recht, einen größeren Teil der Wertschöpfungskette in ihr Produkt zu quetschen. Das Haupthindernis für eine flächige Einführung ist allein die Größe des Henne-Ei-Problems relativ zur Kleinheit der Vorteile im Massenmarkt.
