News PV-Anlage: Metzgerei in Bayern darf selbst produzierten Strom an heißen Tagen nicht verwenden

PCGH-Redaktion

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PV-Anlage können vom Netzbetreiber abgeschaltet werden, wenn eine Überlastung des Netzes droht. Bei einer Metzgerei in Bayern führt das zu teuren Konsequenzen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu PV-Anlage: Metzgerei in Bayern darf selbst produzierten Strom an heißen Tagen nicht verwenden

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Muss man nicht verstehen.

Bei Großanlagen ist es schon lange Vorschrift (bei Kleinanlagen weniger lang), dass diese durch Spannungserhöhung gezielt gedrosselt werden können.

Insofern kann man nur wieder spekulieren, dass wir in Deutschland mal wieder die Technik nicht im Griff haben, der Beamtenschimmel wieder wiehert oder sonstige, rückständige oder kapitalistisch getriebene Peinlichkeiten einen Weiterbetrieb auf Leistung des Eigenverbrauchs (0- Einspeisung) verhindern.

Ein Trauerspiel, welches inzwischen auf zu vielen Ebenen zu akzeptieren ist.
 
Tjo, das passiert dann wohl, wenn man eine große Anlage an ein "1-x" Netz hängt in einer Region, in der die Union schon reihenweise Bundessteuermittel an ihre Häuslebauerklientel verteilt hat. Standortnachteil im Ausland würde ich sagen, Söderistan will seine AKWs (gebaut mit Geld vom deutschen Staat, Betrieb subventioniert vom deutschen Staat, Müllentsorgung zu finanzieren vom deutschen Staat) zurück :ugly: .
 
Jo.... darum ist unsere Wahl eine Inselanlage/ bzw + Null- Einspeisanlage* mit deutlich überdimensionierten Speicher...
Die Elektroinstallation im Haus und die Anlage sind Primär und nur wenn der Speicher dann doch (fast^^)leer sein sollte wird über ein Digitalautomatisches Relais geschaltet und aus dem Netz entnommen

Edit:*
 
Zuletzt bearbeitet:
Was für einen Stromvertrag habt ihr dafür?
Auflösbare Insel ist für die Energieversorger ein quasi genauso mieser Deal: Sie sollen die ganze Infrastruktur bereit halten, falls es doch mal knapp wird, verdienen aber kaum was am regulären Verbrauch. Da geht die Mischkalkulation genausowenig auf wie bei einer Bäckerei, die mal viel und mal weniger einspeist, aber immer Versorgugnssicherheit haben will. Die Schwankung zählt und die Überlast entsteht normalerweise nicht erst am Hausanschluss, sondern für das gesamte Segment. Deswegen ist es für den Versorger dann auch egal, ob alle Anlagen auf 20% gedrosselt werden, oder ob diverse Wohnhäuser mit 80% weiter einspeisen, während die Großanlage eines Unternehmers auf 0 gesetzt wird. Hauptsache die Gesamtmenge übersteigt nicht das, was man ableiten kann.
 
Was für einen Stromvertrag habt ihr dafür?
War das für mich bestimmt?
Es ist noch nich 100% fest wie genau, weil wir den Verbrauch und den Ertrag noch nicht einschätzen können, wollen wir die Verbindung zum Öffentlichem Stromnetz erstmal beibehalten. Also das wäre wenn ich die Unterlagen richtig verstehe eine Null-Einspeisanlage und auf die Garage 42m² (+15m²) Grundfläche kommt dann eine etwa 7kwp+ Inselanlage mit Speicher

Ich schrieb deshalb "unsere Wahl" weil wir das grade erst planen umzusetzen wegen aktuellem Hauskauf.
So wie jetzt besprochen 20-30KW Speicher gesammt.

Ein paar andere dinge kommen auch noch...
Regenwassernutzung für zu mindest Toilette. Und bei der Dusche kommt eine "Kreislaufdusche" also weeesentlich weniger wasser.
Die heizt aber natürlich mit Strom nach und die Infraotheizungen brauchen auch Mengen an Strom.
Ist halt bisher noch ne Öl Heizung drin....
 
@LastManStanding
Ja, war an dich gerichtet. Ich habe schon lange nichts mehr von so einem Mischkonzept gehört. Entweder reine Insel (durchaus auch nur für einen Teil des Gebäudes, dann aber eben dauerhaft) oder formelles Einspeisekonzept (entsprechend ggf. nur für den anderen Teil, das aber ebenfalls dauerhaft). Letzteres kann man ja auch so auslegen, dass man de facto so viel entnimmt wie man erzeugt/aus dem Speicher abgibt, aber halt mit Abrechnung komplett über die Zähler.

P.S.: "Kreislaufdusche" - wieder was gelernt.
 
Da könnte man bestimmt auch Teilabschaltungen realisieren. Das Argument vom Netzbetreiber macht wenig Sinn. Netz überlastet wenn viel Sonne scheint und die nur ~20% einspeisen, dann müssen wir euch abschalten und ihr müsst 100% aus dem Netz beziehen was das Netz dann natürlich nicht belastet lol.

Das Einzige was belastet wird ist das Konto des Netzbetreibers.
 
@LastManStanding
Ja, war an dich gerichtet. Ich habe schon lange nichts mehr von so einem Mischkonzept gehört. Entweder reine Insel (durchaus auch nur für einen Teil des Gebäudes, dann aber eben dauerhaft) oder formelles Einspeisekonzept (entsprechend ggf. nur für den anderen Teil, das aber ebenfalls dauerhaft). Letzteres kann man ja auch so auslegen, dass man de facto so viel entnimmt wie man erzeugt/aus dem Speicher abgibt, aber halt mit Abrechnung komplett über die Zähler.

P.S.: "Kreislaufdusche" - wieder was gelernt.
Wir haben uns damit zwar schon ganz gut befasst und beraten lassen geplant, etc aber das richtige Konzept für sich zu finden ist ohne eigene Erfahrung schon recht schwer:)
Wir speisen dann ja direkt in den Akku ein, und entnehmen von dort. "Perfekt" wäre natürlich wenn man genug Kapazität hat um auch die weniger effizienten Tage zu mindest teilweise zu deckeln.
Die Anlage wird intelligent gesteuert sein Gerage: Süd Ausrichtung. Haus ziemlich genau Ost/West

Kreislaufdusche davon hatte ich vor ein paar Jahren gehört und war gelinde gesagt.. HIN und WEG. Ist ein plump gesagt, geiles Prinzip!
 
Da könnte man bestimmt auch Teilabschaltungen realisieren. Das Argument vom Netzbetreiber macht wenig Sinn. Netz überlastet wenn viel Sonne scheint und die nur ~20% einspeisen, dann müssen wir euch abschalten und ihr müsst 100% aus dem Netz beziehen was das Netz dann natürlich nicht belastet lol.

Das Einzige was belastet wird ist das Konto des Netzbetreibers.
Ne der Trick dabei ist...
Nicht die 20% die die einspeisen sind das Problem..
Ne so kann der Netzbetreiber kurzfristig durch abschalten der Anlage einen Großverbaucher ans Netz zwingen..
Der verbraucht dann entsprechend viel Strom und stabilisiert das Netz. Selbst wenn die Anlage nichts einspeist würden die das machen wollen..
Für den Netzbetreiber Win Win.. er bekommt plötzlich ordentlich Geld für den zu vielen Strom und muss diesen nicht besonders günstig oder sogar selbst dafür zahlen, dass den jemand abnimmt. Falls er den da überhaupt weg bekäme da ja die Netze ggf. gar nicht vorhanden sind.. und der Netzbetreiber muss hat auch keine Kosten um ggf. Pumpspeicherkraftwerke oder andere Maßnahmen zum Netz stabilisieren zu bauen...
 
Das ist schon richtig peinlich... wenn man dann noch im Hinterkopf hat dass 1/3 aller Stromkunden den Vertrag nie wechseln wird es noch verrückter. Einige würden gerne und bekommen nur Knüppel zwischen die Beine geworfen und andere zahlen sehr sehr gerne zu viel Geld. Da gewinnen nur Netzbetreiber und Stromanbieter.
 
Ich hoffe, auf diese Weise schlägt es so hohe Wellen, dass sich jeder PV Betreiber und Betrieb fragen muss, ob sich eine Unterstützung durch Akkutechnik lohnt. Ich persönlich habe die Netzbetreiber ganz schön gefressen, pünklich zur Anmeldung meiner PV Balkonanlage kam die Strompreiserhöhung rein. Geschmacklos gierig. Die sollen einfach ihr Netz stabil halten und nicht rumpfuschen.
 
Dann sollte da 1, 2 oder 3 alte 60 Kwh Akku von Tesla verbaut werden, welche die PV Anlage erstmal voll lädt.
Sind zwar wieder irre Kosten für Akku, zusätzliche Geräte und Montage von ca. 20.000€ aber ja vollkommen nötig wenn 500€ Stromkosten pro Tag durch Abschaltung anfallen können.
 
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Wenn nur 20 % verkauft werden, sollte man einfach darauf verzichten und eine Insel daraus machen. Dann hört die Deutungshoheit des Netzbetreibers vor dem Zähler auf und er kann nichts mehr abschalten. Das was noch überbleibt versuchen in Akku unterzubringen als Puffer. 15 kW/h sind heute für 2500 Euro zu haben. Das hängt aber davon ab was Nachts gebraucht wird.
 
Da könnte man bestimmt auch Teilabschaltungen realisieren. Das Argument vom Netzbetreiber macht wenig Sinn. Netz überlastet wenn viel Sonne scheint und die nur ~20% einspeisen, dann müssen wir euch abschalten und ihr müsst 100% aus dem Netz beziehen was das Netz dann natürlich nicht belastet lol.

Das Einzige was belastet wird ist das Konto des Netzbetreibers.

Wie oben schon angedeutet: Dass einer zu 100% abschalten muss, wird nur eine Folge unsauberer Ausbauplanung sein. Gerade in Bayern wurden relativ früh systematisch die Solarsubventionen abgegriffen und später hat Merkel systematisch Steuerzahlergeschenke an die eigenen Wähler verteilt, die nunmal überproportional viele Häuslebauer in Bayern umfasst. Was man aber nie gemacht hat, weil es ja irgendeinen Alm-Fastöse die Aussicht ruinieren könnte: Die Netze ausgebaut.

Im Ergebnis hat man jetzt in vielen Regionen viel mehr Peakleistung stehen, als die Netze verkraften und Teil davon stammt aus Zeiten, als kleinere Privatanlagen noch ganz ohne der nur mit begrenzter Abschalt-/Drosselungssteuerungs an Netz gelassen wurden. Optimal wäre es Leitungen zu haben, mit denen jeder 100% einspeisen könnte. Die wollte Söderstan aber explizit nicht (und bis heute auch nur, wenn der Bund oder andere Bundesländer die schweine teuren Erdkabel bezahlt). Die nächst fairere Notlösung wäre es, dass alle auf 80% oder 50% drosseln müssen. Das geht aber auch nicht, weil einige Bestandsschutz auf bis zu 100% Abnahme haben. Was dagegen quasi immer einen auf 0% drosselbaren Vertrag hat, sind erst spät aufgebaute, gewerbliche Großanlagen wie die von der Bäckerei. Ergebnis: Weil die Nachbarn weiterhin mit 100% einspeisen dürfen, wird die Bäckerei im Gegenzug auf 0% gedrosselt und muss dann wegen der fixen Strompreise teuer dafür bezahlen, dass sie den Überschussstrom der Nachbarn verbrät, obwohl sie damit dem Netzbetreiber einen echten Dienst erweist.

Wenn der Bäcker schlau wäre, würde er seinen Versorgungsvertrag auf einen Anbieter mit flexiblen Preisen umstellen, dann würde er an der Stelle zumindest deutlich weniger draufzahlen. (Würde Bayern nicht darauf bestehen, dass der deutsche Strommarkt homogen bleibt, könnte der Bäcker sowas rauskriegen, weil der Strompreis in dieser Region eigentlich deutlich ins negative abrutschen müsste.)
Wenn der Bäcker gemein wäre, würde er einfach mal von 12:00 bis 14:00 einen spontanen Betriebsausflug machen. Dann gingen beim Netzbetreiber wahrscheinlich sämtliche Warnlampen an.
 
Ich persönlich habe die Netzbetreiber ganz schön gefressen, pünklich zur Anmeldung meiner PV Balkonanlage kam die Strompreiserhöhung rein. Geschmacklos gierig. Die sollen einfach ihr Netz stabil halten und nicht rumpfuschen.
Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Der Netzbetreiber schickt Dir keine Strompreiserhöhung. Das macht Dein Lieferant. Den solltest Du mal fragen, worin sich die Erhöhung begründet. Vielleicht hat er einfach schlecht oder zum falschen Zeitpunkt eingekauft. Dafür kann der NB nun wirklich nichts.
 
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