Da könnte man bestimmt auch Teilabschaltungen realisieren. Das Argument vom Netzbetreiber macht wenig Sinn. Netz überlastet wenn viel Sonne scheint und die nur ~20% einspeisen, dann müssen wir euch abschalten und ihr müsst 100% aus dem Netz beziehen was das Netz dann natürlich nicht belastet lol.
Das Einzige was belastet wird ist das Konto des Netzbetreibers.
Wie oben schon angedeutet: Dass einer zu 100% abschalten muss, wird nur eine Folge unsauberer Ausbauplanung sein. Gerade in Bayern wurden relativ früh systematisch die Solarsubventionen abgegriffen und später hat Merkel systematisch Steuerzahlergeschenke an die eigenen Wähler verteilt, die nunmal überproportional viele Häuslebauer in Bayern umfasst. Was man aber nie gemacht hat, weil es ja irgendeinen Alm-Fastöse die Aussicht ruinieren könnte: Die Netze ausgebaut.
Im Ergebnis hat man jetzt in vielen Regionen viel mehr Peakleistung stehen, als die Netze verkraften und Teil davon stammt aus Zeiten, als kleinere Privatanlagen noch ganz ohne der nur mit begrenzter Abschalt-/Drosselungssteuerungs an Netz gelassen wurden. Optimal wäre es Leitungen zu haben, mit denen jeder 100% einspeisen könnte. Die wollte Söderstan aber explizit nicht (und bis heute auch nur, wenn der Bund oder andere Bundesländer die schweine teuren Erdkabel bezahlt). Die nächst fairere Notlösung wäre es, dass alle auf 80% oder 50% drosseln müssen. Das geht aber auch nicht, weil einige Bestandsschutz auf bis zu 100% Abnahme haben. Was dagegen quasi immer einen auf 0% drosselbaren Vertrag hat, sind erst spät aufgebaute, gewerbliche Großanlagen wie die von der Bäckerei. Ergebnis: Weil die Nachbarn weiterhin mit 100% einspeisen dürfen, wird die Bäckerei im Gegenzug auf 0% gedrosselt und muss dann wegen der fixen Strompreise teuer dafür bezahlen, dass sie den Überschussstrom der Nachbarn verbrät, obwohl sie damit dem Netzbetreiber einen echten Dienst erweist.
Wenn der Bäcker schlau wäre, würde er seinen Versorgungsvertrag auf einen Anbieter mit flexiblen Preisen umstellen, dann würde er an der Stelle zumindest deutlich weniger draufzahlen. (Würde Bayern nicht darauf bestehen, dass der deutsche Strommarkt homogen bleibt, könnte der Bäcker sowas rauskriegen, weil der Strompreis in dieser Region eigentlich deutlich ins negative abrutschen müsste.)
Wenn der Bäcker gemein wäre, würde er einfach mal von 12:00 bis 14:00 einen spontanen Betriebsausflug machen. Dann gingen beim Netzbetreiber wahrscheinlich sämtliche Warnlampen an.