40 Jahre Commodore 64: Ein wehmütiger Rückblick auf Brotkasten-Hardware und Spiele

War schon eine geniale Kiste, hatte mein Vater für die Familie geholt, er selbst hat kaum was gespielt das einzige was er gespielt hat aus irgendeinem Grund war Jungle Hunt. Ich hab am liebsten mit nem Kumpel Katakis gespielt, er den Satelliten und ich das Raumschiff, allein beim Soundtrack krieg ich ne Gänsehaut (auch wenn wie ich später feststellen musste der Soundtrack einiger Level von Delta Force geklaut war). Die Kiste war auch super erweiterbar für damalige Verhältnisse, Dauerfeuerbox aus C64er Heft Anleitung gebastelt, Final Cartridge 3 zum schnelleren Laden und diverser Zusatzfunktionen, sogar für Teleclub und frühes Premiere gab es Module zum selber basteln um die damals rudimentäre Verschlüsselung zu knacken. Sogar Spiele und Programme hat meine Mutter damals aus dem C64 Heft abgetippt, da war noch nix mit Heft-CDs oder -Disketten, selber abtippen war angesagt! War ne schöne Zeit, aber spielen würde ich von den Sachen heute wohl kaum mehr was.
 
Meinen größten WOW Effekt auf dem C64 hatte ich mit diesen "Action Cartridges" wo ich plötzlich eine ultraschnelle Norton Commander Oberfläche auf dem Rechner hatte. Nix mehr mit ,8,1. Das Modul leider viel zu spät gekauft.
 
Von alledem war der C64 Jahrzehnte entfernt. Und so gerne ich an Blue Max, Space Pilot oder Katakis zurückdenke: Mehr Spaß als moderne Spiele machen sie mir nicht. Deswegen bleibt der C64 - frei nach Sido - „In meinem schwarzen Fotoalbum mit dem silbernen Knopf“
Heuzutage reizen mich solche Spiele auch nicht mehr. (Bis auf Point ´n Click Adventures).
Aber damals war es was besonderes weil man nichts anderes kannte.
 
Heuzutage reizen mich solche Spiele auch nicht mehr. (Bis auf Point ´n Click Adventures).
Ja, das gilt auch für mich. Point & Clicks spiele ich immer noch gerne. Schade dass das Genre heute nicht mehr angesagt ist. Vielleicht kann das kommende Monkey Island nochmal neue Impulse setzen und zeigen, dass Point & Click auch 2022 noch Käufer findet.

Aber damals war es was besonderes weil man nichts anderes kannte.
Ja, das stimmt natürlich. Damals war es sensationell was die Homecomputer auf den Screen zauberten. Fast schon magisch (aus der Sicht des 10-jährigen Jungen :D )
 
Was soll ich sagen? War mein 2ter Computer. Hatte vorher den C116 (mit der Gummitastatur) Aber der C64 war so MEGA! Danach den Amiga 500, darauf folgte dann der erste PC 486 DX2 66 MHz. Wing Commander war dann die Offenbarung! Danach DOOM.
 
Was hatte diese Kiste für ein Potential inne.

1 2 Generationen von uns damals jungen, technikbegeisterten, der Zukunft zugewandten Technoiden,
viele unangepasst, undiagnostizierte ADHSler und Autisten, Antiestablishment, wurden von ihr "influenced".
Es war - im Rückblich gesehen - wahrlich ein Gottesgeschenk.

Was wäre Deutschland (und Europa) heute, hätte es diesen Goldschatz damals wahrgenommen, gefördert,
konkret ausgebildet, Rahmenbedinungen in Gesellschaft, Bildung, Akzeptanz, Wirtschaft, Kultur geschaffen.

Einzig die Subkultur der intellektuellen Techno-Generation erkannte den wahren Wert der futuren...
... Revolution, der in diesen Kisten steckte.

(Achtung Zynismus)
Und was haben wir heute?
Eine sozial, intellektuell, politisch degenerierte Generation von Zewa-Schimpansen (Wisch und Weg),
eine stupide Benutzer-Generation, von - nicht nur im Umgang mit Gerätesicherheit und Vernunft in Umgang
und sinnvoller Verwendung - unbegabten und überfordeten/desinteressierten/ungeschulten fremdgesteuerten Demokratie-Terminatoren, Geimeinschaftlichen und Gemeinwohl abgeneigten/sabotierenden Egozentikern,
bis zu Wissenschafts- und technikfeindlichen Randgruppen, denen....

PS: Und was aus Musik (Autotune), Kultur /Documenta) und Kunst/Literatur (Winnetou) wurde... da schaudert es
mich nur mehr kalt den Rücken runter...
 
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Da werden auch bei mir viele schöne Erinnerungen wach.
Ich hatte selber keinen C64, aber mein Bruder und viele Freunde :D
Am liebsten mochte ich Spiele, wo man gegeneinander spielte. Das gezeigte Karate-Spiel z.B. haben wir oft gespielt...
Aber insgesamt kenne ich sehr viel mehr von den Spielen wie gedacht... Damals wurde echt viel "getauscht" ;)

Später haben wir dann die "Competition Pro" gekauft. Die waren robuster.:daumen:
Auf die Competion Pro-Joysticks sind wir auch recht früh umgestiegen. Die waren wirklich sehr haltbar im Vergleich zu anderen Joysticks.
 
Summer Games und Donkey Kong nicht zu vergessen! Hat damals viel Spaß und kaputte Joysticks beschert :D
Ich hatte die Winter Games 1985 und nein die Joystick haben sich nicht gefreut. War immer lustig bei Familien Feiern alle ein Turnier oder gegen die Eltern. Bekommen hatte ich meinen C64 ca um 1991-92 also recht spät dafür schon mit 7/8 Jahren.
 
Waren das eigentlich Erstveröffentlichungen oder Budget-Versionen von ATARI? Kann mich nicht mehr erinnern...

PS: ... und hier noch Herr Hülsbeck.

PSS: ... und hier noch was Cooles: TURRICAN 2 für Amiga UND C64 mit Joystick :-)
 

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DER absolute Durchbruch bei der Grafik war damals die "Entdeckung" des programmierbaren Zeichensatzes. Das ermöglichte, im Gegensatz zum "HiRes"-Modus die Nutzung von 320x200 Pixeln UND 16 Farben bei von 8 auf 2 KibiByte reduziertem Speicherbedarf. Dazu ermöglichte die Verwendung des "Rasterinterrupt" so etwas wie einen "Vollbild-Modus" bei den sogenannten "Sprites" und das Ausführen von "Interrupt-Routinen" welche den Prozessor nicht belasteten. Das wurde gerne zum abspielen von Musik und Soundeffekten genutzt. Dazu kam die Verwendung des sogenannten RAM unter dem ROM, 8 KibiByte ab Speicheradresse 49152, die mittels Assembler angesprochen werden konnten.
 
Mein Onkel rief vor Jahren an nachdem er den Dachboden meiner Großeltern entrümpelt hat und meinte, er hätte da meinen alten C64 gefunden. Ich also hin und das Schätzchen abgeholt. Die größte Frage war, funktioniert der überhaupt noch? Stand schließlich jahrelang auf einem unisolierten Dachboden rum, also alles angeschlossen und das Teil kam tatsächlich hoch. Allerdings macht das HF-Signal auf meinem 4K-TV nicht so dolle Spaß, aber er hat seinen Platz nun als Museumsstück in meinem Büro gefunden.
 
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"Schon 1984 schlägt der C64 hierzulande mit nur noch 700 DM zu Buche."

Habe damals noch über 700DM bezahlt.
Das Disketten-LW VC1541 das ich mir ein paar Monate später "gegönnt" habe (Datasette war echt nervig) kostete dann sogar noch mehr als der C64. :what:
 
Wir auch. Auf dem Schulhof oder auch privat. Ich hatte mehrere Diskettenboxen voll.
Damals war das irgendwie selbstverständlich und hatte auch niemanden interessiert.
Die Cracker hatten die Spiele irgendwie noch komprimiert oder so.
Dann hatte man nicht ein Spiel pro Diskette, sondern mehrere Spiele pro Diskettenseite. :ugly:
Hinzu kamen nervige Kopierschutzmaßnahmen, schon damals. Ein Freund hatte sich Zak McKracken gekauft, obwohl wir die Raubkopie besaßen. Wir liebten dieses Spiel einfach und hätten (bzw. haben) dafür gerne unser Taschengeld gespendet. Die Belohnung für den ehrlichen Kauf war jedoch einer der wohl nervigsten Kopierschutze der Computerspielgeschichte. Wir sind dann schnell wieder auf die Raubkopie umgestiegen.

Gabe Newell hat es viele Jahre später auf den Punkt gebracht: "Piracy is an issue of service, not price"
 
Mit dem Vice-Emulator kann man immer noch gut zocken :)

Für die Musik nehmen wir dann die moderne Variante:

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Für die Musik nehmen wir dann die moderne Variante:
Blasphemie! ;)

Die Belohnung für den ehrlichen Kauf war jedoch einer der wohl nervigsten Kopierschutze der Computerspielgeschichte. Wir sind dann schnell wieder auf die Raubkopie umgestiegen.
Ja, kann man so sehen. Wobei ich früher garkeinen Computer hatte. Meine Eltern haben dann iwann einen Amiga mitgebracht. Disketten wurden auch von unbedarften Menschen wie meinen Eltern einfach kopiert.
Ich vermute, das kommt daher, das die Privatkopie von Musik erlaubt war (jede in Deutschland verkaufte Leer-Kassette beinhaltet dafür bereits eine Gebühr).
 
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Ja ja die Brotkiste bin zwar erst 87 auf den C64 gekommen durch einen

Mitazubi aber es hatte sich gelohnt erst mal Gunship, Silent Servivce

ect. später Turrican bis Richard Garriot Ultima 6 auf den C64

gebracht hat das war sein Ende für mich aber das war das aller-

schlimmste Spiel aller Zeiten (Alle paar Schritte im Spiel

"Bitte Diskette xyz einlegen" und es gab einige Disketten :-))

Aber das ding war damals ne geile Kiste die ich dann meinen

jüngsten Bruder gab.
 
Jo, mit Datasette und viel Geduld konnte man dann loslegen.:D
So sieht eine C64 Platine aus dem Brotkasten aus, von denen es natürlich auch andere Versionen gab:
Zeiten die damals richtig Spaß machten...:bier:
 

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Wer hat das Quiz verbrochen? Grünschnabel, weil ich 1982 und 1000,- gesagt habe? Derjenige soll mir ohne zu googlen den Formatierbefehl für die zweite Floppy aufsagen oder die Basic Startadresse. Vlt kann der auch ein Rasterzeileninterrupt programmieren?
 
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