Nein, du scheinst eine sehr komische Vorstellung von Benchmarks zu haben. Wenn ich die gleichen Funktionen einer Programmierschnittstelle aufrufe, dann sind die Grundbedingungen gleich. Diese Funktionsaufrufe sind in der Schnittestelle (wie z.B. DirectX 12) standardisiert - dazu brauche ich keine proprietären Funktionen wie Nvidias TXAA oder AMDs Shader Intristic Functions.
Hingegen einen Benchmark speziell auf eine oder andere Architektur anzupassen ist keines Benchmarks würdig. Dann sind die Bedingungen nämlich nicht gleich und der Benchmark ist eindeutig subjektiv, vor allem wenn entsprechende Anpassungen nur für eine Architektur gemacht werden. Soetwas einen echten Benchmark zu nennen ist ein Witz.
Dann ist der 3D Mark oder wie auch immer er hieß in der Vergangenheit, noch NIE ein Benchmark gewesen und die ganze Diskussion hier ist sinnlos, denn dann forderst du PLÖTZLICH und AB JETZT etwas, das der 3DMark nie hatte: 100% identlischen Code und Ausführungsbasis für alle "Beteiligten". Das war schon bei einem der ersten (2000) nicht so, da lief etwa eine 3dfx Karte ohne T&L (weil sie das da noch nicht konnten).
Oder was ist mit Tesselation? Der Integration von PhysX?
Extra Pfade sind Industriestandard, hatte noch JEDER 3D Mark. Und nein, low-level Optimierungen laufen nicht gleich.
Es sind auch die Architekturen nunmal nicht gleich. AMD Karten haben seit jeher mehr Shaderpower, da mehr über den Shader berechnet wird als bei Nvidia. Die haben halt mehr Fixed functions.
Der 3D Mark soll, nicht zuletzt dank low level API das letzte aus den GPUs rauskitzeln und nicht nur einige Funktionen verstärkt nutzen.
eine API ist eben nur eine Bibliothek, da wird zwar "dieselbe" Funktion aufgegriffen, aber sie ist mitnichten dieselbe Funktion. AMD operiert nunmal anders als Nvidia, das zeigte sich schon früher, wo ein 6x AA bei AMD ausgesehen hat wie das 4xAA von Nvidia. WO IST DA DEINE VERGLEICHBARKEIT?
Wenn Nvidia AS nicht unterstützt, dann ist das eh deren Pech, nicht AMDs. Schließlich zieht AMD in den Benchmarks wo es benutzt wird davon. Ebenso wie vor 16 Jahren Nvidia mit T&L Support davongeflogen ist.
Wenn du 100% Vergleichbarkeit haben möchtest, brauchst du keinen Benchmark mit komplexen Außenszenen und Grafik, du brauchst einfach nur
-Füllratentest
-Bandbreitentest
-Compute Test
Fertig. Was auch immer du dir vom 3D Mark erwartest bekommst du nicht. Du bekommst beim 3D Mark eine hochoptimierte 3D Engine, die (EBENSO WIE ALLE SPIELEENGINES) Herstellerspezifische Renderpfade hat.
Das war schon beim ersten Quake so. 20 Jahre ist das her. Und natürlich bei den ersten 3D Marks (Wo teils verschiedene Engines verwendet wurden, etwa die von Max Payne um mehr auf die tatsächliche spieleperformance schließen zu können. Nur: guess what: auch diese Engine hatte herstellerspezifischen Code.
Ein Low-Level-Zugriff bedeutet nicht, dass eine architekturspezifische Anpassung stattfindet kann oder muss; dies ist nur begrenzt unter DirectX 12 der Fall. Low-Level bedeutet das du Zugriff auf eine Reihe - in der Schnittstelle vordefinierte - Hardwarekomponenten hast. Es gibt in DirectX 12 keine AMD- oder Nvidia-spezifischen Befehle für irgendwelche Sonderzugriffe, welche eine gesonderte Implementierung des Codes benötige. Nur "Optimierungen"
Schau dir mal ein paar Code-Beispiele von Microsoft's GitHub an, da gibt es auch keinen Extra-Code für AMD oder Nvidia.
Wenn auch die Befehle selbst nicht Hardwarespezifische Eigenschaften haben, so ermöglicht eine Low-Level-API nunmal "Hardwarenäher" zu optimieren. Genau das wird sich mit Vulkan/DX12 ermöglichen (wobei OpenGL ES und OpenGL Extensions dies schon immer möglich gemacht haben), und somit gibt es zwar keine 2 API Pfade, aber sehr wohl 2 Renderpfade mit spezifischen Optimierungen.
Ich habe auch nie gefordet, dass eine AMD-bevorzugene Grundlage erforderlich sei. Fakt ist aber, dass man für die Karten des zahlungskräftigeren Unternehmen deutlich vorteilhafte Bedingungen gewählt
Nun, das ist in unserer Welt leider immer so. Fällt schon fast unter Marketing-Budget. Auch AMD hat seinen eigenen Benchmark gemacht, da hat sich kaum wer aufgeregt (ist ja auch ein schlechtes Spiel geworden).
hat und sogar einen Sonderfallausnahme für Maxwell macht. Hier hätte man genausogut eine zweite Ausnahme für AMD-Karten machen können, welche dann mit parallelisierter Ausführung dank Asynchronous Compute arbeitet
GIBT es doch. Das ist ja eigentlich der Witz, es regen sich hauptsächlich AMD Fans auf, aber gerade die sollten sich freuen, dass ihr Kärtchen ein Zusatzfeature unterstützt das zeigt, dass sie dadurch näher an der Konkurrenz dran sind. Stattdessen wird der Spieß umgedreht. Komisch.
Ist mir doch egal, dass Nvidia durch Nicht-aktivieren von AS keine Performance verliert, viel interessanter ist ja, dass meine Karte wesentlich dazu GEWINNT.
Neid und Missgunst in dieser Welt. Schrecklich
- so wären alle Grafikkarten unter Idealbedingungen getestet worden, wenn man schon keine gleichen Bedingungne schaffen will. Nur hat 3D Mark anscheinend kein Interesse daran, dass AMD die gleiche Sonderbehandlung bekommt wie Nvidia - woran liegt das?
Ideale Bedingungen können aber auch sein: Man holt einfach alles aus beiden GPUs raus was nunmal drin steckt - und schaut sich dann an wie sie performen. Genau das wird passieren, von daher versteh' ich das Geschrei nicht. Nur, wenn man das volle Potential beider Architekturen entfaltet (und eine kommt halt ohne AS besser zurecht. Als Spieler würde man es ja auch nicht einschalten, wenn man sieht es zeiht Leistung), ist es ein "fairer Vergleich". Dann muss man halt nur den Benchmark mit AS betrachten. Immerhin zieht AMD weiter davon, statt stehen zu bleiben wie Nvidia.
Ist das so? Bisher sieht das nämlich ganz anders aus! Bisher scheint die Großzahl aller grafisch anspruchsvollen Spiele mit DirectX 12 AC zu unterstützen und einen deutlichen Leistungsschub bei AMD zu berwirken. Schau dir mal die Leistungssteigerungen in den echten Spiele-Benchmarks an; der liegt bei 15-20% in den meisten Fällen. Auf den Konsolen ermögtlicht AC einen Leistungszuwachs von bis zu 7 ms gewonnener Renderzeit, was je nach Ziel (30/60 Hertz) einen Leistungsgeweinn von 20% bis 41% entspricht!
Eben nicht! Es ist kein "
middle ground" eine Extra-Implementierung für Maxwell zu bringen, welche erwiesenermaßen in einigen Spielen nicht vorhanden ist (selbst beim Nvidia-gesponsorten
Rise Of The Tomb Raider verringert der AC-Patch die FPS von Maxwell, auch wenn nur in relativ geringen Maßen).
Ein vernünftiger Benchmark für DirectX 12 mit AC würde auf die reale Marktsituation angepasst sein, soll heißen: Die Entwickler schauen sich die bisherigen DirectX-12-Titel an und wählen daraufhin eine vergleichbare AC-Implementierung. Das ist aber nicht der Fall, der "
middle ground" wurde nicht so gewählt, dass er sich mit der Leistungswirklichkeit deckt, sonder so dass Nvidia nicht schlecht darsteht. In Ashes of the Singularity, Hitman, Quantum Break und Total War: Warhammer, Gears of War: Ultimate Edition ist eine Fury X unter DirectX 12 schneller als eine GTX 1070, nur in Rise of the Tomb Raider ist letztere schneller. Nun schau dir mal Time Spy an und sage mir, inwiefern das die Leistungswirklichkeit wiederspiegelt.
Da sind wir nun in einem Szenario wo endlich das volle Potential von AMD Hardware ausgeschöpft wird. Ist ja toll! Warum regen sich die Leute auf. Hurra DX12, Hurra Vulkan (Doom Benchmarks!).
Lustigerweise stört es dich hier aber nicht, dass ein Hersteller mit seinem Budget plötzlich Dinge zu seinem Vorteil drehen kann - denn genau das ist, was AMD mit Mantle, Vulkan und DX12 bewirkt hat.