Genau DAS ist das Problem und deshalb ist Linux keine Alternative. Selbst habe ich mich 2011 da herein gefuchs, aber das will eben nicht jeder und das kann ich verstehen. Ein Betriebssystem das für alle gedacht ist, muss einfach selbsterklärend sein und ohne Konsolenbefehle funktionieren. Klick hier, klick da, klick dort und läuft. In Zeiten von Smartphones mit Touch und Sprachsteuerung doch auch wirklich nicht anders zu erwarten, oder?
Geht ja auch. Der Eindruck wird nur "leider" verfälscht.
Was ich meine ist folgendes: Man kann bei, was weiß ich, sagen wir PopOS, 99% über die GUI einstellen, also klickiklick und läuft.
Aber keine 100? Ja, keine 100. Das ist aber auch nicht so schlimm, denn auch bei Windows gibt es Gelegenheiten, wo man in die Registry muss und mit einfach einfach hat das ebensowenig zu tun, auch wenn man klicken darf.
Wer sich nicht mit Technik beschäftigen will, wird eben nicht alles (!) einstellen können, soweit, so normal denke ich.
Jetzt kommen aber die ganzen Linux User doch immer wieder mit Konsolenbefehlen, warum?
Schlicht, weil es zwar GUIs gibt, aber man bei der Nutzung von Linux schnell merkt, dass das Terminal tatsächlich einfacher ist, schneller geht und nicht so kompliziert wie man vorher dachte.
Das ist ein Dilemma. Neueinsteiger schreckt das Terminal ab, "alte Hasen" wollen gar keine GUI mehr, weil's Terminal einfacher ist.
Kaum jemand gibt Anfängern den Weg über die GUI als Anleitung, obwohl er meist existiert. Aus Sicht der Neueinsteiger maximal abschreckend, aus Sicht des Beratenden absolut logisch: Menschen können etwas missverstehen oder hier und da was falsches anklicken, Konsolenbefehle können dagegen kopiert werden.
Wie gesagt, ein Dilemma. Das einzige was etwas helfen könnte ist den Menschen immer wieder dieses Dilemma aufzuzeigen damit die Neueinsteiger etwas die Angst vorm Terminal verlieren, die "alten Hasen" dagegen mal aus ihrer Komfortzone kommen und die GUI besser lernen um alternative Wege zu bieten.
Die Neueinsteiger sollten sich fragen, ob das Terminal wirklich so kompliziert ist wie es scheint, wenn fast jeder der es nutzt sagt, es sei wirklich einfacher als es aussieht.
Die Linux User sollten sich klar machen, dass, egal wie begründet, das Terminal abschreckt und Neueinsteigern eher ohne Konsolenbefehle helfen. Außerdem fühlen sich viele Linux User ganz wohl damit, wegen ein paar "sudo apt" Eingaben wie der krasse Hacker zu wirken,. Das ist natürlich absolut kontraproduktiv, weil es das Bild verstärkt, man bräuchte ein Studium um Linux zu bedienen.
Der Anspruch einfach und selbsterklärend zu sein ist außerdem nett, aber dann hätte sich Windows ja auch nie durchsetzen können, oder? Selbsterklärend ist Windows nun wirklich nicht. Ich meine, ich bin Informatiker aber bei manch einer Einstellung muss ich ob der Formulierung einfach googlen, was zur Hölle mir MS da sagen will

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