Was heute verloren gegangen ist:
Angestellter des Volkes zu sein. Politiker und Beamte sollten als Angestellte des Steuerzahlers extrem sensibel mit oeffentlichem Geld umgehen muessen, da dieses Geld von den Buergern hart erarbeitet wurde.
Beispiele:
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José Mujica, den ehemaligen Praesidenten von Uruguay (amtierte 2010–2015).Er wurde weltberuehmt als „der aermste Praesident der Welt“.
Er fuhr einen alten VW Kaefer, spendete 90 % seines Gehalts an soziale Projekte und lebte auf einer kleinen, einfachen Bauernhof-Finca, weil er sich als reiner Angestellter und Diener seines Volkes verstand.
Versteh mich nicht falsch: Das sind alles sehr noble und nahbare Gesten.

Allerdings sagt das in keinem einzigen Fall etwas über die tatsächliche Politik aus, die diese Menschen gemacht haben -- ohne diese zu bewerten. Sprich: Es kann hier genauso schnell wieder in dieselbe Stammtisch-Populismus-Falle gehen. "Seht her, ich bin einer von euch!" -- aber weiter als auf den Diätenverzicht reichts dann womöglich doch nicht. Symbolpolitik für die Straße. Und die unangenehmen Strukturprobleme und unpopulären Themen bleiben eventuell weiter ungelöst.
So, genug off-topic für die nächsten 30 Grafikkarten-Jahre (siehe meine Aufzählung von oben).

