Wie seid ihr auf den Pinguin gekommen?

Tekkla

Volt-Modder(in)
Mich kennt der eine oder andere bestimmt schon. Ich bin der Typ, der gerne mit den vermeintlichen Unzulänglichkeiten, die man aktuellen Linux-Distris immer noch gerne andichtet, mehr oder wenige verbissen entgegentritt. An dieser Stelle möchte ich ein User/Linux-Porträt von mir zeichnen. Eines, was ein bisschen erklärt, wo mein Interesse an Linux herrührt, welchen computertechnischen Werdegang ich damit absolviert habe, und wo ich aktuell mit meinem System stehe. Los geht's.

Die Anfänge Ende der 1990er​

Erste Kontakte mit Linux hatte der 1990er Jahre mit SuSE (6 oder so). Meine Schwester studierte seinerzeit ein naturwissenschaftliches Fach, wo die Paper wegen der vielen Formeln mit Tex bzw. LaTex geschrieben wurden. Sie hatte damals ein gebrauchtes Toshiba Notebook gekauft, auf dem ich mit diversen CDs jonglieren musste. Damals gab es schon YaST, was eine grafische Oberfläche zur Systemkonfiguration darstellte. Sie kam damit sogar online und ins RZ der Uni. Rückblickend betrachtet hatte ich aber wenig Dunst von so gut wie nichts, und davon obendrein ganz viel! Trotzdem lief das irgendwie.

Für mich war Linux, trotz dass ich es zum Laufen bekommen habe, ein Buch mit sieben Siegeln. Ich selber war mit Windows 98 SE unterwegs. In der Zeit hatte ich abseits des obligatorischen Zockens den meisten Spaß an den ersten Gehversuchen mit Office 97 und den Möglichkeiten durch VBA in Kombination mit Access. Und Zocken unter Linux war gemessen an Windows nicht mal ein schlechter Witz.

Die 2000er​

Am Anfang war Linux weiter keine Sache. Ich selber wechselte sehr schnell zu Win2K und macht erste Servergehversuche mit dem damaligen Win NT4.0. Das änderte sich 2004, als Unreal Tournament 2004 herauskam. Damals konnte man seinen eigenen UT Server hosten. Zuerst selber fürs LAN mit Windows, aber dann schon auch im Netz. Dazu kam dann Teamspeak. Damit begann auch meine "Linux-Karriere". Mit einem Kumpel betrieb ich einen Debian 3.1 Server in einem Rechenzentrum in meiner Heimatstadt. Das lief echt smooth. Damals gab es noch nicht solche Sachen wie VPS oder Recovery Zugänge, wo man über ein Webinterface die Kiste aus'm Quark ziehen konnte. Hatte man sich wegen "Unfähigkeit" ausgesperrt, dann musste man ins RZ fahren. Passierte zum Glück nicht so oft. ;) Mit dem ersten eigenen Server im Netz kam dann auch das Interesse an Webprogrammierung auf, die ich heute noch immer im kleinen Rahmen betreibe. Es muss so um 2009 gewesen sein, wo mir beim Zocken von WoW ein Raider begegnete, der das unter Linux spielte. Damals muss das echt Gefrickel gewesen sein. Heute installiert man das einfach ...

Die 2010er Jahre​

Unreal Tournament wurde komplett durch andere Games ersetzt. Bei mir vornehmlich durch World of Warcraft. Der Dedicated UT2K4 Server verschwand, auch weil die Anbieter von Shootern das Hosting immer mehr selber anboten. Teamspeak wurde für die großen Raids in WoW noch relevanter, zusätzlich kam ein bisschen Webhosting für mich und einige meiner Kunden. Ich habe in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts Linux nur im Serverbereich eingesetzt. In der Zeit lernte ich extrem viel über PHP und Mysql - sprich, mehr in Richtung Entwicklung. Mein daily driver war da ausnahmslos Windows.

Das änderte sich langsam gegen 2012/13, als es mich immer mehr nervte, meine Entwicklungsumgebung unter Windows zu betreiben. Das fühlte sich alles so schwammig an, immer so von hinten durch die Brust ins Auge. Ja, es ging alles immer irgendwie, aber schön war das nicht.

Damals begann ich mich mit Ubuntu auseinander zu setzen. Da gab es noch den Unity-Desktop. Den fand ich toll. Von daher rührt auch mein Faible für eine Taskleiste am linken Bildschirmrand. Jedenfalls war das 'ne ganz andere Nummer. Ich konnte plötzlich über das Terminal deutlich schneller meine Arbeitsabläufe realisieren. Die Erfahrungen mit den Debian-Servern kamen mir zugute. Und wenn ich Programme brauchte, dann half damals Synaptic als Installationstool. Da war alles drin zu finden, was ich brauchte. Das passte insgesamt deutlich besser zu mir und meinen Wünschen hinsichtlich Workflow. Schon damals war alles durch die GUI einstellbar. In Configs [Edit: für den Desktop] herumdoktern war zu der Zeit schon so gut wie gar nicht mehr notwendig.

Allerdings: Gezockt wurde noch immer unter Windows. Dualboot sei Dank, denn Proton gab es noch nicht. Damals machte ich die ersten Versuche mit IOMMU und Virtualisierung, wo die Haupt-GPU an einen Windows-Guest durchgereicht wurde. Fand die Idee sexy. War aber eher so'n Nerdding. Heute läuft das mit WSL unter Windows andersherum. ;)

Bei Ubuntu blieb ich bis 2019.

Und dann kam Arch ...​

Wenn Dinge rund laufen, dann wird es für mich schnell langweilig. Also begann ich zu experimentieren. Ich habe mich zuerst mit Gentoo versucht, aber das war mir dann zu hardcore. Ich ging zu Arch über, aber auch das war mir zu viel manuelles Gefrickel. Ohne Installer ein OS auf die Kiste ziehen, da gehört schon was zu. War/ist nicht meins. Und da kam Antergos ins Spiel. Das war echt super. Arch und rolling releases, aber mit Installer und kuratierten Paketen. Einfach perfekt für mich! Leider hat man diese Distribution eingestampft, was mich dazu brachte, mich erneut umzuschauen. Daraus resultierte mein bis dato genutztes und mit Manjaro bespieltes System.

Mit dem Wechsel auf Arch bzw. deren Abkömmlinge wechselte ich auch immer mehr auf Gaming unter Linux. Meine Zeit in Windows wurde immer weniger. Und heute, da starte ich das Windows nur noch, wenn ich was testen muss. Gearbeitet und gezockt wird ausschließlich unter Linux. Ich will nicht sagen, dass zocken unter Linux perfekt ist. Es ist bzw. ich empfinde es aber als so gut, dass es mMn Windows überholt hat. Ein ganz großer Pluspunkt ist aber mein geliebtes KDE! Aber das ist eine ganz eigene Geschichte ...

Der Abschluss​

Wenn ich so meinen Computer-Lebenslauf lese, dann habe ich eigentlich schon viel gesehen und gemacht. Letztendlich ist das aber alles nur einer gehörigen Portion Neugierde als auch dem Hang zu etwas Neuem zu verdanken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht DAS System oder DAS Tool oder DEN Zwang gibt. Ebenso habe ich gelernt, dass es für mich gut ist, offen für Neues zu sein. Hätte ich nicht das Bedürfnis gehabt über den Tellerrand zu schauen, ich würde nicht stehen, wo ich aktuell stehe.

Ich sehe (Manjaro-)Linux als mein Mittel zum Zweck. Damit mache ich alles, was ich für mein berufliches wie privates Computervergnügen benötige. Es erfüllt nahezu alle meine Anforderungen und zudem deutlich mehr als es Windows für mich macht.

Und du so? Wie bist du auf den Tux gekommen?

Edit: Diverse Typos noch entdeckt. -.-
 
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Meine ersten Berührungspunkte mit Linux war mit Suse Linux, muss so kurz nach der Jahrtausendwende gewesen sein. Mein Onkel hat sich damals eingebildet er muss jetzt sofort weg von Windows und Apple war ihm zu teuer. Also kaufte er sich an der TU Wien im Studentenshop Suse Linux samt Handbücher und bat mich, es auf seinem PC zu installieren und einzurichten, ich kenne mich ja mit Computern aus. :D

Danach hatte ich einige Jahre keine Berührungspunkte mehr damit, ehe ich 2007 im Zuge meines ersten Jobs nach der Ausbildung mit Unix Servern zu tun hatte (IBM AIX, Sun Solaris), was mir geholfen hatte, Unix Konzepte zu lernen. Erst im 2. Job dann hatte ich wieder mit Linux zu tun, aber auch hier auf Servern (Erst CentOS, dann Oracle Linux). Desktop Linux selbst hatte ich damals nicht im Produktiveinsatz, eher als Spielwiese in einer VM.

Im aktuellen Job hab ich dann mit Lubuntu am Desktop angefangenund 2022 nach MAcOS migriert, aber die Servernutzung blieb. Allerdings hier dann mit AmazonLinux2/2023 sowie Linux als Teil von Containern (Docker, Podman).

Privat hab ich vor 1.5 Jahren einen Linuxswitch vollzogen, denn ich nach 6 Monaten wieder beendet hatte, aus diversen Gründen. Gaming war aber keiner davon.
 
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Meine ersten Erfahrungen mit dem Pinguin waren mit Knoppix, das hat mein Vater immer ausgepackt wenn es größere Schwierigkeiten mit dem Windows-Rechner gab.

Jahre später hat mich dann ein Kommilitone auf den Geschmack gebracht. Das war ein richtiger Poweruser, der hatte auf seinem Notebook Gentoo drauf :D
Ich hatte mir als Anfänger dann lieber Ubuntu 8.10 zu Gemüte geführt, vorerst nur auf meinem Netbook für die Uni. Das hat mir dann allerdings so gut gefallen, dass ich es als Dualboot auch auf meinem Rechner zu Hause eingerichtet habe. Hab das dann wirklich so 50/50 mit Windows benutzt und irgendwann Windows nur noch zum Zocken gestartet.
Zwischendurch hab ich mehrere andere Distros wie Fedora und Suse ausprobiert, aber bin doch irgendwie immer wieder zu Ubuntu zurück gekommen. Mit dem Release von GNOME3 bin ich dann zu Kubuntu geswitched, konnte mit dem neuen Design-"Zwang" nichts anfangen.

Seit letztem Jahr hab ich den Switch komplett vollzogen, nachdem ich gemerkt habe, dass meine Games inzwischen auch alle problemlos mit Proton laufen. Mein Windows 10 bleibt noch bis Oktober, dann läuft der Support sowieso aus, und ab dann bin ich Linux only. Vermutlich switche ich dann auch zu Arch :D
 
Puh! Das ist lange her.....
Als erstes habe ich natürlich MS DOS genutzt und danach alle Windows Versionen bis hin zu Windows 11.

Aus Neugier habe ich mir Suse Linux 7 gekauft und etwas damit experimentiert. Genutzt eher weniger. :lol:
Das müsste so 2001 gewesen sein. Mit Gaming unter Linux habe ich schon früh experimentiert.
Ich weiß noch, dass ich eine ganze LAN Party unter Linux gezockt habe. Lange ist es her.

Irgendwann habe ich dann auf älterer Hardware Kubuntu / Lubuntu genutzt, bis ich zu Linux Mint gewechselt bin.
Wie man an meiner Signatur erkennen kann, nutze ich es heute noch gerne, weil einfach alles sofort und ohne Probleme funktioniert.

Fürs Gaming hatte ich lange noch Win 10 im Einsatz, aber seit Februar 24 habe ich mich komplett davon verabschiedet.

Ich habe in letzter Zeit viele Distros ausprobiert und es sind wirklich gute dabei. Gerade spiele ich mit dem Gedanken, meinen Gamingrechner auf CachyOS umzustellen. Allerdings kommt scheinbar mit dem nächsten Mint Update ein aktuellerer Kernel.

Mal schauen..... :)
 
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Ich habe mich, mit Unterbrechungen, immer wieder mal mit Linux beschäftigt. Das erste Mal um die Jahrtausendwende mit Suse Linux. Durchsetzen konnte es sich bei mir aber nie, weil es immer wieder wo anders hakte.
Ich probiere es aber immer wieder mal aus mit verschiedenen Distris, wenn ich was Interessantes mitbekomme. Linux insgesamt ist auf einem guten Weg. Irgendwann wird es mal klappen, dann wars das mit Windows. ^^

Windows an sich als Betriebssystem bemängle ich nicht, es tut, was es soll. Ich habe/hatte auch noch nie Probleme damit. Mir gefällt aber die Richtung von MS nicht, deshalb will ich langfristig weg von Windows.

Man darf nie vergessen, dass Betriebssysteme immer nur ein Werkzeug sind. Alle werden von Menschen erstellt, die Fehler machen können, unterschiedliches Wissen und Fähigkeiten haben und auch unterschiedliche Ansichten darüber haben, wie etwas funktionieren soll.
Also haben sie alle ihre Stärken und Schwächen, Vor- und Nachteile. Man muss eben abwägen, was einem Wichtig ist, was man unbedingt braucht. Und sich dann entscheiden.
 
Ich habe die ersten Betriebssysteme nur oberflächlich für den Start von Spielen her gekannt (auf C64, Amiga). Mit Dos musste mensch schon ein bisschen mehr machen (Autoexec & Config), um manche Spiele zum Laufen zu bekommen. Kurze Einblicke hatte ich auch in OS/2 ... Von Linux hörte ich zunächst anhand SuSe. Ein Informatiklehrer in der Schule war Linux-Nutzer. Damals war ich aber auf Zocken aus, bloß dann und wann Office. Jedenfalls belächelte ich Linux. Mit der Zeit übertrug ich aber meine politische/kritische Sicht auch auf Computer. Die Abneigung/Ablehnung gegenüber Windows bzw. Microsoft (als Monopolist, Bluescreens-Erzeuger, Datenschutz-Ignorant, zum Ende hin Werbepraxis, Bloatware) wuchs. Ich fing an, mehr FOSS wie Open Office und Netscape, Mozilla (als Antwort auf Integration vom Internet Explorer) zu nutzen. Zwischenzeitlich habe ich Leute kennengelernt, die Linux (Arch, Ubuntu) nutzten - u.a. aus Kosten- und Datenschutzgründen. Als ich mich 2018 wieder mehr für Zocken interessierte, stand fest, zumindest Linux parallel für Office, Surfen zu nutzen. Dafür installierte ich Linux Mint XFCE. Ich empfand es als recht zugänglich. Ich probierte ein, zwei Spiele unter Linux aus. Obwohl ich sie gut zum Laufen bekam, nutzte ich zum Zocken aus Gewohnheit und Bequemlichkeit aber noch Windows. Nun, seit Anfang des Jahres habe ich endlich aus meiner Haltung Konsequenzen gezogen und bin komplett zu Linux gewechselt. Ende letzten Jahres schaute ich da diverse Guide-, Installations- und Review - Videos über diverse Distros und über das Einrichten von Spielen sowie Performance Vergleiche. Ich kopierte mir diverse Install/Live Images mittels Ventoy auf einen USB-Stick und bootete und installierte ein paar. Letztlich ist es CachyOS geworden. Klar, habe ich als relativer Neuling nicht immer alles gleich gut hingenommen, aber mit ein bisschen Ausdauer und vor allem hilfreiche Beiträge von Nutzer:innen im Netz habe ich allermeist eine Lösung gefunden. Auch wenn es erstmal Mühe und manchmal ein paar Nerven kostet, bestärkt mich das Überwinden von Problemen in der Nutzung von Linux. Lernerfolge, gewisser Problemlöse-Stolzund Wissenszuwachs kommen dann noch als Positives neben der FOSS-Überzeugung hinzu.
 
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Meine ersten Berührungspunkte waren glaub ich Ende der 90er. Damals hatte ein Freund von seinem Vater einen Laptop/Ziegelstein mit SuSe Linux bekommen und davon geschwärmt, wie toll das ist gegen dem von mir genutzten Windows 98(oder wars noch 95?).
Ich konnte dem Linux nix abgewinnen, und absolut nicht verstehen, was daran besser sein soll. Alles war umständlich, vieles ging nicht wie gewohnt. Vor Allem spielen konnte man nix. War für mich was für PC-Nerds, die zeigen wollten, wie toll sie sind, wenn sie in ihrer Freizeit am Betriebssystem rumbasteln :)

Der erste echte versuch war dann Mitte der 2000er, als mein damaliger Rechner unter Windows XP immer langsamer wurde, und sich alles immer schleppender anfühlte.
Da ich selber nicht in der Lage war, ne Dual-boot einzurichten, musste ein Freund herhalten, der mir dann Win XP und Ubuntu (ich glaub 6.10) drauf gepackt hat.
Ging auch soweit ganz geschmeidig. Ubuntu lief schnell, wenn man mal fix den PC hochfahren und ne Kleinigkeit machen wollte. WinXP lief gewohnt schleppend, aber da hat zumindest alles funktioniert. Bin leider vorwiegend bei Win geblieben, da ich vor allem meine damalige Hauppauge TV Karte mit Verbindung meiner Soundblaster nicht zum Laufen gekriegt hatte und so selbst fürs nur Fernsehen gucken auf Win angewiesen war.
Auch hab ich damals fürs Studium öfter mal VisualC++ gebraucht. Nur was größere Texte schreiben anging war halt LaTex praktisch. Bis ich irgendwann MikTex entdeckt hatte - damit brauchte ich Linux dann nicht mehr.

Danach weiter bei Win geblieben. Win7 fand ich gut und habs lange genutzt. Beim Kauf eines neuen Laptops mit damals vorinstalliertem Win8 die ersten Aufreger. Das OS war einfach nur schlimm. Aber mit dem kostenlosen Upgrade auf Win10 wenig später war erstmal alles in Ordnung.
Win10 hat dann aber mit dem Update Zwang Probleme gemacht. Da ich zu der Zeit mit F@H angefangen hatte, und mein Fest-PC auf mal über Nacht lief, hatte ich öfter mal am nächsten Morgen ne böse Überraschung, das meine SSD zerschossen war. Es wurden einfach Updates eingespielt und neu gestartet, ohne zu schauen, ob grade Schreibzugriffe erfolgen. Hat mich 2 Festplatten gekostet, bis Microsoft diesen extremen Update Zwang etwas entschärft hatten.
Zu der Zeit hatte ich aber schon ein wenig mit nem Raspberry Pi rumprobiert und vorallem das MX Linux hatte mir ziemlich gut gefallen. Zu der Zeit hab ich viel in meiner Freizeit gebastelt und ausprobiert. Dadurch natürlich auch viel gelernt. Also kam die Idee, das auch mal auf nem großen Rechner zu probieren.
Hab also über ne 2te SSD in meinem Festrechner seit dem verschiedene Linuxe ausprobiert parallel zu Win10. Und mittlerweile sitze ich hier vor nem Pop OS, das fand ich irgendwie am intuitivsten und hält auch meine Nvidia Treiber gut auf stand ohne manuelles Gebastel. Nutze Win10 nur noch ganz selten, wenn ich mal ein bestimmtes Tool brauche. Aber auch das geht idR über VirtualBox. Auf dem Laptop ist nur noch Linux Mint drauf.

Ich schätze ein OS, bei dem ich wenig machen muss. Es soll für mich in erster Linie funktionieren.
Ohne Frage, Arch und Co. haben ihre Daseinsberechtigung. Ich mag aber die Einfachheit eines Debian/Ubuntu stable dann doch mehr als neueste Features.
Alles in Allem bereue ich den Schritt zu Linux nicht. Es geht mittlerweile so viel und so einfach, das ich mir nicht vorstellen kann, privat nochmal zu Windows zu wechseln. Man gewöhnt sich auch an viele Dinge, und ich krieg jedesmal die Krise, wenn ich vor nem Win11 Pc sitze und irgendwas einstellen will....
So nach dem Motto: Wie, das geht nicht???

Edit:
Ganz vergessen - Knoppix zählt ja auch dazu. Das war tatsächlich über viele Jahre mein Begleiter. Hatte ich immer zur Hand wenn ein Windows PC mal Zicken gemacht hatte, oder durch unzählige Viren unbrauchbar wurde. Weniger für mich, aber für Freunde und Familie ein Segen.
 
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Bin seit ca RedHat Version 4 bei Linux, erst nur als Router und Firewall (IPTables Skripte noch von Hand geschrieben, Squid, ...), dann ein kurzer Ausflug zu SuSE 6.3 (damals noch bei Wittwer gekauft) und Festgestellt, dass es nichts für mich ist, also zurück zu RedHat und dann zu Fedora.

Seit ca 2008 bei Debian, erst Unstable und dann später nur noch SID.

Seit ca. zwei Jahren ist Debian mein Hauptbetriebsystem zum Arbeiten und Entwickeln. Hauptsächlich durch die Cloud-Entwicklung (Terraform, ADO, ...) weil es auf WIndows ein absoluter pain-in-the-ass ist. Aber auch kann ich meine Tools unter LInux nutzen (STM32-Mikrocontroller und Kvaser hat tolle Hardware und Software für CAN, die unter Linux absolut problemlos tut). Auch Leiterplattendesign funktoniert halbwegs (eher schlecht als recht...).
 
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Kann mich nicht mehr erinnern 😄
Ich glaube, ich hatte damals ne DLD (deutsche Linux-Distri). Redhat hab ich mal probiert, an Mandrake erinnere ich mich.
Hab in nem Computerladen gleich passende Bücher zur DLD dazu gekauft. Hat die Online-Hilfe ersetzt 😄
War damals natürlich mit Fifo (Grub) ? Als Dualboot aufgebaut. Da die guten Spiele nur auf den Win-Systemen liefen. Als ich keinen Spaß mehr am basteln hatte, hab ich es dran gegeben.
Mitgenommen aus der Zeit hab ich aber open-source auch unter win zu nutzen.

Seit diesem Jahr adieu Windows10 und ich arbeite und spiele auf ner 'Userfaulen' Linux Mint Distribution.
 
Bei mir recht ähnlich. Erst mal bei meinem Uni-Job und in ein paar Veranstaltungen, dann beim Arbeitgeber erst auf den Servern. Als wir wegen Corona ins Home Office gegangen sind und Notebooks bekommen haben, wollte ich aber auf meins Linux packen und durfte das. Das ist da auch seitdem drauf. Ein paar Jahre später bin ich dann mit dem privaten Desktop nachgezogen. Ich habe Windows lange auf dem Desktop genutzt, weil Spiele halt noch deutlich exklusiver nur auf Windows liefen und mit Windows alles andere auch irgendwie ging. Aber die Praktiken von Microsoft schon in der Zeit, der Zustand, in dem sich Windows befand und die Richtung, die die Qualität genommen hat (z.B. damals schon mindestens die Designsprachen von 7 und 10 und vielleicht noch 8 wild durcheinander und nach Jahren keine Aussicht auf abschließende Besserung), hat mich dann endgültig vertrieben. Folglich war es bei mir dann auch direkt die erste und einzige Bootpartition und ist es bis heute geblieben.

Inzwischen nerven mich Windows-Systeme ziemlich schnell nur noch. Alles voll mit unnötigen Krams, die Einstellungen dazu immer irgendwo im hinterletzten Eck versteckt und alles dauert aufgrund des daraus resultierenden Ressourcenhungers ewig.
 
Gezwungenermaßen im Rahmen meiner FiSi Abschlussarbeit, ich hab irgendein Monitoring aufgesetzt und war natürlich vorne und hinten zu spät dran, zusätzlich keine Ahnung - schon alleine der Kampf mit dem VI um irgendeine Zeile in einer .conf zu ändern :D

Abschlussprüfung eher schlecht als recht geschafft aber ich bin drangeblieben und bin aktuell mit meinem Job ganz zufrieden :cool:
 
Also ganz kurz und knapp (weil ich gerade zu faul bin und keinen Nerv habe, ausführlich im Detail zu schreiben. ;)) ...
  • von Linux gehört und mitbekommen im Abitur Mitte bis Ende der 90er. Da war das aber noch ein riesen Nerd-Ding und sehr aufwendig. So ein Computer-Hax0r und 1337 war ich dann doch nicht.
    Da blieb ich bei
    (MS-DOS +) Win 3.1 -> (MS-DOS +) Win 3.11 -> PTS-DOS und Norton Commander -> (MS-DOS +) Win95c

  • Das erste Mal Linux berührt habe ich durch eine Knoppix-CD als Beilage in der c't.
    Joa, ganz nett. ... und at acta gelegt. SUSE wurde auch immer wieder genannt. Weiter auf Windows XP.

  • Ende Studium musste ein Laptop her und das war dann nach reiflicher Überlegung ein Apple. Ein G4 Power-Book durch Studentenrabatte ganz attraktiv. Tolles Teil vom Engineering-Standpunkt! Sehr durchdacht, mit tollen Gimmicks und das System lief einfach stabil und zuverlässig. Gaming ging da drauf nur wenig (fast nix, kann mich an nichts wirklich erinnern)
    Für "ernsthaftes Gaming" und Ripping hatte ich mein bewährtes Grautier nebenher.
    Ein Freund und Computer-Nerd (hat zu der Zeit schon bei IBM an BigBlue mitgewirkt) war totaler Apple-Fan und hat schon gejailbraked, sowie Hackintoshs gebaut und Linux, als auch OsX darauf betrieben.
    Da keimte so langsam der Wunsch in mir auf, mehr mit Linux zu machen, aber es war mir noch zu komplex ... gerade auf Apple ...
    Ich tat mich schwer, da reinzukommen.

  • Dann kam ein Südafrika-Aufenthalt um 2007 und natürlich hatte zuvor schon dieses "Ubuntu" von sich reden machen und aufhorchen lassen. Vor Ort wurde es nochmals präsenter. Immer noch nicht genug, um auf die Maschine zu wandern.
    Bei Rückkehr und neuem Job kam auch ein neuer Rechner und Apple wurde mir langsam zu restriktiv, zu closed/walled-garden. Überall knirschte es bei meiner Apple-Nutzung und ich fühlte mich zu eingeengt.
    Der neue Job brachte ein grundlegend neuen Tower-Rechner nach Jahren und da dann auch der Wunsch, die ersten Gehversuche auf Linux zu machen: Dualboot Windows 7 und Ubuntu.
    Es war ein trauriges Unterfangen :heul:.
    Wegen Gaming bootete ich doch meist gleich in Windows. Selbst wenn ich anfangs oder die meiste Zeit nur surfte oder Filme glotzte nebenher ... aber "evtl. will man später vielleicht doch ein Spiel anwerfen? Also gleich in Windows booten". Ich boote doch nicht jedes mal ins eine und dann wieder ins andere System! :stupid:
    Das hat meine Gehversuche extrem beeinträchtigt und auf Jahre verschleppt.

  • Gleichzeitig jedoch: Ich habe den Apple-Umstieg auf Intel und Glossy-Screens nicht mitgemacht und bin wieder auf den freiheits-beführwortenden Bastel-PC zurück.
    Als Laptop kam ein altes gebrauchtes günstiges ThinkPad T400 als Zuwachs. :D
    Da kam Linux Mint drauf (weil Ubuntu mit seinen Entscheidungen langsam "böse" wurde). Portables Gerät für Unterwegs, emails und online-Banking. Das ein oder andere Indie-Spiel oder Open-Source-Clone gingen sogar auch!
    Ein bisschen wenig, um viel Linux-Erfahrung zu sammeln, aber Hey! Ich hatte wenigstens Tuchfühlung ;)
    Ich liebe den Laptop bis heute und gebe ihn nicht her. (Ramponiert, gepflastert und geklebt verstaubt er hinten im Schrank. Unkaputtbar).
    Linux Mint rock-solid, wie @Zik7 sagt. Immer noch mein Go-To für Selbstbau Unterwegs-Laptops (es sei denn, das Gerät kommt direkt von z.B. Tuxedo) und immer noch meine Standard-Empfehlung für jeden der erste Gehversuche mit Linux macht und nicht so Tech-Savy ist.

  • Dann wurde es Zeit, den Rechner mal wieder ordentlich up-zu-graden. Aber es verschob sich immer, weil AMD schon wieder was geiles Neues ankündigte und vielleicht dann die nächste Iteration das Wahre sei ... "ich warte noch, geht noch, auch wenn es langsam drückt".
    Und dann kam Corona und die Hardware-Engpässe und Lieferprobleme und Preise :heul:
    Und dann rauchte auch noch meine Grafikkarte ab und ich hatte nur noch Intels iGPU !!! :klatsch:
    Und weiter warten ... und warten ... und aufschieben...
    Mittlerweile ging mein Opa-PC mit Win7 schon kaum noch für Spiele (wegen obigem Umstand).
    Selbst der alte Dell-Laptop, den ich mal zu einem Jobwechsel für Unterwegs-Spielen im Hotel angeschafft hatte (und der mit furchtbarem Windows 8.1 kam, was dann auch SOFORT durch Windows 10-upgrade ersetzt wurde - aber nur auf dem rein für Gaming und max. Unterwegs auf Reisen und im Hotel Laptop - auf meine Hauptsysteme war schon klar, dass ich NIE nirgends irgendwo auch nur dieses Spyware-Windows8 und 10 drauflassen würde! Und dann kam nach dem "last Windows 10" ... Windows11?! NIEMALS! Es wurde ja immer schlimmer mit Gängelung, Datensammlung und Nötigung!), ging schon aus dem Leim und mit jedem Windows-Update immer mehr in die Knie. Gaming war eigentlich nur noch WoWs (World of Warships, um es nicht mit WOW zu verwechseln) und mit Mods, um die Grafik weiter runterzuschrauben...

  • Genau in dieser Corona-Notzeit kam Valves Ankündigung des SteamDeck! Da saß ich senkrecht. SOFORT vorbestellt in den ersten Wochen!!! Trotzdem erst bei der zweiten Welle dabei ... und es zog sich ...
    Mein ThinkPad war auch zu altersschwach. Es musste eh ein neuer Unterwegs-Laptop her.
    Und so kam - durch Linux-Youtuber aufmerksam gemacht auf "KDE Slimbook" - dann am Ende ein ... TUXEDO Pulse Gen1
    (genau das gleiche Gerät damals, nur in schwarz und viel günstiger! 600-irgendwas Euro. Eigene SSD rein. Default Tuxedo-OS drauf und ich liebe und betreibe es bis heute. Meine Fall-Back Maschine).
    Trotz APU war wieder adäquates Gamen möglich. WoWs in schöner und es rannte - selbst Mods gingen mit Wine. Steam war das einfachste für den Anfang und Proton in Vorbereitung auf das SteamDeck zeigte, was plötzlich alles ging und GUT GING :daumen:
    Alles, was ich so spiele und habe, lief!!! Die Überzeugung und Bestätigung war gereift: mit dem hoffentlich bald erfüllbaren Big-Rechner-Upgrade kommt nur noch Linux drauf! Adieu Microsoft!
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  • Und so kam es dann auch. Das SteamDeck kam Ende 2022 und bestätigte alle Erwartungen.
    Und dann endlich das lange ersehnte PC-Upgrade Mitte 2023 - komplett neu, ALLES, inkl. Gehäuse - war dann auch schon ganz auf Linux-Einsatz ausgerichtet und konzipiert. Nobara drauf. Ein Traum.
    Es lief, alles sauste. Keine Gängelung mehr. Die letzte Hürde "Gaming" war gefallen.
    Ich bin glücklich und blicke nicht mehr zurück.


  • Nun überlege ich, wie ich mein Tuxedo-Laptop beerben könnte - aber das wird schwer, es ist einfach sooo gut :love:
    (große emotional Fußstapfen...)
    Und auf dem Gaming-Kasten hat ein Nobara-upgrade meinen Sound verkorkst. Fresh-Install mit neuerem Nobara oder doch mal CachyOS? ... ich bin hin und hergerissen ...
    Und im Frühjahr kommt SteamFrame \o/ Der nächste Meilenstein, den ich haben muss (diesmal VR und Linux - FU Meta, die Quest werde ich mir NIEMALS holen!)

Seit Sept 2023 nur noch 100% auf Linux. Windows-Kontakt habe ich eigentlich nur noch notgedrungen durch die Arbeit - oder mal durch Familie und Freunde bei Wartungshilfe, und da nervt es mich nur noch, genau wie @empy.

So, jetzt wurde es doch viel ausführlicher. Mist ... :kuss:
Love @Tekkla and all :bier:
 
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Mein Erstkontakt zu Linux (und Artverwandte) war im September 1998. Der Großrechner unserer Fachhochschule -und mit ihm auch alle Clients- wurden mit einem UNIX befeuert.
1999 war auf der Begleit-CD der PC-Professional „S.u.S.e. Linux 6.0“, das ich für ein paar Tage ausprobierte. (Die CD habe ich heute noch.) Mein Kommilitone hatte Quake2 zum laufen bekommen, aber auf meinem Rechner haben wir es nicht hinbekommen. Ohne Quake2 ging es damals aber beim besten Willen nicht!
Der nächste ‚Versuch‘ war 2005 mit „Ubuntu 5.04“, was effektiv so ca. eine Woche lief. Ich weiß nicht mehr, warum es dann wieder einem Windows weichen musste. Garantiert irgendein Spiel.
Im Sommer 2011 war „Xubuntu 11.04“ immerhin schon etwas mehr als einen Monat auf meinem PC. Von einem Tag auf den anderen lief „Word of Tanks“ nicht mehr, und ich habe es danach auch nie wieder hinbekommen.
Im Oktober 2014 war dann der echte Umstieg, damals mit „Linux Mint 17“. Nach einer einmonatigen Testphase folgte der Totalumstieg, indem meine Hauptfestplatte (nach einem umfassenden Backup) von NTFS zu ext4 umgestellt und damit zu /home wurde.
Seitdem Linux Mint. Zu der Zeit spielte ich Spiele, die nativ auf Linux liefen (Cities Skylines, Civilization V, Transport Fever…).
2017 baute ich einen Zweitrechner, der explizit zum Zocken gedacht war, mit Win10. Mein Produktivrechner blieb aber bei Linux Mint.
Der Zockkoffer wurde im März diesen Jahres überflüssig, als ich feststellte, dass ja praktisch jedes Spiel mittlerweile auch unter Linux läuft (außer die mit Kernel-Level-Anti-Cheat, die ich aber ohnehin nicht spiele, weil ich eben diesen wortwörtlich entwachsen bin; Stichwort: Reflexe).
Über die Pfingsttage folgte dann der Umbau meiner Home-IT-Infrastruktur hin zu einer Ein-PC-für-Alles-Philosophie, indem mein Zockkoffer mit meinem Produktivrechner fusionierte; die Überbleibsel dessen ermöglichten einen Back-up-PC. Diese Beiden (und seit September 2024 auch mein Laptop) laufen mit Linux Mint 22.1 Xia, das sich bei mir bedeutend stabiler präsentiert, als das 22.2 Zara. Letzteres nahm ich irgendwie buggie wahr, mit regelmäßigen CtDs und Freezes bei den Spielen; keine Ahnung warum?
 
Linux fand ich schon immer interessant. Andere Desktop Umgebung und generell anderes System.
Da ich reinweg Gamer bin, stand Linux lange hinten an.
Mein Problem war: Ich habe Hardware und Software die nur auf Windows Laufen/liefen. Daher tat ich mich immer schwer mit auf Linux zu wechseln.
Es war so Mitte letztes Jahr. Diablo 4 ging mir richtig auf die Nerven da es immer wieder meinen ganzen Rechner eingefroren hat, trotz dass ich schon Cleaninstalls von Windows genutzt habe. Der Rechner meiner Frau war auch langsam mit Windows am Limit und brachte in vielen Spielen einfach nicht mehr die Leistung.
Meine Mission: Versuchen das in den Griff zu bekommen. Also Recherchiert, was kann ich verwenden.
Empfehlungen lagen auf Mint und Bazzite.
Setups fertig gemacht und mit Dual Boot erstmal getestet.
Steam an sich ging Schnell, was nicht lief wie ich wollte, war Battle.net
Lutris machte Fehler die ich nicht in den Griff bekam und auch mit Bazzite ging es nicht wie ich wollte.
Empfehlung die ich las: Nutz Bottles. Installiert und Battle.net ließ sich installieren damit, aber nicht richtig nutzen.
Nach ein paar Versuchen alles über Board geworfen und Platt gemacht.
Da fing es dann mit CachyOS an. Das war grad rausgekommen und zeigte sich gut. Da dachte ich mir, gibt’s den allem nochmal einen versuch.
Installiert und durch die gute Wiki-Seite endlich verstanden was Proton etc. alles ist. Dadurch konnte ich in Bottles auch das Proton tauschen und Battle.net lief endlich wie es sollte.
Nachdem dann alles andere Installiert war, kamen die ersten richtigen Tests.
Und siehe da: Alle Probleme waren weg! Das Spiel lief flüssiger, die Hänger waren weg.
Andere Spiele zeigen ähnliche Bilder, vllt. Mal paar FPS weniger als unter Windows, aber nichts, was einem stören würde.
Meine Frau sah das, und sagte Sie will es auch testen.
Der FPS-Boost der hier zustande kam, war mehr als erwartet. Wo unter Windows einige Spiele grad mal die 30-40 FPS erreicht haben mit Low-Mid Settings, waren es unter Linux gleich mal 60+ auf Mid-High Settings.
Das hat mich dann verleitet Windows ganz zu entfernen, meine Frau hat noch Dual-Boot für ein paar gesonderte Aktionen.
Sind beide jetzt seit Monaten auf CachyOS unterwegs und mehr als zufrieden.
Klar, hier und da hat man noch Hürden die nicht ganz so laufen wie sie sollen, aber nichts, wo wir dastehen und sagen „zurück zu Windows“, dafür sind die Vorteile die wir unter Linux haben wesentlich größer.
Zur Info, wir reden hier nicht von alter Hardware, wir reden von AMD 3600x/5700x und RX6600XT/7800XT/9070XT Hardware die da richtig am Struggeln war mit Windows.
Ich habe hier noch andere Abenteuer mit Linux jetzt durch und Abseits von 1-2 Sachen die nicht funktionieren, bin ich und meine Frau auch, sehr zufrieden mit Linux.
Bleibt nur zu hoffen, dass dies so bleibt.
 
Interessant zu lesen, auch wenn ich manches zugeben er überflogen habe. Möchte ich gern noch meine Erfahrungen mit Linux bzw Artverwandten Systemen teilen.

Der Anfang machte meine er wachsende Neugierde Anfang der 2000er - müsste so 2000/2001 gewesen sein.
Damals mit einem Pentium 3 auf Windows 98, kam zuerst eine Netzwerkkarte rein später folgte noch eine weitere HDD auf der ich dann separat Suse Linux installierte.

Die ersten Versuche waren tatsächlich aufregend und etwas Neues - was ich gerne erkunden wollte. Einige Wochen/Monate später kam es immer wieder kleinere und größere Rückschläge das Hardware welche unter Windows damals recht passable zum laufen zu bringen war, kaum bis gar nicht zu ihren Aufgaben zu bewegen waren - dabei war es meine ich ein Flachbettscanner, Drucker und ein CD Brenner.
Auch die ganze Sache mit der Paketverwaltung war teilweise ein Buch mit sieben Siegeln, leider waren mache Linux Foren nur bedingt hilfsbereit solche absoluten "noob" Fragen zu beantworten. So einiges habe ich mir dann aus Zeitschriften und Bücher heraus geholt - das brachte zumindest etwas weiter.

Mit beginn einer weiterführende Schule hatte ich das Thema Linux vorerst für weitere 4Jahre erledigt, nicht zuletzt weil ich mir einen Laptop anschaffte - wie der einfach handlicher war. Direkt danach, hatte ich ebenso kaum Gelegenheit mich weiter in das Thema einzuarbeiten.

Einen weiteren Versuch startete ich dann 2008/2009 mit meinem neuen PC auf Phenom 1 Basis, leider gab es auch bei diesem Versuch weiterhin kleiner und größere Hürden, welche bestimmt mit entsprechendem Zeitaufwand zu beseitigen gewesen wären. Die Frage war halt ob es mir meine Zeit und Energie wert waren, für ein "Produktive - System" welche parallel zu Windows halt vor allem Dokumente, Mails und ähnliches gedacht war. Während auf einer weitern Platte Windows für Spielen installiert war.
Schlussendlich habe ich beschlossen das es den Aufwand nicht wert ist, stattdessen gab es mein erstes MacBook mit Snow Leopard. Sicher musste ich mich dort ebenfalls einarbeiten, dafür haben Drucker, Scanner (bzw Multifunktionsgerät) ohne wirkliche Schwierigkeiten auf dem System Funktioniert.

Aktuell habe ich meinen PC nun entsorgt, ursprünglich wollte ich 2020 aufrüsten bzw umbauen. Denke die meisten wissen noch warum das in dem bzw den folgenden Jahren mit größeren Hürden verbunden war. So durfte der PC noch bis 2025 bleiben, neben gab es vor einigen Monaten ein neus Macbook auf dem gerade alles läuft was ich so im Alltag erledige.
Als Ausblick habe ich mir vorgenommen zwar erneut einen Gaming Rechner zusammen zu stellen - gerne auch mit Linux als OS. Neben dem Finanziellen Teil hab ich allerdings auch etwas Bammel wie weit es sich heute entwickelt hat - wobei die letzten Jahre sich doch sehr viel getan haben muss.
 
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