AW: Wer hat Lust? WaKü Netzteil DIY
Wenn die Kühlkörper der Spannungswandler unter Spannung stehen, wäre das natürlich weniger vorteilhaft.
Frage ist nur, wie viel davon dann auch im Wasser "ankommt".
Alles?
Bezüglich der Vorschläge:
Zu 1. Es gibt in den weiten des Inet genau einen der, das erfolgreich gemacht hat. Die Probleme sind aber größer, als man denkt. Erstmal braucht man ein geeignetes Öl:
- greift die Komponenten nicht an
- gammelt nicht
- bietet eine ausreichend hohe Durchschlagsfestigkeit
- ist nicht brennbar (!!!)
- nicht (zu) giftig
- bezahlbar
- entweder dünnflüssig genug oder ausreichend gut wärmeleitend, damit die Wärme aller Komponenten gut abgeführt wird. (in dem einen mir bekannte Beispiel wurde im Netzteil im Bereich des ehemaligen Lüfters eine Kupferrohrschlaufe verlegt, die an die Wasserkühlung angeschlossen war. Der Wärmetransport von den Komponenten zu der Schlaufe erfolgte passiv durch das Öl)
Hat man das passende Öl, muss man noch zwei Dinge beachten:
- Zwischen der Isolierung und der Ader eines Drahtes ist ein Spalt. Öl kriecht da durch, auch von unten nach oben. Das heißt alle Kabel, die im Öl enden, müssen entweder sehr eng gequetscht werden, um dicht zu sein, oder sie werden in dem Bereich, in dem sie das Gefäß verlassen, abisoliert und eingegossen.
- Öl dehnt sich aus, wenn es warm wird, d.h. das Volumen der Füllung ändert sich und dass muss irgendwie kompensiert werden.
Insgesamt ziemlich viel Aufwand.
Zu 2. Wie bereits erwähnt sind die Kühlkörper nicht immer Spannungsfrei, neben direkter Leitfähigkeit kann hier auch Induktion eine Rolle spielen. Ohne Umplanung des kompletten Netzteils kann man da nicht immer was gegen machen. Außerdem gibt es neben den Hauptkomponenten noch diverse kleinere, die ebenfalls gekühlt werden müssen - es so aber nicht werden.
Für einen derartigen Umbau müssen deswegen ein Großteil der Kondensatoren gegen leistungsfähigere ausgetauscht werden und die meisten Halbleiterlemenete müssen ausgelötet, verlängert und auf dem Kühlkörper angebracht werden.
Der Aufwand ist groß (CT100, seines Zeichens einziger Netzteil-konvertierer, dessen Konstruktionen als brauchbar gelten, hat -bevor in der Versenkung verschwand und die Silent-Community im Stich ließ

- 100€ für einen Umbau genommen und das war auch durchaus angemessen) und vorher muss man noch ein geeignetes Netzteil finden und weitere möglichen Gefahren abwägen - und das alles, bevor man sich nen tödlichen Schlag holt.
(Ich möchte an der Stelle anmerken, dass ein DIY-Leitfaden zu diesem Thema vermutlich gelöscht werden würde. Wir wollen keine Leute, die keine Ahnung haben, dazu animieren, ein Netzteil auch nur aufzuschrauben)
Zu 3. Imho der beste Ansatz und z.B. von Deltatronic für Passiv-Netzteile verwendet. Vorteil ist vor allem, dass vibrierende Spulen zusätzlich gedämpft werden - man muss also nicht 20 Netzteiltypen durchprobieren, ehe man einen hat, der ohne Lüfter auch wirklich leise ist. Aber man braucht erst,aö eine passende Masse und bislang hat noch niemand was brauchbares gefunden, dass auch nur für die schalldichte, aber wärmeleitende Umhüllung von Festplatten wirklich gut geeignet ist.
Und da hat man nicht das Problem der Hochspannung.
Fazit:
In Anbetracht von 150€ für ne 450W Silverstone Nightjar seh ich keinen Sinn mehr in Eigenbau-Wakünetzteilen.
Entweder es findet sich ein Hersteller, der mal wieder ein professionelles und ausreichend dimensioniertes Exemplar ohne weitere Nachteile fertigt, oder man lässt es lieber.
Der Aufwand, um ein Netzteil auf Wakü umzurüsten, ist einfach ungleich größer, als der Aufwand, 1-2 Passiv-Netzteile so zu montieren, dass sie durch Konvektion ausreichend gekühlt werden.