Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Wie gesagt:
Ohne Gegenleistung würde ich den privaten Banken nichts geben. (bei den staatlichen macht es wohl keinen Sinn, sie und Griechenland pleite gehen zu lassen. Das wird dann auch nicht billiger, nur den Griechen gehts danach schlechter)
 
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Wie soll denn die Gegenleistung aussehen?
Die Banken haben sehr viel Macht ohne sie läuft nichts in der Wirtschaft und das wissen die Banker und das weiß auch eine Bundesregierung. Die beteiligen die Banken wohl lieber über eine Alibi Aktion als dass die Banken gar nichts machen denn das würde passieren wenn mehr Druck ausgeübt wird.
 
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Einflussnahme bei den Banken, im Extremfall in Form stimmberechtigter Aktien. Wer sein Unternehmen in die Krise steuert, weil er zu riskante Geschäfte macht, der hat dann eben die Wahl, ob er es ganz verliert und Pleite gehen lässt, oder ob er es nur teilweise verliert, indem er den Staat beteiligt.
 
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Es gibt tatsächlich eine Lösung. Denn ursprung der ganzen Situation ist Korruption. Und die Ausplünderung der Bürger durch Banken/Konzerne (Wirtschaft). Schon allein die Tatsache absoluter Tranzparenz bei den Nebeneinkünften von Politikern und Berufsverbot nach dem politischen Amt würden viel bewirken.
 
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Kleines Update für Portugal:

Die Rating Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von Portugal gesenkt.
Von ehemals BAA1 ging es runter auf BA2.
Begründet wird das mit der Wahrscheinlichkeit, dass Portugal einen neuen Kredit von der EU aufnehmen muss.
Quelltext

Das bedeutet also, dass man damit rechnet, dass Portugal neue Kredite braucht und nicht die Realität betrachtet, denn Portugal hat schon einiges für eine Normalisierung der eigenen Wirtschaft getan.
Die Finanzwelt reagierte sofort mit Euro-Verkäufen, was die Lage von Portugal verschlechtern wird und deswegen kann es jetzt dazu kommen, dass Portugal neue Kredite aufnehmen muss.
So gesehen hat die Rating Agentur durch ihren Bericht das erreicht, was sie durch ihren Bericht beschrieben hat.

Finanzminister Wolfgang Schäuble hat das Vorgehen von Moody's kritisiert:
Portugal: Schäuble kritisiert Vorgehen von Ratingagentur Moody's - Politik - Tagesspiegel
 
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Ich habe mir erlaubt, den Wortwechsel mit einer unter Permabann stehenden Person zu löschen. Falls jemand der Meinung ist, dass seine in diesem Wortwechsel getätigten Aussagen auch ohne die Gegenstücke dieser Person sinnvoll und erhaltenswert sind, möge er sich bitte bei mir melden. Bei ca. 40 Posts wäre es einfach zu viel Arbeit, alles so umzueditieren, dass es ohne die Troll-Proganda Sinn ergibt.

Das bedeutet also, dass man damit rechnet, dass Portugal neue Kredite braucht und nicht die Realität betrachtet, denn Portugal hat schon einiges für eine Normalisierung der eigenen Wirtschaft getan.
Die Finanzwelt reagierte sofort mit Euro-Verkäufen, was die Lage von Portugal verschlechtern wird und deswegen kann es jetzt dazu kommen, dass Portugal neue Kredite aufnehmen muss.
So gesehen hat die Rating Agentur durch ihren Bericht das erreicht, was sie durch ihren Bericht beschrieben hat.

Und das war wohlgemerkt nur die Vermutung, dass ein Staat einen Kredit gebrauchen könnte.
Ich bleib bei meinen Befürchtungen, was passiert, wenn bekannt wird, dass ein Staat ggf. keine Kredite mehr bekommen würde...
(und ich bleibe bei meinen Aussagen zum Thema "schuldenbasierte Wirtschaft ist ******* und fehlende Kontrolle über Banken gefährlich")
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Und das war wohlgemerkt nur die Vermutung, dass ein Staat einen Kredit gebrauchen könnte.

Exakt, es geht bei den Rating Agenturen nur darum, was sein könnte, also was möglich sein kann, nicht was tatsächlich ist.
Wie das früher war, hatte ich ja in einen der "entsorgten" Posts beschrieben.

Ich versuche das noch mal aufzugreifen....
Der Sinn der Rating Agenturen ist eigentlich nicht verkehrt. Er beschreibt den Zustand eines Unternehmens, wie Kreditwürdig es ist. Das war das Prinzip dieser Agentur, es stammt noch aus dem US Bürgerkrieg und soll verhindern, dass Investoren, also auch normale Bürger von Betrügern übers Ohr gehauen werden, denn damals war Leumund alles. Die Agenturen haben die Unternehmen geprüft und so konnte man sicher sein, dass man sein Geld keinem Halunken in den Hals wirft.
Durch das sich verändernde Wirtschaftssystem, die immer weitere Vernetzung der Finanzströme und schließlich der Globalisierung (auch Staaten gelten so gesehen als Unternehmen) hat sich auch die Rating Agentur oder das Prinzip dabei verändert. Heute geht es nicht mehr darum ein Unternehmen einen guten Leumund auszusprechen, es geht darum zu erkennen, wohin ein Unternehmen (oder Staat) tendiert.
Dass dabei natürlich auch eigene Interessen verfolgt werden, ist klar, denn die Agenturen wollen ja Gewinn machen.

Inzwischen ist es aus dem Ruder gelaufen, wie auch die Banken und die Staaten der Erde müssen sich nun bemühen, eine gemeinsame Lösung zu entwickeln (oh, man schon wieder den blöden Spruch :ugly:), damit besonders Staaten nicht heute bestraft werden, was in der Zukunft vielleicht mal eintreten könnte.
 
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Ich würde nicht sagen, dass die Rating-Agenturen aus dem Ruder gelaufen sind. Ganz ehrlich: Ich würde Portugal auch als bedenklich einstufen.
Was aus dem Ruder gelaufen ist, dass die Bedeutung der Ratings und das durch die enorme Bedeutung von Krediten. Wer seit Jahrzehnten rote Zahlen schreibt, Schulden angehäuft hat, die erst selbst nach optimistischsten Schätzungen frühesten im nächsten Jahrhundert abgebaut haben könnte und so wenig Barreserven hat, dass er nicht mal das nächste halbe Jahr ohne neue Kredite bestreiten kann, der ist nun einmal auf Gedeih und Verderb dem Finanzmarkt ausgeliefert. Das ist eine unausweichliche Konsequenz daraus, dass es einen freien Finanzmarkt überhaupt gibt.

Und was ich gerade beschrieben habe, das ist nicht Portugal. Das dürfte auf >80% aller Industrienationen passen und dass dem so ist, ist nicht Schuld der Ratingagenturen, sondern der Regierungen (bzw. deren Wählern) und des internationalen Wettbewerbes.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Ich würde nicht sagen, dass die Rating-Agenturen aus dem Ruder gelaufen sind. Ganz ehrlich: Ich würde Portugal auch als bedenklich einstufen.

Früher ging es aber nur darum aufzuklären, wie ein Unternehmen dasteht. Heute geht es darum, was eintreten könnte und das ist dann schon etwas grundlegend anderes.
Der Aktienanalyst sagt auch voraus, wie sich eine Aktie entwickeln wird, und danach kann er dann erklären, wieso er sich geirrt hat.
Die Rating Agenturen müssen aber nichts erklären, sie "raten" und das wars dann, keine Konsequenzen, keine Haftung, wenn sie falsch liegen und es gibt Staaten, wie eben die USA, denen es deutlich dreckiger geht als Portugal oder Griechenland, die deutlich mehr Schulden pro Kopf haben und die nur deswegen noch am Markt sind, weil sie mehr Dollar drucken als andere Klopapier herstellen.

Aber du hast Recht, Portugal und Griechenland sind alles andere als über den Berg, aber mann muss ihnen Zeit geben, die Reformen umzusetzen, sowas geht nicht über Quartalszahlen. Das dauert eben ein Stück.
Durch den Ausverkauf der Währung wird es nun garantiert soweit kommen, dass Portugal neue Kredite aufnehmen muss, doch war das dann die Schuld Portugals oder der Rating Agentur?

Was aus dem Ruder gelaufen ist, dass die Bedeutung der Ratings und das durch die enorme Bedeutung von Krediten. Wer seit Jahrzehnten rote Zahlen schreibt, Schulden angehäuft hat, die erst selbst nach optimistischsten Schätzungen frühesten im nächsten Jahrhundert abgebaut haben könnte und so wenig Barreserven hat, dass er nicht mal das nächste halbe Jahr ohne neue Kredite bestreiten kann, der ist nun einmal auf Gedeih und Verderb dem Finanzmarkt ausgeliefert. Das ist eine unausweichliche Konsequenz daraus, dass es einen freien Finanzmarkt überhaupt gibt.

Richtig, daran müssen sich Unternehmen und Staaten halten, Banken aber scheinbar nicht, denn sie bekommen Kredite der Zentralbanken zu unglaublich niedrigen Zinsen, brauche keine Sicherheiten angeben (in Form eines Fonds) und können praktisch jeden Zins verlangen, den sie wollen.

Die Weltwirtschaft funktioniert leider derzeit mit den Rating Agenturen und dem Bankensystem. Es gibt weit mehr virtuelles Geld, hinter das kein Wert an sich steht, so gesehen geben die Banken Kredite, müssen aber selbst keine Sicherheiten angeben, da das Geld, da sie ausgeben, eben nicht in dem Sinne existiert, als dass es erwirtschaftet wurde.
Das System ist alles andere als Perfekt, aber sinnloser ist das System, was z.B. in Nordkorea praktiziert wird, denn das erwirtschaftet gar nichts.

Und was ich gerade beschrieben habe, das ist nicht Portugal. Das dürfte auf >80% aller Industrienationen passen und dass dem so ist, ist nicht Schuld der Ratingagenturen, sondern der Regierungen (bzw. deren Wählern) und des internationalen Wettbewerbes.

Mit 80% kommst du sicher nicht aus, das geht noch weiter. Jedes westliche Industrieland hat seinen Wohlstand über Kredite finanziert. Solange die Wirtschaft wächst, kann man die alten Kredite mit neuen bezahlen, bzw. die Zinsen. Doch es wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, an dem die Wirtschaft nicht mehr wachsen kann.
Ein Land wie Deutschland, das mehr exportiert als importiert, hat als Konsequenz ja ein Land, das mehr importiert als exportiert, denn Import und Export muss sich weltweit ausgleichen.
Der Dollar müsste abgewertet werden, was den Export der EU Länder in den Dollarraum verteuern würde, China müsste sich vom Dollar lösen und die USA müssen aufhören ständig neue Geldscheine zu drucken.
Es liegt eine Menge Arbeit vor uns allen um die Finanzlage Europas und der Welt wieder im Einklang zu bringen.

Als der Euro eingeführt wurde, war nun mal darunter der Fehler, dass sich die Staaten selbst prüfen können, ob sie für die Euro Zone geeignet sind, deswegen konnte Griechenland ja auch seine Bücher so weit frisieren, dass sie mit rein kamen, niemand hatte es überprüft.
Aber eine unabhängige Kommission wurde damals von allen Staaten abgelehnt und jetzt hängen wir mit den Folgen daran.

Viele Länder haben noch mehr Schulden als Griechenland/Portugal und stehe bei den Rating Agenturen gut da.
Wichtig ist eher, dass man mal den Rating Agenturen, das ja alles US Firmen sind, und zwar Gewinn orientiert, keine gemeinnützigen Organisationen, mal das Wasser abgräbt. Die entscheiden doch schon fast wie sie lustig sind und richten sich nicht nach wirklichen Regeln.
Klar ist aber auch, dass die USA natürlich dagegen sind, aber hier muss Europa mal einen Alleingang wagen. Entscheidend ist, wie Großbritannien dazu steht, da das europäische Finanzzentrum nun mal in der britischen Hauptstadt anzutreffen ist. Hier macht auch die Deutsche Bank ihre großen Gewinne.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Früher ging es aber nur darum aufzuklären, wie ein Unternehmen dasteht. Heute geht es darum, was eintreten könnte und das ist dann schon etwas grundlegend anderes.

Wie ein Unternehmen heute dasteht und welches Potential es für die Zukunft hat, sind zwei Seiten einer Medaille. Es ging auch früher nicht/kaum darum, sicherzustellen, dass ein Unternehmen seinen Firmenbesitz komplett erlogen hat und bei Börsennotierten Unternehmen wird dieser Teil bereits von der Börsenaufsicht sichergestellt. Was die materiellen und geistigen Eigentümer einer Firma aber wirklich bedeuten, dass muss bei komplexen modernen Unternehmen (und erst recht Staaten) eine (Rating-)Agentur verdeutlichen.

Durch den Ausverkauf der Währung wird es nun garantiert soweit kommen, dass Portugal neue Kredite aufnehmen muss, doch war das dann die Schuld Portugals oder der Rating Agentur?

Beide?
Portugal kannte das Risiko im Ablauf dieses Prozesses, als es sich selbst in die jetztige Situation manövriert hat, die Rating-Agentur hat ihn wie erwartet umgesetzt. Man könnte die Schuld auch noch weiter über das ganze System ausweiten, denn hätte Portugal nicht versuchen müssen, im internationalen Wettbewerb gegen Staaten zu bestehen, die z.T. noch höhere Risiken eingegangen sind (und die bislang Glück hatten), dann hätten sie sich vielleicht rechtzeitig anders entschieden.


Richtig, daran müssen sich Unternehmen und Staaten halten, Banken aber scheinbar nicht, denn sie bekommen Kredite der Zentralbanken zu unglaublich niedrigen Zinsen, brauche keine Sicherheiten angeben (in Form eines Fonds) und können praktisch jeden Zins verlangen, den sie wollen.

Die Weltwirtschaft funktioniert leider derzeit mit den Rating Agenturen und dem Bankensystem. Es gibt weit mehr virtuelles Geld, hinter das kein Wert an sich steht, so gesehen geben die Banken Kredite, müssen aber selbst keine Sicherheiten angeben, da das Geld, da sie ausgeben, eben nicht in dem Sinne existiert, als dass es erwirtschaftet wurde.
Das System ist alles andere als Perfekt, aber sinnloser ist das System, was z.B. in Nordkorea praktiziert wird, denn das erwirtschaftet gar nichts.

Schwieriger Vergleich. Nordkorea kann, im Gegensatz zu "Rest der Welt" nicht als geschlossenes System agieren und hat eine extrem schwache Verhandlungsposition gegenüber diesem Gegenpart. Das frisst enorme Mengen Geld/Produktion. Vermutlich genauso viel frisst das Nordkoreanische Militär. Das unterm Strich ein ordentliches Minus steht, sagt nicht unbedingt aus, dass auch nichts produziert wird, wenn man erhebliche nicht-produktionsbezogene Ausgaben hat.

Davon abgesehen: Was hat Nordkorea damit zu tun, dass man in der westlichen Industriegesellschaft den Banken das Gelddrucken erlaubt und sich dann auch noch in deren Abhängigkeit begibt?

Mit 80% kommst du sicher nicht aus, das geht noch weiter.

Mit "größer X" komme ich immer aus ;)
Und ich war zu faul, die Schuldenentwicklung aller Staaten der letzten Jahrzehnte und die Potentiale der nächsten Jahrzehnte nachzuschlagen ;)

Als der Euro eingeführt wurde, war nun mal darunter der Fehler, dass sich die Staaten selbst prüfen können, ob sie für die Euro Zone geeignet sind, deswegen konnte Griechenland ja auch seine Bücher so weit frisieren, dass sie mit rein kamen, niemand hatte es überprüft.
Aber eine unabhängige Kommission wurde damals von allen Staaten abgelehnt und jetzt hängen wir mit den Folgen daran.

Das war nicht nur eine Frage der Prüfung. Der Euro steht allgemein vor dem Problem, dass er eine gemeinsame Währung eines uneinheitlichen Finanz- und Wirtschaftsraumes ist. Er kettet die Wirtschaft des einen Staates an die Taten des anderen - ohne übergeordnete Kontrollinstanz oder -möglichkeit. Da braucht es imho keine frisierten Bücher, um in Probleme zu geraten. Zumal selbst Staaten, die die Kriterien für den Eintritt erfüllten, danach jahrelang von Mitgliedern einzuhaltenden Kriterien nicht erfüllt haben.

Wichtig ist eher, dass man mal den Rating Agenturen, das ja alles US Firmen sind, und zwar Gewinn orientiert, keine gemeinnützigen Organisationen, mal das Wasser abgräbt. Die entscheiden doch schon fast wie sie lustig sind und richten sich nicht nach wirklichen Regeln.

Ein freier Markt macht seine eigenen Regeln. Und der Kreditmarkt ist eben mitlerweile so bedeutend, dass die Prognosen der Ratingargenturen selbst erfüllend sind. Das Kredit/Zinsensystem arbeitet letztlich genauso, wie das Kurs/Renditesystem einer Blase, nur in Gegenrichtung: Selbstverstärkend, unkontrollierbar, jedem noch so kleinen Schubser davoneilend. Das würde es auch ohne die Ratingagenturen, mit geht es nur etwas schneller.

Klar ist aber auch, dass die USA natürlich dagegen sind, aber hier muss Europa mal einen Alleingang wagen. Entscheidend ist, wie Großbritannien dazu steht, da das europäische Finanzzentrum nun mal in der britischen Hauptstadt anzutreffen ist. Hier macht auch die Deutsche Bank ihre großen Gewinne.

"Entscheident ist wie ..."?
Entscheident ist, dass man die Kontrolle über die eigene finanzielle Situation hat, unabhängig von dem, was irgendwer anders sagt - egal ob Ratingagentur, USA oder Großbritannien. Es wäre zwar EU-Verwaltungstechnisch praktisch, wenn die mitmachen, aber wenn die Eurostaaten es ohne GB nicht schaffen würden/wollen, dann klappt es auch mit nicht. Denn letztlich geht es nicht darum, den bedeutensten Finanzhandelsplatz zu regulieren, sondern es geht darum, dem Finanzmarkt als solchem seine Bedeutung zu nehmen. Und das ist ein extremer Eingriff in das Wirtschaftssystem der modernen westlich-industrialisierten Welt. Wichtige Partner wären diejenigen, die man bräuchte, um die handelnde Einheit trotz Globalisierung als einigermaßen eigenständig zu bezeichnen. D.h. eigentlich müsste man China und Japan mit ins Boot holen. Aber ob man mit oder ohne GB von Bord springt, um alleine zu schwimmen... :wayne:
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Wie ein Unternehmen heute dasteht und welches Potential es für die Zukunft hat, sind zwei Seiten einer Medaille. Es ging auch früher nicht/kaum darum, sicherzustellen, dass ein Unternehmen seinen Firmenbesitz komplett erlogen hat und bei Börsennotierten Unternehmen wird dieser Teil bereits von der Börsenaufsicht sichergestellt. Was die materiellen und geistigen Eigentümer einer Firma aber wirklich bedeuten, dass muss bei komplexen modernen Unternehmen (und erst recht Staaten) eine (Rating-)Agentur verdeutlichen.

Wie die Börsenaufsicht arbeitet, haben ja alle an der dot com Blase um die Jahrtausendwende feststellen müssen, als Unternehmen auf Grund einer Idee oder eines nicht vorhandenen, aber immer versprochenden Produktes an die Börse gegangen sind und dort irrwitzige Summer bekommen haben.
Thomas Haffa sagt dir was?

Beide?
Portugal kannte das Risiko im Ablauf dieses Prozesses, als es sich selbst in die jetztige Situation manövriert hat, die Rating-Agentur hat ihn wie erwartet umgesetzt. Man könnte die Schuld auch noch weiter über das ganze System ausweiten, denn hätte Portugal nicht versuchen müssen, im internationalen Wettbewerb gegen Staaten zu bestehen, die z.T. noch höhere Risiken eingegangen sind (und die bislang Glück hatten), dann hätten sie sich vielleicht rechtzeitig anders entschieden.

Ja, beide, denn die Rating Agentur hätte ja abwarten können, wie sich Portugal entwickelt. Immerhin ist Moody's die einzige, die Portugal herunter gestuft hat, die anderen nicht und trotzdem kam sofort Bewegung in den Finanzmarkt.

Wer sagt denn, dass die Rating Agenturen nicht einfach zum nächsten Land gehen und dort auch mal die Ratings herabsetzt, einfach um die eigene Position zu stärken, bzw. die der USA. Es gibt kein Kontrollmechanismus über die Agenturen, niemand kann erklären oder feststellen, ob das, was sie sagen, auch stimmt.

Schwieriger Vergleich. Nordkorea kann, im Gegensatz zu "Rest der Welt" nicht als geschlossenes System agieren und hat eine extrem schwache Verhandlungsposition gegenüber diesem Gegenpart. Das frisst enorme Mengen Geld/Produktion. Vermutlich genauso viel frisst das Nordkoreanische Militär. Das unterm Strich ein ordentliches Minus steht, sagt nicht unbedingt aus, dass auch nichts produziert wird, wenn man erhebliche nicht-produktionsbezogene Ausgaben hat.

Davon abgesehen: Was hat Nordkorea damit zu tun, dass man in der westlichen Industriegesellschaft den Banken das Gelddrucken erlaubt und sich dann auch noch in deren Abhängigkeit begibt?

Mir ging es nur darum, dass Nordkorea eben ein völlig anderes System hat als andere Staaten aber ich habe nicht den Eindruck, dass dort etwas "erschaffen" wird, außer treuer Untertanen. Wie sonst ist es zu erklären, dass Teile der Bevölkerung hungern und man Hilfslieferungen mit erpresst?
Wieso wird nicht erst mal die Bevölkerung ernährt anstatt alles, was übrig bleibt, ins Militär zu pressen?

Mit "größer X" komme ich immer aus ;)
Und ich war zu faul, die Schuldenentwicklung aller Staaten der letzten Jahrzehnte und die Potentiale der nächsten Jahrzehnte nachzuschlagen ;)

Ist auch nicht einfach, hatte das mal gemacht aber dann sein gelassen. :ugly:

Das war nicht nur eine Frage der Prüfung. Der Euro steht allgemein vor dem Problem, dass er eine gemeinsame Währung eines uneinheitlichen Finanz- und Wirtschaftsraumes ist. Er kettet die Wirtschaft des einen Staates an die Taten des anderen - ohne übergeordnete Kontrollinstanz oder -möglichkeit. Da braucht es imho keine frisierten Bücher, um in Probleme zu geraten. Zumal selbst Staaten, die die Kriterien für den Eintritt erfüllten, danach jahrelang von Mitgliedern einzuhaltenden Kriterien nicht erfüllt haben.

Richtig, aber sich vor der Währungsunion Gedanken darüber zu machen, macht man es hinterher auch nicht. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als Irland mit extrem niedrigen Steuern Firmen und Investoren angelockt hat. Jetzt haben die Iren den Salat, dass die Investoren das Geld wieder abgezogen haben, als die Zeit für die geringe Steuer abgelaufen war und weil die Iren sonst nichts haben, sind sie ins Taumeln gekommen.

Ein freier Markt macht seine eigenen Regeln. Und der Kreditmarkt ist eben mitlerweile so bedeutend, dass die Prognosen der Ratingargenturen selbst erfüllend sind. Das Kredit/Zinsensystem arbeitet letztlich genauso, wie das Kurs/Renditesystem einer Blase, nur in Gegenrichtung: Selbstverstärkend, unkontrollierbar, jedem noch so kleinen Schubser davoneilend. Das würde es auch ohne die Ratingagenturen, mit geht es nur etwas schneller.

Nur kann eben niemand genau nachvollziehen, wieso die Agenturen genau das machen, was sie machen.

"Entscheident ist wie ..."?
Entscheident ist, dass man die Kontrolle über die eigene finanzielle Situation hat, unabhängig von dem, was irgendwer anders sagt - egal ob Ratingagentur, USA oder Großbritannien. Es wäre zwar EU-Verwaltungstechnisch praktisch, wenn die mitmachen, aber wenn die Eurostaaten es ohne GB nicht schaffen würden/wollen, dann klappt es auch mit nicht. Denn letztlich geht es nicht darum, den bedeutensten Finanzhandelsplatz zu regulieren, sondern es geht darum, dem Finanzmarkt als solchem seine Bedeutung zu nehmen. Und das ist ein extremer Eingriff in das Wirtschaftssystem der modernen westlich-industrialisierten Welt. Wichtige Partner wären diejenigen, die man bräuchte, um die handelnde Einheit trotz Globalisierung als einigermaßen eigenständig zu bezeichnen. D.h. eigentlich müsste man China und Japan mit ins Boot holen. Aber ob man mit oder ohne GB von Bord springt, um alleine zu schwimmen... :wayne:

Aber ohne GB probieren sie es ja nicht mal. Da wird verhandelt und am Ende einigt man sich darauf, dass man sich nicht einig ist. Das geht seit Jahren so, das läuft auch beim G8 Gipfel so ab, bei Wirtschaftstagungen oder Klimagipfeln (wieso muss es immer ein Gipfel sein?).
China kannst du nicht ins Boot holen, die sagen ja bei allem, dass der Westen erst mal anfangen muss, egal ob es CO² ist, Wirtschaft, Militär oder Interventionen.
bisher scheitern alle Versuche etwas regulieren zu wollen an der Bereitschaft der Angelsächsischen Länder, ihre Macht zu reduzieren und das ist das Problem, es geht eigentlich nur um Macht. US Firmen kontrollieren die Kreditwürdigkeit, US Firmen kontrollieren das Internet, US Firmen kontrollieren Finanzströme.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Wie die Börsenaufsicht arbeitet, haben ja alle an der dot com Blase um die Jahrtausendwende feststellen müssen, als Unternehmen auf Grund einer Idee oder eines nicht vorhandenen, aber immer versprochenden Produktes an die Börse gegangen sind und dort irrwitzige Summer bekommen haben.
Thomas Haffa sagt dir was?

Mir nicht, aber Wiki. Was ich da lese, passt aber zu meiner Aussage: Es lag kein Betrug vor, seine Unternehmen hatten (wie quasi alle während der .com-Blase) offen angegeben haben, was sie haben. Die abenteuerlichen Kurse entstanden aus abstrusen Hoffnungen darauf, was sich entwickeln könnte - und genau da sind wir eben wieder bei der Zukunftsvorhersage, wie sie (im Falle von Krediten) auch Aufgabe von Rating-Agenturen ist.

Ja, beide, denn die Rating Agentur hätte ja abwarten können, wie sich Portugal entwickelt.

Eine Firma/Institution, deren einzige Aufgabe es ist, abzuschätzen, was "morgen" ist, kann nicht bis "übermorgen" warten, ehe sie die Ergebnisse veröffentlicht.

Immerhin ist Moody's die einzige, die Portugal herunter gestuft hat, die anderen nicht und trotzdem kam sofort Bewegung in den Finanzmarkt.

Das wäre ein anderes Thema - macht eine Agentur einen Fehler? Aber um das zu beurteilen, müsste man wissen, wer wenn bei welcher Argentur aus welchem Grund welche Entscheidung getroffen hat. (mit etwas Glück ist "welche" nicht geheim :ugly: )
Spätestens morgen werden die anderen sowieso nachziehen, ggf. hätte es auch die umgekehrte Reihenfolge sein können - je nachdem, wie lange man über einem neuen Informationshäppchen brütet.

Wer sagt denn, dass die Rating Agenturen nicht einfach zum nächsten Land gehen und dort auch mal die Ratings herabsetzt, einfach um die eigene Position zu stärken, bzw. die der USA. Es gibt kein Kontrollmechanismus über die Agenturen, niemand kann erklären oder feststellen, ob das, was sie sagen, auch stimmt.

Tjo: Willkommen im freien Markt. Das sie nichts unternehmen sollten, um die USA zu stärken, sollte daraus folgen, dass es kommerzielle Unternehmen sind und nicht US-Staatsbehörden. Sie profitieren also nicht von einer Besserstellung der USA. Das sie nicht vollkommen willkürlich bewerten, sollte eigentlich über Feedback der Finanzmärkte sichergestellt sein. Auf eine Agentur, die regelmäßig Schrott erzählt, vertraut man nicht mehr und der zahlt man auch nichts mehr.
(Soweit die Theorie. Was ich von der Funktionalität freier Märkte dieser Größe halte, sollte durchgeklungen sein bzw. von früheren Diskussionen her bekannt)

Mir ging es nur darum, dass Nordkorea eben ein völlig anderes System hat als andere Staaten aber ich habe nicht den Eindruck, dass dort etwas "erschaffen" wird, außer treuer Untertanen. Wie sonst ist es zu erklären, dass Teile der Bevölkerung hungern und man Hilfslieferungen mit erpresst?
Wieso wird nicht erst mal die Bevölkerung ernährt anstatt alles, was übrig bleibt, ins Militär zu pressen?

Frag das Kim Jong Il ;)
Es ist eben nicht nur ein anderes Wirtschaftssystem, es ist auch ein anderes politisches System und es ist ein anderes wirtschaftliches Umfeld. Die drei Faktoren voneinander zu trennen, ist imho nicht möglich - und selbst wenn: Was hat das jetzt mit unserer Diskussion zu tun? Wenn du nur ein Beispiel suchst, dass es anders noch schlechter gehen kann, sollten die sich, insbesondere auch in der Vergangenheit, dutzendweise finden.

Nur kann eben niemand genau nachvollziehen, wieso die Agenturen genau das machen, was sie machen.

Muss das wer können? Die einen wollen den Agenturen vertrauen ja/nein, die anderen können sie eh nicht regulieren. Alles dazwischen ist Kern des Geschäftes und somit Betriebsgeheimniss.

Aber ohne GB probieren sie es ja nicht mal.

Und genau das meine ich mit "nicht wollen".
Niemand ist auch nur annähernd bereit, die Änderungen, die nötig sind, zu tragen. Erst recht nicht die mächtigeren Nationen, denn die haben alle ihre großen, internationalen Banken (und die passende Lobby im Inland - siehe Rettungsschirme). Das GB nicht mitmacht, ist eine bequeme Ausrede, um gar nicht erst unter Handlungsdruck zu geraten. Aber dem konsequent folgen würde man auch mit GB nicht. Guck dir doch die Verhandlungen nach der ersten Phase der Wirtschaftskrise zum Thema Spekulationsregulation an: Die sind auch nicht an GB gescheitert. Die sind einfach folgenlos abgebrochen worden, als der Mediendruck nachließ.

bisher scheitern alle Versuche etwas regulieren zu wollen an der Bereitschaft der Angelsächsischen Länder, ihre Macht zu reduzieren und das ist das Problem, es geht eigentlich nur um Macht. US Firmen kontrollieren die Kreditwürdigkeit, US Firmen kontrollieren das Internet, US Firmen kontrollieren Finanzströme.

Und China kontrolliert US-Firmen und Finanzen. (und in zunehemden Maße nicht nur dehren. Da hat man ein schönes Beispiel, was es nützt, wenn man ein autarkes Finanzsystem hat und die Krisen anderer ausnutzen kann)
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Mir nicht, aber Wiki. Was ich da lese, passt aber zu meiner Aussage: Es lag kein Betrug vor, seine Unternehmen hatten (wie quasi alle während der .com-Blase) offen angegeben haben, was sie haben. Die abenteuerlichen Kurse entstanden aus abstrusen Hoffnungen darauf, was sich entwickeln könnte - und genau da sind wir eben wieder bei der Zukunftsvorhersage, wie sie (im Falle von Krediten) auch Aufgabe von Rating-Agenturen ist.

Hmm.. und wieso sind dann wo viele Dot Com Typen verknackt worden? :what:

Einige haben ihre Bücher frisiert um an die Börse zu kommen und die Anleger sind dann die Dummen gewesen.
Das kannst du z.B. auf Griechenland übertragen. Dort haben sie auch die Bücher frisiert um den Euro zu bekommen. Als sie ihn hatten, kamen Investoren und haben Staatsanleihen gekauft, obwohl es eigentlich Betrug war, nur wird leider Griechenland für diese Aktion nicht strafrechtlich verfolgt (wie man es bei einem Unternehmen machen würde).

Eine Firma/Institution, deren einzige Aufgabe es ist, abzuschätzen, was "morgen" ist, kann nicht bis "übermorgen" warten, ehe sie die Ergebnisse veröffentlicht.

Wie gesagt, woher hatten sie ihre Informationen?
Die Begründung, weswegen sie Portugal herabgestuft haben, ist doch mehr als Fadenscheinig, praktisch lächerlich, denn erst durch ihren Bericht wird es ja dazu kommen, dass Portugal neue Kredite aufnehmen muss.
Ich könnte auch ein "Rating" für die Zukunft herausbringen, aber niemanden würde es interessieren, obwohl alles so eintreten wird. :schief:

Das wäre ein anderes Thema - macht eine Agentur einen Fehler? Aber um das zu beurteilen, müsste man wissen, wer wenn bei welcher Argentur aus welchem Grund welche Entscheidung getroffen hat. (mit etwas Glück ist "welche" nicht geheim :ugly: )
Spätestens morgen werden die anderen sowieso nachziehen, ggf. hätte es auch die umgekehrte Reihenfolge sein können - je nachdem, wie lange man über einem neuen Informationshäppchen brütet.

Eine Agentur spekuliert, genauso wie die Banken spekuliert haben und die sind bekannter Maßen damit auf die Schnauze geflogen. Wieso sollte das einer Agentur nicht auch passieren?
Die Agenturen sind keine Ölkomnzerne, die sich gegenseitig belauern und dann innerhalb von einer Stunde die Benzinpreise erhöhen. Heute ist es schon zwei Tage her und keine andere Agentur hat sich der Zukunftsvision von Moody's angeschlossen.

Tjo: Willkommen im freien Markt. Das sie nichts unternehmen sollten, um die USA zu stärken, sollte daraus folgen, dass es kommerzielle Unternehmen sind und nicht US-Staatsbehörden. Sie profitieren also nicht von einer Besserstellung der USA. Das sie nicht vollkommen willkürlich bewerten, sollte eigentlich über Feedback der Finanzmärkte sichergestellt sein. Auf eine Agentur, die regelmäßig Schrott erzählt, vertraut man nicht mehr und der zahlt man auch nichts mehr.
(Soweit die Theorie. Was ich von der Funktionalität freier Märkte dieser Größe halte, sollte durchgeklungen sein bzw. von früheren Diskussionen her bekannt)

Du weißt nicht, ob sie nicht davon profitieren, dass die EU uneinig ist, dass sie Probleme mit der Währung haben.
Ein starkes Europa könnte mehr Druck auf die USA ausüben, ihre eigenen Schulden mal in den Griff zu bekommen und vor allem das Handelsbilanzdefizit zu verringern, doch das geht nicht, da die Europäer derzeit mit sich selbst beschäftigt sind, wegen US Rating Agenturen.
Größter Aktionär von Moody's ist Berkshire Hathaway. Chef von Moody's ist Raymond W. McDaniel, der vor der Finanzkrise allen US Firmen (einschließlich Lehman&BRothers) Bestnoten verteilt hat.
Wie kann eine Bank wie Lehman am Freitagg Tripple A bekommen und am Montag pleite sein? :what:
Questions For Moody's And Buffett - NYTimes.com

Und genau das meine ich mit "nicht wollen".
Niemand ist auch nur annähernd bereit, die Änderungen, die nötig sind, zu tragen. Erst recht nicht die mächtigeren Nationen, denn die haben alle ihre großen, internationalen Banken (und die passende Lobby im Inland - siehe Rettungsschirme). Das GB nicht mitmacht, ist eine bequeme Ausrede, um gar nicht erst unter Handlungsdruck zu geraten. Aber dem konsequent folgen würde man auch mit GB nicht. Guck dir doch die Verhandlungen nach der ersten Phase der Wirtschaftskrise zum Thema Spekulationsregulation an: Die sind auch nicht an GB gescheitert. Die sind einfach folgenlos abgebrochen worden, als der Mediendruck nachließ.

Mit "nicht wollen" kann man auch meinen, dass das Festland Europa "nicht die Eier hat" um das mal auf ihre Weise anzugehen.
Du darfst ja nicht vergessen, dass besonders die deutschen Landesbanken tief in der Krise mitgewerkelt haben. Jetzt von den Briten was zu fordern und dann gleichzeitig noch selbst einen "Dreckhaufen" liegen zu haben, zeugt nicht gerade von Kompetenz und dass politische Entscheidungen auch von den Medien "herangezogen" werden können, hat man ja schon an Fukushima sehen können. Die Deutschen Kernkraftwerke sind nahc Fukushima weder besser noch schlechter, aber weil die Medien das hochgepusht haben und die Bevölkerung eh dagegen ist, haben die Koalitionsparteien dem Druck nachgegeben und nun einen neuen Ausstieg beschlossen (dem ich eh noch nicht so traue). Also der Ausstieg von der Veränderung des Ausstiegs. Damit macht sich die Politik meiner Meinung nach lächerlich, sie ist ja nicht mal in der Lage eine Linie konsequent zu Ende zu gehen.

Und China kontrolliert US-Firmen und Finanzen. (und in zunehemden Maße nicht nur dehren. Da hat man ein schönes Beispiel, was es nützt, wenn man ein autarkes Finanzsystem hat und die Krisen anderer ausnutzen kann)

Du darfst du Araber nicht vergessen, die die halbe Wall Street inzwischen kontrollieren. ;)
China hat das Problem, dass sie völlig abhängig von den USA sind, ohne den "Konsumenten" USA können sie ihre Produktion einstelen und gehen den Bach runter, also sind sie bis zum Untergang darauf angewiesen die neuen Dollars, die die USA drucken, vom Markt zu nehmen. Inzwischen sind es über 3 Billionen Dollar :wow:
Devisenreserven: Warnung aus China lässt Dollar-Kurs einbrechen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Die US Notenbank Fed "verschenkt" inzwischen das Geld während die EZB den Leitzins wieder etwas angehoben hat.
US-Notenbank: Leitzinsen bleiben unverndert, QE2 endet planmig 22.06.2011 | Nachricht | finanzen.net
EZB erhöht Leitzinsen wie erwartet


Edit:
Ich hab mal eben den Thread Titel angepasst, ich hoffe, dass das so OK ist. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Heute ist es schon zwei Tage her und keine andere Agentur hat sich der Zukunftsvision von Moody's angeschlossen.

Und wenn das auch so bleibt, dann könnte die Prognose deutlich weniger selbsterfüllend sein, als erwartet und Moodys wäre in Zukunft zweite Wahl, wenn man eine Anlageentscheidung treffen muss ;)

Du weißt nicht, ob sie nicht davon profitieren, dass die EU uneinig ist, dass sie Probleme mit der Währung haben.
Ein starkes Europa könnte mehr Druck auf die USA ausüben, ihre eigenen Schulden mal in den Griff zu bekommen und vor allem das Handelsbilanzdefizit zu verringern, doch das geht nicht, da die Europäer derzeit mit sich selbst beschäftigt sind, wegen US Rating Agenturen.
Größter Aktionär von Moody's ist Berkshire Hathaway. Chef von Moody's ist Raymond W. McDaniel, der vor der Finanzkrise allen US Firmen (einschließlich Lehman&BRothers) Bestnoten verteilt hat.
Wie kann eine Bank wie Lehman am Freitagg Tripple A bekommen und am Montag pleite sein? :what:
Questions For Moody's And Buffett - NYTimes.com

Verstehe immer noch nicht, an welcher Stelle du eine Verknüpfung mit dem Firmenerfolg von Moodys und dem Pleite gehen eines europäischen Staates siehst :ka:

Damit macht sich die Politik meiner Meinung nach lächerlich, sie ist ja nicht mal in der Lage eine Linie konsequent zu Ende zu gehen.

Unsere Politiker und sich lächerlich machen?
Wir haben eine Regierungspartei, die sich vor Verhandlungen mit Forderungen (an die Regierung) auf großen Plakaten präsentiert, wir haben so langsam aber sicher weniger Minister, die eine ganze Amtszeit in ihrem "Fachgebiet" bleiben, als Regierungsparteimitglieder mit gefälschten Abschlüssen, wir haben Regierungsmitglieder, die dem Vorwurf illegaler Waffenlieferungen an menschenrechtsmisachtende Staaten offen mit dem Argument "das ist ein wichtiger Handelspartner" begegnen. Von Ms. Teflon und diversen ~gar nicht verhüllten Lobbyismus Geschenken mal ganz zu schweigen-
Ein paar Meinungsänderungen machen da nun echt keinen Unterschied mehr. Das ist auf der nach oben offenen Lächerheitsskala klar >0.8 Bush.

China hat das Problem, dass sie völlig abhängig von den USA sind, ohne den "Konsumenten" USA können sie ihre Produktion einstelen und gehen den Bach runter, also sind sie bis zum Untergang darauf angewiesen die neuen Dollars, die die USA drucken, vom Markt zu nehmen. Inzwischen sind es über 3 Billionen Dollar :wow:
Devisenreserven: Warnung aus China lässt Dollar-Kurs einbrechen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Solange die Chinesen den USA das Geld geben, mit denen die USA chinesische Wahren kaufen, hätte ein Zusammenbruch dieses Systems vergleichweise schwache Folgen für China. Man darf nicht vergessen, dass die USA einen Teil des Geldes, dass sie dank der chinesischen Aufkäufe ohne zusätzliche Inflation drucken, gar nicht in China ausgeben. Würde China das ins eigene Land stecken, dürften sie sogar mehr davon haben - zumal China eben groß genug für komplett interne Kreisläufe ist. Das sie trotzdem soviel investieren, fällt imho unter Geopolitik. Noch ein Jahrzehnt und China kontrolliert soviel Dollar, dass sie Wirtschafts"macht" USA nach belieben einfach ausschalten können, in dem sie diese Reserven auf den Markt schmeißen. Und da sie sich nebenbei das globale Monopol auf Billigwahren sichern, kann es neben ihnen auch keinen zweiten Staat mehr geben, der erfolgreich ist, obwohl er nicht am obersten Marktende mitmischen kann. (d.h.: Wenn China das bis dahin nicht auch vereinnahmt hat, Wissen kaufen sie ja mitlerweile tonnenweise -und zu Spottpreisen- ein)

Die US Notenbank Fed "verschenkt" inzwischen das Geld während die EZB den Leitzins wieder etwas angehoben hat.

:ka:
Wenns die Notenbanken nicht machen, machen es die normalen Banken immer noch in ausreichendem Maße. Die Leitzinsen haben zwar großes Steuerungspotential innerhalb des Systems, aber gegenüber den systemimanenten Schwachstellen sind das Tropfen auf heiße Steine (wie ja die Existenz der derzeitigen Krise wunderbar beweißt)
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Und wenn das auch so bleibt, dann könnte die Prognose deutlich weniger selbsterfüllend sein, als erwartet und Moodys wäre in Zukunft zweite Wahl, wenn man eine Anlageentscheidung treffen muss ;)

Offensichtlich können sich die Agenture irren oder auch nicht, es interessiert niemanden. Die Finanzwelt ist inzwischen so filigran geworden, dass praktisch auf alles reagiert wird.

Verstehe immer noch nicht, an welcher Stelle du eine Verknüpfung mit dem Firmenerfolg von Moodys und dem Pleite gehen eines europäischen Staates siehst :ka:

Mir ging es nur darum, wie das so abläuft und dass solche Agenturen eben auch nur ins Blaue schießen.
Also das, was die können, kann ich auch. Wenn du verstehst, was ich meine.

Unsere Politiker und sich lächerlich machen?
Wir haben eine Regierungspartei, die sich vor Verhandlungen mit Forderungen (an die Regierung) auf großen Plakaten präsentiert, wir haben so langsam aber sicher weniger Minister, die eine ganze Amtszeit in ihrem "Fachgebiet" bleiben, als Regierungsparteimitglieder mit gefälschten Abschlüssen, wir haben Regierungsmitglieder, die dem Vorwurf illegaler Waffenlieferungen an menschenrechtsmisachtende Staaten offen mit dem Argument "das ist ein wichtiger Handelspartner" begegnen. Von Ms. Teflon und diversen ~gar nicht verhüllten Lobbyismus Geschenken mal ganz zu schweigen-
Ein paar Meinungsänderungen machen da nun echt keinen Unterschied mehr. Das ist auf der nach oben offenen Lächerheitsskala klar >0.8 Bush.

Ich weiß, ich wollte nur nicht so weit ausholen, da das nicht Teil des Threads ist und wir diese Sachen schon im Wahlthread und Guttenberg Thread durchgekaut haben. :P

Solange die Chinesen den USA das Geld geben, mit denen die USA chinesische Wahren kaufen, hätte ein Zusammenbruch dieses Systems vergleichweise schwache Folgen für China. Man darf nicht vergessen, dass die USA einen Teil des Geldes, dass sie dank der chinesischen Aufkäufe ohne zusätzliche Inflation drucken, gar nicht in China ausgeben. Würde China das ins eigene Land stecken, dürften sie sogar mehr davon haben - zumal China eben groß genug für komplett interne Kreisläufe ist. Das sie trotzdem soviel investieren, fällt imho unter Geopolitik. Noch ein Jahrzehnt und China kontrolliert soviel Dollar, dass sie Wirtschafts"macht" USA nach belieben einfach ausschalten können, in dem sie diese Reserven auf den Markt schmeißen. Und da sie sich nebenbei das globale Monopol auf Billigwahren sichern, kann es neben ihnen auch keinen zweiten Staat mehr geben, der erfolgreich ist, obwohl er nicht am obersten Marktende mitmischen kann. (d.h.: Wenn China das bis dahin nicht auch vereinnahmt hat, Wissen kaufen sie ja mitlerweile tonnenweise -und zu Spottpreisen- ein)

Nein, hätte es nicht, denn die chinesische Blase ist inzwischen größer als jede andere Blase zuvor. Bricht jetzt die USA als Konsument weg, hätte das auch Auswirkungen auf Europa, denn die USA kaufen ja auch in Europa ein (und nicht nur Autos). Verkaufen aber Europäer nichts mehr, können sie auch nicht konsumieren, ergo verkaufen die Chinesen nichts mehr, weder in Europa noch in den USA. Wer soll dann das alles kaufen, was die Chinesen produzieren? Der Binnenmarkt? Afrika?
An den USA hängt alles dran, knicken die ein, ist die Weltwirtschaft, wie wir sie kennen, am Ende und das wissen die USA, deswegen treiben sie ihr Spielchen auch immer weiter und alle gucken nur zu.

:ka:
Wenns die Notenbanken nicht machen, machen es die normalen Banken immer noch in ausreichendem Maße. Die Leitzinsen haben zwar großes Steuerungspotential innerhalb des Systems, aber gegenüber den systemimanenten Schwachstellen sind das Tropfen auf heiße Steine (wie ja die Existenz der derzeitigen Krise wunderbar beweißt)

Die Banken bekommen das Geld aber von den Notenbanken, bzw. Zentranbanken, bzw. nehmen dort Kredite auf, eben für lau, nehmen dann aber entsprechende Zinsen, wenn du einen Kredit haben willst.
Würden die Fed den Leitzins erhöhen, würde der Dollar teurer werden, aber dann leihen sich weniger Leute Geld.
doch genau das müssten die USA machen, doch das würde halt ihre Konjunktur abwürgen, also nehmen sie lieber neue Schulden auf.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Nein, hätte es nicht, denn die chinesische Blase ist inzwischen größer als jede andere Blase zuvor. Bricht jetzt die USA als Konsument weg, hätte das auch Auswirkungen auf Europa, denn die USA kaufen ja auch in Europa ein (und nicht nur Autos). Verkaufen aber Europäer nichts mehr, können sie auch nicht konsumieren, ergo verkaufen die Chinesen nichts mehr, weder in Europa noch in den USA. Wer soll dann das alles kaufen, was die Chinesen produzieren? Der Binnenmarkt? Afrika?
An den USA hängt alles dran, knicken die ein, ist die Weltwirtschaft, wie wir sie kennen, am Ende und das wissen die USA, deswegen treiben sie ihr Spielchen auch immer weiter und alle gucken nur zu.

Was du beschreibst, ist ein Zusammenbruch des globalen Handels, der sich für niemanden wirklich lohnt. Aber wer dabei am besten wegkommen würde, ist wohl naheliegend.
USA: Kein Geld, keine Importe, keine Exporte, keine Produktion
Europa: Kein Geld, kein Importe, keine Exporte, nutzlose Produktion
China: Geld, sowie nie Importe, riesiger Binnenmarkt und genug, was der noch gebrauchen könnte

Die Banken bekommen das Geld aber von den Notenbanken, bzw. Zentranbanken, bzw. nehmen dort Kredite auf, eben für lau, nehmen dann aber entsprechende Zinsen, wenn du einen Kredit haben willst.

Die Banken müssen aber netterweise nur einen Teil ihres Geldes da (oder woanders) aufnehmen, weil sie netterweise 9 mal soviel wieder rausgeben dürfen, wie sie reinbekommen. Diese Verstärkerfunktion bringt macht die Probleme groß, nicht die Notenbanken. Die dirigieren ein bißchen, aber ihr Spielraum dafür ist weitaus kleiner, als die potentielle Dynamik des Rests.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

China: Geld, sowie nie Importe, riesiger Binnenmarkt und genug, was der noch gebrauchen könnte

Was für Geld? Der Dollar ist wertlos und der Yuan auch, da er ja am Dollar gekoppelt ist und dann kann China kein Öl mehr einkaufen oder Rohstoffe um zu produzieren, also sind sie auch weg.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Zum Glück wohn ich in der Schweiz:D:lol:*duckundweg*
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

China ist fleißig dabei, seine Rohstoffversorgung auf billateralem Wege vom Weltmarkt zu entkoppeln und die gezielte Abwertung des Yuan hat ihnen schon internationale Kritik eingebracht. Ohne Kopplung und kontrollierte Abwertung wäre der mitlerweile einiges mehr wert.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

China beutet auf ihre Weise Afrika aus.
Denn den Chinesen kümmert es nicht, welche politisches System in dem Land herrscht, mit dem sie Geschäfte machen und da es keine Demonstrationen in China gibt, sind sie sehr flexibel, was das angeht.
Außerdem muss auch China erst mal seine Infrastruktur aufbauen, denn immerhin hat der Großteil des Landes nichts von dem Wirtschaftsboom an den Küsten.
Und China hat wie gesagt, ihr eigene Blase geschaffen, die kann schneller hochgehen als viele denken.
 
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