Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Ich kann den Rating Agenturen sowieso nicht so viel abgewinnen. Das sind alle US Firmen. Klar dass die USA da gut abschneidet obwohl es ihr dreckiger geht als Griechenland, Irland und Portugal zusammen.

Wenn Du wirklich wissen willst, wohin die Reise geht, solltest Du Dir ansehen, was die großen Anleihenhändler kaufen und verkaufen. Die sind teilweise doch mehr auf Zack als Rating-Agenturen, weil es bei denen um echtes Geld geht.

Also Leute schaut euch doch allein nur die Inflation an von z.B. Grundnahrungsmitteln
Der Anstieg ist langsam erschreckend

Ich finde € 1,15 für ein Stück Butter auch teuer, aber das ist doch seit Monaten nicht gestiegen. Andere Lebensmittel meiner Meinung auch nicht. Ich war eben einkaufen, aber es war eigentlich alles wie immer. :huh:
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Hängt vom Referenzniveau ab. Während der Wirtschaftskrise war einiges billiger (Fleisch, Milch, Butter, Wurstwaren -vor alelm wärend der spanischen Krise :) -, iirc auch einiges Obst). Im Vergleich zum Vorkrisen-Niveau fallen mir momentan nur die gestiegenen Preise von Schokolade und einigen Tiefkühlprodukten ein.

@Rolk: Wenn du ernsthaft der Meinung bist, das steigende Kreditzinsen für Spanien/Portugal/Irland keine Bedeutung hätten, dann solltest du dich nochmal einlesen.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

@Rolk: Wenn du ernsthaft der Meinung bist, das steigende Kreditzinsen für Spanien/Portugal/Irland keine Bedeutung hätten, dann solltest du dich nochmal einlesen.

Und warum sollten die Kreditzinsen dieser Länder bei einem Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone stärker steigen? Es wäre ja wohl eher das Gegenteil der Fall, weil sich diese Länder eher Bemühen würden erst gar nicht den Level Griechenlands zu erreichen.
 
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Diese Länder sind bereits jetzt auf Unterstützung durch die EU angewiesen. Die sind, ähnlich wie Griechenland, in einer Situation, in der sie kaum Handlungsspielraum haben - da gibt es kein "mehr Bemühen". Umgekehrt wäre die Verweigerung von EU-Unterstützung für ein anderes Land eine klare Ansage an die Finanzmärkte, dass schwächelende Euroländer nicht mehr vor dem Kollaps geschützt werden und somit ein wesentlich höheres Risiko darstellen, als bislang.
 
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Ich finde € 1,15 für ein Stück Butter auch teuer, aber das ist doch seit Monaten nicht gestiegen. Andere Lebensmittel meiner Meinung auch nicht. Ich war eben einkaufen, aber es war eigentlich alles wie immer. :huh:

Hängt vom Referenzniveau ab. Während der Wirtschaftskrise war einiges billiger (Fleisch, Milch, Butter, Wurstwaren -vor alelm wärend der spanischen Krise :) -, iirc auch einiges Obst). Im Vergleich zum Vorkrisen-Niveau fallen mir momentan nur die gestiegenen Preise von Schokolade und einigen Tiefkühlprodukten ein.

Ich kaufe regelmäßig ein. Gemeinsam mit meiner Frau. Deswegen weiß ich auch was wie viel kostet und was das mal gekostet hat.
Bärenmarke Schüttel Shake: Früher 500ml für 69 Cent. Heute 400ml für 89 Cent.
Unser Standardbrot: Früher 1,59€. Heute 1,79€
Dann Aufschnitt: Früher Wurst, Käse für 1,29 bis 2,99€ gekaut. Heute gibt es die Wurst nicht mehr für unter 1,59 und der Käse kostet 3,99€
Pfelgemittel: alles um 0,50 bis 1€ teurer geworden.
Hygieneartikel für meine Frau (und inzwischen auch für meine Tochter): um 0,50 bis 1,50€ teurer geworden.
Und das ganze in nur 2-3 Jahren. Also normale Inflation würden einige sagen doch wie viel Inflationsausgleich bekommen Hartz 4 Empfänger?
Beiträge für Vereine, Eintrittsgelder für Freitzeitaktivitäten: Alles in den letzten 5 Jahre zum Teil deutlich teurer geworden.
Restaurant Besuche sind erheblich teurer geworden. Schau nur mal hin was inzwischen so ein Big Mac bei McDonalds kostet. Früher sind wir mit den Kindern hin und wieder hingefahren zum Essen. Heute ist das kaum mehr drin.
Versicherungen werden von Jahr zu Jahr teurer.
Von Energiekosten rede ich nicht mal. Da dreht sich sowieso mein Magen um wenn ich das mit dem Vergleiche was ich vor 5 Jahren bezahlt habe.
Einzig Elektronikartikel sind günstiger geworden aber wie oft im Jahr kaufe ich mir einen neuen Fernseher und wie oft im Jahr ein Brot? :what:

Früher hatten wir mehr Eltern gehabt, die bereit waren die Kindern zu Auswärtsspielen zu fahren. Heute schafft es der Verein erst bis zur letzten Sekunde genügen Autos zu bekommen um die Kinder zu fahren. Zuschüsse für Trikots wurden gestrichen. Ohne örtliche Sponsoren könnten wir nicht mal den Spielbetrieb aufrechterhalten. Und dabei geht es meiner Gemeinde nicht mal so extrem dreckig wie andere Gemeinden.
 
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Diese Länder sind bereits jetzt auf Unterstützung durch die EU angewiesen. Die sind, ähnlich wie Griechenland, in einer Situation, in der sie kaum Handlungsspielraum haben - da gibt es kein "mehr Bemühen". Umgekehrt wäre die Verweigerung von EU-Unterstützung für ein anderes Land eine klare Ansage an die Finanzmärkte, dass schwächelende Euroländer nicht mehr vor dem Kollaps geschützt werden und somit ein wesentlich höheres Risiko darstellen, als bislang.

Naja, also ich sehe da schon noch einen Unterschied zwischen Griechenland und Spanien, Portugal...
Deren Wirtschaft steht noch nicht kurz vor dem Kolaps und Spielraum scheint da ja auch noch irgendwo zu sein. Schau dir Portugal an. Die Regierung will ein Sparprogramm durchbringen und wird dafür abgewählt...
Ausserdem wird es wohl Mittel und Wege geben den Finanzmärkten klarzumachen, dass eine ausbleibende Hilfe für Griechenland nicht automatisch eine nicht stattfindende Hilfe für andere Länder bedeutet.
 
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Ich kaufe regelmäßig ein. Gemeinsam mit meiner Frau. Deswegen weiß ich auch was wie viel kostet und was das mal gekostet hat.
Bärenmarke Schüttel Shake: Früher 500ml für 69 Cent. Heute 400ml für 89 Cent.
Unser Standardbrot: Früher 1,59€. Heute 1,79€
Dann Aufschnitt: Früher Wurst, Käse für 1,29 bis 2,99€ gekaut. Heute gibt es die Wurst nicht mehr für unter 1,59 und der Käse kostet 3,99€
Pfelgemittel: alles um 0,50 bis 1€ teurer geworden.
Hygieneartikel für meine Frau (und inzwischen auch für meine Tochter): um 0,50 bis 1,50€ teurer geworden.

Ulkig. Ich weiß eigentlich auch ziemlich genau, was die Sachen, die ich regelmäßig kaufe, so kosten. Und das deckt sich nicht mit meiner Beobachtung.
Wenn ich die Standardsachen mal so aufliste, kann ich nur folgendes feststellen:
Aufbackbrötchen (Beutel): Je nach Laden seit Jahren zwischen €0,99 und €1,69.
Aufschnitt: Käse in Scheiben: früher €2,99, heute €1,99. Käse am Stück: 400g für €1,15, ewig unverändert. Wurst in Scheiben: normalerweise €0,99 pro Packung, gestern €0,88. Leberwurst seit Jahren je nach Laden zwischen €1,59 und €1,79.
Butter: früher €0,69, heute € 1,15. Das ist wirklich frech.

Allles andere kaufe ich zu unregelmäßig, um dazu eine zuverlässige Aussage machen zu können.

Und das ganze in nur 2-3 Jahren. Also normale Inflation würden einige sagen doch wie viel Inflationsausgleich bekommen Hartz 4 Empfänger?

Und wieviel Inflationsausgleich bekommst Du? Ich gehe jetzt mal davon aus, daß Du Angestellter bist.

Beiträge für Vereine, Eintrittsgelder für Freitzeitaktivitäten: Alles in den letzten 5 Jahre zum Teil deutlich teurer geworden.

:ka: Dazu kann ich mangels Mitgliedschaft in Vereinen nichts zu sagen. Der einzige Verein, in dem ich bin, ist seit rund 5 Jahren nicht teurer geworden.

Restaurant Besuche sind erheblich teurer geworden. Schau nur mal hin was inzwischen so ein Big Mac bei McDonalds kostet. Früher sind wir mit den Kindern hin und wieder hingefahren zum Essen. Heute ist das kaum mehr drin.

McDonalds würde ich mal nicht als Restaurant betrachten. Allerdings ist es krass, wie klein der Royal TS mittlerweile ist. Früher war das ein Riesending, heute ist der so groß wie ein Cheeseburger vom Durchmesser her.
Mein Stammitaliener ist jedenfalls in den letzten fünf Jahren keinen Cent teurer geworden. Und bis dahin hatte der seit gefühlt 1983 dieselben Preise auf der Karte. (Okay, ist auch eine Mafia-Geldwaschanlage. Da spielt das wahrscheinlich keine so große Rolle mit den Preisen. ;-))

Versicherungen werden von Jahr zu Jahr teurer.

Falsches Versicherungsunternehmen. ;-)

Von Energiekosten rede ich nicht mal. Da dreht sich sowieso mein Magen um wenn ich das mit dem Vergleiche was ich vor 5 Jahren bezahlt habe.
Einzig Elektronikartikel sind günstiger geworden aber wie oft im Jahr kaufe ich mir einen neuen Fernseher und wie oft im Jahr ein Brot? :what:

Da kann ich nur zustimmen.

Früher hatten wir mehr Eltern gehabt, die bereit waren die Kindern zu Auswärtsspielen zu fahren. Heute schafft es der Verein erst bis zur letzten Sekunde genügen Autos zu bekommen um die Kinder zu fahren. Zuschüsse für Trikots wurden gestrichen. Ohne örtliche Sponsoren könnten wir nicht mal den Spielbetrieb aufrechterhalten. Und dabei geht es meiner Gemeinde nicht mal so extrem dreckig wie andere Gemeinden.

Dann müßt Ihr auf Sponsorensuche gehen. Aber das habt Ihr ja augenscheinlich schon gemacht. Wenn's dennoch knapp ist, solltet Ihr vielleicht noch mehr ins Boot holen. Es gibt doch in so einem Verein bestimmt auch Eltern, die selbst Unternehmer sind oder wenigstens wissen, wie sowas geht.
Wenn Du bei mir in der Nähe wärst, würde ich sagen, schreib mich mal privat an. Dann könnten wir wenigstens über ein Trikot-Sponsoring oder sowas reden, aber "Bramau" scheint ein Fluß in Schleswig-Holstein zu sein. Das ist zu weit weg.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Naja, also ich sehe da schon noch einen Unterschied zwischen Griechenland und Spanien, Portugal...
Deren Wirtschaft steht noch nicht kurz vor dem Kolaps und Spielraum scheint da ja auch noch irgendwo zu sein. Schau dir Portugal an. Die Regierung will ein Sparprogramm durchbringen und wird dafür abgewählt...
Ausserdem wird es wohl Mittel und Wege geben den Finanzmärkten klarzumachen, dass eine ausbleibende Hilfe für Griechenland nicht automatisch eine nicht stattfindende Hilfe für andere Länder bedeutet.
Das ist jetzt aber schon etwas naiv oder?

Wenn man es genau betrachtet ist kaum eines der EU Länder überhaupt noch Handlungsfähig und dazu zähle ich auch Deutschland! Es schaut wohl so aus, das wenn Griechenland nicht mehr Zahlen kann der Druck auf Portugal und Irland so stark wächst, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist und wenn die beiden fallen wir sicherlich Spanien auch nicht mehr lange zeit auf sich warten lassen. Spätestens bei Spanien brauchen wir uns um Rettungsschirme keine Gedanken mehr machen.

Das ganze System scheint gerade zu sterben und ich persönlich sehe nicht das irgendetwas getan wir um das zu verhindern. So schlim das ist ganze in Griechenland ist, wir reden bei den Sparprogrammen immer noch von einer 9%igen neuverschuldung ...
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Ulkig. Ich weiß eigentlich auch ziemlich genau, was die Sachen, die ich regelmäßig kaufe, so kosten. Und das deckt sich nicht mit meiner Beobachtung.
Wenn ich die Standardsachen mal so aufliste, kann ich nur folgendes feststellen:
Aufbackbrötchen (Beutel): Je nach Laden seit Jahren zwischen €0,99 und €1,69.
Aufschnitt: Käse in Scheiben: früher €2,99, heute €1,99. Käse am Stück: 400g für €1,15, ewig unverändert. Wurst in Scheiben: normalerweise €0,99 pro Packung, gestern €0,88. Leberwurst seit Jahren je nach Laden zwischen €1,59 und €1,79.

Du scheinst echt in andere Läden zu kaufen als ich. Käse am Stück kostet bei uns 3,99€. Es mag sein dass es auch günstigeren Käse gibt aber diesen Käse kaufe ich seit Jahren und daher weiß ich sehr gut, was der früher gekostet hat. Das gleiche gilt für Aufschnitt. Auch das ist seit Jahren unverändert. Daher kann ich das gut einschätzen.
Ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern dass die 15er Packung Iglo Fischstäbchen 1,99€ gekostet hat. Das ist nicht so lange her und heute kostet sie 2,79€.
Die 5er Packung kostet inzwischen so viel wie die 10er Packung vor 6 Jahren gekostet hat.

Butter: früher €0,69, heute € 1,15. Das ist wirklich frech.

Milch und Milchprodukte sind allgemein teurer geworden (deswegen ist auch mein Käse teurer geworden) aber ich weiß aus erster Hand dass die Milchbauern keinen Cent mehr bekommen für ihre Milch.

Allles andere kaufe ich zu unregelmäßig, um dazu eine zuverlässige Aussage machen zu können.

Ich weiß nicht ob du Familie hast, also Kinder. Wenn du welche hast weißt du einfach was wie viel kostet. Das gilt auch für Kleidung und Kosmetikartikel. Meine Tochter ist jetzt in dem Alter wo sie sehr darauf guckt was sie trägt und wie sie aussieht. Sie ist 14, das ist eben so da kannst du nichts gegen machen.

Und wieviel Inflationsausgleich bekommst Du? Ich gehe jetzt mal davon aus, daß Du Angestellter bist.

Ich arbeite für die Autoindustrie in einem Zulieferbetrieb. Dort bin ich Produktionsleiter. Das seit 5 Jahren. Damals habe ich eine Gehaltserhöhung bekommen, die der neuen Verantwortung gerecht war. Seit dem habe ich aber keine weitere Gehaltserhöhung bekommen, außer letztes Jahr im Zuge der Veränderungen im Tarifvertrag. Das machte 1,1% mehr aus. 2009 wurde bei uns Weihnachts- und Urlaubsgeld eingestellt da unsere Abnehmer Absatzprobleme hatten. Inzwischen brummt der Laden wieder aber es gibt kein Weihnachtsgeld mehr und auch kein Urlaubsgeld. Die Arbeitnehmer hatten damals darauf verzichtet um 2009 keine Lohnkürzungen hinnehmen zu müssen.
Dieses Geld fehlt mir jetzt da ich mit dem Weihnachtsgeld immer die fälligen Versicherungen zu Beginn des Jahres bezahlt habe. Das muss jetzt an anderer Stelle eingespart werden. :(

:ka: Dazu kann ich mangels Mitgliedschaft in Vereinen nichts zu sagen. Der einzige Verein, in dem ich bin, ist seit rund 5 Jahren nicht teurer geworden.

Meine Kinder sind Mitglied bei uns im Stadtverein und dieser hatte die Beiträge innerhalb von 5 Jahren 2x erhöht. Es handelt sich zwar nicht um große Summen aber er wurde erhöht.
Der Eintritt ins Freibad bei uns ist in den letzten 5 Jahren um 50% gestiegen.

McDonalds würde ich mal nicht als Restaurant betrachten. Allerdings ist es krass, wie klein der Royal TS mittlerweile ist. Früher war das ein Riesending, heute ist der so groß wie ein Cheeseburger vom Durchmesser her.

Der Restaurantbesuch bezog sich nicht auf McDonals. Der Bic Mac Preis war nur eine Anschauung. Für den Preis bekommt man heute eben nur noch ein pappiges Brötchen, eine Bulette, etwas Salat, Käse und das war es dann. Dafür ist das Ding einfach zu teuer geworden und beim McRib wird inzwischen ohne Ende an Sauce gespart. Früher schwamm der in der feurigen Sauce, heute ist das Ding fast trocken.

Als ich dieses Jahr 40 wurde sind vier 4 Essen gegangen und dafür habe ich beim gleichen Restaurant 8€ mehr bezahlen müssen als vor 2 Jahren als wir das letzte mal dort waren. Wir haben das gleiche gegessen wie vor 2 Jahren. Ich bewahre alle Rechnungen auf, daher weiß ich das genau.
Dass die Kugel Eis in der Eisdiele jedes Jahr teurer wird ist bei uns auch Standard. Pro Jahr immer um 5-10 Cent. Dieses Jahr wieder um 10 Cent. Aber die Kugeln werden von Jahr zu Jahr kleiner.
Das ist auch ein wichtiger Fakt. Die Menge sinkt bei gleichem oder höheren Preis, die man erhält. Guck die die Dose Pringles an. Inzwischen kostet sie 1,99€ undes sind nur noch 170g drin. vor 3 Jahren kostet sie 1,69€ und es waren 200g drin.

Falsches Versicherungsunternehmen. ;-)

Ich bin bei einem örtlichen Versicherer da mir der personelle Kontakt wichtig ist. Falls es mal ein Problem gibt kann ich das Auge in Auge klären. Dafür bin ich bereit etwas mehr zu zahlen als wenn ich einen Internetversicherer habe aber insgesamt sind die Preise gestiegen. Jedes Jahr kostet der Rechtsschutz ein paar Euro mehr als im Jahr davor. Die Hausratversicherung ist auch etwas teurer geworden. Das alles sind zwar nur einstellige Eurobeträge pro Jahr aber das summiert sich eben über die Jahre und wenn du nicht mehr Geld verdienst musst du das irgendwo einsparen.

Dann müßt Ihr auf Sponsorensuche gehen. Aber das habt Ihr ja augenscheinlich schon gemacht. Wenn's dennoch knapp ist, solltet Ihr vielleicht noch mehr ins Boot holen. Es gibt doch in so einem Verein bestimmt auch Eltern, die selbst Unternehmer sind oder wenigstens wissen, wie sowas geht.
Wenn Du bei mir in der Nähe wärst, würde ich sagen, schreib mich mal privat an. Dann könnten wir wenigstens über ein Trikot-Sponsoring oder sowas reden, aber "Bramau" scheint ein Fluß in Schleswig-Holstein zu sein. Das ist zu weit weg.

Trikotsponsor haben wir schon. Der bezahlt die Trikots und die Hosen. Stutzen und Schuhe müssen selbst gekauft werden (Fußball). Meine Tochter spielt Tennis. Da haben wir keinen Sponsor und ich weiß nicht ob du weißt, was so ein Tennisschläger inzwischen kostet oder die Platzmiete.

Ich kann nicht sagen wie sich das noch weiter entwickelt aber ich bezeichne mich als normalen Mittelstand, der schon recht gut da steht denn immerhin habe ich ein eigenes Haus und zwei Autos. Aber wir fahren nicht in Urlaub, das können wir uns nicht mehr leisten. Ich versuche meinen Kindern das zu erfüllen was sie sich wünschen und mache dafür nebenbei noch etwas. Meine Frau arbeitet auch, aber als Anwaltsgehilfin bekommt sie nicht mehr so viel wie früher. Bevor sie die Kinder bekommen hat, hatte sie umgerechnet mehr verdient als heute und das ist 15 Jahre her. Und bei Anwälten greift keine Gewerkschaft oder Tarif. Dort wird das bezahlt was der Anwalt bezahlen kann oder will und entweder nimmt man den Job oder lässt ihn. Es gibt genug andere die zugreifen.
 
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Du scheinst echt in andere Läden zu kaufen als ich.

Muß wohl so sein.

Milch und Milchprodukte sind allgemein teurer geworden (deswegen ist auch mein Käse teurer geworden) aber ich weiß aus erster Hand dass die Milchbauern keinen Cent mehr bekommen für ihre Milch.

Klingt logisch, aber mein Käse ist meines Wissens dennoch nicht teurer geworden. Liegt vielleicht daran, daß ich immer Schweizer Käse kaufe. ;-)

Ich weiß nicht ob du Familie hast, also Kinder. Wenn du welche hast weißt du einfach was wie viel kostet. Das gilt auch für Kleidung und Kosmetikartikel. Meine Tochter ist jetzt in dem Alter wo sie sehr darauf guckt was sie trägt und wie sie aussieht. Sie ist 14, das ist eben so da kannst du nichts gegen machen.

Ich habe keine Kinder. Diese Probleme sind mir daher auch eher unbekannt. Man kriegt ja nur mit, was eben andere Leute so erzählen.

Ich arbeite für die Autoindustrie in einem Zulieferbetrieb. Dort bin ich Produktionsleiter. Das seit 5 Jahren. Damals habe ich eine Gehaltserhöhung bekommen, die der neuen Verantwortung gerecht war. Seit dem habe ich aber keine weitere Gehaltserhöhung bekommen, außer letztes Jahr im Zuge der Veränderungen im Tarifvertrag. Das machte 1,1% mehr aus. 2009 wurde bei uns Weihnachts- und Urlaubsgeld eingestellt da unsere Abnehmer Absatzprobleme hatten. Inzwischen brummt der Laden wieder aber es gibt kein Weihnachtsgeld mehr und auch kein Urlaubsgeld. Die Arbeitnehmer hatten damals darauf verzichtet um 2009 keine Lohnkürzungen hinnehmen zu müssen.
Dieses Geld fehlt mir jetzt da ich mit dem Weihnachtsgeld immer die fälligen Versicherungen zu Beginn des Jahres bezahlt habe. Das muss jetzt an anderer Stelle eingespart werden. :(

Eben. Das meine ich. Hartz-4-Bezieher mußt Du da doch überhaupt nicht anführen. Keiner kriegt für die Inflation wirklich einen Ausgleich.

Meine Kinder sind Mitglied bei uns im Stadtverein und dieser hatte die Beiträge innerhalb von 5 Jahren 2x erhöht. Es handelt sich zwar nicht um große Summen aber er wurde erhöht.
Der Eintritt ins Freibad bei uns ist in den letzten 5 Jahren um 50% gestiegen.

Allmählich schäme ich mich. Auch ins Freibad gehe ich nie. ;-) Aber diese Erhöhungen sind prozentual natürlich wirklich krass.



Als ich dieses Jahr 40 wurde sind vier 4 Essen gegangen und dafür habe ich beim gleichen Restaurant 8€ mehr bezahlen müssen als vor 2 Jahren als wir das letzte mal dort waren. Wir haben das gleiche gegessen wie vor 2 Jahren. Ich bewahre alle Rechnungen auf, daher weiß ich das genau.
Dass die Kugel Eis in der Eisdiele jedes Jahr teurer wird ist bei uns auch Standard. Pro Jahr immer um 5-10 Cent. Dieses Jahr wieder um 10 Cent. Aber die Kugeln werden von Jahr zu Jahr kleiner.
Das ist auch ein wichtiger Fakt. Die Menge sinkt bei gleichem oder höheren Preis, die man erhält. Guck die die Dose Pringles an. Inzwischen kostet sie 1,99€ undes sind nur noch 170g drin. vor 3 Jahren kostet sie 1,69€ und es waren 200g drin.

Du scheinst das wirklich gut im Blick zu haben. Allerdings sind das alles Produkte, die ich eher selten kaufe. Da fällt mir das natürlich nicht so auf. Ich kann nur sagen, daß das Schnitzelmenü beim Imbiß meines Vertrauens vor rund 2 Jahren von 5 auf 6 Euro angezogen hat. Aber das war vorher eigentlich auch lächerlich billig. Dafür habe ich schon Verständnis.

Ich bin bei einem örtlichen Versicherer da mir der personelle Kontakt wichtig ist. Falls es mal ein Problem gibt kann ich das Auge in Auge klären. Dafür bin ich bereit etwas mehr zu zahlen als wenn ich einen Internetversicherer habe aber insgesamt sind die Preise gestiegen. Jedes Jahr kostet der Rechtsschutz ein paar Euro mehr als im Jahr davor. Die Hausratversicherung ist auch etwas teurer geworden. Das alles sind zwar nur einstellige Eurobeträge pro Jahr aber das summiert sich eben über die Jahre und wenn du nicht mehr Geld verdienst musst du das irgendwo einsparen.

Ich wollte Dir auch nicht zu einem Internetversicherer raten. Die persönliche Ansprache ist eigentlich immer wichtig. Um bei den Internetdingern kann man so unglaublich viel falsch machen, daß man sich die Versicherung dann auch fast direkt schenken kann.

Ich kann nicht sagen wie sich das noch weiter entwickelt aber ich bezeichne mich als normalen Mittelstand, der schon recht gut da steht denn immerhin habe ich ein eigenes Haus und zwei Autos. Aber wir fahren nicht in Urlaub, das können wir uns nicht mehr leisten. Ich versuche meinen Kindern das zu erfüllen was sie sich wünschen und mache dafür nebenbei noch etwas. Meine Frau arbeitet auch, aber als Anwaltsgehilfin bekommt sie nicht mehr so viel wie früher. Bevor sie die Kinder bekommen hat, hatte sie umgerechnet mehr verdient als heute und das ist 15 Jahre her. Und bei Anwälten greift keine Gewerkschaft oder Tarif. Dort wird das bezahlt was der Anwalt bezahlen kann oder will und entweder nimmt man den Job oder lässt ihn. Es gibt genug andere die zugreifen.

Das ist das, was die wenigsten Leute wirklich sehen. Alle jammern, es würde doch bei den Bedürftigen viel zu sehr auf fast menschenunwürdige Weise gespart, und dabei leben die Leistungsträger der Gesellschaft zunehmend von der Substanz. Und ja, Anwaltsgehilfen verdienen wirklich jämmerlich. Das liegt allerdings (leider) meist nicht an den "bösen" Anwälten, sondern daran, daß die selbst kaum was verdienen, wenn sie nicht gerade ganz ausgewiesene Spezialisten für irgendwas sind oder in Großkanzleien arbeiten.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Tja und dann kommt noch das Problem dazu, dass mann zur Arbeit irgendwie kommen muss
Und die Spritpreise auch noch bezahlen muss 1,559€ + Versicherung
Dass waren noch zeiten als als man für 1,239 tanken konnte
Die Ölmulis Saugen einen auch aus
Tja irgendwann kann man sich kein Auto mehr leisten
Dann muss man mit dem Fahrrad fahren


Und wenn dann mal einen Tag Sprit günstiger ist dann stürzen sich alle wie die Geier auf die Tankstellen und man muss warten
Ist meineserachtens auch verständlich . Mache ich ja auch:D.


Oder man schaut was heute eine Reparatur kostet vom Auto?
Ich habe eine Ausbildung in der Werkstatt gemacht
und muss sagen um so neuer die Autos werden umso mehr Fehler sind möglich
Weil ja auch immer mehr Elektronik eingebaut wird
Und die Ersatzteile werden auch immer teurer.


Man sieht ja nicht umsonst viele Pkw mit Mängeln auf den Straßen fahren!
(Die trauen sich erst garnicht in die Werkstatt, höchstens im Garantiefall)

Beim Butterpreis merkt man am stärksen den Preisanstieg
Das mit dem Preisanstieg:

Die mickrigen Gehaltserhöhungen stehen in keiner Realität zu den Preiserhöhungen von Versicherung , Waren , Sprit und Co.

Und als Familie muss man die differenz irgendwie einsparen
 
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AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

@Icejester/Treshold: Kanns sein, dass ihr langsam den Bereich "Eurokrise" verlasst? Noch ist eure Diskussion sauber vom Rest getrennt und ich könnte sie leicht in einen neuen (oder den H4?) Thread verschieben, wenn ihr einen wollt.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Das ist aber keine Hartz 4 Diskussion sondern vielleicht eine die sich um den "Mittelstand" in Deutschland dreht. Denn dieser Mittelstand ist dafür verantwortlich dass der Konsum in Deutschland anzieht aber wie will man immer mehr konsumieren wenn das Geld jedes Jahr weniger wird oder anderes gesagt es weniger für Konsum übrig bleibt?

Ich habe davon nicht so viel Ahnung sonst würde ich einen eigenen Thread aufmachen wie es um die Bevölkerung geht die einem Job nachgeht der sozial versichert ist. Eine Steuersenkung wäre ja nicht schlecht aber so viel bringt das bei mir nicht. Und wenn dann gleichzeitig die Sozialabgaben erhöht werden bezahle ich am Ende mehr als vorher.

Wir haben hier schon einen Hartz 4 Thread, wie wäre es mit einem Arbeitnehmer Thread?
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Es werden ja erst mal nicht Griechenland saniert sondern die Banken bekommen die Sicherheit die sie wollen.
Gerade Frankreich beharrt darauf dass die EU in Griechenland investiert weil die Französischen Banken mit vielen Milliarden drin stecken.
Und die 2 Milliarden die die deutschen Banken jetzt mit investieren ist nur eine Alibiaktion.

Ein Staat kann sich nur dann sanieren wenn er die Ausgaben an die Einnahmen anpasst. Oder eben dafür sorgt dass die Einnahmen steigen.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Ach wer sucht denn einen Ausweg bzw. warum, wir sterben doch eh im Dezember 2012 :(
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Es werden ja erst mal nicht Griechenland saniert sondern die Banken bekommen die Sicherheit die sie wollen.
Gerade Frankreich beharrt darauf dass die EU in Griechenland investiert weil die Französischen Banken mit vielen Milliarden drin stecken.
Und die 2 Milliarden die die deutschen Banken jetzt mit investieren ist nur eine Alibiaktion.

Es ist ja kein grosses Geheimnis, dass der Griechenland Rettungsschirm in erster Linie dazu dient das die Banken ihre Kredite und die dazugehörigen fetten Zinszahlungen wieder sehen. Wir Steuerzahler dürfen wieder "alternativlos" dafür geradestehen.

Ein Staat kann sich nur dann sanieren wenn er die Ausgaben an die Einnahmen anpasst. Oder eben dafür sorgt dass die Einnahmen steigen.
Genau das traue ich den Griechen nicht zu. Nicht in Kurzer Zeit und auch nicht in 10 Jahren.
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Wenn man Griechenland und darüber die Banken nicht rettet, hat man ja die Befürchtung, dass die Banken soviel Geld verlieren das man sie wieder vom Staat retten lassen muss. Der Steuerzahler zahlt so oder so.
So ein Rettungsschrim setz sowieso die falschen Anreize. Im Sinne von "Warum sparen es gibt doch den Rettungsschirm". Die Griechen müssen irgendwie wieder Wettbewerbsfähig/billiger werden. Im Euroraum oder mit einer abgewerteten Drachme.
 
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Für Banken oder Staaten gilt in beiden Fällen aber das gleiche:
Die Welt ist nicht fair und es gibt Situationen, aus denen man aus eigener Kraft nicht mehr herauskommt. Wenn dafür niemand anders aufkommen soll, endet das in der Pleite. Und da muss die Politik dann wieder gegenrechnen:
Was ist für die deutsche Gemeinschaft teurer: Viele Milliarden in den Rettungschirm stecken, oder die Folgen für die (Welt)Wirtschaft, wenn große Banken oder ganze Staaten Pleite gehen?

(Was nicht heißt, dass ich den Rettungschirm für Banken gutheiße. Denn bei denen gab es etwas sehr wertvolles -gerade mit Blick auf die jetzige Situation- zu holen, was man als Gegenwert für die Garantien hätte verlangen sollen: Mitbestimmung. Aber da 15% der Deutschen Wähler ein klares Statement gegen jegliche Form der Verstaatlichung gesetzt haben, müssen jetzt alle doppelt zahlen... . Außer den Banken natürlich. Die müssen dreifach abkassieren.)
 
AW: Europäische Finanz/Währungskrise -- gibt es einen Ausweg?

Und da muss die Politik dann wieder gegenrechnen:
Was ist für die deutsche Gemeinschaft teurer: Viele Milliarden in den Rettungschirm stecken, oder die Folgen für die (Welt)Wirtschaft, wenn große Banken oder ganze Staaten Pleite gehen?

Wenn du aber jedes Mal einen Rettungsschirm spannst verändern die Banken ihre Strategie nicht. Denn sie wissen ja dass ihre Finanzpolitik immer aufgefangen wird, weil sie sich eben für unentbehrlich halten.
Und die meisten Banken aus Deutschland die in Griechenland hängen, sind sowieso schon in staatlichen Besitz wie die Hypo Real Estate oder die Landesbanken.

Manchmal ist es sinnvoller eien Staat in die Pleite laufen zu lassen um auch ein Statement abzugeben. Dann verlieren die Banken und die Investoren eben eine Menge Geld. Selbst Schuld. Wer so gierig ist und meint dass 10% oder mehr Rendite Standard sind darf sich nicht wundern, wenn er mal damit auf die Schnauze fällt.
 
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