Genau das ist das Problem bei der 7970. Wir haben etliche Designs, die mal grundsätzlich gut waren, sowohl von Kühlung als auch dem Preis, nunmehr aber künstlich beschnitten wurden mit festen Spannungen oder gleich von Anfang an beschränkt waren/sind, wie die DCII z. B. Da fällt es zunehmend schwerer, direkte Empfehlungen auszusprechen, weil im Einzelfall die Karte (leicht überspitzt formuliert) zwischen Himmel und Hölle liegen kann.
Diese - ich nenne es mal - Einzigartigkeit einer jeden 7970 sorgt mitunter dafür, dass der Nutzer sich evtl. erst bei der zweiten oder dritten Karte entsprechend versorgt fühlt - oder die AMD'sche Voltkeule abgeschwächt werden muss. Klar, nicht jede 7970 packt 1050/1500 MHz bei 1,01V, aber jede, die ich bislang verbaut habe, hat es zumindest bei 1,05-1,075V gepackt. Standardtaktraten packte bislang jede mir untergekommene 7970 mit 1,0V; bei der 7970 gilt nunmal, dass selbst Handanlegen aus einer "akzeptablen" Karte ein deutlich feineres Kärtchen machen kann. Meine hat auch ursprünglich eine Spannung von 1,12V für 925/1375 vorgesehen und war damit lauter, heißer und stromfressender als mit u.g. Taktraten. Dass man mit verhältnismäßig geringem Aufwand aus einer Windforce, einer DCII oder X-Edition ein schnurrendes Sprinter-Kätzchen machen kann, sollte also jedem klar sein.
Daher gelten die blanken unangetasteten Werte der Magazine auch nicht uneingeschränkt für uns Freaks, die als erstes bei ihrer High-End-Karte mal sämtliche Takt- und Spannungsgrenzen nach oben wie unten ausloten; aber ich würde mal sagen, PCGH ist in der Richtung schon sehr vorbildlich, was Anmerkungen für potentielles Optimierungsvermögen (VRM-/Speicherkühlung, mgl. Taktraten, Spannungswerte etc.) angeht. Deshalb kann ich auch immer wieder die 7970 von Gigabyte sehr empfehlen - sofern man in der Lage ist, sie zu unlocken und zu optimieren.