Da ist sie wieder. Die Reichenweitenangst von den Leuten, die im Alltag kein E-Auto nutzen.
Wofür muss man 600 km am Stück fahren?
Man muss keine 600 km am Stück fahren (auch wenns sich manchmal anbietet). Aber wenn ich nach 3-4 Stunden und 300-400 km meine 10 Minuten Pinkelpause mache, dann wird das Auto in dieser Zeit nicht von 0 auf 100% laden, damit meine Freundin die nächsten 300-400 km fahren kann, sondern im günstigsten Fall von 20 auf 70%. Eher von 30 auf 60%. Da muss die volle Praxisreichweite dann also bei 600 respektive 1200 km liegen, damit es bis zur nächsten Pause reicht. (Natürlich könnte man alternativ auch schnellers Laden fordern. Aber von Akkus, die 6C im Schnitt, also >10C Peak ohne Schaden wegstecken, sind wir weitaus weiter entfernt als von Paketen mit >120 kWh.
Wer schaltet heute noch selbst?
Leute mit Geschmack und Können :finger:
Beim Diesel ist das je nach Abstimmung des getriebes anders.
3.gang bei 30km/h bist du bei 700-800upm
3.gang 50km/h bei ca 1200-1400upm
800 U/min sollte doch eigentlich recht gesund für nen Diesel sein.
Das man aus dem effizienten Drehzahlbereich heraus nicht beschleunigen kann, stimmt davon unabhängig natürlich. Für jeden Motor und jeden Geschwindigkeitsbereich. Da muss man halt vorausschauend fahren, was man im Interesse des Verbrauchs aber sowieso sollte. (Hilft auch bezüglich Radfahrern.)
Aus Sichtbarkeitsgründen?! Es fahren soviele im dunklen mit dunklen Klamotten ohne Licht/Reflektor.
Reflektoren und Licht bei Dunkelheit sind vorgeschrieben. Wer sich daran nicht hält, hält sich auch an eine Westenpflicht nicht. Die Leute, die Reflektoren und Licht nutzen, wären dagegen genervt (und das nicht nur wegen der zusätzlichen Kleidungslage im Sommer und dem Problem, was man mit dem Lappen am Ziel macht, sondern auch mit zwangsweise folgenden Einschränkungen wie z.B. eines Rucksack-Verbots) und wenn du auch mit deren Sichtbarkeit Probleme hast (persönlichen Erfahrungen zu Folge wollen 20% aller Autofahrer Radfahrer ja aus Prinzip nicht sehen), dann ist nicht der Radfahrer das Problem.
Aber keine Kampagne darüber das man an einer stehen Ampel rechts keine wartenden Autos/LKWs überholen sollte weil man sich im toten Winkel befindet.
Zum toten Winkel gab und gibt es jede Menge Kampagnen. Aber natürlich nicht unbedingt auf extra teuren Reklamewänden an KFZ-Einfallstraßen, schließlich werden in Fahrradthemen jedes mal nur 100 Euro investiert, wo es für PKW 10 Millionen gibt. Vielleicht solltest du dich mehr in Schulen, Kindergärten, Fahrradläden und anderen Orten, wo Fahrrad-Neunutzer anzutreffen sind, rumtreiben?
Nur Mal so zur Info.. der LKW-Fahrer sieht dich nicht wenn er an der Ampel steht und du mit deinem Fahrrad rechts überholst und am Vorderreifen stehen bleibst..
Nennt sich Toter Winkel.
LKW haben seit Ewigkeiten Spiegel vorgeschrieben (inklusive Nachrüstpflicht), mit denen man die gesamte Fahrzeuglängsseite einsehen kann. von der vorderen Stoßstange bis zum Heck und mindestens einen guten halben, über weite Strecken 2+ m daneben.
Und, als weitere Infos für dich:
- Der tote Winkel ist der Bereich außerhalb dieses im Spiegel sichtbaren Streifens, also ausdrücklich mit Abstand zum Fahrzeug, und hinter dem durchs Fenster direkt einsehbaren Bereich. Das sollte eigentlich absolut jeder, der einen Führerschein behalten darf, wissen. Totwinkelunfälle mit LKW passieren eben gerade nicht mit rechtsüberholenden Radfahrern, das sind durchgängig Unachtsamkeiten des LKW-Fahrers (z.T. dadurch bedingt, dass diese die eigentlich nötige Sorgfalt im üblichen Verkehrsgebaren gar nicht ausüben können, deswegen jetzt ja auch die Vorschrift nur noch mit Schrittgeschwindigkeit abzubiegen).
- Totwinkel-Unfälle mit LKW (aber auch anderen) passieren mit unschöner Regelmäßigkeit im Gegenteil gerade da, wo Radfahrer nicht auf der Straße, sondern mit räumlichen Abstand neben dem Fußweg fahren. Dann sind sie nämlich in der Anfahrt außerhalb des im Rückspiegel normalerweise beobachteten Bereichs unmittelbar neben/hinter dem Fahrzeug, kommen noch Hecken oder Parkplätze dazwischen sogar gar nicht zu sehen (und umgekehrt!). Beim Abbiegen lenkt der LKW erst ein und fährt mehrere Meter ehe der Radüberweg erreicht. In dem Moment steht er dann schräg und hat ausgerechnet in dem Moment, in dem er nachgucken sollte ob wer kommt, seinen toten Winkel exakt auf die Länge des Radwegs ausgerichtet. Deswegen sind viele Fahrradsicherheitsexperten auch so entschieden dafür, Fahrradfahrer auf die Straße zu schicken. (Sehe ich persönlich komplexer, aber in Bezug auf die Situation stimmt es. Man hat da defacto als Radfahrer Durchfahrtverbot: Entweder weil die Ampel Rot ist oder weil einem bei grüner Ampel keiner der Abbiegenden die Vorfahrt gewähren kann, die einem eigentlich zusteht.)
- Wer neben ein Fahrzeug fährt und dort stehenbleibt, überholt nicht. (Sondern stellt sich verdammt dämlich an, nicht nur im Falle von LKWs. Man überholt rechts und stellt sich davor, wo man wesentlich besser gesehen werden kann und gerade im Falle von LKWs längst weg ist, ehe die angefahren sind.)
E-Mobilität ist "NICHT" für die Masse verfügbar, schon gar nicht im Lieferverkehr oder für den Servicebereich, daher muss man die Verbrenner mit berücksichtigen. Die Leute zu zwingen auf überteuerte E-Autos umzusteigen ist sicher keine Lösung, außer man möchte das nur noch wohlhabende Menschen ein Fahrzeug besitzen dürfen.
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Gerade für Lieferverkehr und Servicebereich sind Batterieautos verfügbar und auch, als einziger Anwendungsbereich, sinnvoll:
Kurze Entfernungen, viel Stop & Go, in besonders Schadstoff-empfindlichen Gebieten, Abschreibemöglichkeit, in Rechnungstellung und Firmensitz für die Lademöglichkeit. (Wobei es eigentlich nichts in Rechnung zu stellen gibt, denn im Stop & Go verbraucht ein Verbrenner dermaßen viel mehr, dass er unterm Strich teurer ist.)
Es gibt auch schlechte LKW Fahrer, aber die Menge an Fahrradfahrer die Verkehrsregeln Ignorieren ist schon recht auffällig hoch, mit immer der selben ausreden.....das war jetzt das erste mal normalerweise........
Man muss auch dazu sagen, dass wir im Moment (glücklicherweise) recht viele Radfahrer auf der Straße, die fahren als ob es das erste Mal wäre, weil es das erste Mal ist. Leider fahren diese vom-Auto-Umsteiger in aller Regel genauso egozentrisch und regelwidrig weiter, wie zuvor mit vier Rädern. Ist man dann selbst nur als Autofahrer unterwegs, begegnet man wegen der Geschwindigkeitsdifferenz entsprechend vielen davon. (Während man an anderen Autos ja über weite Strecken nur das vor und das hinter einem beobachtet. Gilt umgekehrt auch für Radfahrer: Denen begegnen viel mehr schlechte Autofahrer - und auch viel mehr akzeptable, die natürlich nicht gezählt werden - als andere Radfahrer, weil letztere halt ein ähnliches Tempo haben.)