So ein Quatsch.
Die musst Du nur dazuzählen, WENN Du sie kaufst.
Das musst Du am PC aber nicht. Du bist ja nicht gezwungen, ein fertiges Set zu kaufen. Niemand muss ein Komplettsystem kaufen.
Wer hat denn bitte z. B. keine Tastatur? Wer braucht denn für jeden neuen PC oder eine Aufrüstung jedesmal zwingend ein neues Gehäuse?
Einmal vorhanden, kannst Du sowas alles für die nächsten zig Systeme weiterverwenden.
Oder auf biegen und brechen für jeden Kauf etwas dazuzuaddieren, was gar nicht nötig ist, da eventuell längst vorhanden.
Äh ja? Ist doch für all die Fälle, wo ein passendes NT bereits vorhanden ist, auch ganz richtig.
Warum sollte irgendwer auch mit jedem PC wieder und wieder ein neues NT anschaffen?
Das ist manchmal notwendig, manchmal nicht. Ergo kann man es NICHT generell dazurechnen.
Wen Du korrekt rechnen willst, dann musst Du ergo auch all die Fälle berücksichtigen, wo eine derartige Anschaffung nicht erforderlich ist (da bereits vorhanden) statt es pauschal für jeden PC-Kauf bzw. Aufrüstung als Kostenfaktor zu inkludieren.
Genau das ist ja eine der Stärken des PC.
Ich versuche mal es dir zu erklären:
Hier ist allgemein über den Preis eines kompletten Gaming PCs diskutiert worden, nicht über Aufrüsten. Es wurden keinerlei individuelle Parameter festgelegt, was auch richtig ist. Es wurde also nichts als vorhanden vorausgesetzt. Denn das kann man auch gar nicht, wenn man grundlegend über PC Preise diskutiert. Es ist schlicht unmöglich Millionen von Usern und deren Grundausstattung bei sowas mitzuberücksichtigen:
Vielleicht hat User A ein Gehäuse, User B aber nicht. Vielleicht hat User C Maus+Tastatur, User D aber nicht. Vielleicht hat User E noch den RAM, User F aber nicht. Dafür hat User F aber ein Gehäuse, User E aber nicht, der wiederum noch M+T hat, was User F jedoch nicht hat. User H zählt zu den Glücklichen der eine 3080 ergattern konnte, braucht aber dazu einen komplett neuen PC inklusive Gehäuse und M+T, weil er seinen alten PC komplett und inklusive Eingabegeräte seinem Sohn vermacht hat.
Wie will man sowas berücksichtigen? Das geht unter dem Strich gar nicht. Man kann all das nicht in einer allgemeinen Preisdiskussion erfassen.
Klar, man kann natürlich willkürlich und subjektiv Parameter festlegen - so wie von dir getan. Dann sagt man einfach "So ein Blödsinn" und geht davon aus, dass jeder User grundsätzlich und ohne Ausnahme M+T oder ein Gehäuse übrig hat, wenn er sich einen neuen PC kauft. Das ist natürlich Quatsch und hat mit einer sachlichen und objektiven Preisbetrachtung nichts zu tun.
Heißt wenn man verallgemeinert und grundlegend über den Preis eines Gaming PCs diskutiert, müssen grundsätzlich alle Bauteile und alle Peripherie berücksichtigt werden. Anders macht das keinen Sinn, und anders kann man den Preis auch gar nicht erfassen.
Wenn also wie hier der Preis für einen
kompletten PC inklusive einer 3080 diskutiert wird, dann muss man zwangsläufig auch alle Kosten die entstehen mit einbeziehen. Das umfasst das Gehäuse genau so wie Eingabegeräte oder das NT. Nur so macht das Vergleichen von Gerätepreisen Sinn.
Es kommt aber auch ein weiterer wichtiger Punkt zum Tragen:
Wenn man den Preis des eigenen PCs feststellen, und ihn z.B. in Relation zu einer Konsole setzen möchte, dann spielt es keine Rolle
wann Komponenten gekauft wurden. Es ist vollkommen unerheblich ob man seine CPU nun 2020, 2019, 2018, 2017 oder sonst wann gekauft hat. Das einzige was für die Ermittlung des Preises maßgeblich ist, ist die Summe die man für alle Komponenten bezahlt hat. Ich habe beispielsweise auf meinem Rechner einen Ordner ein dem ich alle Rechnungen als PDF archiviert habe. Dort findet man auch die Preise für alle Komponenten die aktuell in meinem PC verbaut sind. CPU, GPU (habe ich allerdings schon verkauft

), Gehäuse, NT, RAM, Board, dazu M+T usw. Wenn ich nun den gesamten Kaufpreis meines PCs ermitteln möchte, dann schaue ich natürlich nicht auf das Kaufdatum, sondern addiere die einzelnen Rechnungssummen für alle Komponenten. Ob ich M+T schon hatte als ich meine CPU kaufte, ist dabei vollkommen unerheblich. Denn das Kaufdatum ändert ja nichts an dem Preis den ich insgesamt bezahlt habe.
Wenn man 2012 ein Gehäuse für 100€ gekauft hat, und man hat 2018 den alten Prozessor gegen einen AMD Ryzen für 300€ ausgetauscht, dann ändert das rein gar nichts daran, dass man bereits 100€ für das Gehäuse hingelegt hat, und man diese 100€ beim Gesamtkaufpreis des PCs einrechnen muss. Beim Gesamtpreis des PCs schlagen also Gehäuse und CPU mit 100+300=400€ zu Buche. Das Kaufdatum der beiden Bauteile spielt dabei keine Rolle. Man hat diese Komponenten gekauft und der Kaufpreis bzw. das bezahlte Geld lässt sich auch Anno 2020 nicht unter den Tisch kehren
Wer aktuell einen guten PC besitzt und das Glück hatte, für 699 eine FE zu ergattern, der muss in diesem Moment natürlich nur die 699 berappen. Aber trotzdem hat derjenige - sofern legal erstanden oder nicht geschenkt - trotzdem die anderen Komponenten irgendwann gekauft. Der gesamte PC hat dann nicht nur 699 gekostet, sondern deutlich mehr.
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Und genau das ist was ich an solchen Diskussionen immer kritisiere: Dieses ewige Schönrechnen.
Einfach mal willkürliche Parameter festlegen und aus der Luft Dinge als gegeben voraussetzen, nach dem Motto "jeder User hat ein Gehäuse, jeder User hat M+T herumliegen"
Nein! Das hat nicht jeder User.
Und selbst wenn ist das unerheblich, denn egal ob vorhanden oder nicht: Gekauft worden sind diese Dinge trotzdem irgendwann und entsprechend schlägt sich deren Kaufpreis auch im Gesamtkaufpreis eines jeden PCs nieder. Da kann man bei einer sachlich objektiven Preisbetrachtung nichts ausklammern.