Was macht eigentlich?

Die BG unterstützt (bzw. soll das) Arbeitnehmer bei Berufsbedingten Unfällen. Grundsätzlich erstmal egal wo. Das ist keine Objekt bezogene Versicherung wie eine Grundbesitzerhaftpflicht.
 
Die BG unterstützt (bzw. soll das) Arbeitnehmer bei Berufsbedingten Unfällen. Grundsätzlich erstmal egal wo. Das ist keine Objekt bezogene Versicherung wie eine Grundbesitzerhaftpflicht.
Das mag sein. Passt aber trotzdem nicht. Man geht ja wärend der Arbeitszeit auf die Toilette. Dann sollte das auch dafür gelten.
 
Das mag sein. Passt aber trotzdem nicht. Man geht ja wärend der Arbeitszeit auf die Toilette. Dann sollte das auch dafür gelten.
"Die LSG-Richter sahen die rechtlichen Voraussetzungen für einen Arbeitsunfall als nicht erfüllt an. Die Verrichtung der Notdurft und der Aufenthalt am Ort ihrer Vornahme gehören zum nicht versicherten persönlichen Lebensbereich, da sie unabhängig von einer betrieblichen Tätigkeit erforderlich sind. Bei natürlicher Betrachtungsweise zähle zum Vorgang des Verrichtens der Notdurft diese selbst und das Händewaschen, also der gesamte Aufenthalt in allen zur Toilette gehörenden Räumlichkeiten. Der zuvor in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers bestehende Versicherungsschutz endet an der Außentür zur Toilettenanlage."

Dit is Deutschland :ugly:
 
Tja, Richter sind auch nicht fehlerfrei und bei manchen Urteilen/Begründungen kann man nur mit dem Kopf schütteln. :schief:
 
"Die LSG-Richter sahen die rechtlichen Voraussetzungen für einen Arbeitsunfall als nicht erfüllt an. Die Verrichtung der Notdurft und der Aufenthalt am Ort ihrer Vornahme gehören zum nicht versicherten persönlichen Lebensbereich, da sie unabhängig von einer betrieblichen Tätigkeit erforderlich sind. Bei natürlicher Betrachtungsweise zähle zum Vorgang des Verrichtens der Notdurft diese selbst und das Händewaschen, also der gesamte Aufenthalt in allen zur Toilette gehörenden Räumlichkeiten. Der zuvor in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers bestehende Versicherungsschutz endet an der Außentür zur Toilettenanlage."
Außer das Händewaschen ist eine betriebliche Erfordernis bzw. erfolgt auf Anweisung.
Oder man ist damit betraut, den ordentlichen Zustand der Toilettenanlage sicherzustellen.
Oder man muss das Wasser für den Kaffee, den man in der tariflich festgelegten Pause kocht, in der Toilettenanlage holen.
Oder ...

Der Absurdität sind keine Grenzen gesetzt.
 
Ich weiss ja nicht wie das bei euch aussieht, aber bei uns in der Firma musst du zum Hände waschen nicht auf die Toilette gehen.
Das man auf der Toilette nicht versichert ist, teilt einem die BG bei der Schulung eigentlich immer mit.
Nur wird meistens in Firmen nicht von der BG geschult.
 
Das mag sein. Passt aber trotzdem nicht. Man geht ja wärend der Arbeitszeit auf die Toilette. Dann sollte das auch dafür gelten.

Hängt vom Arbeitgeber ab. Bei z.B. Amazon geht man bekanntermaßen nur in den Pausen auf Toilette und ich habe auch schon von Firmen gehört, wo man dazu ausstempeln muss. Es ist eben keine Arbeit und die BG geht letztlich von dem Prinzip aus "macht er das wegen seinem Job oder hätte er es auch so gemacht?". Wenn letzteres der Fall ist: unversichert.

Der Weg zur Toilette ist auch nicht versichert, weil er in der Firma stattfindet oder Teil der Arbeit wäre, sondern weil er als Weg von/zur Arbeit zählt – hättest du nicht arbeiten müssen, hättest du ja den ganzen Tag auf dem Lokus sitzen können und dir somit unmöglich auf dem Weg dahin das Becken brechen können. Also konnte der Unfall nur Geschehen, weil du gearbeitet hast und damit ist er versichert. Die Verrichtung am Ziel dagegen hätte so oder so stattfinden müssen, ist es also nicht. Bei komplexeren Fällen gibt im Zweifel dann meist "unversichert".

Ich habe mir zum Beispiel mal auf dem Weg zur Arbeit das Handgelenk angebrochen und dachte eigentlich, das wäre als Arbeitsweg versichert – war es aber nicht. Weil ich vorher noch kurz bei einem Supermarkt war und dann von dem aus eine Parallelstraße in Richtung Arbeit genommen habe. Damit galt das Ganze als eigenverantwortliches herumschaukeln, denn ich wäre ja ohne meinen privaten Einkauf nie an dieser Straße vorbeigekommen und hätte somit auch nicht da stürzen können – so die Logik der BG. Um versichert zu sein, hätte ich vom Supermarkt erst wieder auf der Hauptverkehrsstraße in Richtung meines normalen direkt-von-zu-Hause-Arbeitsweg radeln müssen und wäre dann von dort aus wieder versichert gewesen. Wegen meine Wahl einer kürzeren, besser ausgebauten, verkehrsärmeren (aber leider ölspurreicheren) Route wurde das ganze zum arbeitsunabhängigen Unfall in Freizeit. (Was glücklicherweise ohne Konsequenzen blieb, weil die Sache innerhalb des Lohnfortzahlungszeitraumes ausgeheilt ist.)
 
Hängt vom Arbeitgeber ab. Bei z.B. Amazon geht man bekanntermaßen nur in den Pausen auf Toilette und ich habe auch schon von Firmen gehört, wo man dazu ausstempeln muss. Es ist eben keine Arbeit und die BG geht letztlich von dem Prinzip aus "macht er das wegen seinem Job oder hätte er es auch so gemacht?". Wenn letzteres der Fall ist: unversichert.
Und was ist wenn man ausserhalb der Pausenzeiten auf Toilette muß? Dann soll man sich in die Hose machen?
 
Ich weiss ja nicht wie das bei euch aussieht, aber bei uns in der Firma musst du zum Hände waschen nicht auf die Toilette gehen.
Das man auf der Toilette nicht versichert ist, teilt einem die BG bei der Schulung eigentlich immer mit.
Nur wird meistens in Firmen nicht von der BG geschult.
Das stimmt. In meiner Ausbildung (relativ großer Industriebetrieb) hat man auf solche Sachen sehr viel Wert gelegt. Da hat man die Azubis im 1. Lehrjahr auch mal auf ein Seminar der BG geschickt. Bei jedem anderen AG danach habe ich nie wieder was davon gehört.
 
Und was ist wenn man ausserhalb der Pausenzeiten auf Toilette muß? Dann soll man sich in die Hose machen?
Ich hab jahrelang Windeln getragen. :ugly:

Ich habe gearbeitet. Projektmaschine. Greifarm hatte meinen Kopf getroffen, da falsch eingestellt. Eine Minute später umgefallen. Der Greifarm wurde als Auslöser identifiziert.
 
Bei z.B. Amazon geht man bekanntermaßen nur in den Pausen auf Toilette und ich habe auch schon von Firmen gehört, wo man dazu ausstempeln muss.

Und was ist wenn man ausserhalb der Pausenzeiten auf Toilette muß? Dann soll man sich in die Hose machen?
Ich kenne da eine kuriose Version einer Partnerfirma von uns (riesiger japanischer Konzern...): Die haben in ihrer Niederlassung in Deutschland Sensoriken/RFIDs in den Türrahmen des Gebäudes. Das dient einerseits zur Zugangskontrolle da nur der richtige Ausweis die richtige Tür entriegelt aber vor allem der Arbeitszeiterfassung. Die Mitarbeiter können sich völlig frei bewegen so lange sie ihre Arbeit erledigen - aber ihre Uhr für bezahlte Arbeitszeit läuft sekundengenau nur dann, wenn sie sich in dem Raum befinden wo ihr Arbeitsplatz ist.
Das Klo zählt da natürlich nicht dazu.

Kurios: Ja, da gibts nen Betriebsrat und ja, die Leute sind mit dem System zufrieden und einverstanden, denn es ist fair und transparent (so transparent dass man es auch als Außenstehender gezeigt bekommt - ich hab mich halt gewundert warum Türrahmen RGB haben :fresse: ).

Ich habe gearbeitet. Projektmaschine. Greifarm hatte meinen Kopf getroffen, da falsch eingestellt. Eine Minute später umgefallen. Der Greifarm wurde als Auslöser identifiziert.
Na dann ists ein klarer Fall (vermeintlich) - dann war die Einwirkung von außen ja klar.

Das stimmt. In meiner Ausbildung (relativ großer Industriebetrieb) hat man auf solche Sachen sehr viel Wert gelegt. Da hat man die Azubis im 1. Lehrjahr auch mal auf ein Seminar der BG geschickt.
Jap - BG-Seminare hab ich auch schon einige mitgemacht (Lengfurt und mehrfach Eppstein) weil mein Arbeitgeber das so wollte. Da gehste auch gerne hin dann, weil man wird nicht dümmer, es ist bezahlte Arbeitszeit und bei der BG gibts generell gutes Essen. :-P
 
Ich kenne da eine kuriose Version einer Partnerfirma von uns (riesiger japanischer Konzern...): Die haben in ihrer Niederlassung in Deutschland Sensoriken/RFIDs in den Türrahmen des Gebäudes. Das dient einerseits zur Zugangskontrolle da nur der richtige Ausweis die richtige Tür entriegelt aber vor allem der Arbeitszeiterfassung. Die Mitarbeiter können sich völlig frei bewegen so lange sie ihre Arbeit erledigen - aber ihre Uhr für bezahlte Arbeitszeit läuft sekundengenau nur dann, wenn sie sich in dem Raum befinden wo ihr Arbeitsplatz ist.
Das Klo zählt da natürlich nicht dazu.

Kurios: Ja, da gibts nen Betriebsrat und ja, die Leute sind mit dem System zufrieden und einverstanden, denn es ist fair und transparent (so transparent dass man es auch als Außenstehender gezeigt bekommt - ich hab mich halt gewundert warum Türrahmen RGB haben :fresse: ).
Das ist ja was anderes und kann man so machen.
Aber nicht vorschreiben wann andere auf die Toilette zu gehen haben. Weil man kann sich nicht aussuchen, wann man den Drang verspürt diese aufzusuchen.

Genauso finde ich es in Ordnung wenn für Raucherpausen abgestempelt wird. Nichtraucher arbeiten in der Zeit ja weiter.
 
Ich kenne da eine kuriose Version einer Partnerfirma von uns (riesiger japanischer Konzern...): Die haben in ihrer Niederlassung in Deutschland Sensoriken/RFIDs in den Türrahmen des Gebäudes. Das dient einerseits zur Zugangskontrolle da nur der richtige Ausweis die richtige Tür entriegelt aber vor allem der Arbeitszeiterfassung. Die Mitarbeiter können sich völlig frei bewegen so lange sie ihre Arbeit erledigen - aber ihre Uhr für bezahlte Arbeitszeit läuft sekundengenau nur dann, wenn sie sich in dem Raum befinden wo ihr Arbeitsplatz ist.
Das Klo zählt da natürlich nicht dazu.

Kurios: Ja, da gibts nen Betriebsrat und ja, die Leute sind mit dem System zufrieden und einverstanden, denn es ist fair und transparent (so transparent dass man es auch als Außenstehender gezeigt bekommt - ich hab mich halt gewundert warum Türrahmen RGB haben :fresse: ).
Beim Lesen musste ich schmunzeln, da doch grad in den letzten Wochen Gespräche auf dem Flur oder an der Kaffemaschine als einer der Gründe gegen mobiles Arbeiten genannt wurden, weil der persönlich Austausch doch ach so wichtig ist. Wenn nun aber die Arbeitszeit nur im eigenen Büro gezählt wird, müssten persönliche Gespräche damit zumindest für einen Teil der Teilnehmen unter "Freizeitaktivität" fallen. Das klingt für mich völlig absurd und nicht nachvollziehbar, warum AN damit zufrieden sind. Hinter der Regelung steckt bestimmt mehr dahinter.
 
Erst es arbeitet nicht jeder im Büro und zweitens kann das System ja auch dahingehend eingestellt werden.
Oder anders herum, warum kann das Gespräch nicht per Telefon oder Video call geführt werden?
Wenn ich meinen Arbeitsbereich verlasse und meine Maschine in der Zeit stehen bleibt, habe ich ein Problem.
 
Ich arbeite im Außendienst,
also, wenn ich mal k ...... muß,
ist das Arbeitszeit.

Durch den Arbeitskräftemangel ist es ruhiger geworden.
Wenn nämlich noch die Letzten gehen,
kann der Chef das Licht endgültig ausmachen ... :D
 
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