Kaaruzo
Volt-Modder(in)
Über unterschiedliche Grade der Legitimation ließe sich sicherlich streiten (ich z.B. würde den US Präsidenten als ausreichend legitimiert betrachten, auch wenn bei knappem Wahlausgang der mit der geringen Anzahl an Wählerstimmen gewinnen kann - aber auch der hat dann eben fast die Hälft der Bevölkerung hinter sich),
Wobei gerade die USA den Sonderfall darstellen, dass man auch mit weniger Stimmen der gewählte Präsident werden kann.
Das letzte Mal geschehen bei der Wahl 2000, wo G.W. Bush mit ca. 500.000 Stimmen weniger Präsident wurde.
Ob man da denn sagen kann, dass das dem Wählerwillen entspricht, ist meiner Meinung nach zumindest fragwürdig.
Aber prinzipiell, natürlich die Wahl in den USA entsprechen demokratischen Gepflogenheiten.
aber ja: Es geht defintiv eine Reihe von amtierenden Staatsoberhäuptern auf der Welt, die nicht durch die Bevölkerung des jeweiligen Landes legitimiert sind.
Absolut.
Die sollte man dann aber auch nicht als "legitimes Staatsoberhaupt" bezeichnen, wie du es hier machst.
Bestes Beispiel, China.
Dort ist aktuell Xi Jinping das Staatsoberhaupt. Gewählt wurde der Mann von seinem Volk natürlich nie. China ist eine Einparteiendiktatur.
Trotzdem kann ich mich nicht erinnern, dass irgendjemand ihm die Legitimation abspricht, China international zu vertreten.
Ergo unterstellen ihm ja offensichtlich die anderen Ländern (jene mit denen China diplomatische Beziehungen unterhält), dass er das Land legitim vertritt.
Assad ist nichts weiter als eine weitere Person in der Region, die die politische Kontrolle für sich allein beansprucht und dass er in der Vergangenheit zeitweilig derjenige mit der größten (eingekauften) militärischen/polizeilichen Macht war, gibt ihm im hier und jetzt genau 0 moralische Boni gegenüber genausowenig legitimierter Konkurrenz, die deinen Worten zu Folge das ""legitime Staatsoberhaupt"" stürzen wollen...
Moralische Boni natürlich nicht. Die hat keine Machthaber in einem der arabischen Länder. Aber meiner Meinung nach, gibt es ihm rechtliche Boni gegenüber den anderen Gruppen.


