Was ist los in Syrien?

Es ist nicht nur Al Quaida bzw IS gegen die er kämpft. Er hat auch sein eigenes Volk abgeschlachtet.
Ja, wie damals die bösen Iraker die die kuwaitischen Frühgeborenen aus dem Brutkasten gerissen haben und dann elendig haben sterben lassen.
Zitat:
"Sie hatte Einfluss auf die öffentliche Debatte über die Notwendigkeit eines militärischen Eingreifens zugunsten Kuwaits und wurde unter anderem vom damaligen US-Präsidenten George H. W. Bush und von Menschenrechtsorganisationen vielfach zitiert. "

Wer meint hier die Wahrheit zu kennen sollte etwas gegen Größenwahn einnehmen.
Wie auch bei den anderen Themen rund um Afghanistan/Irak/Iran etc...
 
Ja, wie damals die bösen Iraker die die kuwaitischen Frühgeborenen aus dem Brutkasten gerissen haben und dann elendig haben sterben lassen.
Zitat:
"Sie hatte Einfluss auf die öffentliche Debatte über die Notwendigkeit eines militärischen Eingreifens zugunsten Kuwaits und wurde unter anderem vom damaligen US-Präsidenten George H. W. Bush und von Menschenrechtsorganisationen vielfach zitiert. "
Das mag ja so sein. Aber streitest du ab das Assad Zivilisten und Krankenhäuser im eigenen Land hat bombardieren lassen?
 
Wieso steigst du auf den Unsinn ein?
Was auch immer in der Presse geschrieben wurde, gibt es irgendeine Berechtigung das Saddam Hussein in Kuwait einmarschiert ist, um sich die Ölvorkommen unter den Nagel zu reissen?

Übrigens hat Assad nicht gegen den IS gekämpft, die Russen schon gleich gar nicht, sondern ihn unterstützt genauso wie die Türkei. Der IS wurde ausschließlich am Boden durch die Kurden bekämpft und aus dem Himmel von den westlichen Alliierten.
 
Übrigens hat Assad nicht gegen den IS gekämpft, die Russen schon gleich gar nicht, sondern ihn unterstützt genauso wie die Türkei. Der IS wurde ausschließlich am Boden durch die Kurden bekämpft und aus dem Himmel von den westlichen Alliierten.
Hmm, ich dachte der IS wäre mit Oppositionstruppen in Syrien verbündet gewesen.
Weil soviel ich weiß die syrische Regierung Unterstützung von dem Iran und Schiiten bekommt. Und die Oppositionellen von Sunniten.
 
"Der IS" ein recht dynamisches Gebilde und nur einzelne Gruppierungen waren zeitweise mit den ebenso unklar definierten Sammelsurium westlicher unterstützter Gruppierungen verbündet, aber nie während sie sich gleichzeitig dem IS zuzählten. Was aber stimmt: Der IS war nie auf Seiten Assads, schließlich sieht er sich als eigener Staat der ausdrücklich Gebiet von der syrischen Regierung erobern und dort syrische durch eigene Strukturen ersetzen möchte. Allerdings hat er damit aus dem Irak kommend und die eher südlich liegenden Wüsten meidend vor allem im kurdischen Teil Syriens begonnen. Über selbigem wiederum hatte Assad ohne große Kampfhandlungen die Kontrolle verloren, weil er lokal viel zu wenig Rückhalt hatte und zu viele Truppen für die aufflammenden Kämpfe in westlichen Regionen brauchte. Deswegen gab es tatsächlich lange Zeit kaum Kämpfe zwischen Assad und IS, genauso wie es vergleichsweise wenige zwischen Assad und Kurden gab, dafür aber viele zwischen IS und Kurden sowie parallel dazu viele zwischen Assad und anderen Aufständischem im Westen. Faktisch war das Gebiet Syriens eine zeitlang in 3,5 Teile geteilt, wobei der kurdische Staat und der IS Krieg miteinander führten, während in Assads Teil Syriens Bürgerkrieg gegen diverse Gruppen herrschte. Aber es gab nicht viel Krieg zwischen dem Assad Teil und dem kurdischen Staat, weil beide beschäftigt waren und keine Aussichten auf Sieg sahen, und es gab kaum Krieg zwischen IS und Assad, weil dazwischen sowieso fast nur Wüste lag und der haben beide keine Priorität gegeben. Außerdem war es Assad sehr recht, dass der IS die Kurden und die Kurden den IS beschäftigt haben - den Feind eines Feindes lässt man erstmal in Ruhe.
 
Schau sich mal einer Erdogans Mine bei Minute 2:02 an, als Ayatollah Chamenei Erdogans Ersuchen um die iranische Billigung für eine neue türkische Militäroffensive, gegen die syrischen Kurden, ablehnt.
Zu herrlich, man merkt richtig wie er darüber innerlich schon ein wenig angefressen sein muss. :D

Die Antwort hätte Erdogan aber auch eigentlich schon vorher klar sein können und die Frage sich somit von Anfang an erübrigt.
Der Iran, welcher ja Assad neben Russland unterstützt, hat kein Interesse daran das die Türkei, welche Assad am liebsten los wäre und sich auch gerne ein paar Teile des syrischen Grenzgebietes als "Einflusszone" sichern würde, verstärkt militärisch dort ihre Interessen verfolgt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm, offenbar knallts wieder in Syrien.

"Mindestens acht Kämpfer sind bei russischen Luftangriffen auf den Stützpunkt einer Dschihadistenmiliz in Syrien getötet worden. Zudem habe es Verletzte gegeben. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London ereigneten sich die Angriffe am frühen Montag in den nordwestlichen Außenbezirken der Stadt Idlib.

Die islamistische Haiat Tahrir al-Scham gilt als eine der am stärksten bewaffneten Gruppen in der Rebellenhochburg Idlib und sie hat Verbindungen zur militant-islamistischen Al-Kaida. In der Provinz lebt ein großer Teil der bewaffneten Opposition Syriens, die das Regime von Präsident Baschar Al-Assad stürzen will."
 
Schau sich mal einer Erdogans Mine bei Minute 2:02 an, als Ayatollah Chamenei Erdogans Ersuchen um die iranische Billigung für eine neue türkische Militäroffensive, gegen die syrischen Kurden, ablehnt.

Glaube kaum das Herr. Erdogan irgendwie eine Billigung braucht um irgendwie ein Vorgehen in Syrien zu starten, schon gar nicht von Iran.

Es gibt dort im Grunde nur zwei Akteure welche die Türkei stoppen können, welches keine anderen außer Russland oder die USA selbst sind.

Iran hat schon vor ein paar Jahren seine Unabhängigkeit an China abgetreten.
 
Lol,

wir sehen gerade einen "Blitzkrieg" in Syrien, es sieht diesmal wirklich so aus als wenn Assad nur noch die Möglichkeit hat nach Russland oder Iran zu fliehen oder am nächsten Laternenpfahl zu baumeln.

Der Iran durch die Hisbollah massiv geschwächt, die Russen haben nichts mehr, alles in der Ukraine und Assads Armee vollkommen auf der Flucht unter zurücklassen sämtlichen intakten Materials.
Ich würde gerne mal wissen, was der die letzten Jahre getrieben hat, das sich seine Armee binnen Tagen/Stunden völlig auflöst?
Aleppo und Homs gefallen, die "Rebellen" auf dem zügigen Vormarsch nach Süden, von Damaskus in die alevitischen Gebiete gibt es nur noch 2 Straßen, die Armee im Norden bei den Kurden so gut wie abgeschnitten, die "strategische und taktische" Karte sieht für Assad völlig schwarz aus, und weder die Russen noch der Iran können ihm wirklich helfen.
Für die Russen und Iraner, lösen sich gerade ein Jahrzehnt "Investitionen" in Luft auf.

Fragt sich nur was danach passiert, die Aleviten und Kurden werden garantiert nicht mit den "türkischen" Rebellen kooperieren, dafür sind die zu nahe an Al Quaida und der Hass zwischen den Gruppierungen zu groß. Die Kurden sind nach wie vor eine militärische Macht und die USA haben Stützpunkte in den Kurdengebieten, die kann "Erdogans" Miliz nicht so einfach angreifen und auch der Kern der Aleviten (in der MAsse Assads Armee) wird ihre Heimatgebiete garantiert nicht einfach unter eine türkische/Al Quaida Kontrolle stellen.
Wenn Assad weg ist, fragt es sich halt wie es weiter geht, für den Staat Syrien ist noch nicht viel gewonnen, nur das Assad wohl ziemlich sicher aus dem Spiel ist und damit der Einfluss des Irans und der Russen weit weniger ins Gewicht fällt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hoffentlich kriegen die den feigen Diktator und Massenmörder Assad zu fassen.
Dann gehört der vor ein Kriegsgericht gestellt.
Aber wie du schon geschrieben hast: man weiß nicht wie es mit dem Land so weiter geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Häää was will man denn?
Die eroberer sollen Terroristen sein.
Assad soll ein Diktator sein.
Europa hat nun Angst vor der nächsten Flüchtlingswelle weil die
Eroberer ein islamischen Staat in Syrien geünden wollen.
Also was soll denn im Syrien passieren, was wollen wir denn?
 
Häää was will man denn?
Die eroberer sollen Terroristen sein.
Assad soll ein Diktator sein.
Europa hat nun Angst vor der nächsten Flüchtlingswelle weil die
Eroberer ein islamischen Staat in Syrien geünden wollen.
"Wir" haben weder die Hardware noch den "Willen" etwas zu wollen, geschweige denn durchzusetzen!

"Die eroberer sollen Terroristen sein."
Darüber herrscht teilweise Einigkeit, da es sich schon eher um sunnitische Fanatiker handelt, die ihren Ursprung bei der Al Quaida hatten, ISIS ist auch noch irgendwie vertreten!
PS: Ich gebe das wieder was man lesen oder z.B. aus der Phoenix Runde mitbekommt.

"Assad soll ein Diktator sein."
Ich glaube daran besteht wirklich kein Zweifel!

"Europa hat nun Angst vor der nächsten Flüchtlingswelle weil die
Eroberer ein islamischen Staat in Syrien geünden wollen."

Noch nicht, der Hass auf Assad ist so groß und Erdogan/Türkei übt so viel Einfluss auf die Rebellen aus, das die sich im Moment als gemäßigt "darstellen" und eher als Befreier gesehen werden. Die Syrer aus dem Libanon setzen sich schon nach Syrien in Bewegung. Was aber passiert wenn Assad weg ist, weiss absolut Niemand. Die Russen und Iraner sind zu schwach, Erdogan nicht mächtig genug gegen Kurden und Aleviten zu kämpfen etc. etc.
Keiner hat Plan von nichts!

"Eroberer ein islamischen Staat in Syrien geünden wollen."
Wenn sie das machen, gibt es die nächste Runde Bürgerkrieg!

Also was soll denn im Syrien passieren, was wollen wir denn?
Wir können viel wollen wenn der Tag lang ist, ohne entsprechende Hardware und auch Willen, unsere "Vorstellungen aktiv durchzusetzen" ist das eher graue Theorie!
 
Lol,

es wird immer "besser" oder eher verworrener, die Kurden haben jetzt auch aktiv eingegriffen und den überaus wichtigen Straßenknotenpunkt Deir ez Zor eingenommen, damit ist der Landweg zu Assad in den Irak und Iran komplett abgeschnitten!
Eigentlich waren die Kurden ja noch bis vor kurzen mit Assad "verbündet", weil sie sich dadurch Schutz vor dem türkischen Militär versprachen.
Nur um das richtig zu verstehen, die Kurden haben die Stadt und Knotenpunkt von der Assad Armee erobert, die sich fluchtartig zurück gezogen hat!
Scheint so als wollten die Kurden auch mal ein paar Faustpfände in die Hand bekommen und Fakten schaffen!

Korrektur zu meinem obigen Post, Aleppo und Hama sind gefallen, Homs nocht nicht, aber es wird schon in den Vororten von Homs gekämpft, damit droht die unmittelbare Gefahr, das die alevitischen Gebiete und die RU Stützpunkte am Mittelmeer komplett abgeschnitten werden.
Die Ereignisse überschlagen sich stündlich!

Newsticker Syrien von NTV!
 
: Ich gebe das wieder was man lesen oder z.B. aus der Phoenix Runde mitbekommt.
Dann hör mal bei der aktuellen Lage der Nation rein, Interview mit Bente Scheller (Böll-Stiftung). Sie hat da einige interessante Ausführungen zur HTS, deren Ursprung einerseits im fundamentalistischen Islam liegt und Verbindungen zu al-Quiada hat, andererseits durch die quasi-Regierungsverantwortung in den letzten Jahren in Idlib eine pragmatische, eher Ausgleichende Politik praktiziert hat, gemacht. Mittlerweile scheint die HTS einen eher "nationalistischen" Kurs zu fahren und zu signalisieren, dass sie ihren Auktionsradius auf Syrien beschränkt. Zudem soll sie einen toleranten Umgang mit den unterschiedlichen ethnischen und religiösen Gruppen pflegen. Dadurch konnte sie auch ihre eigene Position stärken.

Problematischer dürften da akut einige der islamistischen Milizen sein, die von der Türkei unterstützt werden sollen und an der Seite der HTS kämpfen. Zwischen diesen Gruppen und der HTS scheinen jetzt schon Spannungen zu bestehen.

Scheint so als wollten die Kurden auch mal ein paar Faustpfände in die Hand bekommen und Fakten schaffen!-
Zu wünschen wäre es ihnen. Vielleicht schaffen sie es ja so, einen ähnlich Status wie die Kurden im Irak zu sichern. Oder sie bringen die Reste der SDF dadurch in eine gute Position, wenn es nach dem möglichen Fall Assads zu Verhandlungen über die Zukunft Syriens kommen sollte.

Aber die Lage ist und bleibt unübersichtlich, den jetzigen Allianzen ist sicherlich auch nicht zu trauen, gut möglich, dass sich die einzelnen Gruppierungen gegeneinander wenden, sobald der einigende Feind in Form des Assadsregimes weg ist. Und dann sind da auch noch die Interessen der regionalen Mächte, allen voran der Iran und die Türkei.

Am besten wäre ein stabiler Staat.
Das wäre schon sehr viel in einer solchen Region. Nach über 13 Jahren Bürgerkrieg zwischen den ethnischen und religiösen Gruppen, die zeitweise massiv von außen finanziell und militärisch unterstützt wurden, wäre ein halbwegs stabiler Waffenstillstand schon ein Erfolg.

Aber z.Z. fasst das hier es doch ganz gut zusammen:
Keiner hat Plan von nichts!
Ist auch mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie fragil die Lage in einigen Regionen der Welt ist und wie schnell alles ins Rutschen gerät, wenn sich einige Faktoren - hier der Rückzug der Hisbollah bzw. des Irans und der russische Angriffskrieg in der Ukraine - ändern. Jedes Machtvakuum wird gefüllt, sei es durch vorhanden Kräfte (HTS) oder neu enstehende, wie zuvor der IS.
Das lybische Modell ist in seiner Theorie ja gar nicht mal so schlecht, wenn man die Interessen unterschiedlicher Gruppen ausgleichen will/muss. Den Praxistest hat es aber leider nur bedingt bestanden, was aber zum Teil äußerer Einflussnahme - etwas dem Aufrüsten der Hisbollah zu stärksten Streitkraft im Land durch den Iran - und der inneren Lage - allen voran der Korruption und Vetternwirtschaft - geschuldet ist. Da bedingt dann das eine das andere. Aber immerhin konnte das Land nach einem blutigen Bürgerkrieg halbwegs befriedet werden.
 
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Hätten die Russen nicht soviele Ressourcen durch den Ukraine-Krieg verloren und auch noch dort im Einsatz, hätten sie bestimmt schon längst wieder alles kaputt gebombt. Aber so gibt es kaum noch Gegenwehr.
 
Hätten die Russen nicht soviele Ressourcen durch den Ukraine-Krieg verloren und auch noch dort im Einsatz, hätten sie bestimmt schon längst wieder alles kaputt gebombt. Aber so gibt es kaum noch Gegenwehr.
Russland ist Syrien aber als Posten im Nahen Osten wichtig. Ich denke, dass sie Assad nicht aufgeben werden.
 
Russland ist Syrien aber als Posten im Nahen Osten wichtig. Ich denke, dass sie Assad nicht aufgeben werden.
Da gibt es nichts mehr aufzugeben, der Fall ist durch, die Newsticker und selbst die Sozialen Medien kommen kaum hinterher was da stündlich passiert!
Gestern hat Assad Hama verloren, heute stehen die "Rebellen" in Homs, die Kurden haben seine komplette Landverbindung mach Irak und Iran abgeschnitten und im Süden haben sich heute die Drusen "erhoben" und mischen jetzt mit und haben gleich eine große Armeebasis erobert.
Carlo Masala postet das:
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wobei man sagen muss, das es sich dabei bis jetzt um Gerüchte handelt, aber militärisch ist der Fall durch, die Assad Armee kann auch kein militärisches Wunder mehr helfen, geschweige denn, das man weiss wo es herkommen soll!
 
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