hmmm, lustige Disskussion...auf der einen Seite die jenigen, die entweder kein Geld haben oder wenigstens ehrlich zu sich selbst sind.
Auf der anderen Seite stehen die, die entweder genug Asche haben, oder noch viel schlimmer: zur Verfügung gestellt bekommen, bzw Angst haben zu zugeben dass sie auch schonmal ne mp3 gesaugt haben oder auf Lan vom Nachbarn nen Film gesaugt haben.
Zur Kernfrage:
Musik: Mal einen Stunde Radio gehört? Also mir wird da schlecht, weil aktuelle Produktionen aus dem Mainstream so schlecht sind, dass ich mir nicht mal vorstellen kann, dass das auch nur jemand saugen würde, geschweige denn fürn so nen Bullshit Geld ausgibt. An dieser Stelle denke ich, hat die Musik-Industrie klar am Ziel vorbeigeschossen:
Nicht die bösen Tauschbörsen sind der Grund warum die Absatzzahlen sinken, sondern weil die gebotene Qualität so schlecht ist, dass es einfach keiner haben will! Oder hat jemand schonmal gehört, dass die Plattenfirma einer nicht-Mainstream-Band sich beschwert hat, dass keiner mehr was kauft? Nicht wirklich, warum?
Weil die Fans guter Bands auf deren Konzerte gehen und sich "gute" Alben auch mal für 30€ kaufen!-->siehe Post auf Seite 2 die Onkelz betreffend.
Außerdem: Wozu sollte ich mir für nen Haufen Geld ein schlechtes Cover aus den Charts kaufen, wenn Papa im CD-Regal sowieso dass um längen bessere Original stehen hat?
Filme:
Eigentlich das gleiche wie mit der Musik: Überwiegend völliger Schrott und die wenigen, wirklich guten Filme, werden sowohl von sehr vielen Leuten im Kino geschaut und bei Gefallen später auch auf DVD erworben. Da die breite Masse aktueller Filme wie gesagt aber unter die Kategorie Schrott fällt, ist auch hier die Variante:"Die bösen Tauschbörsen sind schuld" falsch. Lieber Qualität als Quantität.
Spiele:
Relativ heikel, an dieser Stelle möchte ich anmerken: Ich kauf mir generell keine Spiele bevor ich sie nicht gespielt habe. Wenn selbiges erledigt ist, entscheidet meine Eindruck von dem Spiel ob es gekauft wird.(Bsp Crysis: Bis etwa zur Hälfte der Story war ich fest davon überzeugt dass ich es mir kaufen würde. Nachdem ich durch war, hatte sich die Sache erledigt->Story nicht belohnens-wert).
Ferner finde ich es eine Frechheit, dass Spiele in Deutschland nur Cut ohne Original-Ton erscheinen.
Für Leute wie mich gibts da nur 2 Möglichkeiten: Saugen oder in USA bestellen, wobei letzteres auf Grund exorbitanter Versandkosten ein teures Verknügen ist. (ich spiele CoD4 & CoD2 in der Original-Fassung, weil mir bei der deutschen Syncro schlecht wird!Gilt natürlich auch für UT3. Alle 3 Games habe ich original zu Hause stehen, jedoch war noch nie eine der DVDs in meinem Laufwerk)
Zum Thema Bugs lasse ich mich nicht weiter aus, das wurde schon zur Genüge getan!
Software:
Kann mir mal einer erklären, was 1500€ für ne Vollversion Photoshop rechtfertigt? Oder 50€ fürs Nero Paket, wobei ich bei letzterem nur die Brennfunktion haben will? Oder 180€ für Vista Ultimate--->gerade dafür???
An dieser Stelle ist es auch interessant:
Der Software-Absatz schwindet meiner Meinung nach definitiv nicht, weil die Leute gerne Emule benutzen, sondern weil sie in einigen Fällen völlig überteuert ist! Ein anderer Grund ist definitiv, der wachsende Markt an ebenbürtigen OpenSource Lösungen. Siehe hier als Super Beispiel OpenOffice:
Kombatibel zu allen Möglichen Office Programmen, sei es nun Office97, Office2000, Office für MAC, Works, Drittanbieter-Lösungen
Als gegenstück dazu gibts unter anderem die gerade aufgeführten Varianten für viel Geld, die nur zu sich selbst kombatibel sind und dabei teuer sind.
Konsequenz: Ich nehme OpenOffice, das ist kostenlos, frisst nur halb soviel Speicherplatz und kann mit allen Formaten, die ich per Email oder was weis ich woher bekomme, etwas anfangen.
Fazit: Die Medien-Industrie schiebt sinkende Absätze, bei gleichzeitig steigenden Milliarden-Gewinnen auf die bösen Downloader, Filesharer, Cracker etc. und übersieht dabei völlig, dass in vielen Fällen der wirklich Schuldige nur 30cm weit vom Spiegel entfernt steht, monatlich hunderttausende kassiert und Musik, Filme, Software oder Spiele für den Markt freigibt(stark vereinfacht ausgedrückt)
Natürlich entstehen Verluste durch illegales Filesharing, allerdings bei weitem nicht so gravierende wie immer propagiert wird und vor allem nicht Hauptsächlich dadurch.
Ich denke, wenn jemandem ein Spiel, ein Film, ein Programm, ein Album gefällt, sollte derjenige auch die Urheber für ihren Aufwand entschädigen. Wenn es sich allerdings wie heut zu Tage in vielen Fällen nur um Digitalen Müll handelt, gönne ich es den Verantworlichen dass sie Verluste machen.
PS: Damit die Sache nicht falsch verstanden wird: Ich habe wie bereits erwähnt alle Spiele, Filme und Alben die mir zugesagt haben als Original im Schrank stehen. Für Software gilt das gleiche. Das ändert jedoch nix daran, dass es Aber-Millionen Medien gibt, die ich zwar mal "getestet" habe, welche aber nie in meinem Schrank stehen werden!
mfg