Jallo alle zusammen.
Ich muss sagen, Ion, du hast da einen sehr schönen Artikel auf die Beine gestellt.
Da eine Beantwortung der gestellten Frage etwas offen geblieben ist, verzeihst du mir bitte, wenn ich eine These zur Beantwortung aufstelle.
Die These:
Der Mensch ist letztendlich ein Tier welches mit der Methode nach "Zuckerbrot und Peitsche" lernt und aus Erfolgen neue Energie für weitere meißt größere Vorhaben schöpft.
Dabei müssen die Erfolge aber nicht nur da sein sondern auch für den Ausführenden und Außenstehenden erkennbar sein.
(Meiner Meinung nach wurden deshalb auch alle möglichen Erfolgssystheme in Spiele und Online-Plattformen integriert.)
Der Werdegang eines Menschen und antreibende Erfolge:
Kleinkindalter= lernen der Sprache, Gesellschafftstypischen Verhaltensweisen, Bewegung etc. = Belohnung durch die Eltern in Form von Worten, Mimik, Gestik und eventuell einem Eis ^^ (Die Eltern sind im Kleinkindalter die wichtigste Bezugsperson und damit der ausschlaggebende, antreibende Faktor bei der Bewältigung neuer Aufgaben)
Vorschulalter und Grundschule= lernen des Umgangs mit anderen Menschen (man wird von diesen selbst belohnt, da sie hoffentlich auch nett zu einem selbst sind. Bsp.: teilen von Spielzeug im Kindergarten etc.) ; lernen der Schrift und anderen Sachen in der Schule (Belohnung durch Lehrer und Mitschüler, da zweitere einen mehr Respektieren und man an Ansehen gewinnt. Dies ist für einen selbst und nach außen sichtbar und treibt einen wortwörtlich zu Höchstleistungen an)
Teenager (jetzt wirds kompliziert) = Materielles rückt in den Vordergrund (Die Kinder wachsen nicht mehr so schnell, worauf hin die Eltern, wenn sie die Mittel haben, auch mal in Markenklamotten investieren. Man bekommt sein erstes teureres Fahrrad etc. . Man vergleicht sich mit anderen.) Die "Erfolgsquote" sinkt in dieser Hinsicht. Man braucht andere Erfolgserlebnisse. Strengt sich mehr in der Schule an und wird als "Streber" abgestempelt. Dementsprechend werden auch hier weniger Erfolge verbucht. Der Freundeskreis dezimiert sich.
Bis auf die schulischen Leistungen hat man auch kaum noch antreibende Erfolgserlebnisse, die durch die Eltern honoriert werden.
Einige spitzen in diesem Alter stellen Führerscheine und Fahrzeuge dar, die das Ansehen gegenüber dritten anheben und kurzfristig einen Erfolg darstellen bis das restliche Umfeld nachgezogen hat.
Nun ist der Mensch gezwungen auf etwas auszuweichen was einen garantierten Erfolg verspricht. Die sportlichen melden sich in Vereinen an und die "Nerds"... tja ^^... sie widmen sich mehr und mehr ihrem "Baby" was von diversen anderen (Uns) mit Lob und staunen tolleriert wird. Auch hier ist dementsprechend das Feedback des Umfelds der antreibende Punkt, welches den entsprechenden Menschen dazu veranlasst immer besser werden zu wollen. Dies fängt klein an und endet in einem Tripple-Titan-SLI-Verbund

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Es ist sehr wahrscheinlich, das man beobachten kann, das nicht so "erfolgreiche" sich recht schnell wider aus dem jeweiligen Umfeld zurück ziehen und wo anders Bestätigung suchen.
Erwachsenenalter und älter = Der Job und die Karriere rücken in den Vordergrund genauso wie soziale (Ver)Bindungen = Man kann gegenüber erfolgreichen Berufstätigen nur noch Punkten indem man auch seine eigene Karriere voran treibt. = Hobbys stellen meißt nur noch einen Zeitvertreib und eine Abwechslung zum Alltag dar. Es ist weder die Zeit noch das Geld vorhanden sein Hobby zu perfektionieren. Weiterhin wäre es für den jeweiligen Sinnlos, da es nicht von Dritten honoriert bzw erkannt wird.
Die These zusammengefasst:
Es müssen (sollten wenn möglich) Ultradetails sein um einen Erfolg zu generieren, der entsprechend von der Gesellschafft und dem Umfeld honoriert und anerkannt wird. Es ist letztendlich eine Kompensation von mangelnden Erfolgserlebnissen. Sei es mit familiären Hintergrund oder einem aus dem Freundeskreis oder Schule, welche temporär hauptsächlich im Teenager- und frühem Erwachsenenalter zu finden ist.
Anmerkung
Es ist eine These und kein Schubladendenken. Keiner braucht sich dadurch verletzt fühlen, weil es wie überall Ausnahmen (mehr oder weniger) gibt und es wie gesagt nur eine These (faktisch formulierte Annahme) ist.
LG Deeron