AW: WaKü***Quatsch***Thread
@VJoe:
1. Wakü-Pumpen sind definitiv ungeregelte Pumpen, sicher kann man mit den Steuerungen einiges anstellen,
aber den Funktionumfang geregelten Pumpe hat man nicht. Wakü-Pumpen sind halt nur Spielzeug.
Was will man auch in einer Wakü groß regeln, dazu bedarf es weiterer Infos, Rohrnetz-, Kältebedarfs-, Widerstandsberechnungen, etc.
Deshalb hab ich ja extra auf die AS-XT als Gegenbeispiel hingewiesen

. Das ist eine geregelte Pumpe ohne extra Steuerung - genaue wie bei einer Grundfos Magna 3 kannst du auch die auch selbsttätig regeln lassen auch die sucht sich ihren optimalen Arbeitspunkt selbst. Das läuft bei kleinen Pumpen grundsätzlich nicht anders als bei großen

. Von daher ist eine Wakü-Pumpe nur kleiner und weniger leistungsfähig. Spielzeug ist eine Wakü-Pumpe nur wegen ihres Verwendungszwecks im Hobby-Bereich - aber nicht wegen der grundlegenden Technik. Eine Kreiselpumpe an sich ist zunächst mal immer nur ein Motor mit einem Flügelrad in einem Spiralgehäuse. Die Regelung ist immer nachgeschaltet (ob nun im Pumpengehäuse oder außerhalb). Das gilt für alle Größen- und Leistungsklassen.
Deiner Auflistung entnehme ich, dass du vermutlich Kältetechniker oder Heizungsbauer bist. Dass man für vernünftige Regelung und Auslegung der Pumpen im Bereich der Kälte- oder Heiztechnik wie auch für große Wärme-/Kältenetze etwas mehr input braucht als für einen simplen Wakü-Kreislauf, um die Pumpen optimal auszuregeln ist nichts Neues. Nur weil man diese Infos aber bei einer Wakü nicht hat, heißt das nicht, dass man auch eine kleine Wakü-Pumpe nicht grundsätzlich nach bestimmten Zielgrößen regeln könnte. Eine Wakü ist eben auch viel einfacher aufgebaut - da ändert sich der Widerstand des Kreislaufs nicht (zumindest nicht nennenswert, wenn man mal von der Temperaturabhängigkeit der Viskosität und möglichen Verstopfungen in Kühlern absieht). Darüber dass es bei bei einer Wakü-Pumpe im Normalfall nicht sinnvoll ist sie nach irgendeiner variablen Zielgröße zu regeln, sind wir einer Meinung

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2. Die Xylem-Kennlinie ist schlecht dargestellt und es fehlen Infos, kein Wunder bei dem Hersteller.
Dass Laing inzwischen Xylem heißt macht die Pumpen nicht schlechter

. Die Kennlinie zeigt alles was nötig ist um die Eignung der Pumpe für gegebene Kreisläufe festzustellen und mehr soll sie denke ich auch nicht bieten. Mehr braucht man auch nicht zwingend. Dass du von den Pumpenherstellern mit denen du es normalerweise Weise zu tun hast mehr Infos gewohnt bist, sollte dich nicht dazu verleiten, Pumpen aus gänzlich anderen Anwendungen grundsätzlich als Spielzeug abzutun. Ich kann dir von mehrstufigen Kreiselpumpen im MW-Bereich, die im thermischen Grenzbereich betrieben werden, berichten bei denen das das was du üblicher Weise von den Pumpenherstellern die du als Referenz heran ziehst, lächerlich wirkt. Gegen solche Pumpen wirkt das was du hier als das Non-Plus-Ultra darstellst auch wie Spielzeug. Nur weil etwas kleiner, leistungsschwächer oder eben einfach für andere Einsatzzwecke gemacht ist, ist es also noch lange nicht schlechter

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3. Es gibt Pumpen die genau ihre Förderhöhe und den Volumenstrom anzeigen (z.B. Grundfos Magna 3), zudem regelt die sich selber.
Wenn z.B. der Widerstand in der Anlage zu groß ist, regelt sie sich selber runter oder schaltet ab.
Da erzählst du mir nichts Neues. Hab erst kürzlich die Inbetriebnahme von drei dieser netten Pümpchen überwacht

. Wenn du dich aber darauf fixierst, ist das wie gesagt nur ein sehr beschränkter Horizont - es gibt noch viel höher entwickelte und kompliziertere Pumpen. Die Frage ist immer: Was braucht man für den jeweiligen Zweck? Für eine Wakü mit ihrem invariablen linearen Kreislauf ohne Vermaschung und Regelventile würde man mit solchen Pumpen mit Kanonen auf Spatzen schießen, aber selbst das ist prinzipiell ohne externe Regelung möglich, wenn man will (siehe AS-XT).
Genug der Fachsimpelei, ich will hier keinen langweilen.
Das wird wohl besser sein - obwohl das Thema an sich keineswegs langweilig ist

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Edit:
sagmta ne ganz andere frage... gibt ja diese dual pumpen (also 2 pumpen mithilfe des deckels zu einer zusammengefasst)... haben die eigentlich nur dne sin bei gleicher drehzahl durch 2 pumpen mehr förderleistung/druck zu haben oder macht das absolut keinen unterschied?
wenns keinen unterschied macht, worin liegt dann der sinn des ganzen?
Sinnvoll sind Dual- oder gar Tripel-Wakü-Pumpen in der Regel nicht besonders, aber sie machen halt was her, weshalb man ab und zu welche im Einsatz sieht. Natürlich kann man auch gewisse Vorteile ableiten, die für die jeweiligen Nutzer entweder echtes Argument oder auch nur Rechtfertigung für den bewussten overkill sind.
Folgendes kann man einer Dual-Pumpe z.B. zu Gute halten:
1.) Durch die zweite Pumpe erhält man Redundanz. Im Falle dass eine der Pumpen ausfällt, arbeitet die zweite weiter. Für Sicherheitsfetischisten die den Abschaltmechanismen ihrer Hardware nicht vertrauen mag das durchaus ein wichtiger Grund sein. Früher, als die Hardwareabschaltung noch nicht Standard war, ist das noch etwas wichtiger gewesen und natürlich erhöht man so für Maschinen die im Dauerbetrieb so auch grundsätzlich die Verfügbarkeit.
2.) Man kann die Pumpen unter einem Dual-Deckel beide auf sehr leises Laufgeräusch herunter drosseln, erhält aber merklich mehr Druck am Pumpenausgang als das bei einer einzelnen ebenso stark gedrosselten Pumpe möglich wäre. Nun hat man zwar zwei Geräuschquellen, aber es kann durchaus sein, dass diese in Summe immer noch leiser sind als wenn man eine Einzelpumpe so weit hoch regelt, dass sie am Ausgang den gleichen Druck zu Verfügung stellt. Das ist also der Argumentationspfad pro Multi-Pumpensetup für Silent-Fetischisten. Das wäre auch die Methode die für dich am ehesten in Frage käme, wenn du das versuchen möchtest, aber ich kann dir versichern, dass du keinen wirklich relevanten Vorteil daraus ziehen wirst.
3.) Wenn man mehrere Pumpen bei hoher Drehzahl in Reihe schaltet kann man am Pumpenausgang einen höheren Druck nutzen als bei einer solchen Pumpe allein. Dementsprechend kann man bei gegebenem Widerstand auch höheren Durchfluss erreichen. Die Kennlinien addieren sich dabei. So lässt sich in einem gegebenen Kreislauf der Durchfluss über das Maß erhöhen, was mit einer einzelnen Pumpe möglich wäre. Das ist die Argumentation der unverbesserlichen HighFlow Fanatiker, denen Vernunft meist ziemlich am Allerwertesten vorbei geht. In extrem umfangreichen und restriktiven Kreisläufen könnte man dieser Argumentation zwar auch eine gewisse Sinnhaftigkeit abseits von hohen Zahlen auf dem Durchflussdisplay zubilligen, aber solche Kreisläufe sind die absolute Ausnahme. In den allermeisten Setups mit Doppelpumpen, kann man das deshalb kaum als vernünftiges Argument gelten lassen.
4.) Optik: Zwei oder drei Pumpen machen halt was her - und wenn man sie schon aus optischen Gründen einbaut, sollten sie natürlich auch eingebunden sein. Ein sehr oberflächliches Argument für Multi-Pumpen-Setups, aber manche stehen eben drauf.