[Wahl April 2010] Monatliche Community-Bundestagswahl

Welche Partei würdet Ihr diesen Monat wählen?

  • SPD

    Stimmen: 16 13,4%
  • Union

    Stimmen: 5 4,2%
  • FDP

    Stimmen: 8 6,7%
  • Die Linke

    Stimmen: 15 12,6%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 46 38,7%
  • Die Grünen

    Stimmen: 13 10,9%
  • Sonstige

    Stimmen: 6 5,0%
  • Enthaltung/gehe nicht wählen

    Stimmen: 10 8,4%

  • Umfrageteilnehmer
    119
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Interessant find ich auch, dass ständig behauptet wird, Sozialismus wäre technologisch Rückständig. Das mag vlt. für die allermeisten bisherigen Länder stimmen, das liegt aber weniger am Sozialismus, sondern mehr an den großen Ausgaben für Rüstung und Armeen. Die sind in der Sowjetunion nur angefallen, weil die USA ständig Machtspielchen treiben musste. Das System hätte sicherlich wesentlich besser funktioniert, wenn man nicht riesige Beträge auf Staatskosten für Militär ausgegeben hätte.

Außerdem muss man ja nicht unbedingt absolute Enteignung und Verstaatlichung pflegen. Man kann sich sicherlich an der Marktwirtschaft ausrichten, aber mit wesentlich mehr sozialen Aspekten.
 
(...)das liegt aber weniger am Sozialismus, sondern mehr an den großen Ausgaben für Rüstung und Armeen. Die sind in der Sowjetunion nur angefallen, weil die USA ständig Machtspielchen treiben musste.

Noe. Bei konservativer und / oder konsequenter Auslegung der Lehren von Marx & Co. ist der Sozialismus eine Transitionsphase auf dem Weg zum Kommunismus, der den Kapitalismus ueberwinden muss. Und zwar notfalls gewaltsam. Insoweit ist Ruestung weniger von "Machtspielchen" aufgezwungen (die "Machtspielchen" zwischen zuerst Russland und USA, spaeter Warschauer Pakt und NATO, haben ihren Anfang uebrigens mit der Isolation Westberlins genommen) als vielmehr der fatalen Logik des zwingenden Systemendsieges geschuldet. Und weil selbst Linke den Rubel nur einmal ausgeben koennen, baut man eben entweder einen Panzer oder ein Haus, aber nicht beides.

P.S. Gerade die selige Sowjetunion ist kein glueckliches Beispiel fuer den sog. Sozialismus. Waehrend ein FDP-Vorsitzender Pruegel fuer die Meinung bezieht, man duerfe Sozialpolitik nicht auf die Hoehe von Transferleistungen reduzieren, stammt von einem gewissen Herrn Lenin folgendes Zitat: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen".
 
Wobei man auch zwischen den Typen des Kommunismus/Sozialismus unterscheiden muss.Der(marxistische-)Kommunismus wurde in der Geschichte nicht wirklich ausgeführt.

In der Sowjetunion unterscheidet man zwischen dem lenistischen,-trotzkiistischen-und stalinistischen-Kommunismus.
Keiner der drei stimmt 1:1 mit dem Kommunistischem Manifest überein(im Gegensatz z.B des Parteiprogramms der KPD).

Lenins Theorie entspircht am ehesten der Theorien Marx und Engels.

Trotzki kommt Lenin sehr nahe.

Wo hingegen Stalin sozialistisch ist und eher der rechten Schiene zugehört.

Wobei man bei Lenin auch nichts 100% sagen kann,da jedes kommunistische Land in der Anfangszeit eine Kapitalistische Phase durchmacht.




Warum soll ein Kommunistisches Land technologisch Rückständig sein?

Der Kommunismus ist links und das ist Progresiv.Und die Sowjets waren in Sachen Atombombenbau und Raumfahrt ja nicht wirklich Rückständig ;)
 
Ja aber die DDR hats wohl nich wirklich gebacken gekricht, mal ordentliche Autos oder sonstige Maschinen zu entwickeln. Darauf war meine Aussage oben bezogen.
@JePe: Ja natürlich, bei "konservativer" Auslegung stimmt das teilweise. Aber ich bezog mich oben nicht auf diese Auslegung, sondern eine Mildere, also ein Kompromiss aus Kapitalismus und Sozialismus/Kommunismus.
 
- (langfristig) zukunftstaugliche Wirtschaftskonzepte
Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: "zukunftstaugliche Wirtschaftskonzepte". Das ist nichts anderes als die Feindschaft zum Kapitalismus, die Ablehnung von diesem. Der Ökomarxismus den unsere Grünen predigen, ist folglich nichts weiter als eine Fortsetzung von dem was die roten Brüder in früheren Zeiten getrieben haben, nur jetzt halt mit einem neuen Anstrich.

- zukunftstaugliche Konzepte zur Ressourcennutzung
Es ist nicht Aufgabe des Staates vorzuschreiben, wie Ressourcen genutzt werden sollen.
Aber das ist ja auch wieder der Punkt, wo sich die antikapitalistische und somit freiheitsfeindliche(ohne wirtschaftliche Freiheit kann und wird es auch keine persönliche Freiheit geben) Gesinnung von unseren Ökomarxisten zeigt.
Zumal sie bis heute nicht die Frage beantwortet haben, für wen wir die erschöpfbaren Rohstoffe denn bitte bewahren sollen. Denn was zukünftige Generationen benötigen, welche ganz andere Bedürfnisse, Technologien und Ressourcen haben werden, wissen wir nicht. Vor 100 Jahren konnte man nicht ahnen, das heutzutage Kunststoffe, Antibiotika, Fernseher und Computer genutzt werden. Wäre es also für uns vorteilhaft, wenn man damals z.B. auf die Nutzung von Kupfer verzichtet hätte? Ein heutiges Glasfaserkabel, hergestellt aus einigen Kilo Quarzsand, den es im Überfluß gibt, ersetzt eine Tonne Kupferkabel.
Keiner von uns weis, welche Technologien irgendwann in einhundert Jahren existieren werden.
Folglich leugnen die Grünen die Möglichkeit eines Fortschritts in Wissenschaft und Technik. Wenn es nach ihnen geht, wird die Welt mindestens auf den derzeitigen Stand der Dinge eingefroren werden, am ehesten aber in eine vorindustrielle Zeit zurückgeworfen. Die Ideologie ist folglich nichts weiter als eine fortschritts -und wissenschaftsfeindliche Ideologie(die sich u.a. auch an ihrer Einstellung zu der Gentechnik zeigt), die mit einer Wissensgesellschaft unvereinbar ist.

Tjo, das ist ein bißchen schwer, seitdem so ein paar Liberale der Meinung waren, dass Macht&Kontrolle doch viel besser in die Hände der Geldgeilen gehört, nicht in die Hand des Staates.
Denn Allgemein -und Populismusplatz hast du dir damit sicher. Glückwunsch!
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hat denn die wirtschaftliche Freiheit mit der Freiheit der pers. Entfaltung, der Meinung, Bewegung, Bildung, Information und Privatsphäre zu tun?:huh:
Persönliche Freiheiten konnten noch nie bestehen, wenn es nicht auch wirtschaftliche Freiheit gab oder warum gab es bisher persönliche Freiheit nur in kapitalistischen Staaten, nicht aber im real existierendem Sozialismus sowie anderstweitig kollektivistische Staaten? Zumal wirtschaftliche Freiheit auch sehr sehr viel mit dem von dir genannten Punkt der persönlichen Entfaltung zu tun hat.

Noe. Bei konservativer und / oder konsequenter Auslegung der Lehren von Marx & Co. ist der Sozialismus eine Transitionsphase auf dem Weg zum Kommunismus, der den Kapitalismus ueberwinden muss. Und zwar notfalls gewaltsam.
Zumal niemand behaupten kann, das der menschenfeindliche Charakter des Sozialismus nicht schon frühzeitig erkennbar gewesen wäre. Denn an Warnungen vor ihm hat es nicht gefehlt. Um dazu mal Friedrich Nietzsche zu zitieren:
"Der Sozialismus ist der phantastische jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus, den er beerben will; seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reaktionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur je der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, daß er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt: als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt ... er braucht die alleruntertänigste Niederwerfung aller Bürger vor dem unbedingten Staat, wie niemals etwas Gleiches existiert hat; und da er nicht einmal auf die alte religiöse Pietät gegen den Staat mehr rechnen darf, vielmehr an deren Beseitigung unwillkürlich fortwährend arbeiten muß ... so kann er sich nur auf kurze Zeiten, durch den äußersten Terrorismus, hier und da einmal auf Existenz Hoffnung machen. Deshalb bereitet er sich im stillen zu Schreckensherrschaften vor und treibt den halbgebildeten Massen das Wort 'Gerechtigkeit' wie einen Nagel in den Kopf, um sie ihres Verstandes völlig zu berauben ... und ihnen für das böse Spiel, das sie spielen sollen, ein gutes Gewissen zu schaffen."
Ähnlicher Fall: Nach meiner Beobachtung sind in der DDR keine Autobahnen verkommen. Die waren eigentlich sogar in einem Zustand, den man sich in manch altem Bundesland wünschen würde.
Das kann ich so nicht bestätigen. Mit Ausnahme der Transitstrecke, welche mit Geld vom Westen in Schuss gehalten wurde, war bei den übrigen Strecken Schmalhans Küchenmeister. Das fing bei der Verwendung minderwertiger Rohstoffe an und ging hin zu Einsparungen aus Kostengründen beim Unterbau. Bestes Beispiel dafür war die Neubaustrecke zwischen Berlin und Rostock, wo man Plattenverschiebung/senkung im Kleinen beobachten konnte. Mit dem Eisenbahnnetz sah es nicht besser aus. Hier in Thüringen mit dem Zug von Erfurt nach Mühlhausen rund 3h, heute braucht der RB etwas mehr als 1h, bei gleicher Streckenführung und ebenso vielen Halten.
Interessant dazu auch: http://www.w311.info/viewtopic.php?f=12&t=1127
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Linke.

@alle die Piratenpartei gewählt haben:Die Piratenpartei verfolgt keine sozialen,wirtschaftliche oder wissenschaftliche Ziele;das selbe gilt für die NPD.
 
Ähnlicher Fall: Nach meiner Beobachtung sind in der DDR keine Autobahnen verkommen. Die waren eigentlich sogar in einem Zustand, den man sich in manch altem Bundesland wünschen würde. Der Haken war nur, dass sie immer noch den gleichen Aufbau hatten, wie im 3. Reich (z.T. waren es sogar die gleichen...) und der war zwar sehr robust, aber eben für <<100km/h ausgelegt. (also dem Tempo, dass man auf deutschen Autobahnen real fahren kann...)

Ich glaube kaum, dass sich auch nur ein Westbundesland so eine Autobahn gewünscht hätte, auf der man nicht wirklich schnell fahren kann :schief:
Und was du da ansprichst ist doch eig. der verkommen Zustand, da man die Autobahnen einfach auf einem Vorkriegsstad belassen hat, anstatts sie vernünftig von Grund auf zu sanieren.... klar für trabis reichts vielleicht :ugly:
Aber für unsere Verhältnisse imo nicht zu gebrauchen vorallem nicht in dem maße.... wenn mal ein paar kleine abschnitte noch plattenautobahnen sind ist das ja noch in ordnung... solang das nicht zur Gewohnheit wird.


Personen, die vom aktuellen System Honig ums Maul geschmiert bekommen, wählen typischerweise keine Parteien, die das aktuelle System umbauen wollen...

Honig ums Maul bekommt man sicherlich momentan von keiner Partei geschmiert...
Seh ich zumindest so, da mir keine der Parteien mit ihrem Programm wirklich zusagt.
Ist halt wie die Wahl zwischen Pest und Cholera :daumen2:
Und die Linke ist übertrifft die beiden Krankheiten mit ihrem Konzept noch um ein vielfaches....
Aber wenn du unser Land gerne am Abgrund siehst... wähl sie halt..

mfg

Bärenmarke
 
Die Linke.

@alle die Piratenpartei gewählt haben:Die Piratenpartei verfolgt keine sozialen,wirtschaftliche oder wissenschaftliche Ziele

Erst informieren, dann kritisieren.

soziale Ziele:
- kurzfristige, in NRW umsetzbare Veränderungen, um den Druck auf Hartz IV-Empfänger zu mindern => Vorbereitung für Änderungen von Hart IV hin zu einer allgemeinen Grundsicherung im Sinne der sozialen Marktwirtschaft
- Modellversuch für die kostenlose Nutzung des ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehrs) mit wissenschaftlicher Begleitung.
- Förderung von Subkulturen
- Lehrmittelfreiheit für Hartz IV-Empfänger
- Personalrat-freundliche Reformierung des Personalvertretungsgesetzes

wirtschaftliche Ziele:
- Vereinfachung von Mitarbeiter-Anmeldungen
- Sammelformulare für Unternehmen, statt lauter einzelne Amtsgänge
- keine Zwangsmitgliedschaft in Kammern und Verbänden mehr
- Schonungslose Offenlegung der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage der WestLB und geg.falls Ausstieg des Landes aus der WestLB
- Ablehnung hochriskanter Spekulationen im Namen und zu Lasten des Steuerzahlers => Ausstieg aus dem so genannten "Cross Border Leasing" und ein Verbot von ähnlichen Konzepten.
- Öffentliche Listen von Landesgeldern und den dazugehörigen Verträgen
- Verbot von Gesetzestexten aus Lobbyisten-Feder bzw. strenge, öffentliche Kontrolle dessen
- Offenlegung von großen Landesausgaben und -verträgen
- Wirtschaftliche Sperrfristen für Politiker nach Ablauf ihrer Amtszeit
- Öffentliche Listen von Landesgeldern und den dazugehörigen Verträgen

wissenschaftliche Ziele:
- Bekenntnis zum umfassenden Bildungsbegriff => freie universitäre Forschung ohne Kopplung an Bedarf der Wirtschaft
- Innovationshemmendes Patentwesen reformieren:
--- Initiierung einer Studie über den ökonomischen Einfluß pharmazeutischer Patente, verglichen mit andern Systemen zur Finanzierung medizinischer Forschung und Alternativen zum gegenwärtigen System.
--- keine Patente auf Pflanzen und Tiere => uneingeschränktes 'Nachbaurecht'
--- Keine Trivial- und Software-Patente
--- Keine Patente auf Geschäftsideen


Alles nur im Überfliegen zusammengetragen von piratenpartei-nrw.de ...
 
Ich will mal sehen wie eine so junge Partei in einem deutschen Parlament gegen die ganzen geübten Redner der anderen Parteien anstinken will ;) Mag sein, dass die zwar nur labern ohne Inhalt, aber darin sind sie gut. Also soll sich die PP etwas Zeit lassen. Die werden schon noch in Parlamente einziehen.
 
Interessant find ich auch, dass ständig behauptet wird, Sozialismus wäre technologisch Rückständig. Das mag vlt. für die allermeisten bisherigen Länder stimmen, das liegt aber weniger am Sozialismus, sondern mehr an den großen Ausgaben für Rüstung und Armeen. Die sind in der Sowjetunion nur angefallen, weil die USA ständig Machtspielchen treiben musste.

Zum Spielen gehören zwei Leute, die mitspielen.

Das System hätte sicherlich wesentlich besser funktioniert, wenn man nicht riesige Beträge auf Staatskosten für Militär ausgegeben hätte.

Sicherlich. Die Liste der Dinge "ohne die das System besser funktioniert hätte", ist lang. Solange man aber keinen Weg findet, diese Dinge zu beheben (und die Rüstung ist imho der kleinste Punkt), ist und bleibt das System unterlegen. Und allgemeine Unterlegenheit kann sich eben z.B. in mangelndem technologischen Fortschritt äußern.

Außerdem muss man ja nicht unbedingt absolute Enteignung und Verstaatlichung pflegen. Man kann sich sicherlich an der Marktwirtschaft ausrichten, aber mit wesentlich mehr sozialen Aspekten.

Die Überführung von Betrieben in staatliche Kontrolle ist eines der zentralen Elemente des Sozialismusses. Man mag sich andere soziale Konzepte vorstellen können, aber das wäre dann eben kein Sozialismus, sondern was neues. (obs auch was praktikableres wäre, bleibt abzuwarten.


Und zwar notfalls gewaltsam.

Aber nicht (zwangsläufig) im Rahmen der Außenpolitik, sondern nur in Form nationaler Revolutionen. Daraus kann ein Staat, der bereits kommunistisch/sozialistisch ist, keine Grundlage für Aufrüstung konstruieren. (Hat die UdSSR afaik auch nie gemacht)

(die "Machtspielchen" zwischen zuerst Russland und USA, spaeter Warschauer Pakt und NATO, haben ihren Anfang uebrigens mit der Isolation Westberlins genommen)

Die ihren Anfang in der Gründung "Westdeuschlands" hatte... (*endlose Kette*)


Warum soll ein Kommunistisches Land technologisch Rückständig sein?

Weil bislang alle Konzepte, die auch nur in die Nähe des Sozialismuses kamen, eine hochgradig ineffiziente Planwirtschaft anwenden mussten und weil unter den Prämissen des Sozialismus/Kommunismus eine Reihe von Möglichkeiten (z.B. Ausbeutung niederer Schichten oder anderer Länder) nicht zur Verfügung stehen, um die technologische Entwicklung zu beschleunigen. Bei gleichen Ausgangsvorraussetzungen wäre deswegen selbst ein Sozialismus, der wie in der Theorie funktionieren würde, nicht in der Lage, in dieser Rubrik mit einem kapitalistischen Konkurrenten mitzuhalten.
(Man kann eben nicht alles haben. Und wer an tausenden Stellen "mehr soziales" haben will, muss irgendwo Abstriche machen. Ziemlich heftige sogar)

Der Kommunismus ist links und das ist Progresiv.

Das würde ich so nicht unterschreiben...
"Progressiv" ist erstmal nur "nicht konservativ". Ausgehend vom Ist-Zustand können selbst rassistische Monarchisten "progressiv" sein. Wenn mans in einem engeren Sinne anwendet (z.B. dass das Konzept tatsächlich neu sein muss), lässt sich der Begriff auf die meisten linken Strömungen und insbesondere dem Kommunismus gar nicht mehr anwenden.

Und die Sowjets waren in Sachen Atombombenbau und Raumfahrt ja nicht wirklich Rückständig ;)

Wie mans nimmt. In der Raumfahrt hatten sie einen Frühstart, weil ihr Raketenprogramm anfangs ohne theoretische Grundlagen auskommen musste (das deutsche Know-How wurde ja in die USA importiert und von aller Verantwortung freigesprochen...) und deswegen auf "größer ist besser" setzte. So waren die ersten Russischen ICBMs direkt für die Raumfahrt verwendbar - die amerikanischen nicht. (dafür war die fehlende Nutzlastkapazität in den USA ein wichtiger Ansporn für die Entwicklung von Mirkoelektronik, was sich Rückblickend wohl als die wichtigere Technik für die zweite Hälfte des Jahrhunderts herausstellte)
Danach war die sowjetische Technik wenig innovativ. Leichte Größensteigerungen, wenig grundlegend neues. Der einzige Versuch mit revolutionär anderen Techniken (N1) endete als Fehlschlag. Burans Autopilot war dem Space Shuttle zwar vorraus, aber nicht revolutionär (bedenkt man andere automatische Wiedereintritte und Autopiloten in Flugzeugen) und der Orbiter selbst nichts anderes, als eine aerodynamisch geformte Kapsel (wie sie auf beiden Seiten des Atlantiks lange vorher geplant wurden).
Unterm Strich hat die UdSSR sehr robuste und nützliche Raumfahrzeuge hervorgebracht und damit letztlich sinnvolleres erreicht (Raumstationen: 8,5 vs. 1,5; getötete Crewmitglieder: 3 vs. 13; funktionierende bemannte Launcher anno2011: 1 vs. 0; höhere maximale Transportkapazität,....). Aber die höher entwickelte Technik haben sie nicht.


Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: "zukunftstaugliche Wirtschaftskonzepte". Das ist nichts anderes als die Feindschaft zum Kapitalismus, die Ablehnung von diesem.

Da du alles besser weißt, erübrigt sich wohl jegliche Diskussion.

Es ist nicht Aufgabe des Staates vorzuschreiben, wie Ressourcen genutzt werden sollen.

Deine Meinung.
Meiner Meinung nach ist der Staat für alles zuständig, was der Markt nicht alleine regeln kann. Darunter fallen z.B. die legitmen Interessen von Personen, die am Markt nicht teilnehmen können. (insbesondere zukünftige Generationen)

Vor 100 Jahren konnte man nicht ahnen, das heutzutage Kunststoffe, Antibiotika, Fernseher und Computer genutzt werden.

Nö. Aber Kohle, Öl und Erze.
Von so Dingen wie "Trinkwasser" oder "landwirtschaftlich nutzbarer Boden" (an letzterem klebt ein Rattenschwanz von Dingen) mal ganz zu schweigen.
Aber ich bin mir ganz sicher, weitere 2 Jahrzehnte rasanter IT-Entwicklung werden auch dafür Alternativen finden :rollen:

Keiner von uns weis, welche Technologien irgendwann in einhundert Jahren existieren werden. Folglich leugnen die Grünen die Möglichkeit eines Fortschritts in Wissenschaft und Technik.

Falsch. (Man könnte sagen "Blind", wenn man bedenkt, wie extrem oft moderne ""grüne"" Technologien verwiesen wird) Sie akzeptieren lediglich dessen Ungewissheit und vertreten deswegen die Ansicht, dass man erst die neue Technologie haben sollte, ehe man zwingenden Bedarf für sie schafft.

Denn Allgemein -und Populismusplatz hast du dir damit sicher. Glückwunsch!

Es gibt Personen, deren Glückwünsche mir rein gar nichts bedeuten.


Persönliche Freiheiten konnten noch nie bestehen, wenn es nicht auch wirtschaftliche Freiheit gab oder warum gab es bisher persönliche Freiheit nur in kapitalistischen Staaten, nicht aber im real existierendem Sozialismus sowie anderstweitig kollektivistische Staaten?

Abseits der Tatsache, dass es bislang arg wenige "kollektivistische" Staaten ohne autoritäre bis totalitäre Führung gab, vermute ich mal, dass du eine kapitalistische Definition von Freiheit verwendest, die insbesondere auch die wirtschaftliche Freiheit betont.
Wer eine Frage nach den Maßstäben eines Systems stellt, hat das Ergebniss aber schon vorgegeben.

~Bestätigung:
Zumal wirtschaftliche Freiheit auch sehr sehr viel mit dem von dir genannten Punkt der persönlichen Entfaltung zu tun hat.


Das kann ich so nicht bestätigen. Mit Ausnahme der Transitstrecke, welche mit Geld vom Westen in Schuss gehalten wurde, war bei den übrigen Strecken Schmalhans Küchenmeister. Das fing bei der Verwendung minderwertiger Rohstoffe an und ging hin zu Einsparungen aus Kostengründen beim Unterbau. Bestes Beispiel dafür war die Neubaustrecke zwischen Berlin und Rostock, wo man Plattenverschiebung/senkung im Kleinen beobachten konnte.

Ich kenne speziell nur die Strecken rund um Berlin und Richtung Usedom und konnte nirgendwo eine größere "Plattenverschiebung" als auf der (schlechteren Teilen -z.T. wurde Übergeteert, aber vermutlich nicht auf DDR-Initiative) Transitstrecke. (was nicht heißt, dass es keine gab)

Mit dem Eisenbahnnetz sah es nicht besser aus. Hier in Thüringen mit dem Zug von Erfurt nach Mühlhausen rund 3h, heute braucht der RB etwas mehr als 1h, bei gleicher Streckenführung und ebenso vielen Halten.

Wie gesagt: technologischen Rückstand (gerade in der Bahntechnik...) zweifelt niemand an. Nur Rückschritt. Wie schnell war die Verbindung also 1938?

Ich glaube kaum, dass sich auch nur ein Westbundesland so eine Autobahn gewünscht hätte, auf der man nicht wirklich schnell fahren kann :schief:

Ganz sicher nicht. Aber man kann nicht etwas Rückschritt/Vernachlässigung bezeichnen, weil man es nicht mag. Rückschritt/Vernachlässigung definiert sich über das, was vorher war. (und das war eben ~genauso schlecht)

Honig ums Maul bekommt man sicherlich momentan von keiner Partei geschmiert...

Also ich habe gerade gestern wieder einen FDP-Sprecher im Fernsehen gesehen, der betont, dass man an den versprochenen 24 Mrd. Steuererleichterung festhalten wird.

Seh ich zumindest so, da mir keine der Parteien mit ihrem Programm wirklich zusagt.

"wirklich zusagen" ist auch nicht unbedingt die nächste Stufe über "komplett anderes System" ;)

Und die Linke ist übertrifft die beiden Krankheiten mit ihrem Konzept noch um ein vielfaches....
Aber wenn du unser Land gerne am Abgrund siehst... wähl sie halt..

Ich wähl ganz sichre keine Linke.


Ich will mal sehen wie eine so junge Partei in einem deutschen Parlament gegen die ganzen geübten Redner der anderen Parteien anstinken will ;) Mag sein, dass die zwar nur labern ohne Inhalt, aber darin sind sie gut. Also soll sich die PP etwas Zeit lassen. Die werden schon noch in Parlamente einziehen.

Gute PR ist heutzutage auch nur noch eine Frage des Geldes und ein ausreichender Redenschwinger (nehmen wir mal die tollen Auftritte unsere Verkehrsministers in den letzten Tagen als Referenz...) wird sich auch finden lassen, wenn man die Auswahl nicht durch Parteiklüngelei beschränkt.
Aber auch wenn es an guten Reden in der Politik fehlt, sollte anderen Ziele vielleicht Priorität haben..
 
Danach war die sowjetische Technik wenig innovativ.
Naja aber es muss ja nicht unbeding inovativ sein,hauptsache es funktioniert.

https://www.youtube.com/watch?v=<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/imYGd7PPouw&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/imYGd7PPouw&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object>

Liege ich richtig wenn ich behauptet,das ein Land das von einer Progessiven Partei regiert wird,aufgeklärter ist?

Oder anders gefragt:
Ist ein progressives Land aufgeklärter?
 
Nicht prinzipiell, aber meistens. Ein Land könnte progressiv sein, weil ein paar intelligente Leute die Weichen richtig stellen, wärend die Masse unaufgeklärt dem vorgegebenen Weg folgt. In der Praxis ist es aber eben gerade die Aufklärung, die dazu führt, dass ein progressiver Weg eingeschlagen wird.

[Offtopic]
Zum SpacePen: Urban Legend, hier sogar noch gesteigert (üblich ist eine Million)
In der Realität wurde das Ding privat entwickelt (iirc für ~100.000) und vermarktet. Die NASA wurde erst nachträglich drauf aufmerksam gemacht und hat für ein paar iirc 1000$ welche gekauft, um die vorher verwendeten Bleistifte zu ersetzen. (man erinnere sich: 100% O2-Athmosphäre in Gemini&Apollo. Eine Graphit-Holz-Konstruktion zu ersetzen war sicherlich wünschenswert. Abbrechende Spitzen in Schwerelosigkeit sind auch nich toll)
[/Offtopic]
 
Ganz sicher nicht. Aber man kann nicht etwas Rückschritt/Vernachlässigung bezeichnen, weil man es nicht mag. Rückschritt/Vernachlässigung definiert sich über das, was vorher war. (und das war eben ~genauso schlecht)

Wenn du es so siehst schon, aber wenn man es mit unseren guten Autobahnen vergleicht würd ich das schon so stehen lassen.
Und sogar sagen, dass sie in dem Fall im Vergleich zu uns rückschrittlichen waren;)

Wie mans nimmt. In der Raumfahrt hatten sie einen Frühstart, weil ihr Raketenprogramm anfangs ohne theoretische Grundlagen auskommen musste (das deutsche Know-How wurde ja in die USA importiert und von aller Verantwortung freigesprochen...) und deswegen auf "größer ist besser" setzte.
Das stimmt so nicht ganz... die sowjets haben zwar die wichtigsten Forscher um Wernher von Braun nicht bekommen, jedoch haben sie die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde eingenommen und da sie unter andererem auch Turbojetbomber von arado erbeutet haben, würde ich es nicht ausschließen, dass sie auch einiges know how im Bezug auf die Raketenforschung erbeutet haben.


Also ich habe gerade gestern wieder einen FDP-Sprecher im Fernsehen gesehen, der betont, dass man an den versprochenen 24 Mrd. Steuererleichterung festhalten wird.

Das ist auch wieder so eine Sache, manchen Leuten kannst da bestimmt Honig ums Maul schmieren. Bei mir hast da schlechte Karten, weil diese Erleichterung durch Schulden finanziert werden muss... den ich glaube kaum, dass sie sich die 24 Milliarden aus dem Hut zaubern können :daumen2:
Von daher no way:daumen:

"wirklich zusagen" ist auch nicht unbedingt die nächste Stufe über "komplett anderes System" ;)

Vielleicht sollte ich es so sagen, ich hab da eine gewisse sehr große Abneigung gegen manche Pläne von ihnen :D



Ich wähl ganz sichre keine Linke.

Eine gute Entscheidung, so gefällt mir das :D

mfg

Bärenmarke
 
Zuletzt bearbeitet:
Age of Empires nutzt meiner Erinnerung nach ungestackte Diagramme, d.h. jede Partei hat eine eigene Linie und alle beziehen sich auf den Nullpunkt. Bei 3-4 Parteien passt das auch noch einigermaßen...
In der Wertungsübersicht von Civilization 3 kann man ein Diagramm meines Typs finden. (da allerdings hochkant von oben nach unten. Und natürlich ohne Overlay von zwei weiteren Kurven ;) )
 
Die Linke.

@alle die Piratenpartei gewählt haben:Die Piratenpartei verfolgt keine sozialen,wirtschaftliche oder wissenschaftliche Ziele;das selbe gilt für die NPD.


:lol:

Ich werf mich weg...^^ Wenn ich so unsere Politiker anschaue, die momentan an der Macht sind, könnte deine Aussage auf diese auch zutreffen! :ugly::P

Oder warum zahlt unser Land die Schulden Griechenlands, obwohl wir selbst kein Geld haben.....:huh:
 
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Für weitere Antworten geschlossen.
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