[Wahl April 2010] Monatliche Community-Bundestagswahl

Welche Partei würdet Ihr diesen Monat wählen?

  • SPD

    Stimmen: 16 13,4%
  • Union

    Stimmen: 5 4,2%
  • FDP

    Stimmen: 8 6,7%
  • Die Linke

    Stimmen: 15 12,6%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 46 38,7%
  • Die Grünen

    Stimmen: 13 10,9%
  • Sonstige

    Stimmen: 6 5,0%
  • Enthaltung/gehe nicht wählen

    Stimmen: 10 8,4%

  • Umfrageteilnehmer
    119
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Bei den paar Stimmen die auf die sonstigen entfallen kann man sich das auch sparen finde ich ;)

Wenn nicht kann man es doch hier ausgiebig diskutieren, sofern die leute sich nicht zu schaden sind ihre Wahl preiszugeben:D

*Zustimmung*
Wer seine Wahl gerne bekannt geben möchte, der sollte das im Thread tun (gelegentlich haben wir ja mal jemanden, der sich zu MLPD o.ä. bekennt und wir hatten auch schon Leute, die öffentlich und vehement die NPD verteidigt haben, auch wenn sie ihre persönliche Wahlentscheidung nicht nennen wollten). Dem Diagramm würde es sicherlich nicht gut tun, wenn ich noch 2 weitere Kategorien einführe ;)
Außerdem ist Unterteilung in Links/Mitte/Rechts bei vielen Kleinstparteien gar nicht so einfach bzw. Ansichtssache. "Bier trinken" oder "Autofahren" ist nun einmal keinem bestimmten Lager zuzuordnen und Rentner werden sie alle.



Mal 'ne Frage:
Warum wird der NPD,DKP oder MLPD eigentlich verfassungsfeindlichkeit vorgeworfen/antidemokratisch.

Steht irgendwo im Parteiprogramm der NPD das sie die Monarchie einführen wollen?Oder einen Diktator installieren?

Und die MLPD bzw.KPD wollen ja,dass das Proletariat/der Staat von unter regiert (wird).

Was ist mehr demokratischer?


Im Wahlprogramm hat das keine der bestehenden Parteien zu stehen - sonst wären sie die längste Zeit Parteien gewesen.
Der NPD werden z.B. Bestrebungen nachgesagt, dass sie den Gleichberechtigungsgrundsatz und damit nicht nur einen Teil der Verfassung, sondern sogar der Menschenrechte außer Kraft setzen möchte. Diverse, z.T. höchstrangige Parteimitglieder beteiligten zumindest an Organisationen, die letztlich wegen ausländerfeindlicher/rassistischer Aktivitäten Verboten wurden. Iirc waren z.T. auch Bemühungen für gewaltsame Umstöße der herrschenden Ordnung zu finden.
Bei der MLPD weiß ich es nicht genau, aber schon allein der Name deutet auf eine Zustimmung zu gewaltsamen Umstürzen und zur Enteignung bestimmter Personen hin, was beides verfassungsfeindlich sein dürfte.


Und der Union wurde ja mit ihrer Datenschutzpolitik auch verfassungsfeindliche Partei erlaubt.

Nur weil einzelne Bestimmungen, die von einer Regierung in Kraft gesetzt wurden, gegen die Verfassung verstoßen, heißt das noch nicht, dass die beteiligten Parteien prinzipiell verfassungsfeindlich wären. Nicht zuletzt brauchen spezialisierte Grämien z.T. viele Jahre, um einen entsprechenden Wiederspruch aufzudecken - derartige Detailfehler können durchaus mal übersehen werden. (es dürfte auch keine jemals an einer deutschen Regierung beteiligte Partei geben, der das nicht passiert ist)
 
Und die MLPD bzw.KPD wollen ja,dass das Proletariat/der Staat von unter regiert (wird).
Hat ja bisher auch immer gut funktioniert. :D Und wer braucht schon eine Verfassung, wenn wir stattdessen von Proleten regiert werden können. :D

@Ruyen: Man muss sich nur die Wahlplakate der MLPD anschauen. Die hängen hier in Leipzig oft genug rum. Noch deutlicher kann man gewaltsame Umstürze kaum fordern.
 
Strikt dagegen. Und zwar aus dem Grund, dass man hier sonst verfassungsfeindlichen Parteien eine Plattform gibt. Diese haben zwar das Recht ihre Meinung frei Äußern zu dürfen, aber nicht überall mit gelistet zu sein.

Zum Einen dürfen sich offz. verfassungsfeindliche Parteien gar nicht zur Wahl stellen, andererseits müssen vom Verfassungsschutz beobachtete Parteien nicht auch verfassungsfeindlich sein.

Wiederum aus einem anderem Blickwinkel betrachtet, kannste meine vorhergehende Aussage (damit aber auch deine) gleich wieder vergessen, da der von der Mehrheit der Parteien mitgetragene Kriegs-Einsatz unserer Verteidigungsarmee in Afghanistan offener Verfassungsbruch ist und daher wohl den befürwortenden Parteien zumindest argumentativ verfassungsfeindlicher Charakter zuzusprechen ist. Gleiches trifft für die geplante Aussetzung des Solidarprinzips und die sich immer häufiger wiederholenden Versuche zur verfassungsfeindlichen Gesetzgebung der regierenden Parteien zu (auch wenn diese nicht durch den VS beobachtet werden).
(@ ruyven: wenn man da keine Tendenzen erkennen kann, ... ?)
;)

Naja, und dann hat man in der Endkonsequenz da oben keine Möglichkeit mehr ein Kreuzchen zu machen.... :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wäre im Zweifelsfalle vom BVG zu klären und bisher ist soetwas nicht geschehen bzw. wurden die bisherigen Klagen der Linkspartei, welche in diese Richtung gingen, in Karlsruhe jedesmal abgewiesen. U.a.: Das Bundesverfassungsgericht

Ja, wurden sie.
Ob das auch nach derzeitiger Strategie-Änderung (Einsatz von KSK-Kräften zur gezielten Tötung und der inzwischen offenkundig gewordenen Befugnis- und Befehlskettenüberschneidung ISAF vs. KSK-Tötungskommandos mit eigenem Befehlsstab - TF47 Afghanistan: Elite-Einheit KSK war am Luftangriff beteiligt - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE) und nun endgültiger Festlegung auf die Begrifflichkeit "Krieg" mit den inzwischen zu verzeichnenden Kollateralschäden immer noch so entschieden worden wäre, bliebe abzuwarten. (Teil A, Nr. II Pkt. 32 i.V.m. Teil C, Nr. II Punkt 79 ff. der Ausführungen aus deinem Link) Denn da, ebenso wie in den in Punkt A. geschilderten Zuständigkeitsscheingefechten lagen ja bisher die Kritikpunkte, die zu der Rückweisung führten.

Vermutlich ist aber abzusehen, dass, wenn nur die NATO weiterhin betont und versichert, sie wäre nur ein Defensivbündniss mit Friedens- und Stabilisierungswahrungsabsichten, ihr auch dann noch geglaubt würde, wenn ganz Afghanistan im Rahmen eines inzwischen über 10 Jahre dauernden Verteidigungsfalles "befriedet" und "stabilisiert" worden wäre.

So lange also der Wolf nur ordentlich Kreide schluckt und die bemehlten Pfoten durchs Fenster zeigt, hört keiner auf ein schlaues Geißlein. Vielleicht will er ja tatsächlich nur "spielen" ... oder gar auf die Geißlein aufpassen? :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Einen dürfen sich offz. verfassungsfeindliche Parteien gar nicht zur Wahl stellen, andererseits müssen vom Verfassungsschutz beobachtete Parteien nicht auch verfassungsfeindlich sein.
Woran das Verbot der NPD gescheitert ist, ist dir schon klar, oder?
Wiederum aus einem anderem Blickwinkel betrachtet, kannste meine vorhergehende Aussage (damit aber auch deine) gleich wieder vergessen, da der von der Mehrheit der Parteien mitgetragene Kriegs-Einsatz unserer Verteidigungsarmee in Afghanistan offener Verfassungsbruch ist und daher wohl den befürwortenden Parteien zumindest argumentativ verfassungsfeindlicher Charakter zuzusprechen ist. Gleiches trifft für die geplante Aussetzung des Solidarprinzips und die sich immer häufiger wiederholenden Versuche zur verfassungsfeindlichen Gesetzgebung der regierenden Parteien zu (auch wenn diese nicht durch den VS beobachtet werden).
(@ ruyven: wenn man da keine Tendenzen erkennen kann, ... ?)
;)

Naja, und dann hat man in der Endkonsequenz da oben keine Möglichkeit mehr ein Kreuzchen zu machen.... :ugly:
Dann wähle Piraten...
Nein mal im Ernst. ich habe das Gefühl, dass sich grad alle Parteien mühe geben zu zeigen wie inkompetent sie eigentlich sind. Was mir zeigt, wenn Berufspolitiker das Ruder haben und die Fachidioten nur 2. geige spielen.

Grüße Nuklon
 
Woran das Verbot der NPD gescheitert ist, ist dir schon klar, oder?
Ja, ist es. Allerdings bin ich (obwohl strikter Gegner dieser Partei und ihrer Ideologie) gegen das Verbot. Eine gesunde Demokratie muss auch mit solchen Randerscheinungen umgehen können. Außerdem zwingt man die Inhaber extrem rechten Gedankengutes damit nicht in die schwer zu kontrollierende Illegalität, sondern gibt ihnen ein Gesicht und einen Namen. Man sollte seine "Feinde" kennen ...

Dann wähle Piraten...

Grüße Nuklon

Meine Einstellung dazu habe ich schon mehrfach geschrieben: Wenn auf Bundesebene zukunftsfähige Gesamtkonzepte vorliegen, die politische sowie gesellschaftliche Ausrichtung feststehen und mir das dann zusagt, überlege ich mir das sehr gern.

Was bisher gezeigt wird reicht mir nicht und überzeugt mich nicht.
 
Ja, ist es. Allerdings bin ich (obwohl strikter Gegner dieser Partei und ihrer Ideologie) gegen das Verbot. Eine gesunde Demokratie muss auch mit solchen Randerscheinungen umgehen können. Außerdem zwingt man die Inhaber extrem rechten Gedankengutes damit nicht in die schwer zu kontrollierende Illegalität, sondern gibt ihnen ein Gesicht und einen Namen. Man sollte seine "Feinde" kennen ...
Damit triffst du es vollkommen. Darum beobachtet der Verfassungsschutz sie ja weiter. Sie durch Aufmerksamkeit zu stärken ist kein gutes Mittel

Meine Einstellung dazu habe ich schon mehrfach geschrieben: Wenn auf Bundesebene zukunftsfähige Gesamtkonzepte vorliegen, die politische sowie gesellschaftliche Ausrichtung feststehen und mir das dann zusagt, überlege ich mir das sehr gern.

Was bisher gezeigt wird reicht mir nicht und überzeugt mich nicht.
Stimmt. Sieht man mal wieder wie sehr man sich Umorientieren muss nach einem Jahr. Sind alle müde geworden und sehen die Piraten als Partei nicht als Bewegung an. Sprich du verlangst von ihr geliefert zu bekommen, statt selbst Input rein zu liefern, was deren Anspruch ist. Die Piraten wollen keine Konzepte entwickeln und es allen dann mit der derzeitigen "Friss oder wähle jemand anders" Taktik vorhalten sondern für Bürger entwickeln. Das geht aber nur, wenn diese bereit sind ihren Beitrag zu leisten. Die Piraten haben keine Berufspolitiker, kein Geld sind zwar mit Abstand größte Kleinpartei haben aber nicht die Stärke ohne Unterstützung von außen zu bestehen.
Sprich je mehr man sich setzt und sagt: "macht mal", Desto länger wird es brauchen.
 
Stimmt. Sieht man mal wieder wie sehr man sich Umorientieren muss nach einem Jahr. Sind alle müde geworden und sehen die Piraten als Partei nicht als Bewegung an. Sprich du verlangst von ihr geliefert zu bekommen, statt selbst Input rein zu liefern, was deren Anspruch ist. Die Piraten wollen keine Konzepte entwickeln und es allen dann mit der derzeitigen "Friss oder wähle jemand anders" Taktik vorhalten sondern für Bürger entwickeln.

Oder anders:
Die Piraten haben nicht kapiert, wie Demokratie funktioniert?

Das geht aber nur, wenn diese bereit sind ihren Beitrag zu leisten. Die Piraten haben keine Berufspolitiker, kein Geld sind zwar mit Abstand größte Kleinpartei haben aber nicht die Stärke ohne Unterstützung von außen zu bestehen.
Sprich je mehr man sich setzt und sagt: "macht mal", Desto länger wird es brauchen.

Tjo. Wenn die Piraten rein gar nichts haben, dann kann man aber ebenso gut bzw. eben so schlecht das ganze selbst machen. Und wenn sie nicht 100% das unterstützen, was man selbst will, sind sie sogar die schlechtere Alternative.
 
.... Sprich du verlangst von ihr geliefert zu bekommen, statt selbst Input rein zu liefern, was deren Anspruch ist. Die Piraten wollen keine Konzepte entwickeln und es allen dann mit der derzeitigen "Friss oder wähle jemand anders" Taktik vorhalten sondern für Bürger entwickeln. ......

Wenn die Piraten eine Bewegung stellen wollen und keine Partei, haben sie aber ein grundsätzliches Problem zwischen ihrem Selbstverständnis und ihrem Auftreten.
Es hat doch nichts mit eigener Ausgestaltung zu tun, wenn ich (egal ob von Partei oder Bewegung) grundsätzliche Aussagen über die Ausrichtung brauche, um sie überhaupt einordnen zu können.
Sonst passiert es mir wie der ersten muslimischen Ministerin Deutschlands, dass ich mich (unbewußt?) in der falschen Partei wiederfinde... dort Politik mitgestalten will und plötzlich merke, dass diese meinen Vorstellungen und persönlichen Zielen widerspricht.
Oder noch bissl radikaler: Ich trete der NPD bei, um sozialdemokratische Politik durchzusetzen und versuche die Partei von innen heraus umzugestalten..... :ugly:

Ich habe zwar durchaus das Gefühl, dass sehr viele Wähler gar nicht wissen was sie da sporadisch in einem gewissen Zyklus wählen und warum sie das überhaupt tun und dass ihre Wahlentscheidungen den persönlichen Wertvorstellungen eigentlich zuwiderlaufen.
Aber so jemand bin ich nicht. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Piraten haben keine Berufspolitiker, kein Geld sind zwar mit Abstand größte Kleinpartei haben aber nicht die Stärke ohne Unterstützung von außen zu bestehen.
Sprich je mehr man sich setzt und sagt: "macht mal", Desto länger wird es brauchen.

Die Piraten brauchen auch keine Berufspolitiker. Sie brauchen mehr Leute, die weniger ihre Meinung abspulen, dafür aber mehr vom "Fach" verstehen. Sprich mindestens juristisches Interesse, besser eine juristische Vorbildung haben. Davon ist in der Partei nichts zu sehen. Schlimm ist, dass ich auch nicht wirklich Impulse sehe, solche Leute in die Partei zu holen. Zumindest war mein Besuch in einem der wenigen Kreisverbände eher ernüchternd.

Lag wohl aber auch daran, dass meine realistische Einschätzung der Machbarkeit gewisser Umgestaltungen im Urheberrecht nicht auf Gegenliebe gestoßen sind. Es schien als wolle man den "trockenen Kram" (O-Ton eines Mitglieds des Kreisverbandes) nicht hören.

Sorry, aber dann wäre eine Bürgerinitiative die bessere Wahl gewesen, als eine politische Partei, bei der ja die Möglichkeit bestünde "trockene" Gesetze formulieren zu müssen [Achtung Ironie]. Das Vereinsrecht für nicht eingetragene Vereine ist wesentlich durchschaubarer als die Gesetze für politische Parteien [Achtung "trockene" Juristen-Ironie].

Davon aber abgesehen, freue ich mich, dass nun endlich in der hessischen Landeshauptstadt ein Kreisverband gegründet wird. Dann muss ich nicht mehr so weit fahren, um den Stand der Dinge in der Partei zu erfahren.:daumen:
 
Oder anders:
Die Piraten haben nicht kapiert, wie Demokratie funktioniert?
Nö das mein subjektives Empfinden seit dem Beitritt. Das ich statt Lösungen entwickeln, welche vorsetzen soll. Das geht ganz einfach, bringt aber nichts.(abgesehen von deren Qualität)
Tjo. Wenn die Piraten rein gar nichts haben, dann kann man aber ebenso gut bzw. eben so schlecht das ganze selbst machen. Und wenn sie nicht 100% das unterstützen, was man selbst will, sind sie sogar die schlechtere Alternative.
Ich meinte damit sich die Piraten die Zeit nehmen die sie für gute Programme brauchen. Wenn diese von allen von außen mit eingebracht werden, geht das halt schneller

Pokerclock schrieb:
Die Piraten brauchen auch keine Berufspolitiker. Sie brauchen mehr Leute, die weniger ihre Meinung abspulen, dafür aber mehr vom "Fach" verstehen. Sprich mindestens juristisches Interesse, besser eine juristische Vorbildung haben. Davon ist in der Partei nichts zu sehen. Schlimm ist, dass ich auch nicht wirklich Impulse sehe, solche Leute in die Partei zu holen. Zumindest war mein Besuch in einem der wenigen Kreisverbände eher ernüchternd.
Naja, Stammtische sind mehr das was sie ich mir runter vorgestellt habe. Da muss ich dir mal echt recht geben. Wir sind auch keine homogene Masse und viele wollen ihre Meinung kundtun haben aber weder Zeit noch Lust, diese in ausgefeilte Programme zu gießen, da dies keinen Spaß macht. Sind alles nur Menschen. Und da kommt der Faktor Berufspolitiker ins Spiel der sich damit den ganzen Tag beschäftigen kann.

An dem AK Vorrat und der KIPO-Pedition sieht man aber das Politiker keinen Deut auf die Meinung der Bürger geben. Der AK Vorrat hat sich jahrelang vor dem Verfassungsgericht quälen müssen. Die Kipo-sache wurde erst nach der Wahl gestoppt und geht doch schon zum großen Teil auf die Piraten zurück. Für mich ist es der Ausdruck einer Gesellschaftsgruppe/Generation die sich von der aktuellen Politik weder angesprochen noch verstanden fühlt.
 
Ich meinte damit sich die Piraten die Zeit nehmen die sie für gute Programme brauchen. Wenn diese von allen von außen mit eingebracht werden, geht das halt schneller

Tjo. Da ich keine Ahnung habe, wie man die Forderungen der Piraten z.B. im Bereich Urheberrecht praktisch und sinnvoll umsetzen kann, werde ich wohl warten müssen, wieviel Zeit sie brauchen, um wählbar zu werden.
 
Tjo. Da ich keine Ahnung habe, wie man die Forderungen der Piraten z.B. im Bereich Urheberrecht praktisch und sinnvoll umsetzen kann, werde ich wohl warten müssen, wieviel Zeit sie brauchen, um wählbar zu werden.

Stellt sich die Frage welche Forderungen du da siehst. Mir ist die nur die Forderung nach der Reformierung des Urheberrechts bekannt... Alles andere sind Einzelvorschläge und Anregungen
 
Stellt sich die Frage welche Forderungen du da siehst. Mir ist die nur die Forderung nach der Reformierung des Urheberrechts bekannt... Alles andere sind Einzelvorschläge und Anregungen

Dann solltest du dir vielleicht mal die offiziellen Ziele angucken.

"Daher fordern wir, das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern"
"Die Rückführung von Werken in den öffentlichen Raum ist daher nicht nur berechtigt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit der menschlichen Schöpfungsfähigkeiten von essentieller Wichtigkeit. Es sind daher Rahmenbedingungen zu schaffen, welche eine faire Rückführung in den öffentlichen Raum ermöglichen. Dies schließt insbesondere eine drastische Verkürzung der Dauer von Rechtsansprüchen auf urheberrechtliche Werke unter die im TRIPS-Abkommen vorgegebenen Fristen ein."

Eng verwandt und mir ebenfalls unklar:
"Wir sehen es als unsere Verantwortung, die Schaffung von Werken, insbesondere im Hinblick auf kulturelle Vielfalt, zu fördern"
 
Dann solltest du dir vielleicht mal die offiziellen Ziele angucken.

"Daher fordern wir, das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern"
"Die Rückführung von Werken in den öffentlichen Raum ist daher nicht nur berechtigt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit der menschlichen Schöpfungsfähigkeiten von essentieller Wichtigkeit. Es sind daher Rahmenbedingungen zu schaffen, welche eine faire Rückführung in den öffentlichen Raum ermöglichen. Dies schließt insbesondere eine drastische Verkürzung der Dauer von Rechtsansprüchen auf urheberrechtliche Werke unter die im TRIPS-Abkommen vorgegebenen Fristen ein."

Eng verwandt und mir ebenfalls unklar:
"Wir sehen es als unsere Verantwortung, die Schaffung von Werken, insbesondere im Hinblick auf kulturelle Vielfalt, zu fördern"

Nun dies ist die rechtliche Seite und sollte eigentlich ganz gut funktionieren. Sprich Verkürzung der Rechte auf xx Jahre nicht von 50-70 Jahren. Abgesehen davon können wir damit die alte Grunddebatte aus dem letzten Jahr aufgreifen, das ich einfach behaupte das Kopieren im Internet und einfaches Tauschen mittlerweile Standard innerhalb der <40 Generation ist. DRM und Schutzrechte sind hier ständig ausgehebelt worden.
Wir wollen das Recht an diese neue Situation anpassen indem der Künstler das Urheberrecht behält aber das Nutzungsrecht verkürzt wird. Wie drückte es einer aus: "Es darf kein Anspruch auf Reichtum geben." Nicht ausgeschlossen aber auch kein Anspruch. Und schon sind wir auf der Seite der Finanzierung.
Gute Werke und gepushte Werke werden sich immer durchsetzen ob sie nun von Konzernen aus Facebook oder "Unser Star für Oslo" kommen. Die Frage nach der allgemeinen Finanzierung ist ein stochern im Haufen.
Von Gema 2.0 bis hin zur Kulturflatrate gibt es hier viele Möglichkeiten.

Um es mal anders zu sagen. Die Grundidee ist es doch dem Künstler ein Einkommen zu bescheren und trotzdem der Bevölkerung die Musik allgemein zugänglich zu machen, ohne dass sich erhebliche Teile strafbar machen. Wir sehen einen gesellschaftlichen Mehrnutzen.
Unsere Welt ist kompliziert und es wird bei der Finanzierung höchstwahrscheinlich keine Möglichkeit geben diese in einem Satz niederzuschreiben, sondern mehr in einer Mischform ausarten, die auch weniger Erfolgreiche Künstler ernährt.
Einige hoffen auf das BGE andere auf Micropayment andere auf die Kulturflatrate oder anderes. Das durch zu rechnen ist für mich unmöglich, ich habe nicht das wissen dazu.

Weiteres darfst du gern einem Experten die Frage stellen. Politik in Sachsen und Gesundheit sind da eher meine Themenfelder.
 
Nun dies ist die rechtliche Seite und sollte eigentlich ganz gut funktionieren. Sprich Verkürzung der Rechte auf xx Jahre nicht von 50-70 Jahren.

Du meinst, die Aufkündigung von TRIPS und damit der Austritt aus der WTO bzw. die damit einhergehenden Handelssaktionen würden für einen derart exportabhängigen Staat wie Deutschland "gut funktionieren"? ? ?

Dagegen wären die Pläne der Linken imho fast schon wirtschaftsfreundlich.


Wir wollen das Recht an diese neue Situation anpassen indem der Künstler das Urheberrecht behält aber das Nutzungsrecht verkürzt wird.

Da steht etwas von einer Verkürzung des Uhrheberrechts und einer de-facto Abschaffung sämtlicher Nutzungsrechte bzw. Möglichkeiten der Ersteller, diese einzuschränken.

Von Gema 2.0 bis hin zur Kulturflatrate gibt es hier viele Möglichkeiten.

Möglichkeiten? Oder unausgereifte Ideen? Ich werde GEZ-XXL jedenfalls nicht unterstützen.

Um es mal anders zu sagen. Die Grundidee ist es doch dem Künstler ein Einkommen zu bescheren und trotzdem der Bevölkerung die Musik allgemein zugänglich zu machen, ohne dass sich erhebliche Teile strafbar machen.

Ich vermisse allerdings jegliche praktikable Mechanismen für die Definition bzw. Auswahl von "Künstler", die nicht auf eine finanzielle Aufwendung seitens des Nutzers angewiesen ist - welche wiederum die Verhinderung von Nutzung ohne finanzielle Aufwendung erfordert. Ebenso sehe ich massive Konflikte zum Recht auf Selbstbestimmung des eigenen Medienkonsums bzw. des finanziellen Umfanges desselbigen.
 
Du meinst, die Aufkündigung von TRIPS und damit der Austritt aus der WTO bzw. die damit einhergehenden Handelssaktionen würden für einen derart exportabhängigen Staat wie Deutschland "gut funktionieren"? ? ?
Das Problem betrifft nicht nur Deutschland. Außerdem ist der Austritt aus der WTO doch sehr weit geholt. Deutschland ist Global Player und wenn man dieses Gewicht mal einbringt (nicht nur um griechische Neiddebatten auszulösen), sehe ich sogar Chancen.
Es geht doch bei der Zielformulierung darum sich ein Idealziel zu setzen. Dieses muss dann mit operativen Zielen versucht werden über die politische Beeinflußung zu ändern. Wenn die Contentindustrie es auf 70? Jahre setzen konnte ohne das die halbe Welt aus der WTO rausgeflogen ist, dann geht auch der Rückweg auf 15-20 Jahre;)
Alles eine Frage der politischen Willensbildung. Wir treten für eine Verkürzung ein und sammeln Stimmen dafür. Das andere Beteiligte an der Willensbildung direkten Zugriff auf die Entscheidungsstellen haben ist klar und lässt uns oft alt aussehen. Natürlich kann man irgendeinen Lobbyverband gründen, der populistische und druckfertige PMs mit Suggestivstatistiken rauswirft und sich jeden Monat Termine bei den Fachausschüssen holt, aber da sollte nicht unser Weg sein.
Wir wollen einen Teil der Meinungsbildung sein.



Da steht etwas von einer Verkürzung des Uhrheberrechts und einer de-facto Abschaffung sämtlicher Nutzungsrechte bzw. Möglichkeiten der Ersteller, diese einzuschränken.
Übertrieben, aber es geht in diese Richtung. Der Künstler soll sein Album selbst vertreiben dürfen, es muss auch alternative Wege geben, sowie wir die Contentindustrie schwächen wollen, weil sie ihre Selbsterhaltung über den Usernutzen stellt. Da gebe ich dir Recht.

Dazu wollen wir dem Künstler das Urheberrecht lassen, das Verwertungsrecht stark einschränken. Sprich wenn der Urheber mit 50 sagt, die Verbreitung seiner Werke soll eingestellt werden, dann ist dies immer noch möglich. Er soll aber nicht noch 50 Jahre danach finanziell profitieren. Wenn sie regelmäßig am Markt etwas bringen erhalten sie trotzdem ihr Geld.

Das würde nämlich auch das Problem mit der Gema stark einschränken.



Möglichkeiten? Oder unausgereifte Ideen? Ich werde GEZ-XXL jedenfalls nicht unterstützen.
Du vergisst den Unterschied zwischen dem Sinn der GEZ und deren Methoden. Aber hier stehe ich mit meiner Meinung in der Informatikerbranche relativ allein da, was GEZ angeht.

Ich vermisse allerdings jegliche praktikable Mechanismen für die Definition bzw. Auswahl von "Künstler", die nicht auf eine finanzielle Aufwendung seitens des Nutzers angewiesen ist - welche wiederum die Verhinderung von Nutzung ohne finanzielle Aufwendung erfordert. Ebenso sehe ich massive Konflikte zum Recht auf Selbstbestimmung des eigenen Medienkonsums bzw. des finanziellen Umfanges desselbigen.

Du weißt, die Lösung ist nicht einfach und ich habe es unterschwellig angedeutet das die perfekte Lösung Zeit braucht, da die Piraten bestimmt schon längst mit Büsosprüchen rumgelaufen wären (Wir haben die Patentlösung)
Die Piraten haben versprochen sich nach dem Wahlkampf ihren Programm zu widmen. Wenn du den kommenden BPT anschaust und dessen Anträge, sieht man das erste Lösungen/Problemstellungen erarbeitet wurden. Aber nach einem 3/4 Jahr Optimallösungen zu erwarten ist Schwachsinn. Und gerade beim Thema Urheberrecht kann man sich schön aufhängen.:D ich weiß.

Insofern machen die Piraten genau das, was sie versprochen haben. Das in sie dabei hohe Erwartungen gesetzt werden und einige dies nutzen um ihnen ein Scheitern/Unwählbarkeit voherzuorakeln, ist nicht schön aber wird sich legen. Ich persönlich bin da sehr zuversichtlich.

Grüße Nuklon
 
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