Interessant find ich auch, dass ständig behauptet wird, Sozialismus wäre technologisch Rückständig. Das mag vlt. für die allermeisten bisherigen Länder stimmen, das liegt aber weniger am Sozialismus, sondern mehr an den großen Ausgaben für Rüstung und Armeen. Die sind in der Sowjetunion nur angefallen, weil die USA ständig Machtspielchen treiben musste.
Zum Spielen gehören zwei Leute, die mitspielen.
Das System hätte sicherlich wesentlich besser funktioniert, wenn man nicht riesige Beträge auf Staatskosten für Militär ausgegeben hätte.
Sicherlich. Die Liste der Dinge "ohne die das System besser funktioniert hätte", ist lang. Solange man aber keinen Weg findet, diese Dinge zu beheben (und die Rüstung ist imho der kleinste Punkt), ist und bleibt das System unterlegen. Und allgemeine Unterlegenheit kann sich eben z.B. in mangelndem technologischen Fortschritt äußern.
Außerdem muss man ja nicht unbedingt absolute Enteignung und Verstaatlichung pflegen. Man kann sich sicherlich an der Marktwirtschaft ausrichten, aber mit wesentlich mehr sozialen Aspekten.
Die Überführung von Betrieben in staatliche Kontrolle ist eines der zentralen Elemente des Sozialismusses. Man mag sich andere soziale Konzepte vorstellen können, aber das wäre dann eben kein Sozialismus, sondern was neues. (obs auch was praktikableres wäre, bleibt abzuwarten.
Und zwar notfalls gewaltsam.
Aber nicht (zwangsläufig) im Rahmen der Außenpolitik, sondern nur in Form nationaler Revolutionen. Daraus kann ein Staat, der bereits kommunistisch/sozialistisch ist, keine Grundlage für Aufrüstung konstruieren. (Hat die UdSSR afaik auch nie gemacht)
(die "Machtspielchen" zwischen zuerst Russland und USA, spaeter Warschauer Pakt und NATO, haben ihren Anfang uebrigens mit der Isolation Westberlins genommen)
Die ihren Anfang in der Gründung "Westdeuschlands" hatte... (*endlose Kette*)
Warum soll ein Kommunistisches Land technologisch Rückständig sein?
Weil bislang alle Konzepte, die auch nur in die Nähe des Sozialismuses kamen, eine hochgradig ineffiziente Planwirtschaft anwenden mussten und weil unter den Prämissen des Sozialismus/Kommunismus eine Reihe von Möglichkeiten (z.B. Ausbeutung niederer Schichten oder anderer Länder) nicht zur Verfügung stehen, um die technologische Entwicklung zu beschleunigen. Bei gleichen Ausgangsvorraussetzungen wäre deswegen selbst ein Sozialismus, der wie in der Theorie funktionieren würde, nicht in der Lage, in dieser Rubrik mit einem kapitalistischen Konkurrenten mitzuhalten.
(Man kann eben nicht alles haben. Und wer an tausenden Stellen "mehr soziales" haben will, muss irgendwo Abstriche machen. Ziemlich heftige sogar)
Der Kommunismus ist links und das ist Progresiv.
Das würde ich so nicht unterschreiben...
"Progressiv" ist erstmal nur "nicht konservativ". Ausgehend vom Ist-Zustand können selbst rassistische Monarchisten "progressiv" sein. Wenn mans in einem engeren Sinne anwendet (z.B. dass das Konzept tatsächlich neu sein muss), lässt sich der Begriff auf die meisten linken Strömungen und insbesondere dem Kommunismus gar nicht mehr anwenden.
Und die Sowjets waren in Sachen Atombombenbau und Raumfahrt ja nicht wirklich Rückständig
Wie mans nimmt. In der Raumfahrt hatten sie einen Frühstart, weil ihr Raketenprogramm anfangs ohne theoretische Grundlagen auskommen musste (das deutsche Know-How wurde ja in die USA importiert und von aller Verantwortung freigesprochen...) und deswegen auf "größer ist besser" setzte. So waren die ersten Russischen ICBMs direkt für die Raumfahrt verwendbar - die amerikanischen nicht. (dafür war die fehlende Nutzlastkapazität in den USA ein wichtiger Ansporn für die Entwicklung von Mirkoelektronik, was sich Rückblickend wohl als die wichtigere Technik für die zweite Hälfte des Jahrhunderts herausstellte)
Danach war die sowjetische Technik wenig innovativ. Leichte Größensteigerungen, wenig grundlegend neues. Der einzige Versuch mit revolutionär anderen Techniken (N1) endete als Fehlschlag. Burans Autopilot war dem Space Shuttle zwar vorraus, aber nicht revolutionär (bedenkt man andere automatische Wiedereintritte und Autopiloten in Flugzeugen) und der Orbiter selbst nichts anderes, als eine aerodynamisch geformte Kapsel (wie sie auf beiden Seiten des Atlantiks lange vorher geplant wurden).
Unterm Strich hat die UdSSR sehr robuste und nützliche Raumfahrzeuge hervorgebracht und damit letztlich sinnvolleres erreicht (Raumstationen: 8,5 vs. 1,5; getötete Crewmitglieder: 3 vs. 13; funktionierende bemannte Launcher anno2011: 1 vs. 0; höhere maximale Transportkapazität,....). Aber die höher entwickelte Technik haben sie nicht.
Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: "zukunftstaugliche Wirtschaftskonzepte". Das ist nichts anderes als die Feindschaft zum Kapitalismus, die Ablehnung von diesem.
Da du alles besser weißt, erübrigt sich wohl jegliche Diskussion.
Es ist nicht Aufgabe des Staates vorzuschreiben, wie Ressourcen genutzt werden sollen.
Deine Meinung.
Meiner Meinung nach ist der Staat für alles zuständig, was der Markt nicht alleine regeln kann. Darunter fallen z.B. die legitmen Interessen von Personen, die am Markt nicht teilnehmen können. (insbesondere zukünftige Generationen)
Vor 100 Jahren konnte man nicht ahnen, das heutzutage Kunststoffe, Antibiotika, Fernseher und Computer genutzt werden.
Nö. Aber Kohle, Öl und Erze.
Von so Dingen wie "Trinkwasser" oder "landwirtschaftlich nutzbarer Boden" (an letzterem klebt ein Rattenschwanz von Dingen) mal ganz zu schweigen.
Aber ich bin mir ganz sicher, weitere 2 Jahrzehnte rasanter IT-Entwicklung werden auch dafür Alternativen finden
Keiner von uns weis, welche Technologien irgendwann in einhundert Jahren existieren werden. Folglich leugnen die Grünen die Möglichkeit eines Fortschritts in Wissenschaft und Technik.
Falsch. (Man könnte sagen "Blind", wenn man bedenkt, wie extrem oft moderne ""grüne"" Technologien verwiesen wird) Sie akzeptieren lediglich dessen Ungewissheit und vertreten deswegen die Ansicht, dass man erst die neue Technologie haben sollte, ehe man zwingenden Bedarf für sie schafft.
Denn Allgemein -und Populismusplatz hast du dir damit sicher. Glückwunsch!
Es gibt Personen, deren Glückwünsche mir rein gar nichts bedeuten.
Persönliche Freiheiten konnten noch nie bestehen, wenn es nicht auch wirtschaftliche Freiheit gab oder warum gab es bisher persönliche Freiheit nur in kapitalistischen Staaten, nicht aber im real existierendem Sozialismus sowie anderstweitig kollektivistische Staaten?
Abseits der Tatsache, dass es bislang arg wenige "kollektivistische" Staaten ohne autoritäre bis totalitäre Führung gab, vermute ich mal, dass du eine kapitalistische Definition von Freiheit verwendest, die insbesondere auch die wirtschaftliche Freiheit betont.
Wer eine Frage nach den Maßstäben eines Systems stellt, hat das Ergebniss aber schon vorgegeben.
~Bestätigung:
Zumal wirtschaftliche Freiheit auch sehr sehr viel mit dem von dir genannten Punkt der persönlichen Entfaltung zu tun hat.
Das kann ich so nicht bestätigen. Mit Ausnahme der Transitstrecke, welche mit Geld vom Westen in Schuss gehalten wurde, war bei den übrigen Strecken Schmalhans Küchenmeister. Das fing bei der Verwendung minderwertiger Rohstoffe an und ging hin zu Einsparungen aus Kostengründen beim Unterbau. Bestes Beispiel dafür war die Neubaustrecke zwischen Berlin und Rostock, wo man Plattenverschiebung/senkung im Kleinen beobachten konnte.
Ich kenne speziell nur die Strecken rund um Berlin und Richtung Usedom und konnte nirgendwo eine größere "Plattenverschiebung" als auf der (schlechteren Teilen -z.T. wurde Übergeteert, aber vermutlich nicht auf DDR-Initiative) Transitstrecke. (was nicht heißt, dass es keine gab)
Mit dem Eisenbahnnetz sah es nicht besser aus. Hier in Thüringen mit dem Zug von Erfurt nach Mühlhausen rund 3h, heute braucht der RB etwas mehr als 1h, bei gleicher Streckenführung und ebenso vielen Halten.
Wie gesagt: technologischen Rückstand (gerade in der Bahntechnik...) zweifelt niemand an. Nur Rückschritt. Wie schnell war die Verbindung also 1938?
Ich glaube kaum, dass sich auch nur ein Westbundesland so eine Autobahn gewünscht hätte, auf der man nicht wirklich schnell fahren kann
Ganz sicher nicht. Aber man kann nicht etwas Rückschritt/Vernachlässigung bezeichnen, weil man es nicht mag. Rückschritt/Vernachlässigung definiert sich über das, was vorher war. (und das war eben ~genauso schlecht)
Honig ums Maul bekommt man sicherlich momentan von keiner Partei geschmiert...
Also ich habe gerade gestern wieder einen FDP-Sprecher im Fernsehen gesehen, der betont, dass man an den versprochenen 24 Mrd. Steuererleichterung festhalten wird.
Seh ich zumindest so, da mir keine der Parteien mit ihrem Programm wirklich zusagt.
"wirklich zusagen" ist auch nicht unbedingt die nächste Stufe über "komplett anderes System"
Und die Linke ist übertrifft die beiden Krankheiten mit ihrem Konzept noch um ein vielfaches....
Aber wenn du unser Land gerne am Abgrund siehst... wähl sie halt..
Ich wähl ganz sichre keine Linke.
Ich will mal sehen wie eine so junge Partei in einem deutschen Parlament gegen die ganzen geübten Redner der anderen Parteien anstinken will

Mag sein, dass die zwar nur labern ohne Inhalt, aber darin sind sie gut. Also soll sich die PP etwas Zeit lassen. Die werden schon noch in Parlamente einziehen.
Gute PR ist heutzutage auch nur noch eine Frage des Geldes und ein ausreichender Redenschwinger (nehmen wir mal die tollen Auftritte unsere Verkehrsministers in den letzten Tagen als Referenz...) wird sich auch finden lassen, wenn man die Auswahl nicht durch Parteiklüngelei beschränkt.
Aber auch wenn es an guten Reden in der Politik fehlt, sollte anderen Ziele vielleicht Priorität haben..