Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Mit den Wählern ist das so eine sache.

Es wird immer die großen Partein gewählt wie CDU,SPD und Grüne.

Ein paar ausreißer in manchen Ländern mit AFD aber sonst wieder das gleiche wie immer.

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Das liegt halt an dem Wahlverhalten der Leute.
Es wird gewählt:
- nach Gewohnheit
- nach Sympathie
- aus Protest
- aus genau einem(!) inhaltlichem Grund (z.B. Umwelt), was die Partei sonst so als Ziele hat, wayne...

All das lähmt seit Jahren/Jahrzehnten die politische Entwicklung in diesem Land und verhindert bitter notwendige Reformen.

Ich seh für Europa da leider langfristig (>100 Jahre) kein Happy End.
 
Das sind aber auch nur Vermutungen!

Ich hatte vor 2-3 Wochen schon mal den Wahl-O-Mat benutzt und wähle eigentlich immer nach Inhalten und meiner persönlichen Gewichtunng der Inhalte.
Aber der Wahl-O-Mat war schon recht aufschlussreich, weil er meine eigene Einschätzung und Präferenz fast zu 100% wiederspiegelt, auch auf den Plätzen.
Es ging dabei um die Europawahl!

Edit: War wohl der falsche Thread.
 

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Na die Rechnung muss die SPD ja auch bezahlen und wie wir sehen wird das sehr teuer.
 
Insbesondere wird es wohl die Kritik an Kühnert zum Thema Enteignung gewesen sein, die Stimmen gekostet hat.
Denn die meisten SPD-Wähler werden das wohl ähnlich sehen, wie Kühnert.
 
Ach es gibt viele Gründe.
Wahlwerbung ins Netz zu verlagern und dann für Artikel 13 stimmen ist schon eine krasse wahltaktische Fehlentscheidung.
 
Du hast erneut die Wähler völlig außer Acht gelassen.

Es stimmt zwar, dass je mehr Lobby = weniger Demokratie, aber das Gegenteil löst immernoch das Grundproblem des Interessen-Paradoxons nicht.
Du müsstes davon ausgehen, dass jeder Wähler immer vollends über alle Faktoren im Bilde ist, bevor er wählen geht. Und das ist praktisch nirgendwo der Fall.

Wenn man das demokratisch lösen möchte, sollte man den Wähler über die wichtigen Faktoren informieren. Öffentlichkeitsarbeit ist demokratisch - Lobbyismus ist Nichtöffentlichkeitsarbeit. ;-)

Ich geb dir zwar Recht, dass dieses Prinzip beim heutigen Wähler und der Komplexität der heutigen Welt an seine Grenzen gerät. Das ist aber ein Grundproblem der Demokratie: Eigentlich ist der durchschnittliche Bürger gar nicht qualifiziert, um Macht auszuüben. Und 50% der Bürger sind noch blöder als der Durchschnitt! Es hat aber bislang niemand ein besseres System gefunden. Und Lobbykratie ist garantiert keins, denn während dumme Wähler wenigstens durch Zufall die allgemein richtige Entscheidung treffen könnten, setzen Lobbyies Geld in nicht-allgemein, sondern nur für einige kleine Gruppen/Einzelpersonen "richtige" Entscheidungen um.

Die Berater die du meintest, sind doch praktisch das gleiche wie Lobbyisten: Experten, die sich in einem gewissen Fachbereich besonders gut auskennen und dementsprechend die Politik darin beraten oder - im boshaften Fall - lenken können.

Bei der korrekten Auswahl von Beratern haben wir ein Problem. Da ist oftmals nur Mittelmaß am Werke, manchmal schlimmer. Aber ein von Interessengruppen angeleiteter Lobbyist ist immer die schlechteste Wahl überhaupt.

Die Behauptung, Lobbyismus sei ausschließlich eine privat finanzierte Angelegenheit von Industrie, Gewerkschaften oder Verbände in Form eines bezahlten Interessenvertreters, ist übrigens falsch; Jeder, absolut jeder, kann Kontakt mit einem Abgeordneten aufnehmen und ihm seine "Interessen" mitteilen <- das ist auf dem Papier dieselbe Form der Meinungsbeeinflussung.

Nein, ist es nicht. Denn es erfordert eben nur die Möglichkeiten eines einfachen Bürgers. Es kann auf diese Art also niemand gegenüber seinem Stimmgewicht überrepräsentiert werden. Lobbyisten dagegen richten sich an zahlreiche Abgeordnete, kontaktieren direkt Minister und vor allem machen sie das hauptberuflich, nicht im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten eines Bürgers.

Genau das sind aber die Leute, von denen jeder funktionierende Staat abhängig ist. Ohne Ehrenamt brennen dir auf dem Land die Häuser ab, in Katastrophenfällen sterben erheblich mehr Menschen und Alte, Kranke wie Schwerstbehinderte ohne Fahrdienste hätten den ganzen Tag zu hungern. Das interessiert aber eben kaum keinen. Deshalb: Interessenvertretung. Deshalb Lobbyismus, auch von gemeinnützigen Organisationen.

Zu "auf dem Land" kann ich in diesem Detailgrad nicht mitreden, da ich nicht dort wohne. Ich weiß nur Annekdotenhaft, dass Feste der FF sehr beliebt sind :ugly: . Wenn es Landbewohner aber nicht interessiert, dass ihre Häuser abbrennen, dann sind "die Bauern" aber noch dümmer, als das Klischee behauptet. In der Stadt, wo sich das Ehrenamt größtenteils auf Sportvereine beschränkt, sind letztere jedenfalls durchaus angemessen berücksichtig (in Anbetracht der geringeren Bedeutung natürlich auch einfacher) und bei sozialen und kulturellen Organisationen scheitert es weniger an Aufmerksamkeit und mehr an Einstellungen - wenn viele Bürger der Meinung sind, dass Obdachlosen und Suchtkranken nicht geholfen werden muss, dann stehen die entsprechenden Ehrenämtler natürlich ohne Geld in der Ecke. Aber auch das ist eben Demokratie.

Hier hast du wieder so ein Problem, die Medien. Die womöglich mächtigste "Lobby" überhaupt: Die Politiker müssen sich gut mit denen stellen, wenn sie in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen werden möchten. Und die Wähler kriegen die Meinung der Interessengruppen hinter den Medien präsentiert, ohne das sie es wirklich merken.

Du siehst: Wenn du keinen Lobbyismus willst, musst du das System ändern.;)

Öffentliche Desinformation ist definitiv ein Problem. Aber auch das lösen Lobbyis nicht, sondern sie verschärfen es. Ich könnte jedesmal das Kotzen kriegen, wenn wieder irgendwo Breko-O-Töne verbreitet werden...


Das liegt halt an dem Wahlverhalten der Leute.
Es wird gewählt:
- nach Gewohnheit
- nach Sympathie
- aus Protest
- aus genau einem(!) inhaltlichem Grund (z.B. Umwelt), was die Partei sonst so als Ziele hat, wayne...

All das lähmt seit Jahren/Jahrzehnten die politische Entwicklung in diesem Land und verhindert bitter notwendige Reformen.

Ich seh für Europa da leider langfristig (>100 Jahre) kein Happy End.

Das beste Argument ist immer noch "ich brauch doch Kleinpartei XY nicht wählen, obwohl die genau meine Meinung vertreten, weil die haben doch eh keine Chance" :wall:
 
Insbesondere wird es wohl die Kritik an Kühnert zum Thema Enteignung gewesen sein, die Stimmen gekostet hat.
Denn die meisten SPD-Wähler werden das wohl ähnlich sehen, wie Kühnert.

Hier muss ich dir sagen, das ich das zu 100% anders erlebe bei unserem Stadtrat, immerhin eine 60000 Einwohner Stadt, direkt bei Hannover, wo die SPD über 30% im Stadtrat hat.
Alle SPDler haben dort mit dem Kopf geschüttelt und waren richtig sauer, weil sie von Bürgern und ihren Stammwählern auf (Zitat) diesen Unsinn angesprochen wurden.
Ich kann nur sagen das die Uhren in einer Handwerker und Mittelstandsgeprägten Stadt, mit hohem Eigenheimanteil komplett anders ticken, hier würde Kühnert nichtmal 2% bekommen, obwohl die SPD hier lange den Bürgermeister gestellt hat und immer noch stärkste Stadtratsfraktion ist.
Ich kenne persönlich einige SPD Mitglieder, die die SPD nach eigenen Worten verlassen würden, wenn sich Kühnert mal durchsetzen sollte.
 
Dann würde ich an deiner Stelle mal nicht solche Behauptungen aufstellen, den der Westen hat wesentlich mehr Bevölkerung und die große Mehrheit steht da Kühnerts Vorschlägen sehr ablehnend gegenüber.
Gerade in industriestarken Gebieten wie BAW, Bayern, Hessen, Hamburg oder hier in Niedersachsen Hannover, Braunschweig und Wolfsburg, aber eigentlich allen Gebieten, außer Urbanen linken Hochburgen, die nur einen Bruchteil der Bevölkerung ausmachen, stehen Kühnetrs Ideen sehr ablehnend gegenüber. Auf dem Land wird es eher noch ablehnender!
 
Auch in Köln, München usw. können sich viele die Mieten kaum noch leisten. Da werden sich also immer mehr darauf verlassen, dass die SPD ihre Sorgen ernst nimmt.
Bzw. sind diese Leute heute zu den Grünen gegangen.

Die ARD hatte, heute Abend in der Wahlsendung eine Grafik mit dem Wahlalter bei CDU und Grünen. Die Grafik war jetzt online noch nicht zu finden, deshalb hier mal symbolisch:
Wähleralter.png
Die CDU stirbt also einfach aus.

Edit:
Hab die originalen Grafiken gefunden.
Europawahl 2019

Hier noch eine andere:
chart_350539.jpg


Umso mehr Leute abgehängt werden, umso weniger Stimmen bekommt die CDU und FDP:
chart_350250.jpg
Auch bei den Grünen sieht man halt, dass die auch von vielen Leuten gewählt wird, die mit dem SVU zum Biomarkt fahren.
 
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Oh Gott die Argumentation und Unkenrufe habe ich schon in den 80er Jahren gehört, danach wäre Union schon lange unter 5%. Wahlverhalten ändert sich auch, außerdem kann ich mit den Grünen ganz gut leben und eine Schwarz Grüne Regierung nach der nächsten Bundestagswahl ist mein persönlich angestrebtes Ziel. Läuft in Hessen und BadenWürtenberg ziemlich gut.

Insoweit alles Bestens, mir machen wesentlich eher Junge Wähler sorgen die AfD oder andere antidemokratische Kräfte wählen. Nach der letzten Bertelsmanstudie gaben über 30% der 18-29 Jährigen an, das sie die Demokratie nicht für eine gute Regierungsform halten, das macht mir wesentlich mehr sorgen.
 
Nach der letzten Bertelsmanstudie gaben über 30% der 18-29 Jährigen an, das sie die Demokratie nicht für eine gute Regierungsform halten, das macht mir wesentlich mehr sorgen.
Interessant wäre ja mal eine soziodemografische Aufschlüsselung dieser Gruppe. Ich hab da ja eine Vermutung, die in diese Richtung geht: Armuts- und Reichtumsbericht: Die Originaldokumente zu Reichtum und Einfluss | LobbyControl
Der geschoente Armutsbericht der Bundesregierung - Wer arm ist, zaehlt wenig (Archiv)
[...] Dass die soziale Ungleichheit nicht bloß den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedroht, sondern auch eine Gefahr für die Demokratie bildet, will ein maßgeblicher Teil der Regierungskoalition gar nicht hören. [...]
 
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Das ist echt unterste Schublade das mit Deutschlnad zu vergleichen, auch wenn ich sonst deine Meinung und deine Person respektiere, ist das nichts anderes als die plumpeste Propaganda.

Außerdem muss in Deutschland niemand Obdachlos sein, wenn er das nicht will, die Möglichkeiten und auch Hilfmöglichkeiten sind sehr groß, wenn man nicht den Anspruch hat in einer teuren Metropole zu wohnen.
Ich kann hier als Beispiel Hannover anführen, in der Innenstadt kostet der Quadratmeter 15€, 30-35km weiter draußen mit S-BAHN ANSCHLUSS sind wir bei 5€, das sollte für jeden leistbar sein und 30-45min Anfahrtsweg zur Arbeit sind auch zumutbar.
Damit verharmlose ich nicht eine gewisse Entwicklung in Deutschland, die vollkommen auf das Konto der Kommunalpolitiker aller Parteien geht, die ihre Sozialwohnungen versilbert haben und das nun wieder in den Griff bekommen müssen. Aber ich halte vieles einfach in der jetzigen Zeit, wo es Jobs an jeder Gieskanne gibt und man nicht in der Innenstadt einer Metropole wohnen muss für aufgebauscht. Natürlich müssen Gesetze gegen Spekulanten etc. verschärft werden.
 
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