Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Also Berlin ist schon geil. Man hat dort alles. Kultur jeder Art, mehr als genug Leute um sich rum, alle möglichen Shops (wenn mir meine Wasserkühlung kaputt geht, muss ich auf Teile warten - in Berlin hätte ich die innerhalb der Öffnungszeiten von Caseking. Das sind so nette Kleinigkeiten die das Leben angenehm machen), es gibt Arbeit, geile Wohnungen, es gibt Uber (verdammt ich will das hier haben), Berlin hat einfach so viel zu bieten.
Gerade wenn man es mag, sich mit Menschen aus aller Welt zu treffen und nicht nur aus dem eigenen Kaff, ist eine Großstadt richtig.
Und als Tourist aus einer anderen Stadt fühlt sich das nie vollständig an. Man ist zwar dabei, aber nicht mittendrin.
Und wie hier gesagt wurde, ist Berlin richtig klein für eine Metropole.

Ich würde mich auch in einer massiven Großstadt wie Shenzhen (rund 13Mio.) oder Seoul (rund 10Mio) wohl fühlen. Diese Städte bieten unschätzbare Vorteile, aber man muss sie sich leisten können. Nicht nur finanziell, auch psychisch. Anonym in einem Ameisennest, die Stadt schläft niemals, es ist recht laut, hell, alles blinkt. Leute sind auch anders drauf. Etwas bissiger, aggressiver (nix mit Gemütlichkeit), zielstrebiger und allgemein genervt - was sich halt auch im Umgangston spiegelt. Ist halt kein Dorf.
Als Offtopic würde ich das nicht bezeichnen, denn das Phänomen der steigenden Mieten ist global, nicht auf uns hier beschränkt.
Im besagten Shenzhen sind die Mieten auch explodiert, somit sind auch die gut bezahlten Arbeiter die dort in der Produktion arbeiten (das ist DIE Elektronik-Stadt in China) mittlerweile nichts mehr finden. Das passiert wenn die Stadt zu schnell wächst (oder wie in unserem Fall zwar extrem langsam wächst, aber noch langsamer baut usw.) und wenn sie einfach zu groß und zu attraktiv wird für Leute mit ordentlichem Verdienst. Die lassen es sich nicht nehmen, da zu wohnen wo es ihnen gefällt.
 
Also Berlin ist schon geil. Man hat dort alles. Kultur jeder Art, mehr als genug Leute um sich rum, alle möglichen Shops (wenn mir meine Wasserkühlung kaputt geht, muss ich auf Teile warten - in Berlin hätte ich die innerhalb der Öffnungszeiten von Caseking. Das sind so nette Kleinigkeiten die das Leben angenehm machen), es gibt Arbeit, geile Wohnungen, es gibt Uber (verdammt ich will das hier haben), Berlin hat einfach so viel zu bieten.
Gerade wenn man es mag, sich mit Menschen aus aller Welt zu treffen und nicht nur aus dem eigenen Kaff, ist eine Großstadt richtig.
Und als Tourist aus einer anderen Stadt fühlt sich das nie vollständig an. Man ist zwar dabei, aber nicht mittendrin.
Und wie hier gesagt wurde, ist Berlin richtig klein für eine Metropole.
Das hast du aber in München alles auch.:ka:
Nur dass da die Wohnungen noch ein Stück teurer sind.:ugly:
 
Das hast du aber in München alles auch.:ka:
Nur dass da die Wohnungen noch ein Stück teurer sind.:ugly:

Nur das München in Bayern ist, ne ganz andere Kultur und einen anderen Style hat. Die Städte sind extrem unterschiedlich.
Ich mag mein Leipzig, aber ab und an fehlen mir hier Sachen. Es sind Kleinigkeiten, nicht genug um einen zum Umzug zu bewegen versteht sich. Dafür haben wir hier andere Sachen, eine sehr starke linke Szene und sehr viele Grün-Wähler die mir sympatisch sind.
Allgemein ist es super wenn sich Deutschland an vielen Standorten gut entwickelt und diese unterschiedlich bleiben. Nicht wie z.B. Russland wo man Moskau und St. Petersburg hat und der Rest besteht aus Dörfern (auch wenn da Millionenstädte sind, von der Kultur her sind das praktisch Dörfer). Dort ist alles auf die 2 Großstädte konzentriert, hier nicht. Das sieht man auch an weltbekannten Events wie Wave Gotik Treffen oder Dreamhack die in Leipzig stattfinden und nicht in Berlin oder München. Oder die Gamescom in Köln. Unsere Börse sitzt in Frankfurt. So eine Aufteilung ist perfekt und hilft auch dabei das nicht 1-2 Großstädte überrannt werden - es verteilt sich halt ordentlich. Hätten wir so was nicht, würde Berlin schon lange komplett überlaufen sein und München auch. Sind sie aber nicht :)
 
Mag sein, dass in Berlin die Kulturen mehr ineinandergreifen (wobei ich mir da im Bezug auf arabische Clans auch nicht so sicher bin), aber in München bin ich auch von sehr vielen Menschen von überhall her umgeben (von innerhalb und außerhalb Deutschlands), grade an (oder wegen) der Uni.
An Berlin schreckt mich schon alleine die Kriminalitätsrate ab; ist schon übel, alleine die Drogenszene, gegen die aus politischer Richtung nichts unternommen wird.
In München hast du solche Problemviertel fast nirgends, die Stadt zählt zu den zehn sichersten in Deutschland.

Berlin ist halt die Hauptstadt, da ist irgendwo vorprogrammiert, dass es dort kulturell fragmentierter zugeht, was aber nicht zwingend positiv sein muss.^^
 
Ich kann mich mit München einfach nicht anfreunden, hab das jetzt (im Speckgürtel) 9 Monate hinter mir und noch über 4 Jahre vor mir.
Berlin allerdings begeistert mich immer aufs neue.

Zur Bevölkerungsentwicklung Berlins muss man noch sagen, dass Berlin durch die Teilung ja ein Sonderfall ist und auch heute nicht die Bevölkerung erreicht hat die es vor dem Krieg hatte (auf kleinerem Stadtgebiet)
 
Erstens "ohne Fahrer" hat sehr wohl was mit der Bauweise zu tun. Es hat schon seinen Grund warum es keine Straßenbahnen gibt die Autonom fahren. (Falls "Bauweise" auf den Antrieb des Fahrzeuges gemünzt war geschenkt, die Argumente sollten nicht kombiniert werden).

"Bauweise" war auf die Bauweise bezogen. Deswegen heißt das so. Du hast selbst die Bauweise von Antrieb und Tragsystem angesprochen und nur die. Und die haben nichts mit Autonomität zu tun. Eine Straßenbahn ist genauso gebaut, wie die Nürnberg U-Bahn, aber letztere fährt ohne Fahrer. Ein JR-Maglev ist vollkommen anders gebaut, würde aber nie ohne Personal starten.
Was du meinst ist den Bauort: Eine eigener, baulich komplett getrennter Fahrweg erleichtert autonomes Fahren. Den kann ich aber mit jeder Bauweise realisieren.

Der Kostenfaktor für den Fahrer ist zu vernachlässigen, aber wenn die Bahn nicht fährt weil man nicht genug Fahrer hat ist es ein gehöriger Nachteil.

"Genügend Fahrer" IST ein Kostenfaktor. Und nur das. Keine Bahn hat Fahrermangel, weil plötzlich 30% eine Grippe haben. Man hat Fahrermangel, weil die Personaldecke bei 90% liegt und man für die Löhne niemanden neues mehr findet.

Wegen dem Boegl System hast du dich offenbar nicht richtig informiert, das ist kein Transrapid und auch erheblich günstiger. Außerdem ist die Wartung auch bei langsamen Rad-Schienen-Fahrzeugen nicht ohne.
Bayern: Max Boegl baut eine Magnetschwebebahn fuer den OEPNV - Golem.de

Ich hab nirgendwo von "Transrapid" gesprochen und mich soweit informiert, wie es möglich war. Aber nirgendwo steht, wie das Ding wunderbar billig sein soll und komischerweise scheint es bislang auch jedem zu teuer gewesen zu sein. Abgesehen von etwas geringerer Geräuschentwicklung les ich auch nichts von technischen Vorteilen gegenüber einer normalen Leichtbahn - offensichtlich gibt es aber die volle Dosis Nachteil beim Fahrweg, der komplett neu errichtet werden muss und das entweder mit aufwendigen Querungsbauwerken oder komplett aufgeständert (mit entsprechend aufwendigen Stationen). Überraschend, dass der Entwurf von einem Bauunternehmen stammt :ugly:


Für zugeparkte Busspuren, Fahrgäste die sich unbedingt noch in den Bus quetschen der schon voll ist, Fahrgäste die nicht durchrücken, den x-ten Kinderwagen der kaum noch reinpasst, zweite-Reihe-Parker, rumkriechende Radfahrer oder schlicht Stau kann die BVG nichts.
Die Leute denken leider oft nicht weiter wie bis zu deren Nase. Fahrgäste, die den Betriebsablauf bewusst und mit voller Absicht stören mal ganz ausgenommen.

Ich kenn die BVG noch aus den 90ern, als sie die gleiche "Zuverlässigkeit" auch unter deutlich besseren Bedingungen geschafft hat ;)
Aber davon abgesehen sind das ja dennoch alles unvermeidliche Bestandteile des Konzeptes "Bus", als dessen Vorteil "Zuverlässigkeit" postuliert wurde. Da hat er zwar zugegebenermaßen 1-2 weniger Worst-Cases zu befürchten, weil der Fahrweg meist mehrfach redundant existiert (aber auch nicht immer. Fahr mal von Friedrichshagen ins Allende...), aber dafür gibt es so viele kleinere Störquellen, dass die Störung ratz fatz zum Dauerzustand wird.

Irgendwas Neues brauchen wir hier aber, wenn man weniger Leute zum Individualverkehr nötigen will. Ich denke mal dass ich es gut herauskristallisiert habe, dass ich eine U-Bahn in bestehenden oder sehr großen Wohngebieten bei einem zu erwartenden sehr hohen Fahrgastandrang für die Grobversorgung und den Bus als Feinversorgung als die beste Lösung ansehe - den West-Berliner Ansatz halt. Und in Neubaugebieten halt, bei einem entsprechenden zu erwartendem Fahrgastandrang und falls sinnvoll umsetzbar, aus Initial-Kostengründen eine Straßenbahn.

Ich bin für S-Bahn (wo man es sich leisten kann auch unterirdisch) + Fahrrad (Ebike für die faulen).


Die Sache ist, irgendwo muss halt auch mal eine Grenze gezogen werden. Aktuell liegt sie meines Erachtens nach halt viel zu niedrig.

Nö. Es muss eben gerade keine Grenze gezogen werden, sondern ein breiter Übergangsbereich. An Grenzen wirst du immer negative Grenzeffekte beobachten und wo die Natur keine Grenze vorgibt, sollte man deswegen nach Möglichkeit mit fließenden Systemen arbeiten. Manchmal ist das den Aufwand nicht wert, aber bei dem ohnehin gigantischen Aufwand der staatlichen Verteilungssysteme wäre eine fließender Übergang zwischen ALGII und Arbeit, von der man Leben kann, ein Klacks.

Auch muss man verhindern, dass Unternehmen über diesen Weg Lohnkosten sparen wollen. Ich wette mit dir, es würden sonst noch viel mehr Löhne in manchen Branchen genau auf solch ein Level gesetzt werden, dass das Amt den Lohn auf ein Niveau X fördert, anstatt dass man den Lohn für Niveau X selber zahlt und eine Abhängigkeit vom Amt vermeidet.

Siehst du? Genau das sind Grenzeffekte. Wenn du mit maximal 50% Anrechung arbeitest und so einen Quatsch wie "exakt 450 Euro" Jobs streichst, wirst du auch das los. Und du wirst nie verhindern, dass Unternehmen auf alle nur erdenklichen Arten Lohnkosten sparen. Das klappt nur im Sozialismus. Aber du kannst verhindern, dass es am Markt eine Schwelle gibt, dicht über der quasi gar keine Arbeit angeboten wird, sodass Millionen von Leuten ohne naheliegende Aufstiegsmöglichkeit darunter gefangen sind.

Wenn es mit der Digitalisierung und Automatisierung so weitergeht, wird es generell fast nur noch spezielle Jobs geben... Der Rest fällt hinten runter.

Es muss noch verdammt viel, viel, viel, viel weiter automatisiert werden, bis es keine Friseure, Regalauffüller, Verkäufer, Kellner, Köche, Kassierer, Lieferanten etc. mehr gibt. Und überall, wo etwas mehr Geld im Spiel ist, halten sich bis heute manuelle Anachronismen, die mit mehr besserverdienenden Spezialisten noch bestärkt werden - von der Stilberaterin in der Boutique über den Bankangestellten, der dir die Scheine händisch zählt bis hin zum Autoverkäufer, der seit 20 Jahren durch ein vernünftiges Online-System ersetzt werden könnte, es aber auch in 20 Jahren noch nicht sein wird. Das alles sind Jobs, die wenig Qualifikation voraussetzen und Menschen nur wegen ihrer Flexiblität und Feinfühligkeit bei mechanischen Arbeiten oder sogar ausschließlich wegen ihrer Menschlichkeit genutzt werden. Nichts, wofür jemals irgendwer viel Lohn zahlen würde, aber auch etwas, was der Besserverdiener als Dienstleistung wünscht. Und entweder degradierst du solche Leute zu Billigsklaven, was über kurz oder lang in soziale Unruhen mündest, oder du beteiligst sie am Einkommen der Besserverdiener. Und weil das über Selbstorganisation erfahrungsgemäß nur eingeschränkt funktioniert, Geld ist eben nicht nur Reichtum sondern auch Macht, muss sich einfach mal eingestehen, dass es für unsere Vision einer künftigen Gesellschaft ein staatlich unterstützter Niedriglohnsektor unvermeidbar ist.


Sowohl bei der Miete, als auch bei der Grundsteuer gab es Einigungen:

Einigungen zwischen Politikern und Leuten mit viel Geld...


Apropos: Ich empfehle jeden mal ein Blick in "Baugenehmigungen, Baufertigstellungen - Lange Reihen" des Statistisches Bundesamtes zu werfen. Schon während der ersten Amtszeit von Willy Brandt gab es mehr Baugenehmigungen und es entstanden mehr neue Wohnungen, als in der gesamten bisherigen Zeit der Kanzlerschaft von Merkel oder auch nur einer Amtszeit eines anderen Bundeskanzlers vor oder nach ihm. Zumal es sich auch noch in der Struktur von dem was heute gebaut unterschied - "normale" Mietwohnungen vs Luxuswohnung für die Dekadenz. Dazu auch noch Gesetze gegen Bodenspekulation und Mietwucher. :schief:

Ich glaube, damals war noch etwas mehr Bauland frei und unter den Bauten, die da drauf gestellt wurden, leidet manch Mieter bis heute.


Wer richtig viel Geld hat, schaufelt das sowieso woanders. Vor allem weil man dank EU mittlerweile überall sein kann. Es reicht wenn ich über 6 Monate im Jahr im anderen EU-Land bin um dort meine Steuern zu zahlen. Madeira z.B.
Und wer viel Geld hat, hat meist auch viel mehr Spielraum.

Es wird endlich Zeit, das internationaler Kapitalverkehr mit Abgaben belegt wird. Hat man seine Arbeitskraft, ist man auf die Möglichkeiten beschränkt, die sich im Umkreis von ein paar Kilometern ergeben. Hat man einen Betrieb, muss man mit dem Leben, was es in der Region gibt. Hat man einen Acker, muss man das Zeug, das drauf wächst, irgendwie loswerden. Aber der, der Geld hat, der kann sich global die Rosinen rauspicken. :daumen2:
Da braucht man sich nicht wundern, wenn das System Ungleichheit produziert.


Ich war im Hartz4-Bezug, allerdings kurzfristig und das meist mit einer Nebentätigkeit die zwar Einkommen erzielt hat, aber nicht viel und nicht gleichmäßig.
Daher ja, diese Sachen kannte ich nicht.
Die Spinnen doch. 2,5h Pendelzeit für eine Vollzeitstelle? Wenn da noch Überstunden dazu kommen (kann ja passieren) dann ist man 12h unterwegs insgesamt.

Die 2,5 h gelten eigentlich nur für Jobs bis 6 h, sonst 2h, aber Richtlinien und Praxis ...
...
...
Drücken wir es mal so aus:
"Grundsätzlich ist ein zumutbarer Arbeitsweg gegeben, wenn eine Strecke von 180 Kilometern zurückgelegt werden muss. "

Man beachte hierbei auch, dass der Besitz eines KFZs vom Jobcenter als unnötig/Luxus erachtet wird. Wir sprechen also im Worst Case von 180 km mit öffentlichen, was selbst bei einer günstig gelegenen ICE-Trasse inkl. Nahverkehr schnell 2-3 Stunden PRO Richtung sind.

Das sind die Probleme, für die Geringverdiener eine Lösung finden müssen, ehe sie die Klappe für mehr Lohn aufmachen, Home Office fordern oder in die Selbstständigkeit gehen oder irgend einen anderen deiner zahlreichen "Vorschläge" zur Verbesserung ihrer Situation umsetzen können. Packen sie ihre Prioritäten irgendwo anders hin, als vom Jobcenter verlangt, stehen sie nämlich binnen weniger Wochen ohne alles dar, in einigen Fällen auch ohne Wohnung.

Das es da so bescheuert geregelt ist, hab ich jetzt nicht gewusst.

Und das ist noch die Spitze des Eisbergs, denn in aller Regel gibt es in der Nähe derartiger Jobs ja genug andere Jobcenter-Opfer, sodass sich die meisten dem Zwang zum Langstreckenpendeln noch entziehen können. Viel schlimmer ist, wieviel Zeit mit diesen und anderen Zwangsmaßnahmen draufgehen. Denn auch wenn man im Bewerbungsgespräch gleich mal damit rüber kommt, dass man Verkehrsbedingt ja frühestens ab 11:00 zuverlässig erscheinen könnte ("danke, ich finde die Tür selbst") - bewerben und die Bewerbung nachweisen muss man, zum Gespräch muss man und zumindest vor ein paar Jahren hatte man auch noch gute Chancen, 4-6 Stunden pro Tag in irgend einer nutzlose JC-Maßnahme gefangen zu sein. Die Bezeichnung "Vollzeit Arbeitsloser" ist nicht weit hergeholt. Als Teilselbstständiger blieb mir das übelste noch erspart, aber öfters geht fürs Jobcenter und seine Drangsalierungen mehr Zeit drauf als für die Suche nach Stellen, die auch Sinn ergeben.

Alles nur wegen der deutschen Leit Neidkultur.

(hat eigentlich mal jemand aktuelle Zahlen gesehen, wie viel vom ALGII-Budget an die ALGII-Empfänger fließt und wieviel in Verwaltung, Maßnahmen, etc.? Vor 10 Jahren waren das mal fast 50%)

Und bei den langen Pendelstrecken verschwenden die Leute zu viel Geld und verstopfen unsere Straßen etc. - ist weder gesund noch gut.

Ich möchte nicht wissen, wieviel Pendelei man in Deutschland allein durch Jobtauschs einsparen könnte, weil im Moment Elektriker A aus Düsburg, der 2014 eine Stelle suchte, in Düsseldorf arbeitet, während Elektriker B aus Düsseldorf, der 2015 nach Düsburg verdonnert wurde, in Gegenrichtung unterwegs ist...

Pendler sind ja schon angepisst wenn sie auf Arbeit ankommen weil anstatt 15min radeln oder zu Fuß laufen haben die Leute 1h+ unterwegs verschwendet, mit Stau, Baustellen, Umleitungen und dem ganzen Spaß. So ein Arbeiter ist weder produktiv noch freundlich - da freut sich der Chef auch nicht.

Im Niedriglohnsektor ist das dem Chef egal. Die Aufgaben sind geistig so abstumpfend gehalten, die kannst du wütend, übermüdet, bekifft oder topfit machen - es kommt das gleiche bei rum, wenn du eine gewisse Grundgeschwindigkeit hast. Und die wird dir eingebleut oder du wirst ausgetauscht. Guck dir Regeleinräumer an, ruf bei 90% aller Hotlines durch, etc.. Es hat seinen Grund, dass die Leute ihre Arbeit mit der Motivation machen, mit der sie sie machen.

kA warum das so geregelt wird, das sind ideale Voraussetzungen um "working poor" zu erschaffen

Wieso "kA"? Du formulierst den Grund doch vollständig aus. Das System HartzIV wurde gemäß der Wünsche von Unternehmern für "working" geschaffen und die Forderungen der Priveligierten nach "bloß niemandem etwas schenken" haben sichergestellt, dass alles andere als "poor" ausgeschlossen wurde. Erklärtes Ziel des Systems ist es, Leute zum arbeiten "zu motivieren" und erklärte Grundannahme unzähliger Populisten ist, dass jeder, der nicht längst arbeitet, gar nicht arbeiten will und nur durch Zwang motiviert werden kann und das er es nicht verdient, mehr als das Minimum dafür zu bekommen. Willkommen im "konservativen" Deutschland.


Naja diese Leute gehen nicht unbedingt wählen. Diese Leute sind politikverdrossen, trauen denen nicht mehr und gehen gar nicht mehr wählen.

Rate mal, wieso...
Diese Leute werden systematisch verarscht und haben in der Regel weder die Zeit noch -siehe Auftstiegschancen/Klassenverfestigung in Deutschland)- das Wissen, sich zumindest die besseren der Arschlöcher rauszupicken und eine Richtung vorzugeben.

Und da sie nicht mehr wählen gehen, werden ihre Interessen von der Politik auch nicht berücksichtigt, ist auch richtig so. Die Politiker hören auf die, die sie unterstützen, mit denen zusammenarbeiten usw. - und das sind überwiegend Leute mit ordentlich Geld - entweder über eine Lobby oder halt immer selbst vor Ort, machen sich bemerkbar.

Ist also nicht mit Absicht, eher ein Nebeneffekt der aktuellen Politik.

Es ist die unabdingbare Folge eines Systems, in dem Geld alles und Menschen nur eine Ressource von vielen sind. Und genau darauf arbeitet die Politik seit Jahrzehnten absichtlich hin.

Das hast du aber in München alles auch.:ka:
Nur dass da die Wohnungen noch ein Stück teurer sind.:ugly:

In Berlin hat man aber weniger Bayern als in München :daumen: :P
 
Internationaler Kapitalverkehr mit Abgaben? Dann zahlen sie die Abgaben und weg ist das Geld und kommt nie wieder. Selbst wenn man bissige 33% von dem behält was da unversteuert ins Ausland geschoben wird, ist das einmalig und das Geld ist futsch. Keine Investitionen, keine Bankgeschäfte, keine Transaktionen mehr hier - alles wird außen herum gemacht. Und EU-weit lässt sich das nicht umsetzen. Das ist auch Quatsch. Man sollte mehr Anreize für Investoren schaffen und mehr Anreize, das Geld hierher zu bewegen und nicht von hier weg. Dazu gehören auch niedrige Steuern. Manche Orte existieren praktisch nur weil sie extrem niedrige Steuern bieten und deswegen eine Existenzgrundlage haben. Madeira ist ein gutes Beispiel - eine abgelegene Insel die beschissen erreichbar ist, mit einer gefährlichen Landebahn und anderen Eigenheiten. Warum zieht es Leute dahin? Na weil sie massiv Geld sparen. Und da alles digital und online erledigt wird, kann man mittlerweile mit dem Laptop am Strand sitzen und Cocktails trinken während man Geld verdient und man ist genau so effizient wie vor Ort wo die Firma eigentlich steht.

Pendeln.. Ja, 2h für Vollzeit, aber das sind 2h die OHNE Baustellen, Umleitungen, die DB und andere Faktoren berechnet werden. Da wird nachgesehen - ah gugge mal, ICE braucht ne Stunde, dann noch 40min mit den Öffis und 15min warten, passt ja. Aber wehe da passt was nicht, da biste 3h unterwegs, zu spät für alles und wirst noch vom Chef zusammengefaltet - was fällt einem ein, zu spät zu kommen. So was würde ich nie annehmen. Da würde ich lieber irgendwo vor Ort putzen gehen und aufstocken bis ich was vernünftiges habe, als zu pendeln. Denn da kann das Jobcenter einen nicht rauswerfen, auch wenn es ein 450€-Job ist.
Vor allem kommen jetzt die Grünen stärker durch, die werden den Pendlern noch mal ordentlich in den Hintern treten - die verpesten uns die Luft und verstopfen alles ohne irgendwas produktives beizutragen. Wozu sollte man Menschen durch die Gegend karren wenn es nicht um irgendwas besonderes ist wie einen Spezialisten zum Einsatzort bringen? Wenn die schon eine feste Arbeitsstelle haben und es sieht so aus das es erstmal so weiter geht, dann sollte man auch näher dran wohnen. Da wird sich also was tun müssen, pendeln soll härter bestraft werden.

Und ja, das Jobcenter hat mich damals mehr Zeit gekostet als die eigentlichen Bewerbungen ink. Bewerbungsgesprächen, pflegen von LinkedIn und Social Media und Kontakte knüpfen um einen Job bei einem ausländischen Unternehmen zu ergattern. Und das muss schon was heißen. Das sie Unterlagen verbummeln, selbst Termine versäumen (Kollege krank, Kollege im Urlaub, Kollege hat sich vom Hund beißen lassen, wir haben ihre Unterlagen nie erhalten [muss ich n verdammtes Selfie machen wenn ich die einreiche oder wat?!] und das geht endlos so weiter).
In vielen Fällen verhindert das Jobcenter eine effektive Arbeitsaufnahme anstatt sie zu ermöglichen und die Gängelung wegen Hartz4 ist so dämlich - vor allem weil nichts digital erledigt werden kann.

Und ja, Hartz4 wurde zwar überwiegend auf Unternehmen zugeschnitten und mit dem Zweck, die Leute irgendwie in die Arbeit zu stopfen, auch wenn sie sinnlos, unterbezahlt und komplett gegen die Qualifikation der Menschen ausgesucht wird. Aber das muss ja nicht so bleiben. Grundeinkommen scheint hier nicht zu klappen, geht nicht voran, es müssen also irgendwelche Lösungen her für das System - es kostet den Staat zu viel und sorgt für soziale Probleme.

Übrigens mag es kein Chef wenn seine Angestellten so motiviert sind wie sein Türstopper. Selbst bei absolut anspruchslosen Jobs bringt das Probleme - Leute machen krank, machen blau, machen sonstwas auf Arbeit und alle sind genervt. Nur zufriedene und motivierte Arbeiter bringen das Unternehmen nach vorne.
Bei Beamten ist das anders, die müssen sich nicht besonders anstrengen oder motiviert sein, sie sind sicher und haben an sich keinen Leistungsdruck. Denen kann alles egal sein, das sieht man auch - gerade wie im Jobcenter mit den Leuten umgegangen wird. Da ist keiner motiviert.
 
Manche Orte existieren praktisch nur weil sie extrem niedrige Steuern bieten und deswegen eine Existenzgrundlage haben. Madeira ist ein gutes Beispiel

Yeah, klar. Last alle einen auf Steuerparadies machen und Cocktailsschlürfen. Ist ja auch so einfach:
1) erheben die niedrigsten Steuern von allen. genauso ... wie das ... alle anderen machen?
2) finde eine Volkswirtschaft oder Sammlung der gleichen, die mindestens 100000mal größer ist, deren Gewinne du via Schritt 1 ins eigene Land längst. Für Deutschland würde sich da ggf. die Andromeda-Galaxie anbieten, wir müssen nur noch rausfinden, wie niedrig deren Steuersätze sind.

So was würde ich nie annehmen. Da würde ich lieber irgendwo vor Ort putzen gehen und aufstocken bis ich was vernünftiges habe, als zu pendeln. Denn da kann das Jobcenter einen nicht rauswerfen, auch wenn es ein 450€-Job ist.

Natürlich kann das Jobcenter das. Du kannst nur solange aufstocken, wie du dich als arbeitssuchend meldest und solange bist du verpflichtet, zumutbare Angebote des Jobcenters anzunehmen. Entweder du lebst von 450 € OHNE aufstocken -have fun mit der Miete- oder du pendelst 2h, wenn das Jobcenter das will. Eine andere Option ist im deutschen "Unterstützungs"System nicht vorgesehen.
(Inoffizieller Ausweg ist halt, wie beschrieben, den vom Jobcenter gewünschten Arbeitgeber davon überzeugen, dass er einen 2-h-Pendler gar nicht will. Aber damit verstößt man eigentlich schon gegen seine Mitwirkungspflicht bei der Jobsuche.)

Vor allem kommen jetzt die Grünen stärker durch, die werden den Pendlern noch mal ordentlich in den Hintern treten - die verpesten uns die Luft und verstopfen alles ohne irgendwas produktives beizutragen. Wozu sollte man Menschen durch die Gegend karren wenn es nicht um irgendwas besonderes ist wie einen Spezialisten zum Einsatzort bringen? Wenn die schon eine feste Arbeitsstelle haben und es sieht so aus das es erstmal so weiter geht, dann sollte man auch näher dran wohnen. Da wird sich also was tun müssen, pendeln soll härter bestraft werden.

Meine Rede. Bin schon lange dafür, dass die Abgabenlast derart massiv von Arbeit auf Energie/Verkehr verlagert wird, dass es eine Familie mit einem Job im Umkreis besser dasteht, als mit zwei Jobs in 200 km Entfernung in verschiedene Richtungen. Und das in diesem Zuge auch Unternehmen lieber eine 75% Stelle in München und eine 75% Stelle in Berlin schaffen, anstatt einen 110%-Burn-Outler dreimal die Woche dazwischen fliegen zu lassen.

Und ja, das Jobcenter hat mich damals mehr Zeit gekostet als die eigentlichen Bewerbungen ink. Bewerbungsgesprächen, pflegen von LinkedIn und Social Media und Kontakte knüpfen um einen Job bei einem ausländischen Unternehmen zu ergattern. Und das muss schon was heißen. Das sie Unterlagen verbummeln, selbst Termine versäumen (Kollege krank, Kollege im Urlaub, Kollege hat sich vom Hund beißen lassen, wir haben ihre Unterlagen nie erhalten [muss ich n verdammtes Selfie machen wenn ich die einreiche oder wat?!] und das geht endlos so weiter).
In vielen Fällen verhindert das Jobcenter eine effektive Arbeitsaufnahme anstatt sie zu ermöglichen und die Gängelung wegen Hartz4 ist so dämlich - vor allem weil nichts digital erledigt werden kann.

Digital hätte bei mir nicht viel geholfen. Die ganzen Unterlagen zusammenzustellen war zeitaufwendig, die Erklärungen bei der Selbstständigkeit war aufwendig und vor allem die Maßnahmen und Forderungen waren extrem zeitaufwendig. Aber das eigentliche Einreichen ging recht flott und auch die Termine wurden bei mir so gelegt, dass nur wenig Wartezeit entstand. Mit der gleichen Bürokratie digital hätte ich vielleicht 2-3 h pro Halbjahr gespart - aber 90% der Bürokratie hätte man sich einfach sparen können. Ich habe rund 3 cm Bescheide pro Jahr angesammelt und das Amd leistet sich nicht das dickste Papier...

Und ja, Hartz4 wurde zwar überwiegend auf Unternehmen zugeschnitten und mit dem Zweck, die Leute irgendwie in die Arbeit zu stopfen, auch wenn sie sinnlos, unterbezahlt und komplett gegen die Qualifikation der Menschen ausgesucht wird. Aber das muss ja nicht so bleiben. Grundeinkommen scheint hier nicht zu klappen, geht nicht voran, es müssen also irgendwelche Lösungen her für das System - es kostet den Staat zu viel und sorgt für soziale Probleme.

Mittlerweile mache ich mir da keine Hoffnung mehr. Als HartzIV eingeführt wurde, war noch vieles offen - zunächst ging es um weniger Bürokratie durch Schaffung eines einheitlichen Systems statt der bisherigen Sammlung aus Arbeitslosengeld, -hilf, ABM, ...... DAS war auch eine gute Idee und die Höhe der Hilfe sollte evaluiert werden (wurde sie erst unter Schwarz Gelb...), die Sanktionen sowie überaupt Einschränkungen sollten evaluiert werden (wurden sie ... unter Schwarz Gelb) und die Maßnahmen sollten die Leute fit für bessere Jobs machen, vor allem aus Lehrangeboten bestehen (waren sie schon unter rot-grün nicht, danach wurde der schwarz-gelb-Stift angesetzt). Hätte man diese ganzen geplanten Detailkorrekturen in die richtige Richtung ausgeführt, wär was drauf geworden. Aber man mit jeder Runde wurde nur mehr auf den Armen rumgehackt und heute sind schon die Wörter so verbrannt, dass sich jeder Politiker mit sozialen Ambitionen nur noch radikal distanzieren will und die wirtschaftsnahen, die am System festhalten, werden es garantiert nicht sinnvoll weiterentwickeln.

Übrigens mag es kein Chef wenn seine Angestellten so motiviert sind wie sein Türstopper. Selbst bei absolut anspruchslosen Jobs bringt das Probleme - Leute machen krank, machen blau, machen sonstwas auf Arbeit und alle sind genervt. Nur zufriedene und motivierte Arbeiter bringen das Unternehmen nach vorne.

Kann ich nicht bestätigen. Natürlich macht das Probleme, aber die Probleme hat nicht der Chef, sondern der Abteilungsleiter. Und einem Unternehmen, dass mehrheitlich auf 450-€-Kräfte setzt, ist der Leiter ein 2k-Brutto-Würstchen, das halt im Monatsryhtmus ausgetauscht wird, während alle anderen nach ner Woche fliegen, wenn sie sich falsch verhalten. Theoretisch könnte man zwar zu dem Schluss kommen, dass es effizienter wäre, motivierte und langfristig bleibende Mitarbeiter zu haben, aber Billigjobber sind einfach so billig, dass 10% mehr davon einzustellen keine wertvollen Stunden des gut bezahlten Jobs wert ist und außerdem wirst du viele niedere Tätigkeiten nie nenneswerte Leute finden, die die Tätigkeit mögen. Und es gibt zwar Menschen, die jeden Job motiviert machen, wenn die Kohle stimmt, aber die wollen sehr, sehr, sehr viel mehr. Der Unterschied zwischen scheiß und mittelmäßigen Arbeitsbedingungen liegt bei Motivation und Arbeitnehmerbindung also nahe null. Sehr gute Bedingungen könnten was ändern, wären aber zunächst sehr viel teurer und, wie gesagt, der Chef müsste sich überhaupt erstmal um die Fußabtreter kümmern, um dieses bestenfalls-Nullsummenspiel zu starten. Macht er aber nicht und primär ist er sowieso auf Gewinn aus, da sind Scheißbedinungen und rotierende Billigarbeitskräfte die beste Lösung. Nicht ohne Grund ist in einigen Firmen trotz konstantem Arbeitsaufkommen Zeitarbeit standard.
 
Übrigens mag es kein Chef wenn seine Angestellten so motiviert sind wie sein Türstopper. Selbst bei absolut anspruchslosen Jobs bringt das Probleme - Leute machen krank, machen blau, machen sonstwas auf Arbeit und alle sind genervt. Nur zufriedene und motivierte Arbeiter bringen das Unternehmen nach vorne.
Das kann man u.a. mit angemessenen Löhnen und der Schaffung eines guten Betriebsklimas. Leider gibt es genug Arbeitgeber denen das egal ist.
Besonders in den Branchen wo es keine Gewerkschaften gibt.
 
Im Osten gibt es so gut wie keine Gewerkschaften mehr.
Und auch im Westen gibt es große Gebiete wo die Gewerkschaften schon lange nicht mehr handlungsfähig sind.
 
Das kann man u.a. mit angemessenen Löhnen und der Schaffung eines guten Betriebsklimas. Leider gibt es genug Arbeitgeber denen das egal ist.
Besonders in den Branchen wo es keine Gewerkschaften gibt.

In Branchen wo Fachkräftemangel real ist (ich kann persönlich nur von IT sprechen weil ich selbst sowie praktisch alle engeren Freunde und Kollegen drin stecken) ist das üblich.
Bei mir ist das üblich das ich einfach freie Tage kurz vorher nehmen kann (hab 1 Woche vor Pfingsten angefragt ob ich 5 Tage aufm Festival rumeiern kann, spontann - jo, geht klar, bleib halt halbwegs erreichbar aufm Smartphone um Arbeit auf Kollegen verteilen zu können), ich kann mir meine Arbeitszeit überwiegend selbst aussuchen, ich kann entscheiden ob ich ins Office fliegen will oder nicht. Pflichtmeetings machen rund 1,5h in der Woche aus und wenn ich die vom Smartphone aus am See mitnehme während ich da rumliege, hat auch keiner was dagegen. So was hilft beim Betriebsklima. Klar gibt es Sachen wo man halt durchzieht, z.B. 12h auf Events ackern und das über mehrere Tage, aber das war bislang immer geil - auch wenn man danach kaputt ist. Auch mit Kollegen kommt man gut klar, weil es alles Nerds sind, weil man gemeinsame Interessen hat und allgemein vom Chef und Abteilungsleiter motiviert wird, weil sie einem auch helfen. Dafür erhalten alle mehr als die besagten 2000€ Brutto, auch das Fußvolk.
So schafft man ein erfolgreiches Unternehmen welches ordentlich wachsen kann. Da steht man dazu, trägt gerne Klamotten mit dem Firmenlogo und arbeitet ordentlich. Bei einem schlechten Job arbeitet man genau so wie man bezahlt und behandelt wird, entsprechend kommt das Unternehmen nie voran.

Und ich hoffe mal die Leute werden hier endlich umziehen wie die Amis. Möbelierte Wohnungen und Häuser tragen dazu bei das die Umzugskosten und Aufwand halbwegs überschaubar bleiben und die Leute sollten allgemein flexibler werden. Der moderne Arbeitsmarkt verlangt flexible Verträge, befristet - weil es oft um Projekte geht, teils internationale Projekte, ich befürworte diese eigentlich. Aber nicht prekäre Verträge, sondern hochbezahlte befristete Verträge wo man hinterher noch sagen kann - jo, ich kann mir noch 3-6 Monate locker vom Gewinn abziehen und da bleibt immer noch was hängen. Man muss sich an den Markt anpassen.

P.S. Gewerkschaften passen nur in einige Bereiche, aber bei weitem nicht mehr überall.
Wie willste z.B. bei uns eine Gewerkschaft aufstellen, wo die Hälfte der Leute nach Israelischem Recht angestellt ist und die andere Hälfte nach den lokalen Gesetzen der jeweiligen Länder (und davon haben wir über 10 wo die Leute sitzen). Wie soll das gehen? Vor allem ohne die Mitarbeiter im Ausland zu bevorteilen oder gar zu benachteiligen?
Ich halte Gewerkschaften nicht für die beste Lösung.
Lösungen wie sie Facebook oder Google für die Mitarbeiter anbietet sind wesentlich besser. Die brauchen auch keine Gewerkschaft da drüben, die werden sowieso recht gut behandelt und bezahlt. Das ist unsere Zukunft.
Gewerkschaft heißt immer - auf Konfrontationskurs sein mit der Firmenleitung. Lieber an der Firma beteiligt sein (Aktien z.B.) und einfach eine geile Versorgung bekommen, diverse Boni usw. Es wird aktuell umgesetzt, in verschiedenen Formen. Nur hier eher selten, was ich nicht verstehe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Osten gibt es so gut wie keine Gewerkschaften mehr.
Und auch im Westen gibt es große Gebiete wo die Gewerkschaften schon lange nicht mehr handlungsfähig sind.
Wobei es da mittlerweile eine Initiative im Bundesrat gibt, die Tarifbindung wieder zu erhöhen und dass es erleichtert wird, Tarifverträge für Allgemeinverbindlich zu erklären: Bundesratdrucksache 212/19
Tarifbindung mit Schwindsucht und einige Bundeslaender, die was gegen die Rutschbahn nach unten tun wollen – Aktuelle Sozialpolitik

Internationaler Kapitalverkehr mit Abgaben? Dann zahlen sie die Abgaben und weg ist das Geld und kommt nie wieder. Selbst wenn man bissige 33% von dem behält was da unversteuert ins Ausland geschoben wird, ist das einmalig und das Geld ist futsch. Keine Investitionen, keine Bankgeschäfte, keine Transaktionen mehr hier - alles wird außen herum gemacht.
Hallo Herr Lindner... :schief:
Der Kokolores wird einem seit 3 Jahrzehnten erzählt und gemacht, dass man ja keine Steuern erhöhen oder in der Höhe beibehalten sollte, weil dann das Kapital flüchtet, der Staat darf nicht intervenieren oder nur dann, wenn die Interessen der Banken und Versicherungen in Gefahr sind oder das man dieses oder jenes nicht machen sollte, weil dann das Kapital flüchtet. Die Folgen kennt man ja. Milliardengeschenke an die Wirtschaft, marode Infrastruktur und Investitionsstau, ein Staat der immer mehr zum Nachtwächterstaat verkommt und die Finanzkrise 2008, die bis heute nicht ausgestanden ist, weil man sich von dem neoliberalen und marktradikalen Schwachsinn nicht lösen will.

Der moderne Arbeitsmarkt
Ist ein Scheissdreck und nichts weiter als ein Synonym zum weiteren Abbau bestehender Regelungen, wie z.B. maximale wöchentliche Arbeitszeit oder Ruhezeiten. Dafür machen die ganzen Lobbyverbände der Arbeitgeber und Marktradikalen ja schon länger mobil, vorallem nachdem die schwarz-blaubraune Koalition in Österreich da was vorgemacht hatte.

Und ich hoffe mal die Leute werden hier endlich umziehen wie die Amis.
Was in den vergangenen Jahrzehnten drastisch abgenommen hat: Die Amerikaner werden sesshafter | Telepolis

Die brauchen auch keine Gewerkschaft da drüben, die werden sowieso recht gut behandelt und bezahlt.
Stimmt. Die geben da drüben sogar ganz offen zu, dass sie Union Busting betreiben und Betriebsräte verhindern. Hierzulande wird das nur hinter vorgehalter Hand gemacht, weil das ein Straftatbestand nach Betriebsverfassungsgesetz ist.
 
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Ich sehe bei mir in der Gegend auch NULL Stellen in meinem Fachbereich. Das was in den öffentlichen Listen bei Stepstone usw. landet, ist alles im Westen.

Alle jammern rum, sie würden niemanden finden, schreiben aber keine Stellen aus.
 
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Wobei es da mittlerweile eine Initiative im Bundesrat gibt, die Tarifbindung wieder zu erhöhen und dass es erleichtert wird, Tarifverträge für Allgemeinverbindlich zu erklären: Bundesratdrucksache 212/19
Tarifbindung mit Schwindsucht und einige Bundeslaender, die was gegen die Rutschbahn nach unten tun wollen – Aktuelle Sozialpolitik


Hallo Herr Lindner... :schief:
Der Kokolores wird einem seit 3 Jahrzehnten erzählt und gemacht, dass man ja keine Steuern erhöhen oder in der Höhe beibehalten sollte, weil dann das Kapital flüchtet, der Staat darf nicht intervenieren oder nur dann, wenn die Interessen der Banken und Versicherungen in Gefahr sind oder das man dieses oder jenes nicht machen sollte, weil dann das Kapital flüchtet. Die Folgen kennt man ja. Milliardengeschenke an die Wirtschaft, marode Infrastruktur, ein Staat der immer mehr zum Nachtwächterstaat verkommt und die Finanzkrise 2008, die bis heute nicht ausgestanden ist, weil man sich von dem neoliberalen und marktradikalen Schwachsinn nicht lösen will.


Ist ein Scheissdreck und nichts weiter als ein Synonym zum weiteren Abbau bestehender Regelungen, wie z.B. maximale wöchentliche Arbeitszeit oder Ruhezeiten. Dafür machen die ganzen Lobbyverbände der Arbeitgeber und Marktradikalen ja schon länger mobil, vorallem nachdem die schwarz-blaubraune Koalition in Österreich da was vorgemacht hatte.


Was in den vergangenen Jahrzehnten drastisch abgenommen hat: Die Amerikaner werden sesshafter | Telepolis


Stimmt. Die geben da drüben sogar ganz offen zu, dass sie Union Busting betreiben und Betriebsräte verhindern. Hierzulande wird das nur hinter vorgehalter Hand gemacht, weil das ein Straftatbestand nach Betriebsverfassungsgesetz ist.

Maroder Staat? Sehe ich nicht so, wir haben hier Geld wie Heu, überall werden Gewinne eingefahren, es wird auch ordentlich investiert (aber nicht in allen Bereichen) und allgemein geht es uns hier super.

Union Busting ist ein Thema, was aber die IT nicht betrifft. Welche Union aka Gewerkschaft wenn man eh für ein Projekt angeheuert hat? Begrenzt, dafür mit überdurchschnittlichem Lohn? Das Arbeitszeiten manchmal ausufern, das hat man hier auch MIT Gewerkschaften, das lässt sich nicht vermeiden.
Was ist noch mal so schlimm dran wenn man ein Projekt in letzter Phase noch mal mit Überstunden anschiebt um die Deadline zu halten und ordentliche Boni bekommt dafür? Die decken locker die Überstunden ab. Gibt natürlich Firmen die das nicht so sehen, bei denen rennen die Leute aber auch weg. Wenn du auf dem Arbeitsmarkt begehrt bist, brauchst du keine Gewerkschaft. Du verhandelst deine Verträge selbst mit und legst fest wie weit du gehen willst. So wie jeder andere auch, NIEMAND arbeitet nach Tarif, schon gar nicht wenn ein Unternehmen mit 40 Mitarbeitern über 10+ Länder gestreckt ist, wie soll so was z.B. gehen? Wenn du ne Lösung hast, schlag sie vor, wäre mal interessant was da für ne Idee kommt die bei einem Startup angewendet werden kann z.B.

Und ja, die Amis werden sesshafter. Mit denen steigt aber auch die Zahl der "working poor" die sich dauerhaft an einem Ort ausbeuten lassen. Dazu sind die Löhne ausgeglichener, bis auf die Spezialisten und seltene Berufsgruppen die weiterhin fröhlich rumziehen - und gerade um die geht es auch hier.
Bänker, Ärzte, ITler usw. werden mobiler (deswegen sind ja auch sehr viele Ärzte hier nicht Einheimische sondern Leute aus der ganzen EU). Bei den Amis reist man innerhalb der USA und vll noch Kanada&Mexiko, hier ists die gesamte EU. Die USA hat spezielle Bestimmungen für benachbarte Länder wo die Einreise etwas einfacher ist, wir haben halt komplett offene Grenzen hier. Und auch im Inland werden die Leute anfangen sich zu bewegen. Näher an die Arbeit ran. Schon allein um Work/Life Balance zu finden, um Zeit zu haben fürs leben, nicht nur fürs arbeiten. Und Geld ist da nicht so wichtig.

Was fehlt denn noch.. ach ja, Steuern. Durch die offene EU wird das mit den Steuern sehr lustig. Früher war das Kapital bewegen doch etwas schwerer, heutzutage fliegt man kurz rüber, registriert da was und kann dort alles abrechnen. Wir kommen in der EU doch nicht auf einen Nenner, jedes Land kocht ne eigene Suppe, egal worum es geht. Wir brauchen ja schon Jahre um Daten über Steuerbetrüger zu bekommen. Wie lange sollen wir dann warten bis es zu dem Thema "legale Steuervermeidung" dreht?)
Nicht nur Amazon ist schlau und rechnet hier keine Gewinne ab, obwohl es sie natürlich gibt. Den Trick haben mittlerweile ALLE gefunden die auch morgens ihren Kaffee finden können. Ich finde das übrigens nicht schlimm. Kapital ist Privatbesitz, auch wenn es z.B. Anteile an einem Unternehmen sind wo Mitarbeiter dran hängen. Und mit dem Kapital kann man machen was man will. Man kann es dahin bringen wo man will. Länder die hohe Steuern durchdrücken, werden von Investoren und großen Firmen gemieden, während Länder wie Irland oder Steuerparadiese wie Madeira massiv Leute anziehen die über Kapital, Firmenanteile usw. verfügen. Weil die sich ungerne ausbeuten lassen.
Wir sollten hier nicht meckern sondern uns an dem massiven Wachstum erfreuen. Und die, die nichts abbekommen davon - die sollten mal ihre Hintern hochheben und sich bewegen. Aktiv werden, politisch, gesellschaftlich etc. Und vor allem für sich selbst eine Entscheidung treffen wie sie leben wollen. Sich totarbeiten oder eben nicht. Einen Arbeitskult wie in Japan oder SüdKorea haben wir hier nicht, deswegen ist jeder mal dran mit Eier wachsen lassen.
 
Und ja, die Amis werden sesshafter. Mit denen steigt aber auch die Zahl der "working poor" die sich dauerhaft an einem Ort ausbeuten lassen.
Ja ne, ist klar. Als ob es davor nicht auch schon working poor und bittere Armut gegeben hat. Der in den 60er Jahren unter Lyndon B. Johnson ins Leben gerufene War on Poverty mit seinen sozialstaatlichen Programmen und damit verbunden auch Umverteilungen, hat dafür gesorgt, dass noch während der 60er Jahren die Zahl der Armen von 1/4 der Gesamtbevölkerung auf 1/8 gesunken ist. Aber Umverteilung ist natürlich was ganz böses. Wie kann man nur...

Und mit dem Kapital kann man machen was man will.
Sozialstaatsprinzip, Sozialpflichtigkeit des Eigentums... Aber ich vergaß: Böse Verfassung, pfui. Schnell streichen, nicht dass man, obwohl es schon 70 Jahre drin steht, noch den sagenumwobenen Ritter des Kapital und seine Tafelrunde verschreckt. :rollen:

Und die, die nichts abbekommen davon - die sollten mal ihre Hintern hochheben und sich bewegen.
Bornierter und überheblicher ging es nicht?
Christoph Butterwegge ueber soziale Gerechtigkeit | hr-iNFO | Deutschland 2019 - Wir hoeren Dich
Soziale Ungleichheit: Armut, Reichtum, Ungleichheit - Politik - Tagesspiegel

Das wird mit dem Volksbegehren doch gerade gemacht.
Jehova!
 
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Das wird mit dem Volksbegehren doch gerade gemacht.

Ich schrieb bereits das es sich gegen die falschen Ziele richtet.
Man greift den Markt an, man greift erfolgreiche Unternehmen an die hier investieren und natürlich Gewinne erwarten.
Anstatt die wirklichen Probleme anzugehen - und zwar persönlich. Das eigene Einkommen, die Zeitverteilung (Arbeitszeit, Pendelzeit, alles was halt mit Work/Life Balance zu tun hat) und viel mehr.
Die verdienen knapp über dem Mindestlohn, wollen aber in der einer der teuersten Städte leben die boomt und anstatt den eigenen Lohn zu erhöhen, versuchen sie die Kosten zu drücken und Firmen schaden die uns hochwertigen Wohnraum anbieten. Noch dümmer geht es nicht.

@Poulton

Ja klar working poor gab es immer, aber die Zahl von denen steigt, sie fällt nicht. Es gibt viele Gründe warum die Amis sich weniger bewegen. Unter anderem sinkende Lohnunterschiede. Wenn man etwa das gleiche am Ende hat, warum sollte man sich dafür noch bewegen?
Und Sozialstaat blah würg, denkst du wirklich Investoren interessieren sich dafür? Speziell Investoren aus dem Ausland? Frag mal die Chinesen die hier Wohnungen kaufen, was sie sich unter dem Sozialstaatsprinzip verstehen, die erzählen dir da mal was. Vergiss nicht, wir haben Grenzen geöffnet und Kapital aus aller Welt reingelassen. Da sollte man nicht erwarten das sie sich hier an alles halten was sie nicht mal kennen. Die befolgen nur das nötigste an Gesetzen - was sie halt müssen. Und andere Firmen kennen es und umgehen es - ganz legal. Firma operiert hier, meldet die Gewinne aber woanders, versteuert die woanders, wir sehen davon 0,nix. Ist nicht verboten. Problem damit?

In der aktuellen Welt ist jeder für sich selbst verantwortlich. Die Sozialsysteme sorgen maximal fürs überleben, für was anderes reicht das nicht. Deswegen sind die überwiegend egal. Wenn es für dich überheblich klingt - ändere doch was.
 
Ich schrieb bereits das es sich gegen die falschen Ziele richtet.
Man greift den Markt an, man greift erfolgreiche Unternehmen an die hier investieren und natürlich Gewinne erwarten.
Erfolgreiche, gewinnorienterite, korrupte Unternehmen?
"UEber 30 Milliarden Euro": Mafia waescht Geld mit deutschen Immobilien - n-tv.de
Anstatt die wirklichen Probleme anzugehen - und zwar persönlich. Das eigene Einkommen, die Zeitverteilung (Arbeitszeit, Pendelzeit, alles was halt mit Work/Life Balance zu tun hat) und viel mehr.
Ich stelle mir jetzt grade bildlich vor, wie du vor einem Rentner oder körperlich arbeitsunfähigen, der auf Sozialhilfe angewiesen ist, genau das vordudelst, was du hier geschrieben hast. :lol:
Die verdienen knapp über dem Mindestlohn, wollen aber in der einer der teuersten Städte leben die boomt und anstatt den eigenen Lohn zu erhöhen, versuchen sie die Kosten zu drücken und Firmen schaden die uns hochwertigen Wohnraum anbieten. Noch dümmer geht es nicht.
Achso, weil Gut- und Durchschnittsverdiener keinen Grund haben, sich über irrational hohe Mieten zu beschweren. Soso...
Firma operiert hier, meldet die Gewinne aber woanders, versteuert die woanders, wir sehen davon 0,nix. Ist nicht verboten. Problem damit?
Öhm, ja?
In der aktuellen Welt ist jeder für sich selbst verantwortlich. Die Sozialsysteme sorgen maximal fürs überleben, für was anderes reicht das nicht. Deswegen sind die überwiegend egal. Wenn es für dich überheblich klingt - ändere doch was.
Wenn Sozialsysteme so egal sind, warum kosten sie dann jährlich Milliarden?
Die Sozialsysteme hierzulande sorgen dafür, dass wir hier keine Zustände, wie in den USA haben. Arm, krank, alt? Pech gehabt...
 
Geh doch nach drüben - da müsste ich erstmal ein Visum bekommen, auch wenn man ein unabhängiges Einkommen hat, lassen die USA nicht jeden einfach so rein :) Müsste mich eigentlich einlesen was es für Möglichkeiten gibt für digitale Nomaden da drüben. Ernsthaft.
Die USA hat viele Probleme, aber auch viele Vorteile wenn man nicht komplett doof ist.

@Two-Face

Jaja jetzt kommt wieder die böse böse Korruptionskeule geflogen. Sind die Deutsche Wohnen, Vonovia usw. direkt in diese Geschäfte involviert? Wenn ja, hab ich davon nix mitbekommen. Trotzdem will man denen ans Leder, einfach weil sie den freien Markt nutzen.

Und warum sind das irrational hohe Mieten?
Da ist nichts irrational. Gute Lage kostet nun mal und die Wohnungsknappheit in den Städten erhöht den Preis auch. Berlin ist übrigens immer noch billig. London, Paris und andere Hauptstädte nicht weit weg von uns kosten wesentlich mehr wenn man sich da einmieten will.

Und ich habe EXTRA geschrieben - Arbeiter die knapp über dem Mindestlohn sind, die sich nicht um ihre Arbeitsbedingungen, kurze Arbeitswege und allgemein Work/Life Balance kümmern und du kommst mir mit Rentnern und Sozialhilfeempfängern? Verfehlt, setzen, 6.
Das es denen nicht schmeckt, weiß ich auch - aber die, die arbeiten und trotzdem nix nach Hause bringen, aber wesentliche Ausgaben haben für die Arbeitswege usw. - die sollten sich mal langsam bewegen und sich selbst (jeder für sich) um alles kümmern. Und zwar nicht mit irgendwelchen Volksbegehren gegen einzelne Firmen oder Bereiche vorgehen um hier den Markt zu ruinieren. Sondern dafür das sie nicht knapp über der Armutsgrenze leben (die übrigens ohne die Mietausgaben berechnet wird) und dafür noch etliche Stunden pro Woche pendeln.
In den USA ist es für die working poor kaum möglich sich zu wehren, hier ist es wesentlich einfacher, daher wundert es mich warum sich immer noch so viele ausbeuten lassen.
 
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